Alles anders – Auf Umwegen angekommen von Barbara Schwarzl

Alles anders – Auf Umwegen angekommenBeate Thoma ist promovierte Wissenschaftlerin und arbeitet in der pharmazeutischen Industrie, was ihr wenig Freizeit lässt. Sie freut sich mit fast vierzig Jahren endlich auf ein erstes Baby. Voller Übermut glaubt sie fest daran, dass sie mit Clemens, dem werdenden Vater, eine Lösung bezüglich des gemeinsamen Wohnortes finden wird. Denn ihr geschiedener Freund besitzt ein Haus, das er nicht aufgeben will, in dem für Beate allerdings der Geist seiner Exfrau schwebt, was sie bisher davon abgehalten hat, zu ihm zu ziehen. Als sie bei einem Treffen ihm die erfreuliche Nachricht überbringen will, wird sie vor seinen Augen von einem Lastwagen angefahren. Bea, wie er sie nennt, wird zum Glück nicht schwer verletzt, verliert jedoch ihr Baby.

Nach diesem schmerzlichen Verlust ist Bea häufig niedergeschlagen und hofft, dass eine Reise nach Venedig gegen ihre Depressionen helfen wird. Zum Leidwesen von Clemens trifft sie dort nicht nur ihre Freundin Gianna, sondern auch Fabrizio, den sie von früheren Aufenthalten in Venedig kennt.

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Nächstes Jahr in Havanna von Chanel Cleeton

Nächstes Jahr in HavannaDie Journalistin Marisol Ferrara macht sich auf den Weg von Miami nach Kuba, um den letzten Wunsch ihrer verstorbenen Großmutter Elisa zu erfüllen. Sie soll die Asche der Verstorbenen zurück in das Land bringen, das die Großmutter liebte und das die Familie Perez vor fast sechzig Jahren verlassen musste. Elisa war die Tochter eines Zuckerbarons, der mit dem Präsidenten Batista sympathisierte. Die Familie gehörte zur reichen Oberschicht der Gesellschaft, die ein unbeschwertes Leben führen konnte, das für Elisa und ihre drei Schwestern aus Einladungen zum Dinner oder Besuchen von Partys bestand. Über die Ausbeutung der Menschen und die politische Situation des Landes machte sie sich keine Gedanken. Das änderte sich, als sie Pablo kennenlernte, einen jungen Rechtsanwalt, der sich der Revolution von Fidel Castro verschrieben hatte. Pablo war Elisas große Liebe. Nach einigen heimlichen Treffen zog Pablo mit Che Guevaras Leuten in den Kampf, und die beiden Verliebten schrieben sich Briefe.

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Klugscheißer Royale von Thorsten Steffens

Klugscheißer RoyaleEs ist schon hart, wenn man gleichzeitig seinen Job und die Freundin verliert! Erst wird Timo Seidel, der seit fünf Jahren in einem Callcenter arbeitet, von seinem Chef fristlos gekündigt, und das nur, weil er sich ein wenig im Tonfall vergriffen hat, und dann verlässt ihn auch noch Cleo, die ihn einen Egoisten und Klugscheißer schimpft. Timo kann es einfach nicht fassen, schließlich hatten sie immer guten Sex! Schnell überschlägt er die monatlichen Kosten, denn nach Cleos Auszug muss er alleine die Mietkosten aufbringen. Er kommt zu der Einsicht, dass er ganz schnell einen neuen Job braucht. Obwohl er trotz seiner achtundzwanzig Jahre immer noch ohne Berufsausbildung ist, denn das Deutsch- und Englischstudium hat er nach nur zwei Semestern geschmissen, geht er voller Hoffnung auf einen sofortigen neuen Job zur Arbeitsagentur. Doch auch hier erlebt er nur ein böses Erwachen und wird schnell auf den Boden der Realität zurückgeholt.

Als Timo einer Einladung seines Freundes Amadeus folgt, macht ihm dessen Freundin Andrea, die an einer Abendschule arbeitet, das Angebot, die zu besetzende Stelle als Vertretungslehrer an der Außenstelle in Brühl anzutreten.

