Gladbeck – Vor und hinter den Kulissen von Brigitte Vollenberg

Gladbeck – Vor und hinter den KulissenWer wissen will, wie es in den vergangenen Jahrzehnten in Gladbeck – Vor und hinter den Kulissen aussah, wirft am besten einen Blick in das Buch von Brigitte Vollenberg. Aus eigenen Erlebnissen oder auch Erzählungen ihrer Bekannten weiß sie darin von Geschichten und Anekdoten zu berichten. So auch von der Entstehungsgeschichte der im Eingangsbereich des St. Barbara Krankenhauses aufgestellten Bronzestatue „Der kleine Fritz“ oder den über der Eingangstür zur Gaststätte Surmann befindlichen Schlussstein des Künstlers Gottfried Kappen. Mancher Leser wird erstaunt sein, wenn er von sieben Kinos liest, wobei im Stadttheater sogar bis Ende der 1950er Jahre Stars von Weltrang aufgetreten sind. Außerdem zählte man zum Ende des Jahres 1968 allein in Gladbeck 173 Schank- und Gastwirtschaften. Da werden Erinnerungen an eine unrühmliche Drogenszene, eine Diskothek und eine Oben-Ohne-Bar wach. Gegenüber vom Café Siebeck, das seinen Gästen als Besonderheit eine Spanische Vanilletorte und im Winter eine Erdbeertorte anbot, gab es sogar noch die Lido Bar, einen Nachtklub, und in der ehemaligen Kultkneipe Dietzel, so ist zu lesen, hat man auf einem Billardtisch ein Schwein zerlegt.

Mit dem Bau der Europabrücke hatte der Tunnel, der die Stadtteile Rentfort, Schultendorf und Zweckel mit der Innenstadt verband, ausgesorgt. Sehr zum Leidwesen der Kolpingfamilienmitglieder, die seitdem durch die Einstellung des Straßenbahnverkehrs auf eine Annehmlichkeit verzichten mussten. 1978 rollte die letzte Straßenbahn durch Gladbeck und machte damit Platz für eine Fußgängerzone. Mit einem Akkordeon ausgerüstete Straßenmusiker trieben nicht nur damals die Chefin eines Metzgereibetriebes in den Wahnsinn, sondern bis in die heutige Zeit hinein die Anwohner in diesem Bereich.

weiterlesenGladbeck – Vor und hinter den Kulissen von Brigitte Vollenberg

Ich mach mich mal dünn von Patric Heizmann

Ich mach mich mal dünnDas kennt jeder, der ein paar Pfunde loswerden will: Zu Beginn einer Diät oder einem Fitnessplan ist man hoch motiviert, gibt aber schnell auf, wenn es nicht sofort klappt. Patric Heizmann erzählt in seinem Buch Ich mach mich mal dünn vom Kampf, den jeder mit seinem inneren Schweinehund auszutragen hat und gibt Tipps, wie man ihm am besten begegnet. Ohne Frage muss sich der Mensch bewegen, um seine Wunschfigur zu erzielen, wobei er ein gemäßigtes Training in einem Fitnessstudio dreimal pro Woche einhalten sollte, da zu viel Sport sogar schädlich ist, wie der Autor nachvollziehbar erklärt. Seiner Meinung nach ist ein Muskelaufbau auch effektiver als Joggen geeignet, wenn man abnehmen will.

Böse Fallen sind Urlaube, bei denen eine Gewichtszunahme meist vorprogrammiert ist und deren Folgen noch Jahre nachwirken können. Zwei Drittel der Männer sollen übergewichtig sein, was die Gefahr einer Diabetes heraufbeschwört, obwohl sie sich darüber nicht im Klaren sind, weil sie im Gegensatz zu den Frauen ihr Übergewicht weniger realistisch einschätzen. Natürlich verlangsamt sich der Stoffwechsel mit zunehmendem Alter wegen des Abbaus an Muskelmasse, doch wenn immer wieder die Schuld auf andere geschoben und vor einer Diät noch einmal so richtig zugeschlagen wird, oder wenn immer neue Gründe für ein Aufschieben gefunden werden, was Patric Heizmann mit „Verschieberitis“ bezeichnet, wird man nie seine Traumfigur erreichen.

