Geheimes Israel – Der Norden von Markus Hartmann

Geheimes Israel - Der NordenMarkus Hartmann nimmt in seinem Reisebericht Geheimes Israel – Der Norden den Leser mit auf eine 18-tägige Tour rund um die Golanhöhen, den See Genezareth und das weite Jordantal. Im Dezember 2010 startete er von Frankfurt und um Kosten zu sparen, nutzte er für seine Übernachtungen das mittlerweile über drei Millionen Mitglieder zählende Couchsurfing. In Tagebuchform präsentiert er sein tägliches Ausflugsprogramm, das ihn teils bei herrlichem Sonnenschein, aber auch bei sintflutartigen Regenfällen zu bedeutenden Baudenkmälern und Nationalparks geführt hat. Dabei lässt er immer wieder interessante und kuriose Hintergrundinformationen oder geschichtliche Rückblicke in einer ausgewogenen Mischung einfließen. Kritisch und nachdenklich setzt er sich mit Auszügen aus dem Alten Testament und den Evangelien auseinander, denn immerhin wandelt er auf biblischen Pfaden und begibt sich an Orte, an denen bereits Jesus gelehrt hat.

Bei den angemeldeten Hosts sammelt er die unterschiedlichsten Eindrücke. So musste er Ekel vor einer Dusche überwinden und ein anderes Mal war er nach einer Mahlzeit zwar gesättigt, aber vom Essen ebenfalls angeekelt. Markus Hartmann wurde aber auch von Gastgebern mit Leckereien bestens versorgt oder nachts mit eindeutigen Geräuschen „verwöhnt“. Oftmals musste er die Erfahrung machen, dass man in Israel viel Geduld aufbringen muss und verwundert war er über die Gewohnheit, Backwaren einfach im Supermarkt zurückzulegen, wenn sie nicht schmecken.

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Abgefahren von Susanne Storck

Abgefahren
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Susanne Storck hat sich eine Radtour durch Deutschland als Ziel gesetzt und schildert ihre Erlebnisse und Erfahrungen in ihrem Buch Abgefahren. Im Juni 2007 geht es los. Mit nur 400,00 Euro im Gepäck will sie von Mülheim an der Ruhr bis zum Bodensee und muss sich daher immer wieder unterwegs etwas Essbares erbetteln. Oftmals wird ihr eine kostenlose Übernachtung angeboten und wenn gar nichts geht, übernachtet sie im Freien. Im Kloster Tiefenthal wird Susanne Storck freundlich aufgenommen und genießt den Luxus. Ebenso gut aufgehoben fühlt sie sich im Naturfreundehaus, das zu den schönsten Naturcampingplätzen zählt. Doch auch schlechte Erfahrungen bleiben nicht aus: So wird sie in der Domstadt Speyer von Orden zu Orden geschickt und wird schließlich abgewiesen. Um ihren Geldbeutel zwischendurch auffüllen zu können, hilft sie bei der Zucchini-Ernte, bügelt Hotelwäsche und lernt beim Obstpflücken die reifen und unreifen Früchte zu unterscheiden. Ebenso wird sie in die Geheimnisse des Melkens einer Ziege eingewiesen.

Auf ihrer langen Reise kommt sie am Atomkraftwerk Biblis vorbei, genießt den Anblick des Rheinfalls von Schaffhausen, bewundert die Schlösser Hohenschwangau und Neuschwanstein und nimmt befremdend die weihnachtliche Dekoration in Rothenburg bei 30° Außentemperatur zur Kenntnis.

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Frauen & Kinder zuerst! von Carl Hoffmann

Frauen & Kinder zuerst!
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Carl Hoffmann hat sich zum Ziel gesetzt, mit den schlimmsten und gefährlichsten Transportmitteln der Welt zu reisen und hat seine Erlebnisse in dem Buch Frauen & Kinder zuerst! niedergeschrieben. Er ist sich durchaus der Gefahren bewusst, denen er sich dabei aussetzt und begibt sich dennoch auf eine Reise rund um den Globus.

