Nach einer Online-Studie der Universität Koblenz-Landau sollen über die Hälfte der rund zweitausend befragten Schüler der Klassen eins bis dreizehn bereits direkt von Mobbing betroffen gewesen sein, wobei es eher die schwächlich wirkenden, übergewichtigen oder schüchternen Kinder trifft. So werden auch Lise und Paul in dem Kinderbuch Ksss! – Lise, Paul und das Garderobenmonster von ihren Klassenkameraden ausgegrenzt. Paul, weil er einen Sprachfehler hat, für sein Alter zu viel wiegt, sich nur langsam bewegt und nicht gerne Fußball spielt. Und Lise wegen ihrer roten Lederlatzhose, die Marlen, Nina und Suki doof finden, weshalb sie Lise nicht mitspielen lassen.

Eines Tages entdeckt Lise in der Umkleidegarderobe ein hellgrünes „Ding“ in der Größe eines Tennisballs. Zunächst hält sie es für eine Fluse, doch dann hört sie, wie es „Ksss“ sagt. Lise vertraut dem Außenseiter Paul, dass sie offensichtlich ein Monster gesehen hat. Heimlich schleichen die beiden durch ein geöffnetes Fenster in die Garderobenräume und fürchten sich zunächst vor den vielen spitzen Zähnen und den Angst einflößenden gelben Augen. Sie sehen zu, wie das hungrige Monster sich über Erdnussflips freut, die es hastig verschlingt und sind erstaunt, dass es sogar sprechen kann. Weil sich Paul unbedingt mit Vollkornbrot, Salat und Obst gesund ernähren soll, füttern die Kinder „Ksss“ in den nächsten Tagen mit allem, was sie dabei haben. Doch der Hausmeister Herr Scheurer kommt ihnen auf die Schliche. Neben der Lehrerin Frau Blume, die sich sehr verärgert über das Verhalten der Mitschüler von Lise und Paul zeigt, haben die beiden in dem Monster „Ksss“ einen Freund gefunden, der dem Hausmeister seine Gemeinheiten heimzahlt. Weiterlesen »

Hannes verkündet eines Tages seiner Mutter, dass er in die Welt hinaus ziehen will. Doch selbst jetzt, als er schon seinen Rucksack zu packen beginnt, glaubt ihm seine Mutter nicht so recht, geht ihrer Arbeit nach und telefoniert schließlich. So kann Hannes sie nicht einmal nach dem Proviant fragen und steckt sich ein, was er in der Küche findet. Um die Mutter nicht beim Telefonat zu stören, winkt er nur und macht sich auf den Weg.

Hannes läuft bis zu einem Wald und will eigentlich eine Hütte bauen, doch ist er nach dem Essen dafür zu müde. Er denkt sich, Mein Rucksack ist mein Haus und kriecht einfach in seinen Rucksack. Während er schläft, kehrt der Winter noch einmal unerwartet zurück. Vor dem Schneetreiben sucht ein Hase Schutz, und Hannes nimmt ihn zu sich in den Rucksack. Später finden sogar noch ein Wildschwein und ein Reh darin Platz! In der Nacht wird Hannes von seinen Eltern gesucht. Doch sie können ihn nicht finden, weil der Rucksack von Schnee bedeckt ist. Erst am nächsten Morgen, nachdem die Sonne den Schnee geschmolzen hat, finden sie ihren Hannes wieder. Weiterlesen »

Einem kleinen Affen ist es im Zoo langweilig geworden, denn es geschieht nichts Aufregendes. Weil auch die anderen Tiere nur noch einen gelangweilten Eindruck hinterlassen, bleiben die Besucher aus. Doch dann bittet der große Löwe den kleinen Affen, ihn in seinem Gehege zu vertreten, weil er zur Hochzeit seiner Schwester nach Afrika reisen möchte. Der kleine Affe ist begeistert, denn wie der Löwe nur herumliegen und brüllen, das kann er auch!

