Bereits zu Lebzeiten wurde Felix Mendelssohn Bartholdy von seinen Zeitgenossen als der Mozart des 19. Jahrhunderts gehandelt. Wie diesem großen Musiker war auch Felix als Komponist, Pianist und Dirigent nur ein kurzes Leben vergönnt, doch reichte die Zeit, um sich vor allem als Dirigent einen Namen zu machen. Bis in die heutige Zeit übt er damit maßgeblichen Einfluss auf alle Dirigenten aus. Rosemarie Marschner hat seinen Lebensweg in ihrem informativen und spannenden Roman Good Morning, Mr. Mendelssohn nachgezeichnet.

Als eines von vier Geschwistern wird Felix 1809 geboren. Von seinen wohlhabenden Eltern Abraham und Lea wird Wert auf eine gute Bildung gelegt. 1816 entschließt sich der jüdische Vater aus Sorge, das Aufenthaltsrecht zu verlieren, seine Kinder taufen zu lassen und konvertiert selbst auch später zum lutherischen Glauben. Wie seine ebenfalls talentierte Schwester Fanny, die für Felix eine Seelenverwandte ist, wird er von Klavierlehrer Zelter unterrichtet, der den erst Zwölfjährigen seinem dreiundsiebzigjährigem Freund Goethe vorstellt.

Nach einem Umzug auf ein Anwesen in Berlin wird Felix schon mit fünfzehn Jahren als Künstler anerkannt, und als Sohn eines Stadtrates wird ihm das Privileg eines Studiums zuteil. Seine erste große Liebe hat keine Zukunft, wonach sich der junge Mann nur noch seiner Leidenschaft, der Musik, zuwendet. Weiterlesen »

Die wohlhabende 69-jährige Clara Dorn hat ihr Antiquitätengeschäft bereits vor einigen Jahren geschlossen. Doch macht sie dank ihrer solventen Privatkundschaft noch immer ein kleines Vermögen, das sie in edlen Boutiquen für Designerkleidung ausgibt. Sie sieht blendend aus, fühlt sich wie eine Frau in den besten Jahren und ist in einer Beziehung mit dem ehemaligen Model Sky. Gelegentlich träumt sie davon, für ein Lifestyle-Magazin interviewt zu werden und führt Gespräche mit einer fiktiven Journalistin. Zusammen mit ihrer einzigen Freundin Marie, die bis vor einem Jahr die exklusivste Galerie in Hamburg geleitet hat, geht sie in Kunstausstellungen und zu Theaterpremieren. Als Marie an Krebs erkrankt, besucht Clara sie nicht im Krankenhaus und bleibt auch ihrer Beerdigung fern.

Am Tag der Beisetzung erleidet Clara eine Panikattacke und wird in ein Krankenhaus eingeliefert. Daraufhin beschließt sie, in ihre alte Heimat zurückzukehren, die sie vor mehr als zwanzig Jahren verlassen hat, um noch einmal neu anzufangen. Sie quartiert sich ohne Zögern bei ihrer Tochter Katrin ein, die sie damals als 14-jährige in der Kleinstadt bei ihrer Großmutter und ihrem Vater zurückließ. Weiterlesen »

Obwohl Percy erst sechzehn Jahre alt ist, arbeitet sie schon in einer Möbelwerkstatt, anstatt weiter die Schule zu besuchen, weil sie sich und ihre dem Alkohol verfallene Mutter Carletta durchbringen muss. Von einem Freund erfährt sie, dass er Carletta zusammen mit dem vorbestraften und drogenabhängigen Shelton Potter gesehen hat. Aus Sorge um ihre Mutter fährt sie im Schneesturm zu seiner Farm, die Sheltons Onkel Rick gehört. Nachdem sie die letzten eineinhalb Kilometer aus Angst, im Schnee stecken zu bleiben, zu Fuß zurückgelegt hat, findet sie anstelle von Carletta lediglich Shelton und Kayla vor, die mit ihrer Schwester zur Schule ging. Beide schlafen offensichtlich ihren Rausch aus. Einem Gestank und Geräusch folgend, entdeckt Percy zunächst einen toten Hund und schließlich ein Baby, dessen Gesicht bereits durch ein offen stehendes Fenster vom Schnee bedeckt ist. Kurz entschlossen nimmt sie die kleine Jenna, wie ihr Name am Bettchen verrät, mit einer Tasche voll Windeln und Babynahrung an sich.

