Wie sich die Vergangenheit, besonders, wenn sie emotionale Schmerzen oder Enttäuschungen beinhaltet, in gegenwärtigen Beziehungen wiederholt, erläutert der Psychotherapeut David Richo in seinem Buch Versöhnung mit der Vergangenheit. Er zeigt anhand einiger Beispiele auf, wie Übertragungen unbewusst zustande kommen und welche Gründe es dafür gibt. Ein Beispiel für Übertragung ist eine Patientin, die sich in ihren Arzt verliebt, weil er freundlich, verständnisvoll, zuverlässig und um sie besorgt ist. Eigenschaften, die sie sich bei ihrem Vater gewünscht hätte. Auch ein Chef kann als der kritische Vater aus der Kindheit gesehen werden, und der Betroffene macht bei der Arbeit Dinge, die den Chef veranlassen ihn zu kritisieren. Ein männlicher Partner bricht seine Beziehung immer wieder ab, weil er unaufgelöste Wut gegenüber seiner Mutter empfindet, die ihn kontrolliert oder missbraucht hat. Mit Hilfe von diversen Übungsanleitungen sollen solche Übertragungen erkannt und emotionale Verletzungen aus der Vergangenheit bewältigt werden.

Wenn ein Arzt seinen Patienten fragt: „Wie geht es uns denn heute?“, stellt sich vielleicht mancher Patient die Frage, ob sein Arzt nicht einmal einen Psychotherapeuten aufsuchen sollte. Ähnlich geht es dem Leser bei der Lektüre des Buches Versöhnung mit der Vergangenheit, in dem David Richo anscheinend in jedem Menschen einen potentiellen Patienten sieht und sich gleich als Betroffenen mit einbezieht. Weiterlesen »

Lars Lorber stellt in seinem Buch Menschenkenntnis – Der große Typentest unterschiedliche Persönlichkeiten vor, wobei er ausführlich auf die jeweiligen Verhaltensweisen eingeht. Ein Mensch kann eher introvertiert oder extrovertiert sein, was sich sowohl auf die Wahrscheinlichkeit eines Verkehrsunfalls, als auch eine Scheidung auswirken kann. Der Autor schreibt von praktischen und theoretischen Charakterzügen, wobei er hier die Frage aufwirft, welchem der beiden Typen mehr Intelligenz bescheinigt werden kann und auch, wer eher übersinnlichen Phänomenen oder der Magie zuspricht. Weiter macht er die Unterschiede deutlich, ob man seine Interessen eher unnachgiebig, also hart, verfolgt oder kooperativ ist, also einen rücksichtsvolleren Umgang pflegt. In diesem Zusammenhang wagt er einen Rückblick in die Evolutionsgeschichte, da hier die Wurzel der klassischen Rollenverteilung zu suchen ist.

Auswirkungen auf den Lebensstil eines Mensch, ob er sich gesund ernährt oder raucht, hat nach Lars Lorber seine Eigenschaft, entweder die Spontaneität zu bevorzugen oder lieber alles im Leben zu planen. Es gibt Menschen, die empfindlich gegenüber Sorgen und Ängsten reagieren und andere, die in dem Punkt resistent sind. Das wiederum ist ausschlaggebend für ihre Neigung zu gefährlichen Sportarten wie das Bergsteigen oder auf der anderen Seite zu Depressionen oder einem Burn-out. Weiterlesen »

Der amtierende Außenminister ist jeweils Leiter des Auswärtigen Amtes. Aktuell umfasst das Stammpersonal 6750 Stellen, die die deutschen Interessen in der Welt vertreten. Ulrich Brinkhoff, Autor des Buches Träume in der Morgenstille, war als Mitarbeiter zehn Jahre für dieses Amt tätig. Im Jahr 2011 macht er sich als 72-jähriger mit seiner Ehefrau Monika nach Südkorea auf, wo er in Seoul eingesetzt war. Er findet heute eine ihm fremde Welt vor und kann das Hotel, an dem viele alte Erinnerungen hängen, kaum ausmachen.