weiterlesenIch mach mich mal dünn von Patric Heizmann

Weihnachten in Norddeutschland von Jutta Kürtz

Weihnachten in NorddeutschlandMal ehrlich – wer kann sich dem Zauber der prächtig und stimmungsvoll geschmückten Straßen und der vielen Glanzlichter in der Weihnachtszeit entziehen? Wer fühlt sich davon nicht emotional berührt? Weihnachten fällt aber auch in eine Zeit, die wie keine andere von Bräuchen bestimmt ist, und zwar vom 11. November, dem Martinstag, bis zum 2. Februar, dem Fest Mariä Lichtmess. Bis im Jahr 1582 hat man, so ist aus dem Buch Weihnachten in Norddeutschland von Jutta Kürtz zu erfahren, das neue Jahr immer erst im März eingeläutet. Wegen unterschiedlicher Festlegung des Jahresbeginns durch die Fürstenbistümer sprachen die Menschen in Norddeutschland vom 21. Dezember an nur von den Tagen zwischen den Jahren, und gerade um diese auch Raunächte genannten Tage hat sich Aberglaube zum Teil bis in die heutige Zeit gehalten.

Die Autorin schreibt von der Geschichte des Weihnachtsbaumes und den ersten, noch ganz schlicht gehaltenen Bäumen der nordischen Tradition. So gibt es auf Föhr den Friesenbaum und auf den Inseln Hiddensee und Rügen den Bügelbaum. Sie berichtet vom Ursprung des Adventskranzes in Hamburg und auch vom ersten Weihnachtskalender in München. Die Bedeutung der Mistelzweige wird ebenso erklärt, wie der Brauch des Schenkens entstanden ist, der noch aus einer Zeit stammt, in der bittere Not vorherrschte.

weiterlesenWeihnachten in Norddeutschland von Jutta Kürtz

Weihnachtsbräuche in aller Welt von Rüdiger Vossen

Weihnachtsbräuche in aller WeltDas Buch Weihnachtsbräuche in aller Welt von Rüdiger Vossen gibt zunächst einmal einen Überblick über die weihnachtlichen Wendezeiten, die mit dem Martinitag am 11. November und den Martinsumzügen ihren Anfang nehmen. Es folgen Fakten, Mythen, Legenden und Brauchtum der Feste um Katharina, den Andreastag sowie den bereits in die Adventszeit fallenden Barbaratag, Nikolaus und Luzientag, gefolgt von den Klopfnächten und dem Thomastag am 21. Dezember mit dem Beginn der Zwölfnächte, vielen bekannt als die Rau- oder auch Rauhnächte. Dass einige Deutungen nur auf Vermutungen des Autors basieren, trotz der Bemühungen von Verhaltens- und Sprachforschern wie auch Volkskundlern, liegt auf der Hand, da die Wurzeln oft Jahrhunderte zurückliegen. Zumindest den in Städten aufgewachsenen Lesern dürften einige der erwähnten Feste und Bräuche völlig unbekannt sein.

Die Wurzeln des Epiphaniefestes am 6. Januar, das als Geburtsfest Christi begangen wurde und in Armenien sogar bis in die heutige Zeit gefeiert wird, reichen bis nach Ägypten, und die diesbezüglichen Ausführungen werden besonders Freunde der griechischen Mythologie begeistern. Erst im 4. Jahrhundert ist das Geburtsfest Christi von einem römischen Bischof auf den 25. Dezember festgelegt worden. In diesem Zusammenhang gibt der Text Antworten auf den Ursprung des Weihnachtsbaumes, wozu nicht weniger als vier verschiedene Ansätze angeführt werden. Zur Weihnachtskrippe und der verwendeten Materialien ihrer Figuren gibt es sehr unterschiedliche Deutungen und Darstellungen aufgrund regionaler und zeitlicher Differenzen, die zu lesen äußerst interessant sind.