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Was du von mir wissen sollst von Sissel-Jo Gazan

Was du von mir wissen sollstIn den 1970/80er Jahren wollten wie an vielen anderen Orten auch junge Menschen in Dänemark die Welt verändern. Die Politiker interessierten sich nicht für die Probleme derer, die ohne Arbeit waren, weshalb sie kurzerhand leerstehende Häuser besetzten. Während sie gegen den Kapitalismus und Faschismus ankämpften, meinten die auf der anderen Seite der Gesellschaft stehenden Konservativen, die faulen Hausbesetzer wollten sich auf ihre Kosten ein feines Leben machen. In dieser Zeit verbringt auch die zwölfjährige Rosa, Protagonistin in dem Roman Was du von mir wissen sollst die Sommerferien mit ihrer türkischen Freundin Sevim in Aarhus. Als Biologiestudentin gehörte ihre Mutter Helle einer Kommune an und wünscht sich als überzeugte Sozialistin den Frieden auf Erden. Über ihren leiblichen Vater weiß Rosa lediglich, dass drei infrage kommen, unter ihnen Rudi Dutschke. In dem homosexuellen Kalle Krudt, einem Professor an der Kunsthochschule, hat Rosa einen fürsorglichen Ersatzvater gefunden.

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Die fremde Tochter von Anja Jonuleit

Die fremde TochterDer Teemeister Cho führt ein eigenes Teehaus in Paris auf dem Montmartre. Eines Tages bittet eine Dame darum, von ihm in die Teezubereitung nach Gongfu Cha, einer speziellen Zubereitung nach chinesischer Tradition, eingewiesen zu werden. Da sie sich nicht abwimmeln lässt, gibt er ihr einen Termin. Doch ihr kurzer Besuch lässt Cho fortan nicht mehr zur Ruhe kommen: Die Dame hat behauptet, seine Tochter zu sein! Cho erinnert sich, wie er vor über drei Jahrzehnten als Teemeister in China Schülerinnen in die Geheimnisse der Teezubereitung unterrichtet hat. In eine von ihnen, in die junge Émilie, hat er sich verliebt. Von ihrer Mutter wurde sie nach Paris zurückgerufen, wollte jedoch unbedingt wieder zu ihm zurückkehren. Obwohl er jahrelang nach ihr suchte, hat er nie wieder etwas von ihr gehört.

Da Die fremde Tochter keinen Namen genannt hat, macht sich Cho auf die Suche nach ihr. Seine Nachforschungen führen ihn zu Claire Laurent, die Fahrerin des Autos, mit dem die Unbekannte zu ihm kam. Über Umwege erfährt er, dass es sich dabei um Lin, die Tochter eines traditionsreichen Teehauses handelt, das schon seit Jahren versucht ihn anzuwerben.

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Die Ausgleicherin – Ein neuer Aufbruch von Konrad Pilger

Die Ausgleicherin – Ein neuer AufbruchWer ein Bewusstsein für aus seiner Sicht erforderliche Veränderungen im gesellschaftlichen Leben oder dem demokratischen Verständnis schaffen will, kann entweder aktiv in der Politik mitwirken oder wie Konrad Pilger politische Themen in die Rahmenhandlung eines Romans einbinden. In dem ersten Band Die Ausgleicherin – Ein neuer Aufbruch, der auf drei Teile angelegten Reihe, ist die ehemalige Lehrerin Lea Sheldon eine von zwölf Ausgleichern der Europäischen Union. Bei Umfragen belegt sie den ersten Platz in der Beliebtheit und weist beste Erfolgsquoten auf. Ihre Aufgabe ist es, als Vermittler zwischen zwei Kontrahenten einen Kompromiss herbeizuführen. Unterstützt wird sie dabei von einer künstlichen Intelligenz, von CON-12. Nachdem Lea in der Stadthalle von Komotini den Vorsitz einer Versammlung über ein Bürgerbegehren geführt hat und sich mit ihrem Referent Pablo bespricht, gibt es plötzlich eine gewaltige Explosion. Mit Antonia Perlini, Chefin der Personenschützer, und Pablo kann sich Lea in den Schutzraum retten, bevor eine zweite Bombe explodiert.

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Venus AD von Gabriele Borgmann

Venus ADDer Renaissance-Experte Dr. Alexander Seltig trifft mit Peter Neumann, dem Bürgermeister von Berlin, und der Kulturstaatsministerin Dr. Ricarda Bauer letzte Absprachen für die Ausstellungseröffnung zur Ehrung des Künstlers Lucas Cranach und seines Venus-Gemäldes. Die drei kommen überein, dass die kunstgeschichtliche Doktorandin Nele Rosenbach eine kurze Rede halten soll, in der sie den interessierten Zuhörern das Bild erklären soll. Seltig verfolgt darüber hinaus den Plan, während der Ausstellung für einen neu zu gründenden Berlin-Art-Club zu werben, mit dem er beim Bürgermeister jedoch keine Zustimmung findet. Anstelle eines Reichen-Clubs für die Kunst, sind diesem die oftmals am Hungertuch nagenden Alleinerziehenden wichtiger.