Als Ulrich Brinkhoff im Jahr 1964 nach Korea kam und vorerst weder ein Auto, noch eine Wohnung besaß, lernte er die erst 18-jährige Schülerin Kim Hyung-Sook kennen. So wie er selbst in die Wirren des 2. Weltkrieges geboren wurde, wuchs auch sie als Kind während des Korea-Krieges auf. Als er sie in einem Gespräch mit einem amerikanischen Soldaten sah, war er unsicher, ob sie eine Spionin sein könnte, worüber er natürlich seinen Vorgesetzten hätte informieren müssen. Doch erwies sich sein Verdacht zum Glück als unbegründet. Weiterlesen »

Philip J. Dingeldey hat in seinem Buch Aufgewachsen in Nürnberg in den 40er & 50er Jahren natürlich in erster Linie von den Gegebenheiten in Nürnberg erzählt, doch dürfte sich die Situation in jeder anderen vom Krieg gebeutelten Stadt in Deutschland nicht anders dargestellt haben. Er erinnert an die Zeit rationierter Lebensmittel, die es nur mit Lebensmittelmarken gab und an den Bau von Luftschutzbunkern. Überall hat Juden das gleiche, grausige Schicksal ereilt. Die Bevölkerung war Großangriffen mit Brand- und Phosphorbomben ausgesetzt. Das Alltagsbild der Kinder war geprägt durch Tote auf den Straßen und sie hörten von Vätern, die auf Heimaturlaub von der Front kamen und neben einem zerstörten Haus nur noch die Gräber ihrer Familie vorfanden.

Um sich über das wahre Ausmaß des Krieges zu informieren, hörte man heimlich den Feindsender. Der Autor berichtet vom Elend der Kriegsgefangenen, die nicht selten beim Entfernen von Luftminen oder Blindgängern umkamen und von der Kinderlandverschickung. Er erinnert auch an den schlimmsten Tag für Nürnberg, als die Stadt am 2. Januar 1945 total zerstört wurde. Er schreibt von der Kapitulation, der Entnazifizierung und den Nürnberger Prozessen. Die Bevölkerung litt Hunger und zum anfangs nur einen halbstündigen Unterricht mussten viele Kinder barfuß gehen. Der Schwarzmarkt blühte, es gab eine Währungsreform und die BRD wurde gegründet. Weiterlesen »

Durch das Buch Das sieht aber gar nicht gut aus von Werner Bartens erfährt der Leser unmissverständlich, wie es zwischen Arzt und Patient schnell zu Missverständnissen kommen kann und was ein Arzt mit seiner Aussage wirklich ausdrücken will. Ganz entscheidend für einen Krankheitsverlauf sind ein gutes Arzt-Patienten-Verhältnis sowie eine positive Erwartungshaltung. So muss es nicht zwangsläufig bei jedem mit erhöhten Cholesterinwerten zu gesundheitlichen Problemen kommen. Durch Rationalisierungen in den Krankenhäusern ist vieles auf der Strecke geblieben und der Arzt befindet sich oft in einem Dilemma, wenn er ein vorgeschriebenes Aufklärungsgespräch führen muss. Zu den Tumormarkern führt der Autor aus, dass einige überhaupt keinen Sinn machen und nicht aussagekräftig sind. Kritisch sieht er, wenn beispielsweise eine Studie über das Brustkrebsgen BRCA1 in der Fachliteratur mehr als eintausend mal zitiert wird, hingegen eine spätere, relativierende Studie nur sechsundzwanzig mal. Unter dem Gesichtspunkt der Meinungsmache ist auch in seinen Augen die Prostata-Krebsvorsorge in einem kritischen Licht zu sehen, wie überhaupt eine Früherkennung nur bei ganz wenigen Krebsarten Aussicht auf Erfolg verspricht. Die Folgen können in einigen Fällen mehr schaden als nutzen und die Bedeutung einer Vorsorge reduziert sich darauf, dass lediglich die Sorgen vorverlegt werden. Weiterlesen »