Da Percy über ihr Handy wegen fehlender Guthaben keine Hilfe holen kann, die verwahrloste Jenna aber dringend in ein Krankenhaus muss, kämpft sie sich durch die Schneemassen bis zur Blockhütte von Portis Dale vor, einem früheren Lebensgefährten ihrer Mutter. Weiterlesen »

Die Abiturientin Sylvie trifft im heißen Sommer des Jahres 1976 in Berlin auf den wenige Jahre älteren Kiffer und Dealer Gabriel, kurz Gabo genannt. Gemeinsam mit ihrer Freundin Inge und deren Freund Flo begeben sie sich in einem umgebauten Bus mit Kochgelegenheit und Schlafplätzen auf eine abenteuerliche Reise, die sie über Jugoslawien, Athen, Istanbul, Teheran, Afghanistan und Pakistan bis nach Anjuna in Indien führt. Auf engstem Raum lebend kommt es immer wieder zu Konflikten. Die Rede ist von Trennung, aber auch von Heirat.

Nach der Rückkehr fühlt sich Sylvie in der Heimat fremd. Da sie mit Gabo weder zusammen leben, noch von ihm getrennt sein kann, erfährt ihre Beziehung ein Auf und Ab. Obwohl die junge Frau zwischenzeitlich ein Verhältnis zu Gino hat, heiratet sie Gabo und bekommt eine Tochter. Doch die Ehe zerbricht und Sylvie findet einen Mann, der den Vater für ihre Tochter ersetzt. Als Gabo nur noch kurze Zeit zu leben hat, kreuzen sich die Wege der einstigen Aussteiger ein letztes Mal, bevor er im Jahr 2013 in einem Hospiz verstirbt.

Bei der Lektüre des Buches Epilog mit Enten von Sabine Friedrich kann sich der Leser des Eindrucks nicht erwehren, dass es sich um einen autobiografischen Roman handelt. Weiterlesen »

Die gewählten Oberhäupter in den italienischen Republiken führten im Mittelalter den Titel eines Dogen. So auch in Venedig, das den Beinamen Serenissima trug. In dem historischen Roman von Stefan Maiwald wird Davide Venier unfreiwillig Der Spion des Dogen, nachdem er Opfer eines gegen ihn gerichteten Komplotts wurde, bei dem ihn sogar sein Gondoliere Enrico, wie auch sein Koch Rigoberto und sein ehemaliger Freund Valentino Lucari schwerer Anschuldigungen bezichtigt haben. Das Urteil der Inquisitoren lautet auf zehn Jahre Kerker und die Enteignung des Sohnes eines reichen Kaufmanns.

Um der Haft in den Bleikammern zu entgehen, entschließt sich Davide, das Angebot von Calaspin anzunehmen: Freiheit, wenn er sich fortan in den Dienst der Republik stellt. Davide verlangt auch die Freilassung seines Zellengenossen Hasan, der ihm neben dem Schachspiel auch Selbstverteidigung gelehrt hat. Mit Unterstützung des Malers Tintoretto, seines treuen Freundes Miguel de Cervantes und seiner Geliebten Veronica, Ehefrau eines einflussreichen Mannes, dem sie die Liaison nicht verschweigt, will er die Drahtzieher der Verschwörung ausfindig machen. Weiterlesen »

In Finnland lebt der elfjährige Nikolas mit seinem Vater Joel, einem Holzfäller, in ärmlichsten Verhältnissen. In ihrem Haus gibt es nur ein einziges Zimmer und ein Loch hinter ihrem Haus dient ihnen als Klo. Nikolas hat keine Geschwister und sein einziger Besitz sind ein Schlitten und eine Steckrübenpuppe, die er von seiner verstorbenen Mutter bekommen hat. Da er am Weihnachtstag geboren wurde, nennt ihn sein Vater auch Weihnacht.

