
Ein tödlicher Moment vor der Kirche
Die Fotografin Vera Bengtsson macht gerade einige Schnappschüsse eines Brautpaares vor einer Kirche, als plötzlich hinter dem Paar eine Person vom Kirchturm in die Tiefe stürzt. Calle Brandt von der Kripo in Luleå richtet zunächst einige Fragen an den Pfarrer, bevor er sich – trotz Sonntag – entschließt, seine Kollegin Idun Lind anzurufen, die ihren letzten Urlaubstag bei ihrem Freund Tareq genießt. Wie zu erwarten, will Idun zunächst nicht einlenken. Doch als sie erfährt, dass es sich bei der Toten um ihre siebzehnjährige Cousine Elvira Lind handelt, frühstückt sie nur noch hastig und besteigt den nächsten Flieger.
Die Rechtsmedizinerin Svetlana stellt fest, dass Elvira sofort durch einen Genickbruch starb. Ihre auffallende Blässe deutet darauf hin, dass sie vermutlich viele Jahre ohne Sonnenlicht verbracht hat. Die Obduktion ergibt zudem, dass sie vor mindestens zwei Jahren entbunden hat – und dass ihre Geburtsverletzungen eindeutig schlecht versorgt wurden.
weiterlesenEin Sturz vom Kirchturm – und ein Abgrund voller Geheimnisse
Kurz nach Mitternacht bietet sich Kommissarin Idun Lind und ihrem von allen nur Calle genannten Kollegen ein entsetzliches Bild: Eva, die Ehefrau von Vidar Vendel, hängt tot an der Decke im Eingangsbereich ihres Hauses Nähe der schwedischen Stadt Boden. Die Spurentechniker finden keine Einbruchspuren, so dass die Ermittler von Mord ausgehen. Während Eva selbst kinderlos war, hat Vidar Tochter Nadja, die Jura studiert, aus erster Ehe mitgebracht. Vor dem Haus fällt Idun und Calle ein Beobachter auf, der ihnen allerdings keinerlei ermittlungsrelevante Hinweise liefern kann. So befragen sie zunächst die Nachbarin Caroline Hofverts, die von einem Suizid aufgrund der zahlreichen Affären ihrer Nachbarin ausgeht. Die ganze Nachbarschaft hätte Bescheid gewusst, was Eva sicher nicht aushalten konnte. Zudem beschreibt sie die Tote als deprimiert und traurig wirkende Frau.