Das Buch mit der dazugehörigen CD Kein Stress mit der Entspannung von Martin Frondorf und Gabriele Veit will mit einer Anleitung zur Progressiven Muskelentspannung Stresssymptomen entgegenwirken. Neben den weitreichenden Konsequenzen durch Schlafstörungen werden von den Autoren Ängste jeglicher Art und Konzentrationsstörungen als Folge angegeben, aber auch Tinnitus, Asthma, Neurodermitis, Übergewicht und vieles mehr zählen sie dazu. Die Ursache sehen sie in der Frühzeit der Menschheit, zur Zeit der Jäger und Sammler. Sie machen deutlich, dass es bei dieser Form der Entspannung keine Suggestion gibt, wie das beim autogenen Training der Fall ist und weisen darauf hin, bei welchen Voraussetzungen vor dem Beginn der Übungen unbedingt ein Arzt konsultiert werden sollte.

Mit Bildern wird dem Leser veranschaulicht, wie die jeweiligen Positionen im Liegen oder Sitzen einzunehmen sind. Die Autoren unterteilen die Übungen in drei Phasen, wobei sich die praktische Übung zur bewussten Wahrnehmung der Entspannung noch einmal in drei Phasen gliedert. Sollte ein Teilnehmer von Muskelkrämpfen befallen werden, geben sie einen Tipp, der für Abhilfe sorgen soll. Weiterlesen »

Die Griechen haben den Feta-Käse kreiert, die Italiener den Mozzarella und die Schweizer den Emmentaler. In Deutschland dürfte wohl, allein schon aus Kostengründen, der junge Gouda den größten Absatz bieten. In dem Praxisbuch Käsen Leichtgemacht stellen Lotte Hanreich und Edith Zeltner 120 Rezepte für die Milchverarbeitung vor.

Zunächst gehen sie auf die verschiedenen Milchsorten von Kuh, Schaf, Ziege und Stute ein. Die Inhaltsstoffe werden für den Leser anhand von Tabellen anschaulich dargestellt, wobei auch der immer häufiger auftretende Calciummangel bei Kindern und Jugendlichen nicht verschwiegen wird. Es werden die Behandlungsmöglichkeiten wie Pasteurisieren, Sterilisieren und Homogenisieren vorgestellt und die Vor- und Nachteile von Rohmilch gelistet. Der Leser erfährt, wodurch Bakterien in die Milch gelangen und wie das vermieden werden kann. Beim Thema Lagerung räumen die Autorinnen gleich mit der weit verbreiteten Meinung auf, dass sich Bakterien im Kühlschrank nicht vermehren können. Sie erklären die Herstellung von Sauermilch, Joghurt und Kefir, immer mit unterschiedlicher Milch als Ausgangsbasis sowie die Varianten von Rahm, die Herstellung von Butter und Buttermilch. Auch auf Molkeprodukte, zu denen beispielsweise Ricotta zählt, gehen sie ein. Weiterlesen »

Laut einem von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin vorgelegten Stressreport sind im Jahr 2011 wegen psychischer Erkrankungen 59 Millionen Arbeitsstunden ausgefallen, zu denen noch Kosten in Höhe von sechs Milliarden Euro für die medizinische Behandlung hinzugerechnet werden müssen, was einer Steigerung von 80 Prozent innerhalb von fünfzehn Jahren entspricht. Zunehmender Termin- und Leistungsdruck ist für das unter dem Namen Burnout-Syndrom bekannt gewordenen psychischen Erschöpfungszustand verantwortlich.