Eines Tages kommt der Jäger Anders zu ihnen und überbringt dem Vater eine Bitte des Königs: Wer ihm den Beweis erbringt, dass es Wichtelgrund tatsächlich gibt, soll eine hohe Belohnung erhalten. Obwohl Nikolas seinen Vater anfleht, nicht mit den anderen Männern zu ziehen, ist dieser entschlossen, seinen Sohn ein paar Monate für ein zukünftig besseres Leben zu verlassen. Weil er auch den Schlitten mitnehmen muss, bleiben dem traurigen Jungen nur noch die Steckrübenpuppe und der Mäuserich Miika. Doch für Nikolas kommt es noch schlimmer. Tante Carlotta, die überhaupt keine Kinder mag, zieht ins Haus und denkt gar nicht daran, sich um ihn zu kümmern. Von nun an muss er trotz Kälte draußen auf der Wiese schlafen. Als er die Schikanen seiner Tante nicht mehr aushält, will er dem Vater in eine ungewisse Zukunft folgen. Weiterlesen »

Prior Giovanni Luigi Picinardi, Leiter des Juristenkollegs, wird eines Tages im August 1665 zu Giovanni Andrea Sirani gebeten. Wie die Bewohner der Stadt Felsina, das heutige Bologna, ist er untröstlich über den vor zwei Tagen eingetretenen Tod seiner Tochter Elisabetta, die er in der Malerei unterrichtet hat. Obwohl die Verstorbene bereits beigesetzt wurde, soll ihr zu Ehren eine Feier in der Basilika abgehalten werden, wozu der Prior die oratio funebris, eine Trauerrede, halten soll. Sein Auftraggeber ahnt jedoch nicht, dass Picinardi in die junge Frau verliebt war und selbst trauert.

Erst von seiner Haushälterin erfährt der Prior von dem Gerücht, Elisabetta sei von ihrer Magd Lucia Tomolelli vergiftet worden. Als Jurist will er der Sache auf den Grund gehen und trifft sich daher häufig mit Bartolomeo Zanichelli, dem Leiter der Werkstatt im Hause Sirani, der zudem für die Trauerfeier ein Portrait der Verstorbenen malen soll. Ginevra Cantofoli, eine ihrer ehemaligen Schülerinnen, sucht den Prior auf und behauptet zu seiner Überraschung, dass Lucia nicht die Mörderin gewesen wäre. Picinardi ist auch an den Ausführungen von Graf Carlo Cesare Malvasia interessiert, der das Talent der Toten entdeckt hat und als ihr Förderer gilt. Und natürlich kommt er als Jurist auch nicht umhin, die des Mordes beschuldigte Magd Lucia mehrmals im Kerker aufzusuchen. Weiterlesen »

Die in Zürich lebende Ann erhält eines Tages einen Anruf von Nick, dem Mann ihrer Freundin Jessica, die nach einem Suizid auf der Intensivstation im Koma liegt. Nicht zuletzt, um sich auch um deren 5-jährige Tochter Amy zu kümmern, reist Ann nach Wales, wo sie auf die vergangenen Jahre zurückblickt und darauf, wie mit Jessicas Traum alles begann:

