Das Buch Sexualität und Schwangerschaft bei Multipler Sklerose von Dr. Kerstin Hellwig ist ein Wegweise für Paare, von denen mindestens einer an Multipler Sklerose erkrankt ist und die sich ein Kind wünschen. Grundsätzlich, so leitet das Buch ein, besteht eine genetische Veranlagung zu dieser Krankheit, die sich auch auf die Nachkommen vererbt, doch bedeutet das nicht automatisch, dass ein Kind auch erkrankt. Die Autorin erklärt, wie die Sklerose die Sexualität beeinflussen kann, wobei Männer davon häufiger betroffen sind. Die primären Funktionsstörungen, wie die Erektionsfähigkeit beim Mann oder das Feuchtwerden der weiblichen Scheide, können Nebenwirkungen der verabreichten Medikamente sein und ebenso können sie eine Schwangerschaft verhindern. Die typische Ermüdbarkeit zählt zu den sekundären und unter den tertiären Störungen werden die psychischen und sozialen Folgen zusammengefasst. Hier verweist Dr. Kerstin Hellwig auf den Gynäkologen beziehungsweise den Andrologen als Ansprechpartner und hebt die Bedeutung einer offenen Aussprache, auch unter den Eheleuten, hervor. Weiterlesen »

Eythra, im südlichen Raum von Leipzig gelegen, war bereits mehr als tausend Jahre alt, als die beiden Orte Eythra und Bösdorf der Zerstörung durch die Braunkohlebagger zum Opfer vielen. Der aufwändig gestaltete Textbildband Eythra – Am Rande der Großstadt von Werner Klötzer und seinem Autorenteam möchte den Leser auf eine Zeitreise in vergangene Jahrzehnte mitnehmen und Erinnerungen bei all denen wecken, die Eythra und Bösdorf noch aus eigenem Erleben kennen. Aber auch der jüngeren Generation soll ein Stück Heimatgeschichte vermittelt werden.

Nach einem Vorwort von Holger Schulz, dem Bürgermeister der Stadt Zwenkau, lädt Werner Klötzer den Leser zu einem Spaziergang durch die „Weiße Mark“ ein. Danach erinnert er an die Geschichte der Kirchen und ihre Glocken sowie die „Rittergüter und ihre Herrensitze“ in Eythra und Bösdorf. Rudolf Binsack berichtet über das Schicksal seiner Familie während des Zweiten Weltkriegs und von dem Unrecht, das ihnen nach der Bodenreform widerfahren ist und das sein Vater bis zu seinem Tode nicht verwunden hat. Auch die Familie von Wolfgang Ulrich, dessen Vater mit Leib und Seele Landwirt auf dem Rittergut Neuhof war, wurde 1945 enteignet, verhaftet und in ein Lager bei Dresden gebracht. Ein Schicksal, das damals etwa 12.000 Familien ereilte, die von Haus und Hof vertrieben wurden. Weiterlesen »

Lähmungen oder Spastiken sind eine offensichtliche Behinderung. Doch die „Krankheit mit den 1000 Gesichtern“, wie sie der Arzt Dr. Waldmann in seinem Buch Versteckte Symptome der Multiplen Sklerose nennt, quält die Betroffenen gerade mit Symptomen, die sich nicht offensichtlich äußern und häufig gar nicht der Krankheit zugeordnet werden. Ihnen widmet sich die Forschung erst seit kurzer Zeit mit dem Ziel einer verbesserten Lebensqualität. Krankheitsprozesse sollen verlangsamt und Behinderungen möglichst ganz vermieden werden.

Dr. Waldmann erklärt, dass es sich bei dem Krankheitsbild um eine Entzündung des zentralen Nervensystems handelt, die Seh-, Bewegungs- und Empfindungsstörungen verursacht. Die Ursache dieser auf einer Überreaktion des Immunsystems basierenden Krankheit konnte bis heute nicht aufgeklärt werden. Zum Einsatz kommen entzündungshemmende Medikamente und besonders die Krankheitsschübe, die bei einigen in einem chronischen Zustand enden, sollen vermindert werden. Eines der am häufigsten genannten Symptome ist die übermäßige Müdigkeit. Weiterlesen »

Die Schüler sitzen konzentriert an ihren Arbeitstischen, zeigen ein überdurchschnittliches Sozialverhalten, sind lernwillig und wissbegierig und freuen sich auf den Schulalltag. Inge Rösl weiß, dass diese Vorstellung nicht einer Fantasie entspringt, sondern durchaus Realität sein kann. In dem Buch Schnupperpraktikum – Mein erstes Jahr als Schulhund lässt sie ihre Boxerhündin Aina zu Wort kommen, die als Schulhund in die Fußstapfen ihrer Vorgängerin Fanny schlüpfen soll.

