1965 – Der erste Fall für Thomas Engel von Thomas Christos

1965 - Der erste Fall für Thomas EngelFür den einundzwanzigjährigen Thomas Engel geht im Jahr 1965 ein Traum in Erfüllung, als sich sein Onkel Kurt Strobel, der zukünftige Direktor des LKA, für ihn stark macht. Nach einem Lehrgang hält er stolz seine Dienstmarke in Händen. Schon nach zwei Tagen wird Engel mit einem Toten auf einer Müllhalde konfrontiert. Obwohl alles für einen Suizid von Willy Frenzel spricht, ist Kollege Drezko anderer Ansicht, denn der Tote sollte von ihm als Zeuge vernommen werden, wozu Drezko allerdings keine näheren Angaben machen will. Engel lernt unterdessen auf einem Konzert der Rolling Stones die neunzehnjährige Peggy kennen, die in einem Fürsorgeheim der Ursulinen lebt.

Durch Zufall erfährt Engel, dass ein Mädchen vermisst wird, und wiederum rein zufällig entdeckt er die Leiche der kleinen Esperanza in Kaiserswerth bei den Ruinen in der Kaiserpfalz. Er ist davon überzeugt, dass es sich um einen Sexualmord handelt und informiert lediglich seinen Onkel, der alles weitere in die Wege leitet, weil Engel nicht zusammen mit der noch minderjährigen Peggy gesehen werden darf.

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Staub zu Staub von Felix Weber

Staub zu StaubIm Februar 1949 sucht Maria ihren Bruder Siem Coburg auf, der auf einem fahruntüchtigen Boot lebt. Sie bittet ihn, den in einem Rollstuhl sitzenden Tammens in Utrecht aufzusuchen. Wie Coburg von diesem erfährt, hat er seinen schwachsinnigen Enkel Siebold vor drei Wochen in ein Heim geben müssen. Den keine siebzehn Jahre alten Jungen hat Tammens tot zurück bekommen, wobei er wegen der bei seinem Enkel festgestellten Verletzungen nicht an einen natürlichen Tod glaubt. Coburg will seinem Freund gerne den Gefallen tun und sich im Internat Sint Norbertus in Wercke umsehen, da ihm Tammens während seiner Zeit als Widerstandskämpfer Unterschlupf gewährt und sein Enkel Siebold ihm das Leben gerettet hat.

Siem Coburg mietet sich bei einer Witwe ein und unter dem Vorwand, einen Artikel über das Heim für missgebildete und schwachsinnige Kinder schreiben zu wollen, verschafft er sich Zugang. Auf den ersten Blick scheint dort alles mit rechten Dingen zuzugehen, doch seine weiteren Erkundigungen bei einem vom Heim entlassenen Schreiner ergeben, dass die Kinder mit Wissen des Abtes Podocarpus auch nachts in kalten und feuchten Räumen sowie bei schlechtem Licht arbeiten mussten.

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Nordseedämmerung von Christian Kuhn

NordseedämmerungKriminalhauptkommissar Tobias Velten arbeitet in der Abteilung Staatsschutz und wird von seiner Chefin Dr. Meyer für einen neuen Einsatz nach Juist geschickt. Bundespräsident Jochen Bramberger will auf der Insel seinen Urlaub verbringen, und aufgrund einer verschlüsselt abgefangenen Nachricht besteht der Verdacht, dass auf ihn ein Attentat verübt werden soll. Da es sich dabei lediglich um einen ins Darknet führenden Tipp gehandelt hat, müsste es im Fall einer real existierenden Bedrohung in den eigenen Reihen einen Maulwurf geben. Dr. Meyer bittet Velten deshalb darum, inoffiziell Ermittlungen gegen das von Svenja Jenner geführte zehnköpfige Team der unmittelbaren Personenschützer zu führen, während ihm selbst die Planung und Konzeption der Sicherheitsmaßnahmen für ein zweites Team obliegt.

Velten kommt nach Juist, wo er Svenja Jenner, eine alte Freundin, wiedertrifft, mit der er die weiteren Abläufe bespricht. Als der Bundespräsident auf der Insel eintrifft, ist Velten erstaunt, wie schnell erste Fotos von dessen Ankunft in der Onlineausgabe einer Boulevardzeitschrift auftauchen und er fragt sich, ob er über den Fotografen, der sich ja schon vorher auf Juist eingefunden haben musste, nicht an die undichte Stelle kommen kann.