Den anderen Affen fällt auf, wie viel Spaß der kleine Affe mit seinem Vater im Löwengehege hat, und so bieten sie den anderen Löwen ihren Affenbaum zum Tausch an. Aber die Löwen haben Höhenangst! Da hat der kleine Affe eine Idee und eröffnet Die Affenagentur, bei der jedes Tier seinen Platz zum Tausch anbieten kann. Zunächst klappt das auch wunderbar, bis eines Tages die Tiere im Krankenhaus landen. Die Krokodile haben sich vom ungewohnten Klettern Prellungen zugezogen, der Elefant hat eine Knieentzündung, weil er wie die Flamingos nur auf einem Bein stehen musste, den Chamäleons ist vom vielen Springen wie ein Känguru übel geworden, und die Kängurus wollten wie die Elefanten trompeten, weshalb sie nun heiser sind. Alle Tiere hat die neue Aufgabe überfordert. Aus diesem Grund wird ab sofort nur noch freitags getauscht, und weil die Tiere jetzt viel besser gelaunt sind, kommen auch wieder mehr Besucher. Weiterlesen »

Jedes Kind hat sich schon einmal mit Geschwistern, einem Nachbarkind, mit Kindern auf dem Spielplatz oder im Kindergarten gestritten. Meistens ist der Streit schnell beigelegt und vergessen. Doch was empfinden Kinder, wenn sich die Erwachsenen, ihre Eltern, streiten? Obwohl die Mutter eines kleinen Mädchens in dem Buch Was meine Eltern von mir lernen können behauptet, mit dem Vater gerne zu streiten, ist die Kleine davon absolut nicht überzeugt. Denn wenn sie abends im Bett liegt, hört sie ihre Mutter weinen. Während die ihrem Mann vorhält, dem Alkohol zuzusprechen, flüchtet er in sein Zimmer und sie sitzt alleine im Wohnzimmer.

Natürlich ist auch diesem Mädchen ein Streit unter Gleichaltrigen nicht fremd und sie kennt Hannes, der zu Marlene im Streit sogar „Zimtzicke“ sagt, während die ihn eine „Dumpfbacke“ schimpft. Selbst hat sie fast jeden Tag Streit mit Moritz, der einfach die Haare ihrer Puppe abgeschnitten hat, wofür er sich allerdings später entschuldigt und ihr sogar eine neue Barbie geschenkt hat. Es kommt auch vor, dass die beiden Hilfe von Frau Maiwald, die meistens ein Blumenkleid trägt, in Anspruch nehmen müssen um sich zu vertragen. Manchmal endet ein Streit aber auch ganz plötzlich und sie kitzelt Moritz und er sie, bis beide lachen. Weiterlesen »

Für sein Alter ist Frank Einstein ein Genie. Während seine Eltern in der Antarktis weilen, experimentiert er mit seinem langjährigen Freund Watson in der von seinem Großvater Grampa Al zu einem Wissenschaftslabor umfunktionierten Garage in Midville. Frank will unbedingt den diesjährigen Wissenschaftspreis gewinnen. Aus einem Sammelsurium ausrangierter Sachen baut er einen Roboter zusammen, der jedoch durch einen Blitz zerstört wird. Plötzlich hört Frank die Stimme eines Roboters, der sich Klink nennt und der sich selbst neu zusammengesetzt hätte. Kurz darauf gesellt sich Klank, ein weiterer Roboter mit künstlicher Intelligenz zu ihnen. Und natürlich kommt auch Watson aus dem Staunen über die Roboter nicht mehr heraus.

Doch dann droht T. Edison mit seinem Schimpansen Mr. Chimp, der sich mittels Zeichensprache verständlich macht, den Fortgang der weiteren Arbeiten im Wissenschaftslabor zu durchkreuzen. Denn wenn Frank Einstein den Wissenschaftspreis nicht erhält und Grampa Al seine Rechnungen nicht begleicht, gehört T. Edison das Gebäude. Noch ahnt Frank nicht, dass er längst von seinem Feind überwacht wird, der es auf seine Roboter abgesehen hat.