Mit gerade zehn Wochen beginnt für Aina das Schnupperpraktikum an der Schule. Jeden Freitag nimmt ihr Frauchen sie und die Hündin Fanny, die ihr viel beibringen muss, mit in die Schule . Denn sie darf die Kinder nicht beißen, nicht an ihnen hochspringen, darf sie nicht umwerfen und nur draußen pinkeln. Außerdem muss sie lernen, sich ruhig zu verhalten, wenn die Kinder lesen lernen sollen und sie darf nicht sofort nach Leckereien schnappen, sondern muss geduldig warten können. Wenn Aina ein Schulhund werden will, muss sie ebenfalls Hefte einsammeln können, darf bei lautem Gebrüll der Kinder nicht erschrecken und muss auch bei unbekannten Geräuschen die Ruhe bewahren. Das „bei Fuß gehen“ muss sie natürlich auch perfekt beherrschen! Weiterlesen »

Der Anteil an Menschen in einer Bevölkerung, die an Epilepsie leiden, wird in verschiedenen Quellen differenziert angegeben. Weltweit schätzt man, dass vier bis zehn von 1.000 Menschen daran erkranken. Die Universität in Münster rechnet allein für Deutschland mit jährlich über 30.000 Neuerkrankungen. Damit ist die Epilepsie die häufigste chronisch verlaufende Nervenkrankheit im Kindes- und Jugendalter.

Ines Preußer hat als betroffene Epileptikerin ihre eigenen Erfahrungen in dem Buch Mein Leben mit Epilepsie für Leidensgenossen niedergeschrieben, um ihnen Mut zu machen. Nach einer kurzen Einleitung zur Definition der Epilepsie, ihren Ursachen und Auslösern, setzt sie mit ihrem eigenen Werdegang in der Kindheit an. Durch viele Verbote fühlte sie sich stets ausgegrenzt, denn was für ihre Freunde selbstverständlich war, wurde ihr untersagt. Sie spricht die Themen Reisen und Sport an, listet die Vorteile eines Behindertenausweises auf und geht auch auf den Umgang mit Ämtern und Versicherungen ein. Weiterlesen »

Markus Hartmann nimmt in seinem Reisebericht Geheimes Israel – Der Norden den Leser mit auf eine 18-tägige Tour rund um die Golanhöhen, den See Genezareth und das weite Jordantal. Im Dezember 2010 startete er von Frankfurt und um Kosten zu sparen, nutzte er für seine Übernachtungen das mittlerweile über drei Millionen Mitglieder zählende Couchsurfing. In Tagebuchform präsentiert er sein tägliches Ausflugsprogramm, das ihn teils bei herrlichem Sonnenschein, aber auch bei sintflutartigen Regenfällen zu bedeutenden Baudenkmälern und Nationalparks geführt hat. Dabei lässt er immer wieder interessante und kuriose Hintergrundinformationen oder geschichtliche Rückblicke in einer ausgewogenen Mischung einfließen. Kritisch und nachdenklich setzt er sich mit Auszügen aus dem Alten Testament und den Evangelien auseinander, denn immerhin wandelt er auf biblischen Pfaden und begibt sich an Orte, an denen bereits Jesus gelehrt hat.

Bei den angemeldeten Hosts sammelt er die unterschiedlichsten Eindrücke. So musste er Ekel vor einer Dusche überwinden und ein anderes Mal war er nach einer Mahlzeit zwar gesättigt, aber vom Essen ebenfalls angeekelt. Markus Hartmann wurde aber auch von Gastgebern mit Leckereien bestens versorgt oder nachts mit eindeutigen Geräuschen „verwöhnt“. Oftmals musste er die Erfahrung machen, dass man in Israel viel Geduld aufbringen muss und verwundert war er über die Gewohnheit, Backwaren einfach im Supermarkt zurückzulegen, wenn sie nicht schmecken. Weiterlesen »

Körperbehinderte oder blinde Menschen werden leicht von ihren Mitmenschen als solche wahrgenommen und dementsprechend kann für ihre Behinderung Verständnis aufgebracht werden. Dass es eine Krankheit mit dem Namen „Multiple Sklerose“ gibt, dürfte den meisten bekannt sein. Doch nur wenige wissen, dass sich viele Unsichtbare Symptome der Multiplen Sklerose hinter diesem Krankheitsbild verbergen und oft wissen es die Betroffenen, von denen es schätzungsweise 120.000 Menschen in Deutschland gibt, selbst nicht.

Dr. Michael Haupts und Dr. Sabine Schipper haben in der von der Deutschen Multiple Sklerose Stiftung herausgegebene Buch genau diese nicht auf Anhieb erkennbaren Symptome, die heute mit modernen diagnostischen Verfahren erkannt werden können, aufgelistet. Die Ursachen sind immer noch ungeklärt, was lediglich eine symptomatische Behandlung ermöglicht. Und eine Heilung gibt es ebenfalls nicht, doch kann durch Medikamente ein Fortschreiten der Erkrankung verhindert werden. Weiterlesen »

Einer Legende nach machte sich ein Läufer, als die Athener in der Schlacht von Marathon gesiegt hatten, auf den 40 Kilometer langen Weg nach Athen. Kaum hatte er die Botschaft vom Sieg verkündet, brach er zusammen und starb. Damit Ihnen bei einem Marathonlauf nicht ein ähnliches Schicksal widerfährt, empfiehlt es sich einen Blick in das Buch Lust am Laufen von Rainer Ningel zu werfen.

