
Wünsche, Bedürfnisse und die Falle des „Mehr“
Gleich zu Beginn seines Sachbuchs Über die Kunst, Geld bewusst einzusetzen zeigt Morgan Housel klar die Diskrepanz zwischen dem, was wir uns wünschen, und dem, was wir tatsächlich brauchen. Er kommt zu dem Schluss, dass mehr Geld nicht automatisch mehr Glück bedeutet.
Menschen neigen dazu, ihre Ansprüche zu erhöhen, je mehr sie besitzen – ein Zustand echter Zufriedenheit bleibt so unerreichbar. Wo psychologische und soziologische Faktoren dominieren, helfen Zahlen und nüchterne Berechnungen wenig.
Die Kunst des guten Lebens
Dass „der richtige Umgang mit Geld eine Kunst“ ist, erschließt sich oft erst bei genauerem Hinsehen. Seit Jahrtausenden diskutieren Philosophen darüber, was ein gutes Leben ausmacht.
weiterlesenWas Geld nicht kaufen kann – und warum wir es trotzdem jagen
In dem Ratgeber Der Pfennigfuchser in der Eurowelt geht es um unser Bestes, unser Geld. So hat sich Jörg Rieger auf die Suche nach Einsparpotenzialen begeben und nennt kostenlose „stille Örtchen“. Er weiß, wie man unterwegs sparen kann, wenn der Durst quält, oder wie eine Speisekarte richtig gedeutet wird, um unnötige Kosten zu vermeiden. In puncto Lebensmittel lohnt es sich, die Augen beim Einkauf aufzuhalten, ansonsten rät er eine spezielle App zu installieren. Der Autor erklärt, warum Besitzer eines Kaffeevollautomaten handwerklich begabt sein sollten und er wartet mit vielerlei Fakten zum Thema Zeitungen auf, indem er Auflagenstärke und Preise gegenüberstellt. Er hat nach günstigen Parkmöglichkeiten Ausschau gehalten und Fakten über die Spritkosten zusammengetragen, um auch hier Einsparmöglichkeiten vorzustellen. Richtig viel Geld lässt sich nach Jörg Rieger bei einem Wechsel des Stromanbieters einsparen und in seinen Ratgeber lässt er Überlegungen einfließen, wie die Freizeitgestaltung einer preisbewussten Familie aussehen könnte. Er nennt Fakten zu den Brief- und Paketgebühren und nimmt das Preis-/Leistungsverhältnis der innerhalb in Europa gelegenen Urlaubsorte unter die Lupe.
Die Autoren Andreas Marquart und Philipp Bagus beginnen ihr Sachbuch „Warum andere auf Ihre Kosten immer reicher werden“ mit einem geschichtlichen Rückblick auf erste direkte Tauschgeschäfte. Später haben die Menschen zum Tausch wertgeschätzte Edelmetalle eingeführt und da die Geldmenge stets der Goldmenge entsprach, besaßen die Bürger „gutes“ Geld. Erst seit 1971 unterliegt das Geld weltweit nicht mehr der Goldbindung, es ist nicht mehr gedeckt und somit „schlechtes“ Geld. Die Geldvermehrung unseres Papiergeldsystems, erklären die Autoren, geschieht nicht durch Förderung weiterer Edelmetalle, sondern durch einfaches Verleihen, wobei die Notenbanken im Zeitalter von elektronischem Geld nicht einmal mehr Geldscheine drucken müssen.
Matthias Weik und Marc Friedrich als Co-Autor geben in ihrem Buch „Der größte Raubzug der Geschichte“ Antworten auf das Phänomen, dass die Reichen dieser Welt immer reicher und eine wachsende Bevölkerungsschicht zunehmend ärmer wird.
„Wenn du nicht weißt, was du sagen sollst, dann sag es in Englisch!“, dieses Phänomen in der deutschen Werbelandschaft hat der Markenberater Bernd M. Samland beobachtet. In seinem Buch „Übersetzt du noch oder verstehst du schon?“ hat er seine erstaunlichen Erkenntnisse über die 75 kuriosesten englischen Werbesprüche in Deutschland zusammengefasst.