Schockdiagnose ALS von Burkhard Linke, Silke Dörries-Linke und Lucie Flebbe

Schockdiagnose ALSHinter der Amyotrophen Lateralsklerose, kurz ALS, verbirgt sich eine Krankheit, die das Nervensystem befällt und in der Regel innerhalb weniger Jahre zum Tod führt. Männer erkranken überdurchschnittlich oft an ALS und auffällig ist die häufige Erkrankung von Fußballspielern. Da über die Ursachen kaum etwas bekannt ist, wurde eine Stiftung zur Bekämpfung der Krankheit ins Leben gerufen. Prominente Personen wie Justin Bieber, Mark Zuckerberg und Bill Gates haben sich zu diesem Zweck bereits medienwirksam mit Eiswasser übergossen. Selbst Angela Merkel und Barack Obama sind aufgerufen, bei der Aktion „Ice Bucket Challenge“ mitzumachen.

Burkhard Linke ist einer der an ALS Erkrankten und gemeinsam mit seiner Frau musste er erfahren, wie sehr auch Ärzte irren können. Eine Betreuung mit einer künstlichen Beatmung in den eigenen vier Wänden wäre unmöglich, doch seit über vier Jahren beweist er, dass es geht. Angeblich hätte er nie wieder ohne einen Blasenkatheter leben können, was auch nicht zutraf und bezüglich der multiresistenten Keime, die sich in seiner Lunge festgesetzt hatten, straft er die Ärzte ebenfalls Lügen.

Angefangen hatte alles im Sommer 2003, als der 32-Jährige beim Kicken erste Fußhebeprobleme in seinem rechten Fuß feststellte.

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Mami, ich habe eine Anguckallergie von Inez Maus

Mami, ich habe eine AnguckallergieAls betroffene Mutter eines an Autismus leidenden Kindes hat sich Inez Maus dazu entschlossen, anhand ihrer Aufzeichnungen das Buch Mami, ich habe eine Anguckallergie zu schreiben, um anderen betroffenen Eltern Mut zu machen. Schon wenige Tage nach der Geburt ihres zweiten Sohnes Benjamin stellt sie fest, dass er auf Stoffe, Windeln und Pflegeprodukte mit Hautirritationen reagiert. Auffällig ist auch seine Abneigung gegenüber jeglichen Veränderungen. Sein Schlafbedürfnis ist gering und er fremdelt selbst gegenüber vertrauten Personen. Benjamin hat eine verzögerte Sprachentwicklung und er befolgt keine Aufforderungen, so dass die Eltern zum ersten Mal an Autismus denken, als er etwa zwei Jahre alt ist.

Inez Maus berichtet von ihren Erfahrungen beim Besuch einer Kleinkindgruppe, wo sie, wie so häufig in den folgenden Jahren, nur Unverständnis erntet. Sie schreibt weiter von den Problemen in ihrer Familie, die sich im Zusammenhang mit einer weiteren Geburt ergeben und einen durch den Familienzuwachs bedingten späteren Umzug. Denn beim Anblick der gepackten Kisten ahnt und fürchtet Benjamin Veränderungen. So gewöhnt er sich nur schwer an die neue Wohnung und hält ausgesprochen lange an seinem Buggy fest. Bei blutenden Wunden gerät er in Panik und das Duschen bereitet ihm enorme Ängste.

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Unser Leon hat einen Herzfehler von Rolf Vortkamp

Unser Leon hat einen HerzfehlerHanna und Leon überraschen ihren Papa zum Geburtstag mit einem gedeckten Frühstückstisch. Nach einem gemeinsamen Frühstück hält aber auch Papa für seine Familie eine Überraschung bereit: Alle dürfen an diesem besonderen Tag mit zu seinem Arbeitsplatz an einer riesigen Baustelle. Die beiden Geschwister staunen über die vielen Lastwagen, die zwischen Sandfabrik und Baustelle pendeln, als Papa plötzlich zum Telefon greift, weil einige Laster einen falschen Weg durch ein Loch in einem Bauzaun einschlagen. Danach dürfen die Kinder auf einem Sandhügel spielen und der fünfjährige Leon ist vom vielen Sand schleppen ganz außer Atem, denn er ist krank, weil er ein Loch in seinem Herz hat. Nachdem Hanna und Leon auch noch alle Arbeiter besucht haben, fallen sie am Abend nach dem aufregenden Tag müde ins Bett.

