111 Jazz-Alben, die man gehört haben muss von Rainer Wittkamp und Roland Spiegel

111 Jazz-Alben, die man gehört haben mussJazz ist nicht gleich Jazz, was insbesondere all jene beherzigen sollten, die in der Vergangenheit schon einmal ein Musikstück dieser Richtung gehört haben und seitdem davon überzeugt sind, keinen Jazz zu mögen. Denn der Jazz hat unendlich viele Stilrichtungen, zu denen Soul, Samba, Dixieland, Swing, Bebop, Bossa Nova und der Blues gehören, um nur einige zu nennen. Die Autoren Roland Spiegel und Rainer Wittkamp haben für ihr Sachbuch “111 Jazz-Alben, die man gehört haben muss” nur Alben ausgewählt, die zumindest zum Zeitpunkt ihrer Recherchen noch im Handel erhältlich waren. Sinnvollerweise haben sie sich für eine chronologische Aufzählung entschieden, mit einer ersten Erwähnung aus dem Jahr 1923 bis hin zur Gegenwart des Jahres 2018.

Neben der musikalischen Entwicklung und dem künstlerischen Aufstieg der Musiker, deren Alben die Autoren vorstellen, haben sie eine Menge Wissenswertes über ihre Lebensläufe zusammengetragen, wobei es sich nicht nur um positive Erwähnungen handelt.

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Der Feinripp Macho von Hans Umschaden

Der Feinripp MachoAls eine Ergänzung seiner ersten musikalischen Veröffentlichung und als „erweiterte Mitschrift“ seines Live-Programms sieht UMBO Hans Umschaden sein Buch “Der Feinripp Macho”, wie das Nachrichtenportal Rhein-Neckar, zu berichten weiß. Der in Los Angeles studierte Musiker stellt darin ausgesuchte Songtexte der letzten Jahre in deutscher und englischer Sprache vor, wobei er jeweils die Entstehungsgeschichte voranstellt. Unausweichlich gibt der in einem österreichischen Dorf in Kärnten geborene, jedoch in Deutschland lebende Künstler dabei Autobiografisches zum Besten.

Hans Umschaden berichtet von ersten Lebenserfahrungen zum Weihnachtsfest als Kind, von denkwürdigen, sein Leben verändernden Tagen, wie auch dem Ausgang einer Grillparty, als der in sexueller Hinsicht noch völlig unerfahrene Sechzehnjährige seine Briefmarkensammlung präsentiert.

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Der Klang der Welt von Carlos Santana

Der Klang der WeltCarlos Santana schreibt in seiner Autobiografie “Der Klang der Welt”, dass er bereits durch seinen Vater, Groß- und Urgroßvater musikalisch geprägt wurde. Die ersten Jahre verbringt der 1947 in Autlán, Mexiko, geborene Musiker mit sechs weiteren Geschwistern in ärmlichsten Verhältnissen. Er schreibt vom Umzug nach Tijuana, vom Verhältnis zu seiner Mutter und davon, wie er mit neun Jahren vom Vater an die Geige herangeführt wird und in Kirchen das Ave Maria spielt. Mit dreizehn hört er in einem Park Javier Batiz auf einer E-Gitarre Blues spielen, was Santanas Leben verändert. Er bringt sich das Gitarrenspiel selbst bei und jamt in Stripclubs. Mit fünfzehn durchlebt er eine harte Zeit in San Francisco, wo er jahrelang als Tellerwäscher nebenher Geld verdienen muss. Ab der zweiten Hälfte der 1960er Jahre schließt er sich unter dem Einfluss des Vietnam-Krieges und der Ermordung Martin Luther Kings der Hippiebewegung an.

