Wo bitte geht’s zum Meer? von Bettina Querfurth

Wo bitte geht’s zum Meer?Bettina Querfurth hat über viele Jahre eigene Erfahrungen auf Kreuzfahrten in aller Welt gesammelt und beginnt ihr Buch Wo bitte geht’s zum Meer? mit einem Test, inwieweit sich Jemand für die Teilnahme an einer Kreuzfahrt eignet. Dazu hat sie Fragen erarbeitet, wie man sich selbst in typischen Situationen verhalten würde. Bereits bei der Buchung sollten einige Punkte beachtet werden, damit die Reise letztendlich den eigenen Vorstellungen entspricht. So kann beispielsweise ein kleineres Schiff im Gegensatz zu den heutigen „Riesenpötten“ jeden Hafen ansteuern, was häufig schon darüber entscheidet, ob die Route oder das Schiff für die Buchung den Ausschlag gibt. Ganz besonderes Augenmerk sollte darauf gelegt werden, was genau in den Kosten enthalten ist. Muss die Anreise, eventuell ein Flug, oder das Getränkepaket extra bezahlt werden und welche Kosten können noch den Geldbeutel belasten? Bucht man die Anreise lieber direkt über die Reederei?

Nach einer Erklärung zum Prozedere der Einschiffung folgen Empfehlungen von der Autorin bezüglich der Garderobe, die auf den unterschiedlichen Schiffen im Gepäck sein sollte und sie benennt die Unterschiede, wenn der Reisende sich am Büfett bedient oder an einem Tisch im Restaurant Platz nimmt.

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Keine Ahnung, wo wir hier gerade sind von Sina Pousset

Keine Ahnung, wo wir hier gerade sindBereits als Studentin ist Sina Pousset häufig mit einem Fernbus unterwegs gewesen. Auch heute reist sie mit ihnen quer durch Europa und hat ihre im Laufe der Jahre gesammelten Erfahrungen in dem Buch Keine Ahnung, wo wir hier gerade sind zusammengefasst. Manche Reise, so ist zu lesen, beginnt schon mit dem Problem, das sich bei einer Buchung über die entsprechende App ergibt und findet eine Fortsetzung mit der Suche nach der Bushaltestelle. Die Jogginghose hat sich als Kleidungsstück auf langen Fahrten bewährt und was das Gepäck anbelangt, so sind immer die Gegenstände, die man sucht, ganz unten zu finden. Nicht zu unterschätzen ist die richtige Wahl des Sitzplatzes, wobei die Unsitte mancher Mitreisender störend ist, einen freien Platz durch Gepäck zu blockieren, wozu sogar einmal eine Tanne gehört hat.

Unter den Busfahrern gibt es einige, die nette Scherze machen, doch zwecklos ist es, jemanden um eine rücksichtsvollere Fahrweise zu bitten, sofern man nicht selbst das Steuer übernehmen kann. Was die Ruhe während der Fahrt anbelangt, so kann man die nur in den seltensten Fällen genießen: Einmal wird man durch ein zu lautes Telefongespräch gestört, ein anderes Mal schreit ein Kleinkind oder die Rücklehne des Vordersitzes wird so weit zurückgestellt, dass man kaum noch Platz hat und schon recht nicht schlafen kann, woran aber gelegentlich auch nicht einrastende Fußstützen verantwortlich sind.

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Karneval am Titicacasee von Ulrich Brinkhoff

Karneval am TiticacaseeUlrich Brinkhoff, der in den Jahren von 1963 bis 1971 als Botschafter für das Auswärtige Amt Bonn tätig war, stellt mit seinem Reisebericht Karneval am Titicacasee den letzten Teil seiner Trilogie vor. Mit seiner Frau SooRyun mietet er in Bolivien einen Bungalow, wo sich das Paar Katzen, Hühner und Lamas hält. Sein Auto muss er wegen des geringen Sauerstoffanteils in der Luft mit einem speziellen Vergaser ausstatten lassen, denn auch Flugzeuge können nur mit besonderen Triebwerken die hoch gelegene Stadt La Paz anfliegen. Immer wieder berichtet er von durch Erdrutsche versperrten Straßen, und häufig fährt das Paar mit dem Auto auf den Chacaltaya bis zum Plateau auf 5202 Metern, was sonst nirgendwo auf der Welt möglich wäre. Wie der Autor zu berichten weiß, war der Berg im Gegensatz zu heute damals noch von einem Gletscher überzogen.

Auf abenteuerliche Weise wird sein Fahrzeug während eines Ausflugs in Argentinien von einem LKW abgeschleppt, nachdem es im unwegsamen Gelände durch eine Panne fahruntüchtig wurde. Es überrascht Ulrich Brinkhoff auch nicht, wenn sich auf den Schotterpisten Kabel vom Anlasser lösen, die anstelle einer Verschraubung lediglich durch eine Steckverbindung gehalten werden. Kurzerhand fügt er sich in sein Schicksal und kriecht unter das Auto.