Ohne Zweifel hält das Buch Frank Einstein – Die Entführung der Roboter von Jon Scieszka einiges Wissenswertes für Leser ab zehn Jahren bereit: Sie erfahren, wie die Entfernung eines Gewitters berechnet werden kann, dass ein Neutronenbeschuss eines Atoms eine Kettenreaktion in Gang setzt und dass Sonnenenergie in Nahrung umgewandelt wird. Weiterlesen »

Tim Köhler hat gerade seinen zehnten Geburtstag gefeiert und lebt mit seinen Großeltern in Niederrhode, nachdem er seine Eltern als Kleinkind vorzeitig verloren hat. In dem kleinen Dorf kann Das Kaninchenrennen auf eine alte Tradition blicken, die auf eine Sage aus dem Jahr 1628 mit strengen Regeln zurückgeht. Alle zehnjährigen Jungen und Mädchen nehmen an dem Rennen teil, und auch Tim trainiert dafür fleißig mit seinem Opa. Für Tim steht besonders viel auf dem Spiel, weil sein Vater nicht an dem Rennen teilnahm und deshalb nur der „Kneifer“ genannt wurde. Opa Köhler hat diese Beschimpfung bis heute nicht verschmerzt und will Tim unbedingt als Sieger sehen.

Am Tag des „Beschnupperns“ kommen alle Kinder in die „Singende Villa“, um dort die Rennkaninchen anzusehen. Jeder darf sich sein Wunschtier aussuchen. Doch Tim hat Pech und kommt zu spät. Er hofft auf die Unterstützung seiner Freunde Carsten und Bene, aber die lassen ihn im Stich. Seine größten Feinde, Arno, der Sohn des Bürgermeisters, und dessen bester Kumpel Jakob Alexander Grützmacher, sorgen mit dem städtischen Züchter Willi Hieber dafür, dass sich Tim den Ställen nicht mehr nähern darf. Als sich Tim am Tag der „Kaninchenweihe“ für eines entscheiden soll, fällt seine Wahl auf das einzige Kaninchen, das ihn aus dem Käfig angeschaut hat. Zu seinem Schrecken hat es aber nur drei Beine. Von nun an wird Tim wie das Kaninchen „Krüppel“ gerufen und von allen schikaniert. Ausgerechnet mit dem neuen Schüler Pascal, den alle nur für einen Klugscheißer halten, und Lissy freundet sich Tim an und bildet eine eigene Trainingsgruppe. Außerdem findet er in einem alten Freund seines Vaters eine große Hilfe. Weiterlesen »

In einer Westernstadt taucht am Horizont ein Cowboy mit einem auffällig großen Hut auf und fragt eine imaginäre Person, warum sie so glotzt. Als er hört, dass er nur angeguckt wird, will er wissen, ob der andere Streit sucht. Der Cowboy droht mit einer Pistole, was die andere Person jedoch nicht beeindruckt, da es sich bei der Pistole lediglich um eine Banane handelt. Nun hält der Cowboy sein Gegenüber wegen der Entlarvung für einen Schlaumeier und meint, ihn auch ohne eine Pistole wegpusten zu können. Pusten, bekommt er zur Antwort, kann der andere auch, der daraufhin tief Luft holt und den Cowboy auf einen fernen Planeten pustet.

Schon beim Anblick des Kinderbuches Suchst du Streit? von Karsten Teich fällt das überdimensionale Format auf. Für Verblüffung sorgt sowohl bei den Kindern, als auch bei den Eltern, die ihren Kleinen vorlesen, bereits die erste Seite des Buches. Denn außer einer großen, mit einigen Steinchen bedeckten sandigen Straße, die eine Häuserfront mit einem Laden und einem Saloon säumt, ist lediglich in der Ferne bei untergehender Sonne ein schmales „Strichmännchen“ zu sehen, das „He, du!“ ausruft. Auf den folgenden Seiten nähert sich ein Cowboy mit einem rot-karierten Hemd und Halstuch, dessen Gesicht vor Wut rot wird, weil er nicht angeguckt werden will. Weiterlesen »

Für das Kinderbuch Sonne, Strand und ganz viel Meer hat Cornelia Funke sechs Kurzgeschichten zusammengefasst. In der ersten entdeckt Mia im Urlaub mit ihren Eltern und ihrer Schwester am Strand eine Flaschenpost, in der sie einen Zettel mit einem Rätsel findet. Wenn sie das lösen kann, winkt ihr ein Schatz.