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Das Walross und die Elefanten von James A. Mitchell

Das Walross und die ElefantenJames A. Mitchell hat sich mit seinem Buch “Das Walross und die Elefanten” an die schwierige Aufgabe gewagt, ein Porträt von John Lennon während der Jahre nach der Trennung von den Beatles und seinem Umzug von London nach New York zu zeichnen. Dieser zur Legende gewordene Musiker hat innerhalb weniger Stunden die Freilassung des Bürgerrechtlers John Sinclair bewirken können. Politiker wollten seinen Einfluss für die Präsidentschaftswahlen nutzen, um Nixon zu stürzen. Doch nach seiner Wiederwahl reagierte man prompt und verweigerte Lennon die Verlängerung seiner Aufenthaltsgenehmigung. Wie den Ausführungen von James A. Mitchell weiter zu entnehmen ist, drohte man dem verheirateten Lennon sogar mit der Ausweisung, die eine Trennung von seiner Frau Yoko Ono bedeutet hätte, die auf der Suche nach ihrer Tochter in Amerika bleiben wollte. Es war dem Musiker nicht einmal möglich, das Land zu verlassen, weil ihm dann unter Umständen die Wiedereinreise versagt worden wäre, wie es Jahrzehnte zuvor Charly Chaplin passierte.

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Beatles vs. Stones von John McMillian

Beatles vs. StonesJohn McMillian versucht in seiner Gegenüberstellung “Beatles vs. Stones” eine Antwort auf die Frage des Mythos zu geben, der sich um die Rivalität der beiden Bands rankt, die mittlerweile Kultstatus erzielt haben. Tatsächlich haben sich die aus unterschiedlichsten Verhältnissen stammenden Bandmitglieder, wie die Zitate belegen, über viele Jahre sowohl gegenseitig gelobt, als auch negativ über die anderen geäußert. Während die Beatles, und ganz besonders Ringo, in Armut aufgewachsen sind, konnten sich die Eltern von Mick bereits Urlaube unter südlicher Sonne leisten.

John und Paul kannten sich bereits aus Schultagen und bei den ersten Auftritten im Jahr 1960 in Hamburg, wo sie auch erste sexuelle Erfahrungen sammeln konnten, traten die Beatles entweder in schwarzem Leder oder nachlässiger Kleidung auf. Erst ihr damaliger Manager, Brian Epstein, polierte ihr Image auf und verordnete ihnen die zu ihrem Markenzeichen gewordenen Anzüge, die sie jedoch nur widerwillig trugen.

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Wär Seligkeit für mich von Anna Aldrian

Wär Seligkeit für michIn den acht abgeschlossenen Kurzgeschichten aus dem Buch “Wär Seligkeit für mich” von Anna Aldrian spielt immer auch ein ganz spezielles Musikstück eine Rolle, das die Autorin passend zum Text gewählt hat. Den Anfang macht die Erzählung einer Frau, die während einer Fiesta bei ihrem Cousin Don Neco in Paraguay einen gewissen Señor Carlos Fensterseifer kennen lernte. Als der verstirbt, ist sie zur Universalerbin seiner Hazienda bestimmt. Doch die Freude vergeht ihr, als sie die Bedingung im Testament liest.

Der Polizeibeamte Leopold besucht mit seiner Schwiegermutter Hanna ein Konzert. Am darauf folgenden Tag wird der Cellist mit einem Schädel-Hirn-Trauma aus dem Wienfluss geborgen und sein Cello scheint verschwunden. Doch Hanna entdeckt es zufällig, und zur Überraschung von Leopold und Hanna spielt der ehemaligen Cellist bei einem weiteren Konzertbesuch auf dem Piano.

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Rockstar von Helen Carter

RockstarJeff Armstrong ist der Sänger einer Rockband, der von allen nur Bones genannt wird. Er ist ein Hüne mit langen, schwarzen Haaren und einem muskulösen Körper, der alle überragt. Als er ziemlich betrunken von einem Straßendealer um fünfhundert Pfund geprellt wird, will er ihm eine Lektion erteilen und wird dabei durch einen Messerstich verletzt. Sein Manager Woodrow schleppt ihn mitten in der Nacht zu der Praxis von Dr. Ivy Newman, die sich zu dieser späten Stunde noch durch einen Stapel Papiere arbeitet. Nachdem die Ärztin die Wunde genäht hat, legt sie Bones einen Verband an. Außerdem soll er, wenn er wieder nüchtern ist, zu einer Nachuntersuchung in die Praxis kommen.

