Träume in der Morgenstille von Ulrich Brinkhoff

Träume in der Morgenstille
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Der amtierende Außenminister ist jeweils Leiter des Auswärtigen Amtes. Aktuell umfasst das Stammpersonal 6750 Stellen, die die deutschen Interessen in der Welt vertreten. Ulrich Brinkhoff, Autor des Buches Träume in der Morgenstille, war als Mitarbeiter zehn Jahre für dieses Amt tätig. Im Jahr 2011 macht er sich als 72-jähriger mit seiner Ehefrau Monika nach Südkorea auf, wo er in Seoul eingesetzt war. Er findet heute eine ihm fremde Welt vor und kann das Hotel, an dem viele alte Erinnerungen hängen, kaum ausmachen.

Als Ulrich Brinkhoff im Jahr 1964 nach Korea kam und vorerst weder ein Auto, noch eine Wohnung besaß, lernte er die erst 18-jährige Schülerin Kim Hyung-Sook kennen. So wie er selbst in die Wirren des 2. Weltkrieges geboren wurde, wuchs auch sie als Kind während des Korea-Krieges auf. Als er sie in einem Gespräch mit einem amerikanischen Soldaten sah, war er unsicher, ob sie eine Spionin sein könnte, worüber er natürlich seinen Vorgesetzten hätte informieren müssen. Doch erwies sich sein Verdacht zum Glück als unbegründet.

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Wolkenlos chaotisch² von Brigitte Vollenberg

Wolkenlos chaotisch²
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Dass es nicht immer ein Pauschalurlaub in einem Fünf-Sterne-Hotel sein muss, beweist Brigitte Vollenberg in ihrem Reiseroman Wolkenlos chaotisch². Erste Ausflüge führten sie bereits 1961 mit den Eltern an die Nordsee und ins Sauerland, was jedoch für die Autorin nicht mit einem Urlaub zu vergleichen war, den sie 1971 im eigenen PKW mit einer Freundin nach Zandvoort unternahm und der ihr ganz neue Perspektiven eröffnete. Mit ihrem späteren Ehemann Peter zog es sie nach London, wo die Gastfamilie allerdings streng auf getrennte Zimmer achtete.

Ein Ausflug nach Paris, der durch die Plünderung der Doppelkopfkasse ermöglicht wurde, erstickte wegen mangelnder Hygiene in dem Zimmer bei Brigitte Vollenberg jegliches sexuelle Interesse im Keim. Ein Abenteuer war schon die Überfahrt nach Irland auf einem „uralten Kahn“, das eine Fortsetzung auf einem gemieteten Boot auf dem Shannon fand. Eine Panzersperre erleichterte die Entscheidung, nicht nach Belfast zu fahren und in Dublin nahm die Autorin zur Kenntnis, dass in den Fahrzeugen sämtliche Lenkräder mit dicken Ketten und Vorhängeschlössern gesichert wurden.

In Skandinavien machten Brigitte und Peter die Erfahrung, dass sich nicht jedes befreundete Paar für einen gemeinsamen Urlaub eignet und ein Jahr später verbrachten sie in Finnland einen Urlaub mit Plumpsklo, ohne fließendes Wasser und ohne Strom.

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Odessa von Brigitte Schulze

Odessa
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Nach Ukraine und Lemberg stellt Brigitte Schulze mit Odessa ein weiteres Reiselesebuch vor. Die am Schwarzen Meer gelegene Stadt ist über eine große Treppe direkt vom Hafen aus zu erreichen und wenn man die vielen Stufen erklommen hat, verspricht die Autorin als Belohnung für die Anstrengung einen fantastischen Ausblick. Errichtet wurde Odessa aus Muschelkalkstein, der sich zu einer Zeit bilden konnte, als das Meer noch die gesamte Fläche bedeckte. Beim Abbau sind Hohlräume, Katakomben, entstanden, auf denen die Stadt steht. Das unterirdische Labyrinth erstreckt sich über mehrere Ebenen und auf eine Länge von zweitausend Kilometern!