weiterlesenWeihnachtsbräuche in aller Welt von Rüdiger Vossen

Faszination Ruhrgebiet von Gerhard Launer, Rasmus C. Beck und Hans-Peter Noll

Faszination RuhrgebietDie Herausgeber Rasmus C. Beck und Hans-Peter Noll haben für den Bildband Faszination Ruhrgebiet namhafte Persönlichkeiten als Autoren gewinnen können, die sich mit der drittgrößten Metropole, die zudem einer der am dichtesten besiedelten Ballungsräume Europas ist, auseinandersetzten. Einigkeit herrscht darüber, dass das Ruhrgebiet nicht exakt geographisch definiert werden kann. Die Menschen, die als Gastarbeiter ins Ruhrgebiet kamen, sind eine Bereicherung für die Kultur, und die eigene Sprache der Ruhrpöttler darf nicht etwa als falsches Deutsch aufgefasst werden, sondern ist Ausdruck einer Sprachkultur, zu der auch die Bereitschaft zu kumpelhafter Hilfe zählt. Wo früher noch Wildpferde im Emscherbruch lebten, ist heute die renaturierte Emscher das Ziel, und wo einst Industrie angesiedelt war, hat man an ihrer Stelle Landschaftsparks errichtet.

Anhand zum Teil doppelseitiger, großformatiger Farbfotos, deren ungewöhnliche Luftaufnahmen von Gerhard Launer eine den meisten Menschen nicht gekannte Perspektive zeigen, werden Bergmannssiedlungen und unzählige, heute zumeist begehbare Halden, die durch den Abraum ehemaliger Zechen entstanden sind, vorgestellt. Natürlich darf in diesem Zusammenhang auch nicht das Deutsche Bergbaumuseum in Bochum fehlen, das weltweit seinesgleichen sucht. Beliebte Naherholungsgebiete sind die Ruhrstauseen, wie der Kemnader See oder der Baldeneysee, aber auch einige Schlösser, der „gläserne Elefant“ im Hammer Maximilianpark oder das bereits durch Kaiser Wilhelm II eingeweihte Schiffshebewerk in Waltrop.

weiterlesenFaszination Ruhrgebiet von Gerhard Launer, Rasmus C. Beck und Hans-Peter Noll

Alzheimer ist heilbar von Dr. med Michael Nehls

Alzheimer ist heilbarObwohl Dr. med. Michael Nehls keine Wunderpille erfunden hat, behauptet er in seinem neuesten Buch Alzheimer ist heilbar – zumindest bis zu einem gewissen Grad. Seiner Meinung nach ist die Entstehung der nach dem Arzt Alois Alzheimer benannten Krankheit nicht schicksalsbedingt. Vielmehr handelt es sich dabei um eine Mangelkrankheit, wobei sich der Autor auf eine Studie des kalifornischen Neurologieprofessors Dale Bredesen stützt. Zunächst geht er in seinem Buch der Frage nach, was genau unter der Krankheit zu verstehen ist, die in den USA bereits die dritthäufigste Todesursache sein soll. Es folgen ein evolutionsbiologischer Exkurs sowie der Weg einer Übertragung von Erlebtem. Dies geschieht während der Tiefschlafphase vom Hippocampus in die neue Hirnrinde, den Neocortex. Dass hierbei dem Schlaf eine wesentliche Bedeutung zukommt, liegt auf der Hand. Um aber Erlebtes ins Langzeitgedächtnis überführen zu können, müssen im Hippocampus fortwährend neue Hirnzellen gebildet werden, die durch geistige Aktivitäten im Anschluss vernetzt werden. Aber genau an dem Punkt, der Ausbildung neuer Hirnzellen, der adulten Neurogenese, scheint bei Alzheimer eine Störung vorzuliegen.