Einige Tage später ist die Sprechstundenhilfe Jenny völlig aufgeregt, denn Bones Armstrong steht im Wartezimmer. Der Echte, wie sie ihrer Chefin Dr. Newman berichtet. Ivy hat zunächst keine Ahnung, von wem Jenny redet, doch dann fällt ihr bei dem Namen Armstrong der Kerl mit der Stichverletzung ein.

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Live Fast, Play Dirty, Get Naked von Kevin Brooks

Live Fast, Play Dirty, Get NakedDer Jugendroman “Live Fast, Play Dirty, Get Naked” von Kevin Brooks erzählt Lilis Erinnerungen an den heißen Sommer 1976 im Rückblick: Vor 35 Jahren lebt die 17-jährige Privatschülerin alleine mit ihrer Mutter, die ihrerseits von traumatischen Erinnerungen heimgesucht wird, in einem Vorort von London. Von der Schule kennt sie den ein Jahr älteren Curtis, der sie eines Tages fragt, ob sie nicht in seiner Band Naked als Drummerin einsteigen will. Curtis träumt von einer Karriere und will mit der Band ganz groß rauskommen. Die beiden werden ein Paar und Lili sieht immer wieder eifersüchtig auf die leicht bekleidete Charlie. Genau wie Jake, der Manager, konsumiert Curtis immer öfter auch härtere Drogen, was Lili nicht gefällt.

Außer den Mitgliedern Stan und Chief gewinnen sie, mehr durch Zufall, den aus Belfast stammenden William als fünftes Mitglied für Naked. Trotz anfänglicher Vorbehalte von Curtis. Denn für den ungewöhnlichen Iren, der permanent Zigaretten schnorrt, scheint nichts ein Problem darzustellen.

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Abgemixt von Hasan Taş

AbgemixtIn New-York hat sich zu Beginn der 70-er Jahre die Hip-Hop-Kultur entwickelt, die überwiegend von Schwarzen auf der Straße gelebt wird. Zu den wichtigsten Elementen zählt der Breakdance, der akrobatische Fähigkeiten erfordert, die Graffiti-Schreiberei und der Rap, der eine Art Sprechgesang ist.

Hasan Taş, ein begeisterter Rapper, erzählt in seinem autobiografischen Jugendroman “Abgemixt” von seiner traurigen Kindheit. Als Kind türkischstämmiger Eltern wird er 1989 in Düsseldorf geboren. Von seinem Vater bezieht nicht nur er, sondern auch seine Mutter Prügel. Nach der Trennung der Eltern und dem Auszug eines älteren Bruders, ist Hasan als einziger Mann im Haus, getreu seiner Tradition, bereits mit 13 Jahren das Familienoberhaupt. Er selbst kann tun und lassen, was er will und interessiert sich weniger für die Schule, dafür umso mehr für das Rappen. Seine einst guten Noten werden schlechter und wegen einer Schlägerei fliegt er schließlich von der Realschule.

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Jack Rodman – Die ganze Wahrheit von Arno Wilhelm

Jack Rodman – Die ganze WahrheitArno Wilhelm – Informatiker, Blogger und Poetry Slammer – hat bereits zwei Gedichtbände geschrieben und nun folgt sein erster Roman. Doch kann es sich bei “Jack Rodman – Die ganze Wahrheit” nicht um einen gewöhnlichen Roman handeln, denn bereits das Cover ziert ein Foto des fiktiven Musikers Jack Rodman, von dem im Buch weitere Fotos und eine CD mit einigen seiner Songs zu finden sind. Erstaunlich, da doch die Romanfigur erfunden scheint, oder etwa doch nicht? Erfindet vielleicht Arno Wilhelm sich selbst ständig neu?

Eigentlich ist Sven Heller ganz zufrieden mit seinem spießigen Leben. Er wohnt in einer ruhigen Gegend, in der man nicht fürchten muss, dass aggressive, bewaffnete Jugendliche umherziehen. Auch die interessante Arbeit in einem Laden, der sich auf die Reparatur von Technik aller Art spezialisiert hat, macht ihm viel Spaß. Doch seine Freundin Lara, die in einem Plattenladen arbeitet, möchte, dass er sich einen besseren Job sucht und endlich eine andere Wohnung.

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