Getreu dem Zitat „Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen“ hat auch Mikka Bender viel über Die All-inclusive-Lüge zu enthüllen. Denn da der Begriff rechtlich nicht geschützt ist, sollte man genau darauf achten, was das jeweilige Hotel darunter versteht. Darüber hinaus haben die spitzfindigen Tourismusunternehmen, die in seinem Buch allesamt nicht gut wegkommen, ähnlich wie bei Arbeitszeugnissen eine eigene Sprache entwickelt. Um späteren Regressansprüchen zu entgehen, sind die Katalogbeschreibungen bewusst verklausuliert. Denn wer macht sich schon zu Hause Gedanken über scheinbar positive Aussagen wie „nur fünf Minuten zum Strand“ oder „relativ ruhig gelegen“? Der Autor hat sie für den Leser „übersetzt“, erklärt, was unter einem „Wohnbeispiel“ zu verstehen ist und auch, nach welchen Kriterien die Sterne in verschiedenen Ländern vergeben werden.

Außerdem erinnert Mikka Bender den Leser daran, dass er ausschließlich bei einer Reise in Vorleistungen tritt. Immerhin ist die Restsumme schon Wochen vor Reiseantritt fällig und selbst bei einer begründeten Reklamation ist der Urlauber dem Veranstalter nur zu häufig ausgeliefert. Die Zahlung verweigern kann er nicht mehr und die schönsten Wochen des Jahres werden zum Alptraum. Grundsätzlich rät der Autor zur Vorsicht bei Schnäppchen, denn dabei wird meistens bei der Qualität des Essens und dem Hygienestandard gespart. Weiterlesen »

Bei dem Buch Langzeit-Immuntherapie der Multiplen Sklerose richtet Prof. Dr. Hayo Schipper, wie der Titel schon verrät, sein Hauptaugenmerk auf die Langzeit-Immuntherapie, die zwar auch nicht in der Lage ist, die Krankheit zu heilen, aber immerhin zu bremsen. Um das zu verstehen, gibt er zunächst einen kurzen Abriss über Strukturen und Funktionsweisen der betroffenen Gehirnanteile und erklärt, wie Entzündung, Krankheitsschub, Sklerose und mögliche Behinderungsfolgen zusammenhängen. Der Autor zeigt in einer schematischen Darstellung einen Krankheitsverlauf und hebt die Bedeutung der Kernspintomographie für die Diagnose hervor. Weiter leitet er zu Faktoren über, die über die Verlaufsform entscheiden und äußert sich zu Wirksamkeit und Wirkungsweisen von Medikamenten.

Der Leser erfährt, was unter dem Begriff der neutralisierenden Antikörper zu verstehen ist und auch, wo die medizinischen Grenzen gesetzt sind. Denn Prof. Dr. Hayo Schipper gibt immer wieder ehrlich zu, in welchen Bereichen noch keine gesicherten Erkenntnisse vorliegen, was in der Praxis häufig nur „Ausprobieren“ bedeuten kann! Weiterlesen »

Der Arzt Dr. Konrad Schüttler berichtet in dem Ratgeber Prostatakrebs – Wege aus der Diagnosefalle, der sich sowohl an Ärzte, wie auch an Patienten richtet, aus eigener Erfahrung, die er mit dieser Krankheit gemacht hat. Bereits in seiner informativen Einleitung spart er zum Thema einer Überdiagnostik und –therapie nicht mit kritischen Worten. Nach einer Erläuterung über die Funktion der Prostata geht er ausführlich auf die rektale Untersuchung und ihre Aussagekraft ein. Er erklärt, dass ein schlechtes Testergebnis zur Früherkennung nicht gleichbedeutend mit einem Karzinom sein muss. Dem Test spricht er sogar eine wissenschaftliche Verwertbarkeit ab und listet beeinflussende Faktoren auf.

Aus seiner Perspektive als Betroffener schildert Dr. Konrad Schüttler die Vorgehensweise einer Biopsie, bei der Gewebeproben entnommen werden, und da es sich hierbei immer um eine Blindpunktion handelt, fehlen auch an dieser Stelle nicht kritische Anmerkungen zur Aussagekraft. Weiterlesen »

30 wichtige Fragen und Antworten zur Multiplen Sklerose gibt das Buch von Dr. Martin Marziniak und eignet sich damit hervorragend für alle an Multipler Sklerose Erkrankten, die sich einen ersten Überblick verschaffen wollen. Die Krankheit, die bis heute lediglich therapiert, aber nicht geheilt werden kann, führt zu entzündlichen Veränderungen und befällt Gehirn, Rückenmark oder die Sehnerven. Der Neurologe nennt Methoden der Diagnostik und auch, wie sicher die Ergebnisse sind. Er geht darauf ein, mit welchen Symptomen sich die Krankheit äußert und auch sehr ausführlich auf die Therapiemöglichkeiten mit den entsprechenden Wirkstoffen, den Darreichungsformen und jeweiligen Wirkungsweisen.