Darüber hinaus macht der Autor das komplizierte Zusammenspiel der Neurogenese unter Beteiligung von Glutamat, Cortisol, Melatonin, Oxytocin, Prolaktin, Vitaminen, Spurenelementen, Kaffee, Tee, Tabakrauch, Cholesterin, und Schwermetallen deutlich, um nur einige zu nennen. Chronischer Schlafmangel und zu viel negativer Stress, aber auch das Fehlen sozialer Kontakte tun ihr Übriges, wobei der Autor darauf hinweist, dass Defizite in einem Bereich nicht durch ein Übermaß in anderen Bereichen kompensiert werden können. In fünf Phasen macht er den Krankheitsverlauf transparent und nennt Born-out-Symptome und Depressionen als erste Warnzeichen.

weiterlesenAlzheimer ist heilbar von Dr. med Michael Nehls

Krank durch Früherkennung von Frank Wittig

Krank durch FrüherkennungEs ist keine Satire, wenn Frank Wittig in seinem Buch Krank durch Früherkennung behauptet, dass der Mensch durch die Wahrnehmung der Vorsorgeuntersuchungen in der Regel nicht länger lebt, sondern lediglich früher mit einer ihn traumatisierenden Diagnose konfrontiert wird. Bereits in seiner Einleitung spricht er von einer Überdiagnose, unter der er eine im Leben nicht weiter in Erscheinung tretende Krankheit versteht und der er sich schon in seinem Buch Die weiße Mafia ausführlich gewidmet hat.

Studien zum Nutzen und Schaden des Mammographie-Screenings, das nach seiner Auffassung lediglich eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme der Radiologen ist, seziert er quasi und rät allenfalls vorbelasteten Frauen zur Abklärung durch MR-Tomographie oder Ultraschall. Im Zusammenhang mit dem als Unsinn bezeichneten PSA-Test zur Früherkennung des Prostatakrebses geht der Autor der Frage nach, wie viel Krebs als normal gelten kann und stellt die gültigen Grenzwerte zur Diskussion, wobei er auch das Dilemma anspricht, vor dem Histologen stehen. Er geht der grundsätzlichen Frage nach, was Krebs überhaupt ist. Früherkennung ist oftmals nicht mehr als eine „Kaffeesatzleserei“, und das Hautkrebs-Screening, deren Einführung auf Grundlage einer nie veröffentlichten Studie basieren soll, gleicht einem „Wirtschaftskrimi“, da der Vorsitzende des Ausschusses identisch mit der Person ist, die für die Studie verantwortlich zeichnet.

weiterlesenKrank durch Früherkennung von Frank Wittig

Die weiße Mafia von Frank Wittig

Die weiße MafiaBereits in seinem Vorwort des Buches Die weiße Mafia spricht Frank Wittig von mafiösen Strukturen innerhalb der Medizin. Zur Erklärung führt er Bereiche an, in denen die Medizin nicht nur nicht hilft, sondern sogar schadet. Ein verblüffendes Ergebnis hat eine Studie im Zusammenhang mit der Knorpelglättung am Knie erbracht. Demnach ist dieser Eingriff genau so unnötig wie die viel zu häufige Entfernung der Gebärmutter. Symptomlosen Patienten wird ein Stent eingesetzt, der nur dem Arzt Geld einbringt. Denn bekommt dieser Mensch tatsächlich eines Tages Probleme mit seinem Herzen, kassiert die Klinik ein zweites Mal: Jetzt mit einem sinnvollen Bypass. Auch der in Deutschland häufigste medizinische Eingriff an der Bandscheibe hat meistens nur für den Chirurg einen Vorteil, Operationen werden konservativen Behandlungen vorgezogen. Und mit einem Lockvogel konnte der Beweis erbracht werden, dass Bohrer sogar an nicht kariösen Zähnen angesetzt werden. Dass alles haben wir einer Überversorgung zu verdanken, die dem Menschen mehr schadet als nutzt.