Sämtliche Straßen, so erfährt der Leser, verlaufen schachbrettartig, was eine leichte Orientierung ermöglicht. Neben noblen Restaurants, teuren Geschäften und eleganten Boutiquen besitzt Odessa eine Oper, die als eine der schönsten auf der Welt gilt und wegen der einzigartigen Akustik berühmt ist. Paläste, die heute größtenteils Museen beherbergen, und Villen zeugen vom einstigen Wohlstand. Weitere Kapitel widmet die Autorin den Denkmälern, Kirchen und Klöstern. Sie berichtet über haarsträubende Baumethoden und Hinterhöfe, in denen Wäsche zum Trocknen hängt. Man liest von Stränden, die mit feinem weißen Sand locken und von einem Heilschlamm, der so ziemlich gegen alle Leiden helfen soll und Odessa als Kurstadt berühmt gemacht hat.

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Teneriffa von Klaus und Annette Wolfsperger

Teneriffa
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Wer seinen Urlaub sowohl am Meer, als auch in den Bergen verbringen will, hat mit der kanarischen Insel Teneriffa die richtige Wahl getroffen. Klaus und Annette Wolfsperger bieten mit dem Wanderführer Teneriffa siebzig Tourenvorschläge, die sie, wie allgemein üblich, in drei Schwierigkeitsgrade eingeteilt haben. So ist bereits an der farblichen Nummerierung der Wanderung auf Anhieb zu erkennen, welche Anforderungen die Tour an den Wanderer stellt. Es folgt ein kurzer Überblick über den Tourenverlauf, gefolgt von Einkehrmöglichkeiten, stichwortartigen Angaben wie zu überwindende Höhenunterschiede und auch mögliche Varianten oder Erweiterungen der Wandertour. Bereits auf einer der ersten Buchseiten findet der Leser eine Übersicht über die wichtigsten Busverbindungen der Insel, was jedoch einen kompletten Busplan, der vor Ort kostenlos erhältlich ist, nicht überflüssig macht. Zu diesem Punkt ist anzumerken, dass bei der Auswahl einer Wanderung von vornherein die Erreichbarkeit des angegebenen Ausgangspunktes berücksichtigt werden sollte. Denn nicht alle Orte können vom jeweiligen Urlaubsort direkt mit einem öffentlichen Verkehrsmittel erreicht werden. Muss erst in eine andere Linie umgestiegen werden, verbleibt unter Umständen zu wenig Zeit für die gewählte Tour. Ansonsten sind die Zeitangaben für einen durchschnittlich trainierten Wanderer vom Autorenpaar durchaus realistisch eingeschätzt.

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Die All-inclusive-Lüge von Mikka Bender

Die All-inclusive-Lüge
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Getreu dem Zitat „Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen“ hat auch Mikka Bender viel über Die All-inclusive-Lüge zu enthüllen. Denn da der Begriff rechtlich nicht geschützt ist, sollte man genau darauf achten, was das jeweilige Hotel darunter versteht. Darüber hinaus haben die spitzfindigen Tourismusunternehmen, die in seinem Buch allesamt nicht gut wegkommen, ähnlich wie bei Arbeitszeugnissen eine eigene Sprache entwickelt. Um späteren Regressansprüchen zu entgehen, sind die Katalogbeschreibungen bewusst verklausuliert. Denn wer macht sich schon zu Hause Gedanken über scheinbar positive Aussagen wie „nur fünf Minuten zum Strand“ oder „relativ ruhig gelegen“? Der Autor hat sie für den Leser „übersetzt“, erklärt, was unter einem „Wohnbeispiel“ zu verstehen ist und auch, nach welchen Kriterien die Sterne in verschiedenen Ländern vergeben werden.

Außerdem erinnert Mikka Bender den Leser daran, dass er ausschließlich bei einer Reise in Vorleistungen tritt. Immerhin ist die Restsumme schon Wochen vor Reiseantritt fällig und selbst bei einer begründeten Reklamation ist der Urlauber dem Veranstalter nur zu häufig ausgeliefert. Die Zahlung verweigern kann er nicht mehr und die schönsten Wochen des Jahres werden zum Alptraum. Grundsätzlich rät der Autor zur Vorsicht bei Schnäppchen, denn dabei wird meistens bei der Qualität des Essens und dem Hygienestandard gespart.

