Triathlon Total von Roy Hinnen

Triathlon TotalRoy Hinnen hat dreißig Jahre lang Erfahrungen im Bereich Triathlon gesammelt. Vier Jahre in Folge war er Schweizermeister, hat Mark Allen, den sechsmaligen Sieger des Ironman Hawaii, trainiert und sich mit fünfzig Jahren vom aktiven Sport verabschiedet. In seinem Buch Triathlon Total erklärt er in der Swim-Formel, wie jeder seinen eigenen Schwimmstil perfektionieren kann und koordinative Fähigkeiten geschult werden. Die Bike-Formel dient der Leistungssteigerung und dem Training im richtigen Belastungsbereich, wobei alle Trainingseinheiten in Wattzahlen gemessen werden. Unterschiedliche Stoffwechselbereiche sollen in der Run-Formel, die auf Variation und dem Erkennen von Fehlern setzt, zum schneller werden führen. Mit der Race-Formel gilt es, den Laktatabbau beim Wechseln der Disziplinen durch ein gezieltes Training zu optimieren und so einer Übersäuerung vorzubeugen, die einen zeitlichen Verlust bedeuten würde.

Bis zu dieser Stelle sind die Ausführungen des Autors hauptsächlich für aktive Triathleten interessant, was sich allerdings mit der Auflistung von Hauptfehlern beim Schwimmen, Radfahren und Laufen ändert, die dazu noch mit Fotos verdeutlicht werden.

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Go hard or go home – Faszination Ultratriathlon von Daniel Meier und Iris Hadbawnik

Go hard or go home – Faszination UltratriathlonWer denkt schon beim Thema Sucht an eine sportliche Höchstleistung in Form eines Triathlons? Tatsächlich empfinden Spitzensportler ein Glücksgefühl, weil sie vermehrt körpereigene Substanzen wie Endorphine oder Dopamin produzieren, wobei bis heute nicht geklärt ist, welche Stoffe genau dafür verantwortlich sind, die sie in einen regelrechten Rauschzustand versetzen. Sie sind im positiven Sinn süchtig nach mehr und treiben sich zu weiteren Höchstleistungen an. So erging es auch Daniel Meier, der seine Erfahrungen in Zusammenarbeit mit Iris Hadbawnik in dem Sachbuch Go hard or go home – Faszination Ultratriathlon niedergeschrieben hat.

Noch im Jahr 1996 hält Daniel Meier alle Triathleten für Übermenschen, nimmt aber bereits zwei Jahre später an einem ersten Ironman-Wettbewerb teil. Beim Schwimmwettkampf vor Lanzarote stellt er fest, dass ihm das Schwimmen im Meer nicht liegt, und so gibt er seinen Traum, eines Tages in Hawaii zu starten, schnell auf.

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Kein Schiff meins – Als Läufer in Seenot von Knut Knieping

Kein Schiff meins – Als Läufer in SeenotKann das gut gehen, wenn ein nach Endorphinen lechzender Laufsüchtiger mit seiner Familie ein Kreuzfahrtschiff besteigt? Als Knut Knieping, nichts Böses ahnend, eines morgens von seiner Frau Cecile mit dem Wunsch nach einer Kreuzfahrt konfrontiert wird, sucht er natürlich händeringend nach einer Ausrede. Er könnte seekrank werden… Doch Cecile lässt keinen seiner Einwände gelten, und los geht es mit Tochter Fine zur Einschiffung nach Warnemünde. Der Anblick der Kabinengröße, ihres für die nächsten zehn Tage als Behausung dienenden „Wohnklos“, ist nicht nur für ihn ein Schock. Im Fitnessstudio, das sich offensichtlich großer Beliebtheit erfreut, folgt für Knut die nächste Ernüchterung. Auf dem Laufband sorgt ein kräftiger Seegang für eine weitere Überraschung, und als es am nächsten Morgen zum Frühstück geht, sieht sich Familie Knieping einer beträchtlichen Anzahl vor dem Frühstücksraum wartender Gäste gegenüber.