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Mord in Sunset Hall von Leonie Swann

Mord in Sunset HallWährend die Mitglieder der Senioren-WG in dem Kriminalroman „Mord in Sunset Hall“ von Leonie Swann eine Krisensitzung abhalten, erfahren sie durch die Polizei, dass ihre Nachbarin Mildred erschossen im Liegestuhl auf ihrer Veranda aufgefunden wurde. Dabei haben Agnes Sharp, die Gründerin der Wohngemeinschaft, Edwina, Marschall, Winston, Bernadette und Charlie schon genug wegen ihrer tot im Schuppen liegenden Mitbewohnerin Lillith um die Ohren. Agnes stattet Isobel, der Zwillingsschwester von Mildred, einen Besuch ab, der ihr allerdings keine neuen Erkenntnisse bringt. Inspektorin Locke und ihr Kollege Tom verraten ihnen, dass Mildred mit derselben Waffe wie Lillith erschossen wurde. Da sämtliche WG-Bewohner von der Polizei verhört und vermutlich auch der Morde verdächtigt werden, entschließen sie sich dazu, auf eigene Faust zu ermitteln und sie fahren ins Dorf nach Duck End. Doch dann wird eine weitere Person erschossen und ein Unbekannter hat die Mordwaffe provokativ bei ihnen zu Hause auf den Tisch gelegt.

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Bretonisch mit Meerblick von Gabriela Kasperski

Bretonisch mit MeerblickDie fast fünfzigjährige und geschiedene Schweizerin Tereza Berger hat von ihrer Tante Annie Gisler ein Haus in Camaret-sur-Mer auf der Halbinsel Crozon geerbt, dass sie verkaufen will. Bevor sie der Maler Severin Lukesch zum Haus führt, macht sie die Bekanntschaft der Surflehrerin Ayala Ngkachana, die ihr von der gefährlichen Strömung im Atlantik erzählt und auch von den zwei Toten in diesem Frühjahr: Bruno und Ronan. Einer alten bretonischen Sage nach fordert die Strömung „Morwen“ alle einhundert Jahre drei Tote, so dass in diesem Jahr noch ein weiteres Opfer im Meer ertrinken wird. Das, so erfährt Tereza, würde sich in einem geringeren Verkaufspreis niederschlagen. Als sie endlich an der „Villa Wunderblau“ ankommt, ist sie von dem verfallenen Haus mit morschen Treppenstufen und nicht funktionierendem Wasser einerseits enttäuscht, findet es andererseits aber auf „schäbige Weise grandios“.

Schon nach der ersten Nacht, die Tereza in der Villa verbracht hat, erhält sie Drohungen in Form von Schmierereien, die am Fenster der zum Haus gehörenden Bibliothek ihrer Tante angebracht wurden. Zudem hat sie das Gefühl, von einem „Kapuzenmann“ beobachtet zu werden, was ihr Angst bereitet.

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Bergmannserbe von Margit Kruse

BergmannserbeErst vor zehn Wochen ist die ehemalige Hobbydetektivin Margareta Sommerfeld zu einer staatlich geprüften Ermittlerin aufgestiegen und muss noch die für ihre Ausbildung aufgenommenen Schulden abtragen. Da bittet sie ihr Bruder Gisbert um Hilfe: Im Picksmühlenteich in Gelsenkirchen-Buer-Hassel wurde der Makler Fritz Stalewski erdrosselt aufgefunden. Gisbert räumt zwar ein, dem Makler das Nasenbein gebrochen zu haben, aber nur, weil der die Leute aus den Zechenhäusern vertreiben wollte. Obwohl er ein Alibi hat, zur Tatzeit war er bei seinem Nachbarn Norbert Koslowski, befürchtet er verdächtigt zu werden. Notgedrungen verspricht Margareta sich umzuhören, auch wenn er sie nicht bezahlen kann. Da kommt ihr die lukrative Vermittlung ihres Freundes Henry, mit dem sie zuvor in einer Detektei gearbeitet hat, gerade recht. Sie soll Dr. Klaus von Koschnitz im Auftrag seiner Ehefrau Dietlinde beobachten.

Obwohl Margareta für den einträglichen Auftrag in Bochum observieren muss, zieht es sie immer wieder an den roten Cola-Tisch des Kiosk-Besitzers Martin Bahlke in Hassel, an dem sich die Nachbarn versammeln.

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Riskante Rezepte von Birand Bingül

Riskante RezepteAm Abend soll zu Ehren der Sterneköchin Bianca Veh eine Feier stattfinden, an der auch Richter Klaus-Dieter Reichelt, ein gern gesehener Stammgast, teilnehmen soll. Als Bianca gerade eine Sauce zubereitet, wird sie von ihrem Oberkellner ins Lokal gerufen, wo sich Reichelt übergibt und schließlich bewusstlos zusammenbricht. Der herbeigerufene Notarzt kann nur noch den Tod feststellen. Für Katharina Wiesenbach, die von allen nur Katta genannte Managerin von Bianca, gibt es nur einen, der ihnen in dieser Situation noch helfen kann: PR-Berater Mats Holm mit seiner Partnerin, die Ex-Polizistin Laura May.