Das Buch Unser Leon hat einen Herzfehler gehört zu der Reihe „Geschwisterbücher“ von Rolf Vortkamp, der selbst als Kinderarzt praktiziert. Hanna erzählt von den Geschehnissen in der Ich-Form, womit Kindern ein komplexer Sachverhalt lebensnah und in kindgerechter Form verständlich gemacht wird. Laut Klappentext erzählt Hanna von ihrem Bruder Ben, wobei es sich offensichtlich um eine Namensverwechslung handelt.

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Unsere Lisa ist ein Frühchen von Rolf Vortkamp

Unsere Lisa ist ein FrühchenDie Eltern des kleinen Niko erwarten Nachwuchs, doch muss das Baby weit vor dem errechneten Geburtstermin per Kaiserschnitt auf die Welt geholt werden. Als sogenanntes Frühchen kommt Lisa direkt nach der Geburt in eine Kinderklinik, wo sie auf einer Intensivstation rund um die Uhr überwacht wird. Da Kinder hier keinen Zutritt haben, darf Niko seine kleine Schwester auch noch nicht besuchen. Erst, als sie auf eine reguläre Station verlegt werden kann, darf er Lisa das erste Mal „richtig“ sehen und anfassen. Endlich kommt der Zeitpunkt, dass sie nach Hause darf, doch müssen die Eltern immer noch häufig in die Klinik zu weiteren Untersuchungen.

Rolf Vortkamp, der selbst als Kinderarzt tätig ist, hat das Buch Unsere Lisa ist ein Frühchen speziell für Geschwisterkinder von Frühchen geschrieben. Er lässt Niko in der Ich-Form erzählen, womit er den Kindern, denen das Buch vorgelesen wird, eine Identifikation und durch die kindgerechte Sprache des Protagonisten ein besseres Verständnis ermöglicht. Farbige Illustrationen von Martin Speyer, der als Kinderkrankenspfleger die entsprechende Fachkenntnis mitbringt, unterstützen den Text und Kindern werden so anschaulich die Wachstumsphasen eines Babys im Mutterleib erklärt.

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Unser Ben hat Krampfanfälle von Rolf Vortkamp

Unser Ben hat KrampfanfälleEmma macht mit ihren Eltern und ihrem Bruder Ben Urlaub an der Ostsee. Die Familie fährt mit dem Auto los und wie es wohl häufig genug in der Praxis vorkommt, haben sich Mutter und Vater gegenseitig aufeinander verlassen und etwas zu Hause vergessen, was sie unbedingt brauchen. Während der langen Fahrt wird natürlich auch ein Rastplatz angefahren. Mutter hat von zu Hause eine Kühltasche mit Proviant mitgenommen und nachdem die Kinder gesättigt sind, dürfen sie noch auf den Spielplatz. Am Urlaubsort genießt die Familie einen ersten Strandtag und sie machen während des Aufenthalts einen Ausflug mit einem Schiff nach Dänemark. Ausgerechnet auf dem Schiff fängt Ben plötzlich an zu zucken, kippt zur Seite und wird ohnmächtig. Er hat einen Krampfanfall, obwohl er dagegen Medikamente einnimmt. Doch zum Glück ist Emma in seiner Nähe und weiß sofort, wie sie sich richtig verhält und wie sie reagieren muss.

Rolf Vortkamp weiß, wovon er schreibt, denn er arbeitet selbst als Kinderarzt. Für das Buch Unser Ben hat Krampfanfälle hat er die Informationen, die er an Kinder weitergeben möchte, in eine abenteuerliche Geschichte gepackt, so dass es sich nicht um eine „trockene“ Darstellung der Krankheit handelt.