Weiter geht es mit Jo, der zwar das Meer überhaupt nicht mag, den Strand dafür aber umso mehr. Er baut eine große Burg mit unterirdischen Gängen, als plötzlich in einem Gang ein Dünenschwein auftaucht.

Anna soll auf ihren kleineren Bruder Max aufpassen. Doch sie lässt ihn alleine bei der gebauten Sandburg zurück, um etwas Passendes für den noch fehlenden Fahnenmast zu suchen. Als sie zurückkommt, ist Max verschwunden.

Die aus Hamburg stammende Jule lernt im Urlaub Rosetta aus Venedig kennen. Obwohl Jule nicht italienisch spricht und Rosetta kein Wort deutsch versteht, gelingt es den Kindern zum Erstaunen der Eltern, sich zu verständigen. Sie werden sogar Freunde und schreiben sich Karten. Weiterlesen »

Belle lebt in Paris und fährt jedes Jahr im Sommer mit ihren Eltern zu den Großeltern aufs Land. In ihren Rucksack packt sie auch ein Tagebuch, in das sie die wichtigen Erlebnisse notiert. In diesem Jahr bekommt sie von ihrem Großvater ein Fahrrad geschenkt. Ihr erster Ausflug endet jäh, als sie über eine Baumwurzel stürzt. Mit Entsetzen stellt sie fest, dass sie sich verirrt hat. Zu ihrer Überraschung nähert sich ihr eine Biene, die lesen und sprechen kann. Belle folgt ihr auf eine Blumenwiese, wo ihr die Biene erklärt, wie sie die Blütenblätter einer Arnika zerdrücken muss. Mit dem so gewonnenen Öl reibt sich Belle die wunden Knie ein.

Danach führt die Biene das Mädchen zu ihren Freunden in den Wald und Belle bestaunt die fleißigen Ameisen. Sie erfährt, welche Aufgaben die Bienen erfüllen und dass ohne diese Insekten nicht nur der Honig auf dem Frühstückstisch, sondern unzählige Obst- und Gemüsesorten fehlen würden. Schließlich klettert Belle auf einen Baum und entdeckt das Haus der Großeltern. Belle notiert alles in ihrem Tagebuch, was sie bei der Biene gelernt hat. Jeden Tag treffen sie sich und für Belle ist es der schönste Sommer. Weiterlesen »

Der kleine Juri wendet sich ausgerechnet mit der Bitte Pass auf mich auf! an Herrn Schnippel, der überhaupt keine Erfahrung im Umgang mit Kindern hat. Obwohl Herr Schnippel eigentlich zufrieden in seiner Hängematte liegt, lässt er sich zum Aufpassen überreden. Als Juri hoch auf einen Apfelbaum klettert, lobt ihn Herr Schnippel für seine Kletterkünste und wird von dem Kind darüber belehrt, dass er ihm so etwas verbieten müsste. Den nächsten Fauxpas begeht Herr Schnippel, indem er Juri zum Sprung vom Baum auffordert, wobei ihm der Kleine wieder begreiflich macht, wie er sich als Aufsichtsperson richtig verhalten müsste.

Zu allen Vorschlägen zum Zeitvertreib, die Herr Schnippel macht, hat Juri Einwände, denn er weiß genau, was seine Eltern ihm entgegnen würden. Schließlich schlägt Herr Schnippel ein Schubkarrenrennen vor und noch bevor Juri protestieren kann, geht es los. Herr Schnippel rennt mit Juri in der Schubkarre so schnell, dass sie vom Boden abheben, durch das Weltall sausen und sogar aus dem Buch fallen. Zum Glück landen sie aber wieder auf einer Buchseite, und Juri sagt bestimmend, dass er um fünf zu Hause sein muss. Darin sieht er Schnippel gar kein Problem, denn fünf Uhr gibt es schließlich jeden Tag, und sogar zwei Mal! Weiterlesen »

Seite 3 von 9123456789