Los geht es von Kanada mit der Cubana Airline nach Havanna, die einen besonders schlechten Ruf genießt, wenn nicht den schlechtesten überhaupt! Danach geht es weiter mit einem der gefährlichsten Flugzeuge, einer russischen Ilyustrin nach Bogotá. Nun tauscht Carl Hoffmann das Flugzeug gegen einen Bus und fährt zwanzig Stunden quer durch Kolumbien, obwohl die Reiseführer vor einer solchen Busfahrt warnen. Generell stuft die Weltgesundheitsorganisation die südamerikanischen Straßen als die schlimmsten der Welt ein, denn es lauern linksgerichtete Guerillas ebenso wie rechte Todesschwadronen an der Strecke. Von Lima geht es nach Cusco und es folgt eine Höllentour nach Porto Maldonado in Peru. Und dann gilt es, 160 km peruanischen Dschungel in einem Sammeltaxi zu überstehen, um ins Amazonasbecken zum Rio Madeira zu gelangen.

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Is Nebensaison, da wird nicht mehr geputzt von Mikka Bender

Is Nebensaison, da wird nicht mehr geputzt
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Mikka Bender nimmt den Leser in seinem Buch Is Nebensaison, da wird nicht mehr geputzt auf 12 ausgesuchte Touren rund um die Welt mit. Los geht es mit zehn Teilnehmern nach Kathmandu, wo sie einige Tage auf knapp 4000 Metern Höhe im höchst gelegenen Hotel der Welt verbrachten: Dem Everest View Hotel. Wo die Höhe unweigerlich zu Kopfschmerzen führen muss, hat der Autor als Reiseleiter viele Vorträge über naturgeographische Phänomene und Geomorphologie gehalten.

Eine nächste Reise führt ihn an die türkische Riviera, wo er sein gebuchtes Hotel leider überbelegt vorfindet. In der Altstadt von Side wird er von unzähligen überaus freundlichen Landsleuten angesprochen, die mal mehr, mal weniger aufdringlich sind und ihn am liebsten über den Tisch gezogen hätten. Immerhin weiß er jetzt, wie der Viagra-Tee hergestellt wird! In Antalya sieht er einen gesichtslosen Plattenbaustil und das ihm zugewiesene Hotel weist so viele Mängel auf, dass er nach erneuter Beschwerde eine weitere Umsiedlung in Kauf nimmt.

Auf geht’s nach Teneriffa! Birgit und Heinz sitzen endlich nach vielen nervenaufreibenden Strapazen im Flieger, allerdings getrennt! Heinz sieht sich zu beiden Seiten von gewaltigen Fettpolstern umringt, die in seinen Sitzbereich ragen. Bei der Ankunft kann er sich nicht mehr ohne Schmerzen bewegen und ihm graut schon jetzt vor dem Rückflug.

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Lemberg von Brigitte Schulze

Lemberg
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Das Reiselesebuch Lemberg von Brigitte Schulze führt uns durch die in der heutigen Ukraine liegende Stadt Lemberg. Die Altstadt wurde 1998 zum Weltkulturerbe UNESCO ernannt und zählt knapp 800.000 Einwohner. Die Autorin gibt uns einen Überblick über die aus verschiedenen Epochen stammenden Bauten und vergisst natürlich auch nicht den geschichtlichen Rückblick. Sie führt uns durch die Kaffeehäuser und Restaurants und wir erfahren in dem Zusammenhang, wie könnte es auch anders sein?, dass das erste Bier von Mönchen gebraut wurde. Während einer Kneipentour entwickeln sich schnell Gespräche über die Unabhängigkeit der Ukraine, die seit 1991 besteht und über das Judentum, dem die Autorin später noch ein eigenes Kapitel widmet. Sie geht auf die verschiedenen Glaubensrichtungen ein und listet die Kirchen Lembergs auf. Natürlich darf auch das Brauchtum nicht fehlen, wozu in erster Linie das Weihnachtsfest zählt. Und ebenso lässt Brigitte Schulze auch die kulturelle Szene nicht aus.