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Wendepunkt Burnout von Fritz Helmut Hemmerich

Wendepunkt BurnoutDer Mediziner Fritz Helmut Hemmerich weicht schon bei der begrifflichen Erklärung des Burnout von einer isolierten Betrachtungsweise und der meistverbreiteten Definition ab und sieht in einem Burnout auch nicht eine isolierte Erkrankung. Nicht zu verwechseln mit einem psychovegetativen Erschöpfungszustand, kann der Mensch mit einem Burnout seine Kraft nicht in effiziente Energie umwandeln. So definiert der Autor den Zustand eher mit Hilfe der Biochemie, Soziologie und der Philosophie. Das macht er deutlich in Einführungen in die Epigenetik, Physik, Stoffwechselprozesse, Nervenzellen und diverser Neurotransmitter. Hirnstrukturen belegt er zum Verständnis mit farbigen Abbildungen und konfrontiert den Leser u. a. mit Synapsen und der Anafonesis. Bis ins kleinste Detail geht Fritz Helmut Hemmerich auf die Bedeutung unseres Gleichgewichtsorgans sowie die Funktionsweise unseres Ohres ein und beschreibt die Wirkungsweisen von Medikamenten, wobei er grundsätzlich eine Therapie der Verabreichung von Psychopharmaka vorzieht. Er weist auf eine verschlechterte Schlafqualität als ein Symptom hin, stellt praktische Trainingsübungen vor, führt die Bedeutung von Emotionen und unsere Wahrnehmung von Wirklichkeit an. Die Erholungsqualität eines Urlaubs wird nach Einschätzung des Autors überschätzt, während regenerierende Pausen unterschätzt werden. An einem praktischen Beispiel eines Skaters, der Fallen und immer wieder Aufstehen gelernt hat, demonstriert er, wie frühzeitig die Disposition für ein Burnout vermieden werden kann.

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Das sieht aber gar nicht gut aus von Werner Bartens

Das sieht aber gar nicht gut aus
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Durch das Buch Das sieht aber gar nicht gut aus von Werner Bartens erfährt der Leser unmissverständlich, wie es zwischen Arzt und Patient schnell zu Missverständnissen kommen kann und was ein Arzt mit seiner Aussage wirklich ausdrücken will. Ganz entscheidend für einen Krankheitsverlauf sind ein gutes Arzt-Patienten-Verhältnis sowie eine positive Erwartungshaltung. So muss es nicht zwangsläufig bei jedem mit erhöhten Cholesterinwerten zu gesundheitlichen Problemen kommen. Durch Rationalisierungen in den Krankenhäusern ist vieles auf der Strecke geblieben und der Arzt befindet sich oft in einem Dilemma, wenn er ein vorgeschriebenes Aufklärungsgespräch führen muss. Zu den Tumormarkern führt der Autor aus, dass einige überhaupt keinen Sinn machen und nicht aussagekräftig sind. Kritisch sieht er, wenn beispielsweise eine Studie über das Brustkrebsgen BRCA1 in der Fachliteratur mehr als eintausend mal zitiert wird, hingegen eine spätere, relativierende Studie nur sechsundzwanzig mal. Unter dem Gesichtspunkt der Meinungsmache ist auch in seinen Augen die Prostata-Krebsvorsorge in einem kritischen Licht zu sehen, wie überhaupt eine Früherkennung nur bei ganz wenigen Krebsarten Aussicht auf Erfolg verspricht. Die Folgen können in einigen Fällen mehr schaden als nutzen und die Bedeutung einer Vorsorge reduziert sich darauf, dass lediglich die Sorgen vorverlegt werden.

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Kein Stress mit der Entspannung von Martin Frondorf und Gabriele Veit

Kein Stress mit der Entspannung
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Das Buch mit der dazugehörigen CD Kein Stress mit der Entspannung von Martin Frondorf und Gabriele Veit will mit einer Anleitung zur Progressiven Muskelentspannung Stresssymptomen entgegenwirken. Neben den weitreichenden Konsequenzen durch Schlafstörungen werden von den Autoren Ängste jeglicher Art und Konzentrationsstörungen als Folge angegeben, aber auch Tinnitus, Asthma, Neurodermitis, Übergewicht und vieles mehr zählen sie dazu. Die Ursache sehen sie in der Frühzeit der Menschheit, zur Zeit der Jäger und Sammler. Sie machen deutlich, dass es bei dieser Form der Entspannung keine Suggestion gibt, wie das beim autogenen Training der Fall ist und weisen darauf hin, bei welchen Voraussetzungen vor dem Beginn der Übungen unbedingt ein Arzt konsultiert werden sollte.