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Geheimes Israel – Der Norden von Markus Hartmann

Geheimes Israel - Der Norden
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Markus Hartmann nimmt in seinem Reisebericht Geheimes Israel – Der Norden den Leser mit auf eine 18-tägige Tour rund um die Golanhöhen, den See Genezareth und das weite Jordantal. Im Dezember 2010 startete er von Frankfurt und um Kosten zu sparen, nutzte er für seine Übernachtungen das mittlerweile über drei Millionen Mitglieder zählende Couchsurfing. In Tagebuchform präsentiert er sein tägliches Ausflugsprogramm, das ihn teils bei herrlichem Sonnenschein, aber auch bei sintflutartigen Regenfällen zu bedeutenden Baudenkmälern und Nationalparks geführt hat. Dabei lässt er immer wieder interessante und kuriose Hintergrundinformationen oder geschichtliche Rückblicke in einer ausgewogenen Mischung einfließen. Kritisch und nachdenklich setzt er sich mit Auszügen aus dem Alten Testament und den Evangelien auseinander, denn immerhin wandelt er auf biblischen Pfaden und begibt sich an Orte, an denen bereits Jesus gelehrt hat.

Bei den angemeldeten Hosts sammelt er die unterschiedlichsten Eindrücke. So musste er Ekel vor einer Dusche überwinden und ein anderes Mal war er nach einer Mahlzeit zwar gesättigt, aber vom Essen ebenfalls angeekelt. Markus Hartmann wurde aber auch von Gastgebern mit Leckereien bestens versorgt oder nachts mit eindeutigen Geräuschen „verwöhnt“. Oftmals musste er die Erfahrung machen, dass man in Israel viel Geduld aufbringen muss und verwundert war er über die Gewohnheit, Backwaren einfach im Supermarkt zurückzulegen, wenn sie nicht schmecken.

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Abgefahren von Susanne Storck

Abgefahren
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Susanne Storck hat sich eine Radtour durch Deutschland als Ziel gesetzt und schildert ihre Erlebnisse und Erfahrungen in ihrem Buch Abgefahren. Im Juni 2007 geht es los. Mit nur 400,00 Euro im Gepäck will sie von Mülheim an der Ruhr bis zum Bodensee und muss sich daher immer wieder unterwegs etwas Essbares erbetteln. Oftmals wird ihr eine kostenlose Übernachtung angeboten und wenn gar nichts geht, übernachtet sie im Freien. Im Kloster Tiefenthal wird Susanne Storck freundlich aufgenommen und genießt den Luxus. Ebenso gut aufgehoben fühlt sie sich im Naturfreundehaus, das zu den schönsten Naturcampingplätzen zählt. Doch auch schlechte Erfahrungen bleiben nicht aus: So wird sie in der Domstadt Speyer von Orden zu Orden geschickt und wird schließlich abgewiesen. Um ihren Geldbeutel zwischendurch auffüllen zu können, hilft sie bei der Zucchini-Ernte, bügelt Hotelwäsche und lernt beim Obstpflücken die reifen und unreifen Früchte zu unterscheiden. Ebenso wird sie in die Geheimnisse des Melkens einer Ziege eingewiesen.

Auf ihrer langen Reise kommt sie am Atomkraftwerk Biblis vorbei, genießt den Anblick des Rheinfalls von Schaffhausen, bewundert die Schlösser Hohenschwangau und Neuschwanstein und nimmt befremdend die weihnachtliche Dekoration in Rothenburg bei 30° Außentemperatur zur Kenntnis.

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Frauen & Kinder zuerst! von Carl Hoffmann

Frauen & Kinder zuerst!
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Carl Hoffmann hat sich zum Ziel gesetzt, mit den schlimmsten und gefährlichsten Transportmitteln der Welt zu reisen und hat seine Erlebnisse in dem Buch Frauen & Kinder zuerst! niedergeschrieben. Er ist sich durchaus der Gefahren bewusst, denen er sich dabei aussetzt und begibt sich dennoch auf eine Reise rund um den Globus.