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Kulturreiseführer Mecklenburg-Vorpommern von Katja Gartz

Kulturreiseführer Mecklenburg-VorpommernMit dem Kulturreiseführer Mecklenburg-Vorpommern von Katja Gartz begibt sich der Leser auf die Spuren der mittelalterlichen Hansestädte an der Ostseeküste. Wie die Autorin zu berichten weiß, kann sich Mecklenburg-Vorpommern rühmen europaweit die meisten Schlösser zu besitzen. Die einzigartige Landschaft hat schon früh Künstler angezogen und Berühmtheiten haben hier bereits ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ihre Urlaube verbracht. Das Buch gliedert sich, der besseren Übersicht wegen, in fünf Küstenabschnitte: Von Schwerin nach Wismar, von Rostock nach Zingst, von Stralsund nach Rügen, von Greifswald nach Usedom und von Neubrandenburg nach Güstrow/Seenplatte.

Zu jedem einzelnen dieser Abschnitte erhält der Leser nützliche Informationen mit zum Teil umfangreichem Hintergrundwissen über Schlösser mit den zumeist großzügig angelegten Parkanlagen und Gärten, sowie über Guts- und Herrenhäuser, wobei die Übergänge zum Schloss nicht immer klar abgegrenzt werden können. Auch Gotteshäuser und die Kräutergärten alter Pfarreien finden Erwähnung. Weitere Themen sind die Schätze, die sich in den verschiedensten Museen befinden, die Galerien und Theaterhäuser sowie Mühlen, Burgen, Villen und Seen. Aber auch Musikerlebnisse von Klassik über Blues und Jazz bis Rock sind in dem Kulturreiseführer zu finden.

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Die Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns von Hansjörg Küster und Georg Jung

Die Ostseeküste Mecklenburg-VorpommernsHansjörg Küster schreibt in dem Bildband Die Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns von vorgeschichtlichen Gletschern, die sich von Nordeuropa immer weiter ausbreiteten. Durch eine Moränenwelle wurde die Ostsee von der Nordsee getrennt und Hebungen in Nordskandinavien halten sogar bis zum heutigen Tag weiter an. Anders als an der Nordsee gedeihen an der Küste der salzarmen Ostsee Getreidesorten und es fehlen die Gezeiten, was jedoch nicht darüber hinwegtäuschen darf, dass durch Winde verursachte Sturmfluten auftreten, die mehrere Wochen andauern können. Im Laufe der Zeit verzeichnete das Land verschiedene Zugehörigkeiten, was nach dem Zweiten Weltkrieg zur Vertreibung von Gutsbesitzern und mit dem Ende der DDR zu einer Reprivatisierung führte.

Der Autor erklärt dem Leser, was er sich unter einer Buhne, den Bodden oder einem Haff vorzustellen hat. Er macht verständlich, wie aus den Riffen zuerst Haken, und später Nehrungen werden. Des weiteren sorgt er dafür, dass der Leser die Stadt Lübeck richtig aussprechen kann, denn bedingt durch das Dehnungs-C heißt es korrekt: Lübeek!

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Das Osttiroler vier Jahreszeiten Wanderbuch von Walter Mair

Das Osttiroler vier Jahreszeiten WanderbuchEingebettet in den Nationalpark Hohe Tauern liegt Osttirol, ein aus ökologischer Sicht wertvoller Landstrich, da hier seltene Vogelarten und eine Vielzahl von Schmetterlingen beheimatet sind. Der aus der Landeshauptstadt Lienz stammende Walter Mair bietet in seinem neuesten Buch Das Osttiroler vier Jahreszeiten Wanderbuch vierundsechzig Tourenvorschläge, die von leichten und beschaulichen Wanderungen mit kaum nennenswert zu überwindenden Höhenmetern bis zu Klettersteigen mit seilgesicherten Stellen führen, für die absolute Trittsicherheit erforderlich ist. Da es sich bei diesem Buch nicht um einen klassischen Wanderführer handelt, verzichtet der Autor auf die in Wanderführern übliche farbliche Kennzeichnung einer Tour nach Schwierigkeitsgraden.

Als Insider der Region Osttirol berichtet Walter Mair von alten Gewohnheiten der Dorfbewohner, von Handelsbeziehungen vergangener Jahrhunderte, von Tragödien und Unglücksfällen sowie überlieferten Sagen. Der Autor erinnert in Geschichten an den früher betriebenen Bergbau in den Kupfer-, Erz- und Schwefelminen und an die beiden Weltkriege, wobei die schmelzenden Gletscher erst in jüngster Zeit ein abgestürztes Flugzeug der deutschen Wehrmacht teilweise freigegeben haben. In teils spannenden, teils amüsanten Episoden aus seiner Schul- und Jugendzeit schreibt er von eigenen Erlebnissen.