Mit Bildern wird dem Leser veranschaulicht, wie die jeweiligen Positionen im Liegen oder Sitzen einzunehmen sind. Die Autoren unterteilen die Übungen in drei Phasen, wobei sich die praktische Übung zur bewussten Wahrnehmung der Entspannung noch einmal in drei Phasen gliedert. Sollte ein Teilnehmer von Muskelkrämpfen befallen werden, geben sie einen Tipp, der für Abhilfe sorgen soll.

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Das stressfreie Gehirn von Don Joseph Goewey

Das stressfreie Gehirn
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Laut einem von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin vorgelegten Stressreport sind im Jahr 2011 wegen psychischer Erkrankungen 59 Millionen Arbeitsstunden ausgefallen, zu denen noch Kosten in Höhe von sechs Milliarden Euro für die medizinische Behandlung hinzugerechnet werden müssen, was einer Steigerung von 80 Prozent innerhalb von fünfzehn Jahren entspricht. Zunehmender Termin- und Leistungsdruck ist für das unter dem Namen Burnout-Syndrom bekannt gewordenen psychischen Erschöpfungszustand verantwortlich.

Wie dieser Kreislauf durchbrochen werden kann, zeigt Don Joseph Goewey in seinem Buch Das stressfreie Gehirn. An Fallbeispielen, wie Menschen das Leben wieder genießen können, erklärt er die neuronalen Gehirnstrukturen. Er macht deutlich, welche Hirnregionen für unseren Instinkt, Sexualität, Reflex, Intellekt und unsere Urängste zuständig sind. Pelé, Einstein und McCartney führt er als Beispiele eines Schaffensrausches an und Hitler, Stalin und Karadzic sind die Negativbeispiele einer fehlerhaften Vernetzung der Gehirnstruktur. Eine Stresssituation hat ihre Ursache nach Goewey im Bedrohungsmodus und ihre Auswirkungen schlagen sich in unserem Immunsystem, der Verdauung, Fortpflanzung und dem Hippocampus nieder. Seine Fähigkeit, neue Gehirnzellen zu bilden, wird gehemmt, was vermutlich für die Entstehung einer Depression verantwortlich ist.

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Asperger-Autisten – Kinder einer fremden Welt von Petra Habermehl

Asperger-Autisten – Kinder einer fremden Welt
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Aus eigener Erfahrung schildert Petra Habermehl das Leben mit einem Asperger-Autisten. Sie ist selbst Mutter eines an diesem Syndrom erkrankten Kindes und beginnt mit dem Verlauf der Schwangerschaft und Geburt von Nikolas im Februar 1998. Schon frühzeitig stellen die Eltern eine hohe Schmerztoleranz ihres Sohnes fest. Es gibt Auffälligkeiten in seiner Motorik und im Kindergarten hält er sich nicht an Regeln. Die Mutter stellt das Kind unter anderem einem Orthopäden, einem Psychologen und einem HNO-Arzt vor. Nach der Diagnose ADHS wird Nikolas mit Ritalin behandelt und bekommt ein Hörgerät. Später wird deutlich, dass es sich bei seiner Entwicklungsstörung um das Asperger-Syndrom innerhalb des Autismusspektrums handelt und er wird ab Mai 2005 therapiert.

Immer wieder kämpft die Mutter um einen Platz ihres Sohnes an einer geeigneten Schule, weil er abgeschoben werden soll. Sie übt Kritik an den Lehrern und Schulleitern, die wegen fehlender Kenntnisse Nikolas falsch behandeln. Für die Kostenübernahme eines Integrationshelfers fühlt sich niemand zuständig und sie schaltet die verschiedensten Gremien ohne nennenswerte Erfolge ein. Obwohl immer wieder auf andere Medikamente umgestellt wird, sind die Ergebnisse nur vorübergehend zufriedenstellend und immer noch nässt der Junge nachts ein.

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