Nach Frank Wittigs Meinung gibt es bei uns mehr Operateure als kranke Menschen, weshalb die unbedingt zu kranken gemacht werden müssen. Darüber wurde vom ehemaligen Gesundheitsminister Bahr eine Studie in Auftrag gegeben, die ausgerechnet an die Deutsche Krankenhausgesellschaft erteilt wurde.

weiterlesenDie weiße Mafia von Frank Wittig

Kulturreiseführer Mecklenburg-Vorpommern von Katja Gartz

Kulturreiseführer Mecklenburg-VorpommernMit dem Kulturreiseführer Mecklenburg-Vorpommern von Katja Gartz begibt sich der Leser auf die Spuren der mittelalterlichen Hansestädte an der Ostseeküste. Wie die Autorin zu berichten weiß, kann sich Mecklenburg-Vorpommern rühmen europaweit die meisten Schlösser zu besitzen. Die einzigartige Landschaft hat schon früh Künstler angezogen und Berühmtheiten haben hier bereits ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ihre Urlaube verbracht. Das Buch gliedert sich, der besseren Übersicht wegen, in fünf Küstenabschnitte: Von Schwerin nach Wismar, von Rostock nach Zingst, von Stralsund nach Rügen, von Greifswald nach Usedom und von Neubrandenburg nach Güstrow/Seenplatte.

Zu jedem einzelnen dieser Abschnitte erhält der Leser nützliche Informationen mit zum Teil umfangreichem Hintergrundwissen über Schlösser mit den zumeist großzügig angelegten Parkanlagen und Gärten, sowie über Guts- und Herrenhäuser, wobei die Übergänge zum Schloss nicht immer klar abgegrenzt werden können. Auch Gotteshäuser und die Kräutergärten alter Pfarreien finden Erwähnung. Weitere Themen sind die Schätze, die sich in den verschiedensten Museen befinden, die Galerien und Theaterhäuser sowie Mühlen, Burgen, Villen und Seen. Aber auch Musikerlebnisse von Klassik über Blues und Jazz bis Rock sind in dem Kulturreiseführer zu finden.

weiterlesenKulturreiseführer Mecklenburg-Vorpommern von Katja Gartz

Tempo Raus – Langsam reicht mir von Knut Knieping

Tempo Raus – Langsam reicht mirKnut Knieping lebt mit seiner Frau Cecile und der 7-jährigen Tochter Fine in Düsseldorf. Selbst, als seine Frau zu einer Verabredung geht und er Fine beaufsichtigen soll, kann er es nicht lassen und muss seiner Laufsucht frönen: Im Keller reißt er dabei joggend den Wäscheständer um und wird zu seiner Schmach auch noch von Cecile auf frischer Tat ertappt. Zu einem Treffen mit Freunden im Fußballstadion ist Knut der Einzige, der auf alles Fahrbare verzichtet, was unschwer an seiner durchgeschwitzten Kleidung zu erkennen ist. Und wenn er sich schon einmal einen Tagesplan zurecht legt, wird der ganz sicher durch Aufgaben von seiner Frau durchkreuzt: Er ist zum Flicken ihrer Fahrradreifen verdonnert, wobei sich ungeahnte Probleme ergeben.

Mit alten Kumpeln besucht Knut in Reykjavik ein Stadion und steht anschließend vor verschlossenen Türen, weil er wieder einmal seinen Laufdrang nicht zähmen konnte. Während eines Urlaubs mit seiner Frau in Namibia zweckentfremdet er einen lediglich zum Planschen vorgesehenen Pool und unterschätzt bei einem abendlichen Lauf die schnell einsetzende Dämmerung in der Wüste. Wieder in der Heimat stellt er beim Laufen mit einem erschrockenen Blick auf die Uhr fest, dass er als Anwalt in Kürze einen Termin mit einem Mandanten hat und landet aus Unachtsamkeit in frischem Beton. Mittlerweile 45-jährig will es Knut wissen und möchte mit mehr Disziplin für einen Wettkampf trainieren. Beim Düsseldorfer Kö-Lauf trifft er doch tatsächlich einen alten Bekannten wieder: Mit einem nunmehr 70-Jährigen, der einem Velociraptor ähnelt, ist er 1992 im Temporausch denkt sich Knut und liebäugelt schon mit dem Vienna City Marathon.

weiterlesenTempo Raus – Langsam reicht mir von Knut Knieping