Wie dieser Kreislauf durchbrochen werden kann, zeigt Don Joseph Goewey in seinem Buch Das stressfreie Gehirn. An Fallbeispielen, wie Menschen das Leben wieder genießen können, erklärt er die neuronalen Gehirnstrukturen. Er macht deutlich, welche Hirnregionen für unseren Instinkt, Sexualität, Reflex, Intellekt und unsere Urängste zuständig sind. Pelé, Einstein und McCartney führt er als Beispiele eines Schaffensrausches an und Hitler, Stalin und Karadzic sind die Negativbeispiele einer fehlerhaften Vernetzung der Gehirnstruktur. Eine Stresssituation hat ihre Ursache nach Goewey im Bedrohungsmodus und ihre Auswirkungen schlagen sich in unserem Immunsystem, der Verdauung, Fortpflanzung und dem Hippocampus nieder. Seine Fähigkeit, neue Gehirnzellen zu bilden, wird gehemmt, was vermutlich für die Entstehung einer Depression verantwortlich ist. Weiterlesen »

Lisa Lam stellt in ihrem Buch zwölf Taschen für alle Gelegenheiten vor, wobei sie gleich zu Beginn die dazu notwendige Grundausstattung angibt. So erhält der Leser, falls er noch keine Nähmaschine besitzt, wertvolle Tipps, auf die er beim Kauf achten sollte. Sie erklärt weitere Werkzeuge, welche die Arbeit enorm erleichtern können. Ausführlich geht sie auf Begriffe ein, die üblicherweise in allen Schnittmustern verwendet werden, womit sie auch unerfahrene Näherinnen anspricht. Ganz wichtig sind die Hinweise betreffend der Zuschnitte, denn wer es damit nicht genau nimmt, wird später von einem enttäuschenden Ergebnis nicht verschont bleiben.

Die Autorin gibt einen Überblick über verschiedene Stoffe, nennt die Vorteile und wofür sie sich eignen. Sie zeigt anhand farbiger Abbildungen, wie Innentaschen mit Reißverschlüssen eingenäht werden und was bei Magnetverschlüssen beachtet werden muss. Auch können anhand der Erklärungen verschiedene Träger oder Einfassungen erstellt werden.

Es folgen zwölf Arbeitsanleitungen für Taschen, die neben beigelegten Schnittmustern Informationen darüber abgeben, wie viel Stoff, welches Arbeitsmaterial oder eventuell Knöpfe, Reißverschlüsse etc. gebraucht werden, was man wissen sollte und welche Vorbereitungen getroffen werden müssen. Weiterlesen »

Im alltäglichen Leben sind wir überall von Zahlen umgeben und es macht durchaus Sinn, wenn wir bei einem Einkauf schnell im Kopf die einzelnen Positionen zumindest überschlagen können. Um das Kopfrechnen zu perfektionieren, gibt der mehrfache Rechenweltmeister Dr. Dr. Gert Mittring in seinem Buch Fit im Kopf dem Leser einige wertvolle Tipps. Er demonstriert an Beispielen, wie Zahlenreihen sinnvoll zusammengefasst werden können, womit sowohl Additionen als auch Subtraktionen vereinfacht werden.

Wollen wir zweistellige Zahlen im Kopf miteinander multiplizieren, wird es schon schwierig und bei dreistelligen Zahlen fast unmöglich. In dem Fall empfiehlt der Autor eine von ihm entwickelte Fingermathematik anzuwenden, die allerdings Übung voraussetzt und auf den ersten Blick an das Lied „Sie müssen erst den Nippel durch die Lasche ziehen…“ erinnert. Konkret bedeutet das, dass man sich schon recht eingehend mit dieser Fingermathematik beschäftigen muss, um die richtigen Finger einer Hand nach oben oder unten zu strecken, was konsequente Praxis und Routine erfordert. Im Buch sind die einzelnen Schritte immerhin sehr ausführlich anhand nachvollziehbarer Aufgaben erklärt und abgebildete Hände demonstrieren ergänzend den Text dazu. Weiterlesen »

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