Als Mats der Anruf von Katta erreicht, will er gerade mit Laura zu einer Bootstour auf der Müritz aufbrechen, von der er sich eine Versöhnung mit seiner neunzehnjährigen Tochter Liv erhofft. Denn der Selbstmord seiner Frau vor dreizehn Jahren wirft immer noch ungeklärte Fragen auf, die besonders Liv als die Tochter bewegen. So verlässt Mats die Motorjacht unverrichteter Dinge und muss sich auch von Kapitän Werner Mühlen verabschieden, seinem Ex-Chef und Mentor.

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Rabeneck von Claudia Rimkus

RabeneckIm Atrium des Internats „Rabeneck“ wird die Leiche der Lehrkraft Susanne Schaller aufgefunden. Nachdem auch noch eine Schülerin spurlos verschwindet, bitten Hauptkommissar Hannes Bremer und seine Kollegin Pia Wagner die ehemalige Leiterin des Polizeiarchivs, Charlotte Stern, um Unterstützung. Mit neuer Identität unter ihrem Mädchennamen Charlotte Arndt ausgestattet, soll sie als Vertretungskraft für einen Fotoworkshop sowie für Fitness- und Tenniskurse in das Internat eingeschleust werden. Professor Philipp Thaler verlangt, ihr als forensischer Psychologe zur Seite gestellt zu werden, da er ein Verhältnis mit Charlotte hat und als Beschützer in ihrer Nähe sein will.

Zunächst weiß Charlotte nicht, wo sie mit ihren Recherchen beginnen soll, da die Befragungen der Lehrer durch Hannes Bremer nichts Verwertbares ergeben haben. Sie freundet sich mit der Sekretärin Ingrid Brandt an, die im Gegensatz zum mürrischen Hausmeister Bodo Kaminski hilfsbereit ist.

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Teuflischer Walzer von Frank Tallis

Teuflischer WalzerIn Wien wird in einer verfallenen Klavierfabrik ein toter Mann gefunden, dessen Gesicht mit Säure bis zur Unkenntlichkeit entstellt ist. Vor dem auf einem Stuhl sitzenden Toten fallen Inspektor Oskar Rheinhardt und seinem Assistenten Haussmann drei Stühle auf, die bei ihnen den Verdacht eines abgehaltenen Ehrengerichts wecken. Die Obduktion ergibt, dass der durch einen Kopfschuss Getötete am Rücken Peitschenhiebe sowie Schwimmhäute zwischen den Zehen aufweist. Um die Identität des Ermordeten aufzudecken, bittet Rheinhardt seinen Freund und Psychiater Maxim Liebermann, mit dem er die Liebe zum gemeinsamen Singen und Klavier spielen teilt, ihn als medizinischer Berater zu unterstützen.

Überraschend meldet sich Lutz Vilmos Globocnik und behauptet, der Tote sei Helmut Bok und er selbst sein Mörder. Doch bei der Vernehmung stellt sich heraus, dass dieser an einer Pseudologia phantastica, dem pathologischen Lügen, leidet. Erst durch die Aussage einer Prostituierten, die sich an einen Kunden mit Schwimmhäuten zwischen den Zehen und der Vorliebe, sich mit einer Reitgerte schlagen zu lassen, erinnert, werden die Ermittlungen vorangetrieben.

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Ruhet in Friedberg von Rudolf Ruschel

Ruhet in FriedbergAndi und Fipsi kennen sich seit der Schulzeit und arbeiten beide als Aushilfen bei den Bestattern Macho, Gustl und Hubsi in Friedberg. Als Andi bei einer Beerdigung stutzig wird, weil der Sarg des Toten, den er kannte, viel zu schwer ist, kommt ihm ein ungeheuerlicher Verdacht: Irgendjemand scheint etwas in dem Sarg verschwinden lassen zu wollen?

Um es vorwegzunehmen: Der Kriminalroman „Ruhet in Friedberg“ von Rudolf Ruschel ist kein gewöhnlicher Krimi und zudem ist er schwärzer als schwarz. Darüber hinaus „springt“ der Autor bei der Erzählung von “Höcksken auf Stöcksken” und der Leser, den er direkt anspricht, vermisst zunächst den roten Faden, bis er sich in das Geschehen eingelesen hat. Handlungsort ist die kleine Stadtgemeinde Friedberg in der österreichischen Steiermark Ende der 1990er Jahre. Mit von der Partie ist Pfarrer Geri und Wirt Rebhansel in der „Bier Allee“. Andi, der nebenbei in Wien studiert und an einem Manuskript arbeitet, das er bei einem Verlag einreichen will, treibt es regelmäßig mit der aus dem Kosovo stammenden und im Ort als Putzfrau arbeitende Muslima Vali auf einem Dachboden.

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