Los geht es von Kanada mit der Cubana Airline nach Havanna, die einen besonders schlechten Ruf genießt, wenn nicht den schlechtesten überhaupt! Danach geht es weiter mit einem der gefährlichsten Flugzeuge, einer russischen Ilyustrin nach Bogotá. Nun tauscht Carl Hoffmann das Flugzeug gegen einen Bus und fährt zwanzig Stunden quer durch Kolumbien, obwohl die Reiseführer vor einer solchen Busfahrt warnen. Generell stuft die Weltgesundheitsorganisation die südamerikanischen Straßen als die schlimmsten der Welt ein, denn es lauern linksgerichtete Guerillas ebenso wie rechte Todesschwadronen an der Strecke. Von Lima geht es nach Cusco und es folgt eine Höllentour nach Porto Maldonado in Peru. Und dann gilt es, 160 km peruanischen Dschungel in einem Sammeltaxi zu überstehen, um ins Amazonasbecken zum Rio Madeira zu gelangen.

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Is Nebensaison, da wird nicht mehr geputzt von Mikka Bender

Is Nebensaison, da wird nicht mehr geputzt
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Mikka Bender nimmt den Leser in seinem Buch Is Nebensaison, da wird nicht mehr geputzt auf 12 ausgesuchte Touren rund um die Welt mit. Los geht es mit zehn Teilnehmern nach Kathmandu, wo sie einige Tage auf knapp 4000 Metern Höhe im höchst gelegenen Hotel der Welt verbrachten: Dem Everest View Hotel. Wo die Höhe unweigerlich zu Kopfschmerzen führen muss, hat der Autor als Reiseleiter viele Vorträge über naturgeographische Phänomene und Geomorphologie gehalten.

Eine nächste Reise führt ihn an die türkische Riviera, wo er sein gebuchtes Hotel leider überbelegt vorfindet. In der Altstadt von Side wird er von unzähligen überaus freundlichen Landsleuten angesprochen, die mal mehr, mal weniger aufdringlich sind und ihn am liebsten über den Tisch gezogen hätten. Immerhin weiß er jetzt, wie der Viagra-Tee hergestellt wird! In Antalya sieht er einen gesichtslosen Plattenbaustil und das ihm zugewiesene Hotel weist so viele Mängel auf, dass er nach erneuter Beschwerde eine weitere Umsiedlung in Kauf nimmt.

Auf geht’s nach Teneriffa! Birgit und Heinz sitzen endlich nach vielen nervenaufreibenden Strapazen im Flieger, allerdings getrennt! Heinz sieht sich zu beiden Seiten von gewaltigen Fettpolstern umringt, die in seinen Sitzbereich ragen. Bei der Ankunft kann er sich nicht mehr ohne Schmerzen bewegen und ihm graut schon jetzt vor dem Rückflug.

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Lemberg von Brigitte Schulze

Lemberg
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Das Reiselesebuch Lemberg von Brigitte Schulze führt uns durch die in der heutigen Ukraine liegende Stadt Lemberg. Die Altstadt wurde 1998 zum Weltkulturerbe UNESCO ernannt und zählt knapp 800.000 Einwohner. Die Autorin gibt uns einen Überblick über die aus verschiedenen Epochen stammenden Bauten und vergisst natürlich auch nicht den geschichtlichen Rückblick. Sie führt uns durch die Kaffeehäuser und Restaurants und wir erfahren in dem Zusammenhang, wie könnte es auch anders sein?, dass das erste Bier von Mönchen gebraut wurde. Während einer Kneipentour entwickeln sich schnell Gespräche über die Unabhängigkeit der Ukraine, die seit 1991 besteht und über das Judentum, dem die Autorin später noch ein eigenes Kapitel widmet. Sie geht auf die verschiedenen Glaubensrichtungen ein und listet die Kirchen Lembergs auf. Natürlich darf auch das Brauchtum nicht fehlen, wozu in erster Linie das Weihnachtsfest zählt. Und ebenso lässt Brigitte Schulze auch die kulturelle Szene nicht aus.

Wer hätte vermutet, dass im Mittelalter auf einer Seite keine Stadtmauer errichtet werden musste, weil ein natürlicher Sumpf die Begrenzung gebildet hat? Der Fluss, der damals von einem großflächigen Sumpfgebiet umgeben war, ist heute allerdings unterirdisch unter der Stadt angelegt. Im Zusammenhang mit den Gebäuden rund um den Marktplatz bemängelt die Autorin den häufig missachteten Denkmalschutz.

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