Den ersten Landgang nutzt Knut für einen Lauf, vorbei an Plattenbauten. Mit der verschwitzten Kleidung findet er sich im Waschsalon ein, doch was er später aus der Trommel holt, ist nicht mehr wiederzuerkennen. Da muss er etwas falsch gemacht haben!

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Schweiß, Schlamm und Endorphine von Raffael Zeller

Seit den 1990er Jahren ist ein neues Virus auf dem Vormarsch: Obstacle Course Race, kurz OCR, befällt sowohl Männer, als auch Frauen. Einfach ausgedrückt handelt es sich dabei um ein Matschrennen, einen in jeder Hinsicht extremen Hindernislauf, den aktive Soldaten und Reservisten bereits von den Vielseitigkeitswettkämpfen beim Militär kennen, der dort jedoch in wesentlich kürzeren Distanzen und mit bedeutend weniger Hindernissen praktiziert wird. Für Raffael Zeller ist dieser Extremsport seit über zwanzig Jahren ein Thema, und weil er keine Fachliteratur dazu finden konnte, hat er sich entschlossen, das Buch Schweiß, Schlamm und Endorphine herauszugeben.

Der Autor vermutet, dass man sich mit dem Wühlen im Schlamm ein Stück Kindheit bewahren will und Urinstinkte geweckt werden. Wenn schmerzhafte Krämpfe den Sportler quälen und er der Verzweiflung beim Bezwingen einer fünf Meter hohen Halfpipe, im Eintauchen in Eiswasser oder eines Hindernisses mit Elektroschocks nahe kommt, ist das Durchhaltevermögen zu 80% eine reine Kopfsache.

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Das Unvorstellbare wagen von Wolfgang Kulow

Das Unvorstellbare wagen„Das geht nicht!“, ist ein Ausspruch, den Wolfgang Kulow noch nie gelten ließ, denn er wollte in seinem Leben stets Das Unvorstellbare wagen. In seiner Autobiografie, die er in Zusammenarbeit mit Iris Hadbawnik geschrieben hat, bekennt der an der Ostsee aufgewachsene Extremsportler freimütig, dass er sich immer nur wirklich frei im Wasser, in der Wüste oder in den Armen einer schönen Frau gefühlt hat. Schon als junger Mann sucht er die Herausforderung und übernimmt nach Feierabend gefährliche Arbeiten am Rumpf der Fischerboote.

Obwohl er seine junge Frau und sein Kind dadurch vernachlässigt, beginnt er mit dem Training für einen Triathlon, dem diverse Ultra-Triathlons folgen. Er nimmt am Race Across America teil, bei dem zunächst 4800 km mit dem Rad und anschließend 420 km laufend zurückgelegt werden müssen. Ob dabei nun fünfzigtausend Höhenmeter, oder wegen dauernd veränderter Streckenverläufe „nur“ vierzigtausend bewältigt werden müssen, dürfte wohl kaum noch eine Rolle spielen, da die Anforderungen ohnehin enorm sind.

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Tempo Raus – Langsam reicht mir von Knut Knieping

Tempo Raus – Langsam reicht mirKnut Knieping lebt mit seiner Frau Cecile und der 7-jährigen Tochter Fine in Düsseldorf. Selbst, als seine Frau zu einer Verabredung geht und er Fine beaufsichtigen soll, kann er es nicht lassen und muss seiner Laufsucht frönen: Im Keller reißt er dabei joggend den Wäscheständer um und wird zu seiner Schmach auch noch von Cecile auf frischer Tat ertappt. Zu einem Treffen mit Freunden im Fußballstadion ist Knut der Einzige, der auf alles Fahrbare verzichtet, was unschwer an seiner durchgeschwitzten Kleidung zu erkennen ist. Und wenn er sich schon einmal einen Tagesplan zurecht legt, wird der ganz sicher durch Aufgaben von seiner Frau durchkreuzt: Er ist zum Flicken ihrer Fahrradreifen verdonnert, wobei sich ungeahnte Probleme ergeben.