Was niemand ahnt: Nele hat sich mit dem Restaurator Dr. Valentin Schwarzkopf getroffen, der ihr verbotenerweise einen ungestörten Zugang zum berühmten Gemälde verschafft hat. Vorsichtig hat sie sich mit einem Skalpell an das Werk begeben und Unstimmigkeiten entdeckt.

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Girl in Snow von Danya Kukafka

Girl in SnowAn einem eisigen Morgen im Februar wird auf dem Spielplatz neben der Grundschule von Broomsville, einer Kleinstadt am Fuße der Rocky Mountains, die Leiche der fünfzehnjährigen Lucinda Hayes vom Hausmeister der Schule entdeckt. Da in der Nacht etwas Schnee gefallen war, ist die Tote mit einer dünnen Schneeschicht bedeckt, die alle Spuren beseitigt hat. Die Tatwaffe und das Handy des Opfers sind verschwunden, und auch die Befragung der Anwohner liefert keine neuen Erkenntnisse.

Bis zum späten Nachmittag hat es der Fall in die landesweiten Medien geschafft und die Mitarbeiter des Broomsville Police Department kommen im Konferenzraum zusammen, um sich auf den neuesten Stand der Ermittlungen bringen zu lassen. Doch gibt es nur eine kurze Liste von Verdächtigen. Detective Williams, der die Ermittlungen führt, befragt zunächst den Hausmeister Ivan Santos, der die Leiche gefunden hat, sowie die Eltern des Opfers Joe und Missy Hayes.

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Ich und meine Mutter von Vivian Gornick

Ich und meine MutterIn ihrem autobiografischen Roman Ich und meine Mutter schreibt Vivian Gornick von einigen Stationen ihres Lebens. Aufgewachsen ist sie in dem New Yorker Stadtteil Bronx, wohin es einst ihre aus Russland stammende Großmutter verschlagen hat. Mit dreizehn Jahren verlor sie ihren Vater und lebte fortan nur noch mit ihrem neun Jahre älteren Bruder und ihrer Mutter zusammen, der die Liebe ihres Mannes fehlte und sie depressiv werden ließ. Bis zu ihrem einundzwanzigsten Lebensjahr wohnte die als Journalistin arbeitende Vivian Gornick in einem Mietshaus, mit dem sie zahlreiche Erinnerungen verbindet.

Die Handlung wird von Gesprächen der fünfundvierzigjährigen Autorin mit ihrer siebenundsiebzigjährigen Mutter dominiert, die beide durch Manhatten führen. Wechselweise erinnern sie sich an die schwere Zeit des Kriegs und der Inflation, an die ehemalige Wohnung und die Nachbarn, insbesondere die früh zur Witwe gewordene Nettie.

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Von allen Seiten von Tore Renberg

Von allen SeitenDem fünfzehnjährige Ben und seinem ein Jahr älteren Bruder Rikki bleiben nur noch die Erinnerungen an eine glückliche Kindheit: Als sie noch nicht wegen Kleinigkeiten von ihrem Vater Frank Martin Digervold mit einem Ledergürtel verprügelt wurden und ihre Mutter Melissa noch gesund war. Um sich gedanklich abzulenken, schnüffeln die Brüder Benzin. Ben, der intelligentere, hat eines Tages die Idee, einen Jahrmarkt zu überfallen. Tatsächlich gelingt es ihm, von Budenbesitzer Tødden die Tageseinnahmen zu erpressen. Als er mit Rikki nach einem Versteck für das Geld sucht, entdeckt er in der Garage seines Vaters Bündel von Geldscheinen, die der Geizkragen offensichtlich gehortet hat. Nach diesem Coup geht Ben davon aus, dass sein krimineller Onkel Rudi ihn als gleichwertig akzeptiert, denn immerhin hat er es mit Tødden aufgenommen. Mit Rikki will er zu ihm, obwohl sein Vater jeglichen Kontakt verboten hat. Die beiden Ausreißer machen sich auf den Weg von Sandnes nach Stavanger in Westnorwegen.

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