Während der gemeinsamen Studienzeit in London lernen die beiden Frauen in einem Pub Nick kennen, in den sich Jessica sofort verliebt. Ann, die in einer WG wohnt, bietet Jessica und Nick ein frei werdendes Zimmer an, das die beiden auch annehmen. Für Jessica folgt eine glückliche Zeit, denn nach der Scheidung ihrer Eltern ist sie bei ihrer Oma und ihrem Vater aufgewachsen, wo sie sich nicht willkommen fühlte. Nach Beendigung seines Studiums will sich Nick nur noch der Malerei widmen und mit Jessica aufs Land ziehen. In Nordwales finden die jungen Leute schließlich in Graig Ddu ein Cottage, das allerdings oben auf einem Berg liegt. Dort wollen sie fernab jeglicher Zivilisation ohne Strom und Handyempfang und ohne fließendes Wasser leben. Bei widrigen Wetterverhältnissen sind sie sogar von der Außenwelt abgeschnitten. Weiterlesen »

Joanna Stafford erhält im Jahr 1540 von ihrem Cousin König Heinrich VIII den Befehl, nach Whitehall-Palast zu kommen, um für ihn einen Bildteppich anzufertigen. Gleich nach ihrer Ankunft im Palast wird sie von einem mutmaßlichen Pagen in einen Hinterhalt gelockt. Joanna kann sich befreien und ist froh, als ihr Thomas Culpeper zu Hilfe eilt. Doch die frühere Novizin, deren Kloster in Dartford wie alle anderen Klöster des Landes vom König aufgelöst wurde, wird den Verdacht nicht los, weiterhin verfolgt zu werden. Irgendjemand trachtet ihr nach dem Leben, oder noch schlimmer, will sie in seine Gewalt bringen.

Nachdem Joanna vom König zur Tapisseriemeisterin am Hof ernannt wurde, ist sie darüber erstaunt, dass ihre Freundin und Hofdame Catherine Howard auf dem Bildteppich dargestellt werden soll, denn immerhin ist Heinrich VIII in vierter Ehe mit Anna von Kleve verheiratet. Das kann nur bedeuten, dass er Catherine zu seiner Mätresse machen will und der Herzog von Norfolk wieder einmal seine Hände als Kuppler im Spiel hatte. Doch so sehr sich Joanna auch um ihre Freundin sorgt, beschäftigt sie ein heimlich belauschtes Gespräch: Wie es scheint, plant ihr Beschützer Thomas Culpeper mit ihrem Cousin Graf von Surrey und Sir Walter Hungerford irgend etwas, wobei immer wieder der Name eines gewissen Agrippa auftaucht, der sich mit Magie beschäftigt. Weiterlesen »

Eines Nachts erwartet Juliette Tolédano mit dem Pfleger Guillaume die Ankunft eines Schwerverletzten auf der Intensivstation. Der diensthabende Chirurg hat alles gegeben, um den Arm des erst 25-jährigen Feuerwehrmannes Roméo Fourcade zu retten, nachdem dieser durch den Druck einer explodierenden Gasflasche bei dem Versuch, ein Kind aus einer brennenden Wohnung zu retten, aus dem achten Stock von der Leiter geschleudert wurde. Als er wieder das Bewusstsein erlangt, hat er zunächst keine Ahnung, wie es um ihn steht. Doch dann verfällt er in Selbstmitleid und sieht in seinem Leben keinen Sinn mehr. Juliette kann ihn mit ihrer einfühlsamen Art aufbauen, und trotz knapper Zeit hält sie ihm immer wieder liebevoll die Hand. Roméo sehnt die Tage herbei, an denen sie Dienst hat.

Wie schwer es Juliette momentan hat, ahnt Roméo nicht, denn sie unterzieht sich einer Hormonbehandlung, um endlich ein Kind zu bekommen. Dauernd fühlt sie sich müde und ist den Strapazen der Wechselschicht kaum gewachsen, wofür ihr Lebenspartner Laurent, der als Bankleiter einen gut bezahlten Posten bekleidet, allerdings wenig Verständnis zeigt. Weiterlesen »

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