Wer hätte vermutet, dass im Mittelalter auf einer Seite keine Stadtmauer errichtet werden musste, weil ein natürlicher Sumpf die Begrenzung gebildet hat? Der Fluss, der damals von einem großflächigen Sumpfgebiet umgeben war, ist heute allerdings unterirdisch unter der Stadt angelegt. Im Zusammenhang mit den Gebäuden rund um den Marktplatz bemängelt die Autorin den häufig missachteten Denkmalschutz.

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Ukraine von Brigitte Schulze

Ukraine
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Brigitte Schulze gibt in dem Reiselesebuch Ukraine viele nützliche Informationen über Einreisebestimmungen, Straßenverhältnisse und Verhalten bei Verkehrskontrollen an den Leser weiter. Sie informiert über Esskultur, Gastfreundschaft und den Standard der Unterkünfte. Der Leser bekommt Ratschläge zum Wohnungskauf und sogar eine Anleitung, wie er Wodka selbst brennen kann. Die Autorin klärt uns über die eigene ukrainische Sprache auf, die den Kindern in den Schulen gelehrt wird, obwohl zu Hause meist russisch gesprochen wird. Sie spricht über Perestroika und reißt auch die dunklen Kapitel der Deportation und Lagerarbeit an.

Den einen oder anderen Leser mag es überraschen, dass Odessa, am schwarzen Meer gelegen, die größte Oper Europas beherbergt oder dass in Donezk 300 Meter unter der Erde Konzerte und Fußballspiele in einem Salzbergwerk abgehalten werden. Auch ist nicht jedem bekannt, dass in den Karpaten, in Bukowel, moderne Lifte und eine beste Infrastruktur ideale Voraussetzungen für das Skilaufen und Aprés-Ski bieten. Es gibt mittlerweile sogar Internetcafés und eine bestens geschulte Bergwacht. Wir erfahren etwas über die heilende Wirkung der Schlammbäder und welche Museen es zu besichtigen sich lohnt. Was die Tierhaltung anbelangt, so dürfen selbst in den großen Schweinezuchtbetrieben die Schweine frei herumlaufen und es dürfte jedem einleuchten, dass das Fleisch eine dementsprechende Qualität aufweist.

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Cuba von Wolfgang Ziegler

Cuba
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Das Reisebuch Cuba von Wolfgang Ziegler ist mehr, als ein Reiseführer vermuten lässt. Zunächst erhält man eine ausführliche Einführung in Landschaft, Politik, Wirtschaft etc., die über das übliche Maß hinausgeht. Es folgen unzählige nützliche Tipps zum Autofahren, Essen und Übernachten. Daran schließen sich Stichwörter von A bis Z (Gesundheit, Kriminalität, Stromspannung, um nur einige zu nennen), an und dann folgen, aufgeteilt nach den Provinzen auf Kuba, die einzelnen Regionen mit ihren Ortschaften und Stränden. Immer ist ein Auszug aus dem Stadtplan mit abgedruckt und eine Auflistung der Restaurants sowie Übernachtungsmöglichkeiten, mit Preisen und Telefonnummern versteht sich. Zu guter Letzt bekommt der Leser noch einen spanischen Grundwortschatz mit auf den Weg, der ebenfalls schön gegliedert ist. Das Register am Schluss hilft bei der Auffindung eines Stichwortes und zusätzlich befindet sich im Buchumschlag noch eine Landkarte.

Cuba von Wolfgang Ziegler bietet mehr, als man von einem Reiseführer erwartet. In sehr übersichtlicher Reihenfolge werden dem Urlauber auf manchmal sehr amüsante Weise Insidertipps gegeben, die nur kennen kann, wer selbst vor Ort Erfahrungen sammeln konnte.

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