Im Jahre 1938 synthetisierte Albert Hofmann erstmals Lysergsäurediäthylamid (LSD). Doch in Tierversuchen bestätigte sich nicht die erhoffte Wirkung für den Einsatz als Kreislauf- und Atmungsstimulanz. Erst 1943 entschied sich der Chemiker das Lysergsäurediäthylamid erneut zu testen und hat durch unsauberes Arbeiten im Labor ein wenig davon über die Haut aufgenommen. Dabei bemerkt er eine veränderte Wahrnehmung, die er sich zunächst nicht erklären konnte. Zu Hause versank Hofmann in einen angenehmen, rauschartigen Zustand. Nur diesem Zufall ist die Kenntnis über die bewusstseinsverändernde Wirkung des LSD zu verdanken. In der darauf folgenden Woche unternahm er einen gezielten Selbstversuch, um seine Beobachtungen zu bestätigen. Doch da er die kleinste wirksame Dosis viel zu hoch einschätzte, erlebte er einen Horrortrip, der sich erst nach einiger Zeit in das wandelte, was erst viel später Hippies begeistern sollte. Glücksgefühle durchströmten ihn und er genoss das Spiel der Farben. Am nächsten Morgen fühlte er sich merkwürdig erfrischt.

Sechs Jahre später brachte Sandoz das LSD unter dem Markennamen Delysid auf den Markt. Das Präparat konnte von Forschungsinstituten und Ärzten kostenlos bezogen werden und wurde in der Psychotherapie bei Patienten mit Angst- und Zwangsneurosen sowie von Ärzten und Therapeuten zu „experimentellen Untersuchungen“ angewendet. Weiterlesen »