Der Autor schildert darin die Erlebnisse bei einem Marathonlauf in Köln, den Robert gemeinsam mit den beiden Protagonisten Marie und Fred bestritten hat. Während Robert bereits vierzehn Marathons auf dem Buckel hat, ist dieser Lauf für Marie und Fred der erste Marathon über die gesamte Strecke. Nach vielen regelmäßigen, gemeinsamen Dauerläufen, je ein Halbmarathon in Trier und Mainz, sowie sechs langen Läufen über drei Stunden streben sie ihrem Wunsch, gemeinsam die Ziellinie zu überqueren, entgegen. Was jedoch trotz guter Stimmung nicht immer ganz unproblematisch ist, denn bereits nach sieben Kilometern bemerkt Robert ein Ziehen im rechten Oberschenkel und hofft, dass nicht eine alte Zerrung wieder aufbricht. Nach fünfundzwanzig Kilometern rutscht Fred von einer Bordsteinkante ab und gerät aus dem Tritt. Er bekommt Schmerzen in der Brust und dem Lauf droht ein vorzeitiges Ende. Weiterlesen »

Wenn die Gäste während der Hochzeitsfeierlichkeiten Verdammt, wo ist der Bräutigam? rufen, ist das sicher tragisch. In ihrem Buch hat Nicola Holzapfel solche und andere Peinlichkeiten beschrieben, der sie zumeist selbst als Zeugin beiwohnte. Zu vierundvierzig Stichworten schreibt sie nicht immer ganz ernst gemeint, wie ein Brautkleid ausgewählt werden sollte, über Sinn und Unsinn eines Junggesellenabschiedes und welch tieferen Sinn ihrer Meinung nach Einladungskarten haben. Sie führt Gründe an, die gegen eine Ehe sprechen und stellt ungewöhnliche Hochzeitsanträge vor. Als Gast kann man mit dem falschen Geschenk und der unpassenden Kleidung ins Fettnäpfchen treten und ganz besonders mit einer Diashow, in die versehentlich ein Foto vom Bräutigam mit seiner Ex gerutscht ist. Die Autorin deckt Wirrungen in der Namensgebung auf, zitiert Studien über die gesundheitlichen Auswirkungen der Ehe und lässt auch das Thema Scheidung nicht aus.

Allein der provozierende Titel Verdammt, wo ist der Bräutigam? und das ansprechende Cover verheißen schon Lesespaß. Spätestens die Inhaltsangabe weckt beim Leser eine Erwartung, die das Buch allerdings nicht hält. Denn es handelt sich nicht um einzelne Erzählungen zum Schmunzeln, sondern lediglich um alles, was Nicola Holzapfel an Informationen zu den Stichworten zusammentragen konnte. Weiterlesen »

Für den Fall, dass Ihnen ganz plötzlich etwas zustößt: Wissen Ihre Angehörigen, welche Medikamente Sie regelmäßig einnehmen oder wo Sie wichtige Dokumente aufheben? Die Möglichkeit eines Unfalls oder gar eigenen Todes verdrängen wir alle gerne und doch sollte sich jeder Mensch auch schon in jüngeren Jahren damit auseinandersetzen. In einer praktischen und ansprechenden Vorsorgemappe befindet sich die Broschüre Vorsorge für den Notfall von Dr. Ludwig Kroiß, der Direktor des Amtsgerichts Traunstein ist und Brüne Soltau. Darin kann man direkt Versicherungen, Vereine, Abos, Daueraufträge oder Einzugsermächtigungen eintragen, die bei Eintritt eines Notfalls gekündigt werden müssen. Vor allem fehlen auch nicht die Fragen nach den Orten, wo sich diese Unterlagen befinden. Das Inhaltsverzeichnis erleichtert ein gezieltes Auffinden und Querverweise auf andere Broschüren helfen bei speziellen Fragen weiter.

Dr. Ludwig Kroiß und Brüne Soltau, Vorsorge für den Notfall, C.H. Beck Verlag 2012, Broschüre, 56 Seiten, mit einer Dokumenten-Mappe, Format 21,5 x 30,2 cm, ISBN 978-3-406-63397-3, Preis: 9,90 Euro.

In einer umfangreicheren Vorsorgemappe befinden sich außerdem noch zwei weitere Broschüren. In einer geht es um die Vorsorge für den Erbfall, die vom Bayerischen Staatsministerium herausgegeben wurde. Weiterlesen »

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