Weiterhin erfährt der Leser etwas über die Handhabung moderner Injektionssysteme und da auch deren Nebenwirkungen zur Sprache kommen, gibt es für ihn Tipps, wie er diese möglichst in den Griff bekommen kann. Der Autor geht ebenfalls auf alternative Therapien wie die Ergo-, Sport- oder Psychotherapie, um nur einige zu nennen, sowie ihre Ziele ein. Außerdem gibt er Antworten darauf, welchen Einfluss der Alkohol, das Rauchen oder die Ernährung auf den Krankheitsverlauf haben. Weiterlesen »

Das Buch Sexualität und Schwangerschaft bei Multipler Sklerose von Dr. Kerstin Hellwig ist ein Wegweise für Paare, von denen mindestens einer an Multipler Sklerose erkrankt ist und die sich ein Kind wünschen. Grundsätzlich, so leitet das Buch ein, besteht eine genetische Veranlagung zu dieser Krankheit, die sich auch auf die Nachkommen vererbt, doch bedeutet das nicht automatisch, dass ein Kind auch erkrankt. Die Autorin erklärt, wie die Sklerose die Sexualität beeinflussen kann, wobei Männer davon häufiger betroffen sind. Die primären Funktionsstörungen, wie die Erektionsfähigkeit beim Mann oder das Feuchtwerden der weiblichen Scheide, können Nebenwirkungen der verabreichten Medikamente sein und ebenso können sie eine Schwangerschaft verhindern. Die typische Ermüdbarkeit zählt zu den sekundären und unter den tertiären Störungen werden die psychischen und sozialen Folgen zusammengefasst. Hier verweist Dr. Kerstin Hellwig auf den Gynäkologen beziehungsweise den Andrologen als Ansprechpartner und hebt die Bedeutung einer offenen Aussprache, auch unter den Eheleuten, hervor. Weiterlesen »

Eythra, im südlichen Raum von Leipzig gelegen, war bereits mehr als tausend Jahre alt, als die beiden Orte Eythra und Bösdorf der Zerstörung durch die Braunkohlebagger zum Opfer vielen. Der aufwändig gestaltete Textbildband Eythra – Am Rande der Großstadt von Werner Klötzer und seinem Autorenteam möchte den Leser auf eine Zeitreise in vergangene Jahrzehnte mitnehmen und Erinnerungen bei all denen wecken, die Eythra und Bösdorf noch aus eigenem Erleben kennen. Aber auch der jüngeren Generation soll ein Stück Heimatgeschichte vermittelt werden.

Nach einem Vorwort von Holger Schulz, dem Bürgermeister der Stadt Zwenkau, lädt Werner Klötzer den Leser zu einem Spaziergang durch die „Weiße Mark“ ein. Danach erinnert er an die Geschichte der Kirchen und ihre Glocken sowie die „Rittergüter und ihre Herrensitze“ in Eythra und Bösdorf. Rudolf Binsack berichtet über das Schicksal seiner Familie während des Zweiten Weltkriegs und von dem Unrecht, das ihnen nach der Bodenreform widerfahren ist und das sein Vater bis zu seinem Tode nicht verwunden hat. Auch die Familie von Wolfgang Ulrich, dessen Vater mit Leib und Seele Landwirt auf dem Rittergut Neuhof war, wurde 1945 enteignet, verhaftet und in ein Lager bei Dresden gebracht. Ein Schicksal, das damals etwa 12.000 Familien ereilte, die von Haus und Hof vertrieben wurden. Weiterlesen »

Lähmungen oder Spastiken sind eine offensichtliche Behinderung. Doch die „Krankheit mit den 1000 Gesichtern“, wie sie der Arzt Dr. Waldmann in seinem Buch Versteckte Symptome der Multiplen Sklerose nennt, quält die Betroffenen gerade mit Symptomen, die sich nicht offensichtlich äußern und häufig gar nicht der Krankheit zugeordnet werden. Ihnen widmet sich die Forschung erst seit kurzer Zeit mit dem Ziel einer verbesserten Lebensqualität. Krankheitsprozesse sollen verlangsamt und Behinderungen möglichst ganz vermieden werden.