Mit alten Kumpeln besucht Knut in Reykjavik ein Stadion und steht anschließend vor verschlossenen Türen, weil er wieder einmal seinen Laufdrang nicht zähmen konnte. Während eines Urlaubs mit seiner Frau in Namibia zweckentfremdet er einen lediglich zum Planschen vorgesehenen Pool und unterschätzt bei einem abendlichen Lauf die schnell einsetzende Dämmerung in der Wüste.

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Temporausch – Laufen zwischen Rhein und Uhr von Knut Knieping

Temporausch – Laufen zwischen Rhein und UhrIm Alter von fast neun Jahren nimmt Knut Knieping im Jahr 1976 auf Wunsch seines Vaters an einem ersten 800-Meter-Lauf teil. Zehn Jahre später hält er in seiner Fantasie im Angesicht eines Hügels nach einem Sherpa Ausschau, als er mit Armeeausrüstung zwanzig Kilometer um den Baldeneysee läuft. Zur Überraschung seiner Bundeswehrvorgesetzten läuft er die Strecke in erstaunlich schneller Zeit. Während seines Jurastudiums schließt er mit einem Freund eine Wette um ein Zehn-Liter-Fässchen Altbier ab. Obwohl er sich bei den zehn Runden um den Ostpark wie Asbach Uralt fühlt, gewinnt er. Im Jahr 1992 nimmt er am Kö-Lauf in Düsseldorf teil und staunt nicht schlecht über die Beine eines Mitläufers, die ihn an einen Velociraptor erinnern. Sogar beim Skiurlaub in Saalbach-Hinterglemm trainiert er eifrig für einen Marathon, auch wenn er sich dafür den Spott seiner Freunde einhandelt.

Als Knut Knieping bereits als Anwalt tätig ist, fällt es ihm nicht leicht, die „menschenrechtswidrige Weckzeit“ zu akzeptieren und obwohl ihm seine Berufstätigkeit wenig Spielraum lässt, trainiert er nach wie vor eisern. Doch im Sommer 1999 muss er am Meniskus operiert werden. Den ärztlichen Ratschlag, auf gelenkschonende Sportarten zu wechseln, schlägt er in den Wind, was er mit einem Sturz und einer erneuten Operation bezahlen muss.

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Läufers Fall von Lothar Koopmann

Läufers FallAmbrosius Läufer arbeitet in dem Roman Läufers Fall von Lothar Koopmann als Detektiv beim Büro Alternate. Er erhält ausgerechnet einen neuen Auftrag, als sein Chef Achim Alter mit seiner Frau Heidelinde Urlaub auf Sylt macht: Andreas Schmidt sorgt sich um seine Frau Eva, die seit zwei Tagen verschwunden ist. Ambrosius ahnt zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass eine Gruppe von Läufern bei einem Lauftreff ein Paar findet, das durch Pfeile tödlich getroffen wurde. Kai-Uwe und Edeltraud Gaukel, Paul Reimann, Melanie Berg-Wacht, Edgar Kornfeld und Manfred Pechner sind schockiert, als sie einen der beiden Toten als ihren Trainer Günter Stock identifizieren.

Zufälligerweise ist Heidelinde Alter auch ein Mitglied des Lauftreffs und Eva, die tot aufgefundene Frau, war ihre beste Freundin. Ambrosius macht sich zunächst alleine auf die Suche nach dem Mörder, findet aber schon bald in Kai-Uwe Gaukel einen Helfer, der immer schon mal ein Detektiv sein wollte. Zu allem Unglück erreicht Achim Alter auch noch auf Sylt ein Anruf, dass sich ein Kunde unbedingt mit ihm treffen will. Dabei tappt er in eine Falle, wird angeschossen und fällt ins Koma. Für Ambrosius und Kai-Uwe stellt sich die Frage, ob zwischen den beiden Verbrechen ein Zusammenhang bestehen könnte. Bei ihren Recherchen fördern sie Erstaunliches zu Tage: Vor 20 Jahren hat es eine Bogenschieß-Mannschaft in dem Verein gegeben, eine alte Todesanzeige gibt ihnen Rätsel auf und ein geheimnisvoller Brief enthält ein Geständnis, was ihre Ermittlungen in eine völlig neue Richtung lenkt.