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Albträume am Saigon-Fluss von Ulrich Brinkhoff

Albträume am Saigon-FlussUlrich Brinkhoff bereist im Jahr 2012 mit seiner zweiten Frau Monika Südvietnam, wo er in den Jahren von 1965 bis 1968 als Botschafter für das deutsche Außenministerium tätig war. Er ist über die stets gratis zu benutzenden und sauberen öffentlichen Toiletten überrascht und wundert sich im Zug, dass die Sitzreihen durch eine Drehung immer der Fahrtrichtung angepasst werden. In seinem Reisebericht Albträume am Saigon-Fluss schreibt er von seinen über vier Jahrzehnte zurückliegenden Erinnerungen. Damals hat er gerade die junge Koreanerin Soo geheiratet und eine Versetzungsreise führt das junge Paar von Seoul nach Saigon.

Während der Kriegswirren in Vietnam werden sie eines Morgens durch die Detonation einer Autobombe aus dem Schlaf gerissen, aber trotzdem glauben noch alle an ein baldiges Kriegsende. Über einen Journalisten, für den Ulrich Brinkhoff illegal arbeitet, wird er mit den neuesten Kriegsmeldungen versorgt.

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Träume in der Morgenstille von Ulrich Brinkhoff

Träume in der MorgenstilleDer amtierende Außenminister ist jeweils Leiter des Auswärtigen Amtes. Aktuell umfasst das Stammpersonal 6750 Stellen, die die deutschen Interessen in der Welt vertreten. Ulrich Brinkhoff, Autor des Buches Träume in der Morgenstille, war als Mitarbeiter zehn Jahre für dieses Amt tätig. Im Jahr 2011 macht er sich als 72-jähriger mit seiner Ehefrau Monika nach Südkorea auf, wo er in Seoul eingesetzt war. Er findet heute eine ihm fremde Welt vor und kann das Hotel, an dem viele alte Erinnerungen hängen, kaum ausmachen.

Als Ulrich Brinkhoff im Jahr 1964 nach Korea kam und vorerst weder ein Auto, noch eine Wohnung besaß, lernte er die erst 18-jährige Schülerin Kim Hyung-Sook kennen. So wie er selbst in die Wirren des 2. Weltkrieges geboren wurde, wuchs auch sie als Kind während des Korea-Krieges auf. Als er sie in einem Gespräch mit einem amerikanischen Soldaten sah, war er unsicher, ob sie eine Spionin sein könnte, worüber er natürlich seinen Vorgesetzten hätte informieren müssen. Doch erwies sich sein Verdacht zum Glück als unbegründet.

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Wolkenlos chaotisch² von Brigitte Vollenberg

Wolkenlos chaotisch²Dass es nicht immer ein Pauschalurlaub in einem Fünf-Sterne-Hotel sein muss, beweist Brigitte Vollenberg in ihrem Reiseroman Wolkenlos chaotisch². Erste Ausflüge führten sie bereits 1961 mit den Eltern an die Nordsee und ins Sauerland, was jedoch für die Autorin nicht mit einem Urlaub zu vergleichen war, den sie 1971 im eigenen PKW mit einer Freundin nach Zandvoort unternahm und der ihr ganz neue Perspektiven eröffnete. Mit ihrem späteren Ehemann Peter zog es sie nach London, wo die Gastfamilie allerdings streng auf getrennte Zimmer achtete.

Ein Ausflug nach Paris, der durch die Plünderung der Doppelkopfkasse ermöglicht wurde, erstickte wegen mangelnder Hygiene in dem Zimmer bei Brigitte Vollenberg jegliches sexuelle Interesse im Keim. Ein Abenteuer war schon die Überfahrt nach Irland auf einem „uralten Kahn“, das eine Fortsetzung auf einem gemieteten Boot auf dem Shannon fand. Eine Panzersperre erleichterte die Entscheidung, nicht nach Belfast zu fahren und in Dublin nahm die Autorin zur Kenntnis, dass in den Fahrzeugen sämtliche Lenkräder mit dicken Ketten und Vorhängeschlössern gesichert wurden.

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Odessa von Brigitte Schulze

OdessaNach Ukraine und Lemberg stellt Brigitte Schulze mit Odessa ein weiteres Reiselesebuch vor. Die am Schwarzen Meer gelegene Stadt ist über eine große Treppe direkt vom Hafen aus zu erreichen und wenn man die vielen Stufen erklommen hat, verspricht die Autorin als Belohnung für die Anstrengung einen fantastischen Ausblick. Errichtet wurde Odessa aus Muschelkalkstein, der sich zu einer Zeit bilden konnte, als das Meer noch die gesamte Fläche bedeckte. Beim Abbau sind Hohlräume, Katakomben, entstanden, auf denen die Stadt steht. Das unterirdische Labyrinth erstreckt sich über mehrere Ebenen und auf eine Länge von zweitausend Kilometern!

Sämtliche Straßen, so erfährt der Leser, verlaufen schachbrettartig, was eine leichte Orientierung ermöglicht. Neben noblen Restaurants, teuren Geschäften und eleganten Boutiquen besitzt Odessa eine Oper, die als eine der schönsten auf der Welt gilt und wegen der einzigartigen Akustik berühmt ist. Paläste, die heute größtenteils Museen beherbergen, und Villen zeugen vom einstigen Wohlstand.

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