Dr. Waldmann erklärt, dass es sich bei dem Krankheitsbild um eine Entzündung des zentralen Nervensystems handelt, die Seh-, Bewegungs- und Empfindungsstörungen verursacht. Die Ursache dieser auf einer Überreaktion des Immunsystems basierenden Krankheit konnte bis heute nicht aufgeklärt werden. Zum Einsatz kommen entzündungshemmende Medikamente und besonders die Krankheitsschübe, die bei einigen in einem chronischen Zustand enden, sollen vermindert werden. Eines der am häufigsten genannten Symptome ist die übermäßige Müdigkeit. Weiterlesen »

Die Schüler sitzen konzentriert an ihren Arbeitstischen, zeigen ein überdurchschnittliches Sozialverhalten, sind lernwillig und wissbegierig und freuen sich auf den Schulalltag. Inge Rösl weiß, dass diese Vorstellung nicht einer Fantasie entspringt, sondern durchaus Realität sein kann. In dem Buch Schnupperpraktikum – Mein erstes Jahr als Schulhund lässt sie ihre Boxerhündin Aina zu Wort kommen, die als Schulhund in die Fußstapfen ihrer Vorgängerin Fanny schlüpfen soll.

Mit gerade zehn Wochen beginnt für Aina das Schnupperpraktikum an der Schule. Jeden Freitag nimmt ihr Frauchen sie und die Hündin Fanny, die ihr viel beibringen muss, mit in die Schule . Denn sie darf die Kinder nicht beißen, nicht an ihnen hochspringen, darf sie nicht umwerfen und nur draußen pinkeln. Außerdem muss sie lernen, sich ruhig zu verhalten, wenn die Kinder lesen lernen sollen und sie darf nicht sofort nach Leckereien schnappen, sondern muss geduldig warten können. Wenn Aina ein Schulhund werden will, muss sie ebenfalls Hefte einsammeln können, darf bei lautem Gebrüll der Kinder nicht erschrecken und muss auch bei unbekannten Geräuschen die Ruhe bewahren. Das „bei Fuß gehen“ muss sie natürlich auch perfekt beherrschen! Weiterlesen »

Der Anteil an Menschen in einer Bevölkerung, die an Epilepsie leiden, wird in verschiedenen Quellen differenziert angegeben. Weltweit schätzt man, dass vier bis zehn von 1.000 Menschen daran erkranken. Die Universität in Münster rechnet allein für Deutschland mit jährlich über 30.000 Neuerkrankungen. Damit ist die Epilepsie die häufigste chronisch verlaufende Nervenkrankheit im Kindes- und Jugendalter.

Ines Preußer hat als betroffene Epileptikerin ihre eigenen Erfahrungen in dem Buch Mein Leben mit Epilepsie für Leidensgenossen niedergeschrieben, um ihnen Mut zu machen. Nach einer kurzen Einleitung zur Definition der Epilepsie, ihren Ursachen und Auslösern, setzt sie mit ihrem eigenen Werdegang in der Kindheit an. Durch viele Verbote fühlte sie sich stets ausgegrenzt, denn was für ihre Freunde selbstverständlich war, wurde ihr untersagt. Sie spricht die Themen Reisen und Sport an, listet die Vorteile eines Behindertenausweises auf und geht auch auf den Umgang mit Ämtern und Versicherungen ein. Weiterlesen »

Markus Hartmann nimmt in seinem Reisebericht Geheimes Israel – Der Norden den Leser mit auf eine 18-tägige Tour rund um die Golanhöhen, den See Genezareth und das weite Jordantal. Im Dezember 2010 startete er von Frankfurt und um Kosten zu sparen, nutzte er für seine Übernachtungen das mittlerweile über drei Millionen Mitglieder zählende Couchsurfing. In Tagebuchform präsentiert er sein tägliches Ausflugsprogramm, das ihn teils bei herrlichem Sonnenschein, aber auch bei sintflutartigen Regenfällen zu bedeutenden Baudenkmälern und Nationalparks geführt hat. Dabei lässt er immer wieder interessante und kuriose Hintergrundinformationen oder geschichtliche Rückblicke in einer ausgewogenen Mischung einfließen. Kritisch und nachdenklich setzt er sich mit Auszügen aus dem Alten Testament und den Evangelien auseinander, denn immerhin wandelt er auf biblischen Pfaden und begibt sich an Orte, an denen bereits Jesus gelehrt hat.

Bei den angemeldeten Hosts sammelt er die unterschiedlichsten Eindrücke. So musste er Ekel vor einer Dusche überwinden und ein anderes Mal war er nach einer Mahlzeit zwar gesättigt, aber vom Essen ebenfalls angeekelt. Markus Hartmann wurde aber auch von Gastgebern mit Leckereien bestens versorgt oder nachts mit eindeutigen Geräuschen „verwöhnt“. Oftmals musste er die Erfahrung machen, dass man in Israel viel Geduld aufbringen muss und verwundert war er über die Gewohnheit, Backwaren einfach im Supermarkt zurückzulegen, wenn sie nicht schmecken. Weiterlesen »

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