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Lust am Laufen von Rainer Ningel

Lust am LaufenEiner Legende nach machte sich ein Läufer, als die Athener in der Schlacht von Marathon gesiegt hatten, auf den 40 Kilometer langen Weg nach Athen. Kaum hatte er die Botschaft vom Sieg verkündet, brach er zusammen und starb. Damit Ihnen bei einem Marathonlauf nicht ein ähnliches Schicksal widerfährt, empfiehlt es sich einen Blick in das Buch Lust am Laufen von Rainer Ningel zu werfen.

Der Autor schildert darin die Erlebnisse bei einem Marathonlauf in Köln, den Robert gemeinsam mit den beiden Protagonisten Marie und Fred bestritten hat. Während Robert bereits vierzehn Marathons auf dem Buckel hat, ist dieser Lauf für Marie und Fred der erste Marathon über die gesamte Strecke. Nach vielen regelmäßigen, gemeinsamen Dauerläufen, je ein Halbmarathon in Trier und Mainz, sowie sechs langen Läufen über drei Stunden streben sie ihrem Wunsch, gemeinsam die Ziellinie zu überqueren, entgegen. Was jedoch trotz guter Stimmung nicht immer ganz unproblematisch ist, denn bereits nach sieben Kilometern bemerkt Robert ein Ziehen im rechten Oberschenkel und hofft, dass nicht eine alte Zerrung wieder aufbricht. Nach fünfundzwanzig Kilometern rutscht Fred von einer Bordsteinkante ab und gerät aus dem Tritt. Er bekommt Schmerzen in der Brust und dem Lauf droht ein vorzeitiges Ende.

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Mein Weg aus der Depression von Patrick N. Kraft

Mein Weg aus der Depression
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Patrick N. Kraft hatte eigentlich alles, was man sich wünschen kann: Erfolg in seinem Beruf als Banker und eine Familie, die hinter ihm steht. Als begeisterter Sportler nimmt er 2006 an seinem ersten Halbmarathon teil und setzt sich gleich als nächstes Ziel die Teilnahme am Ruhr-Marathon im Mai 2008. Er ist selbst überrascht, dass er für die Strecke von 42,195 km nur gute dreieinhalb Stunden benötigt hat und will sofort noch höher hinaus. Jetzt lernt er extra fürs Triathlon das Kraulen und kauft sich ein neues Rennrad. 13 bis 14 Stunden trainiert er pro Woche und vernachlässigt dabei seine Kinder und seine Frau. Für Sex bleibt da keine Zeit mehr und die Urlaube werden zu Trainingszwecken missbraucht.

In seinem Buch Mein Weg aus der Depression schildert Patrick N. Kraft, wie ab Herbst 2009 seine depressiven Phasen parallel zum immer schlechter werdenden Verhältnis zu seiner Frau verlaufen. Es kommt Eifersucht hinzu und er leidet extrem unter Verlustängsten. Nachdem er bereits für den Ironman trainiert hat, kommt es zu einem schweren Unfall mit mehreren Brüchen. Wie der Autor den anschließenden Krankenhausaufenthalt schildert, soll hier nicht vorweggenommen werden. Denn so traurig das Erlebte auch ist, schildert es Patrick N. Kraft doch sehr amüsant. Damit hat er auch ein weiteres Talent neben seinen sportlichen Fähigkeiten bewiesen, nämlich das als Komiker!

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