Nora Dittbrenner lebt allein mit ihrer siebenjährigen Tochter Fanny in Berlin und wird durch ihre Nachbarn Margarete, Ellie und Udo tatkräftig unterstützt. Während Nora ihrer Arbeit in der Gartenabteilung eines Baumarktes nachgeht, machen die drei mit Fanny einen Ausflugs in das Dorf Mark Brandenburg. Hinter wild wucherndem Gestrüpp und dichtem Strauchwerk entdecken sie zufällig ein Grundstück, das sie unbedingt Nora zeigen wollen. Doch die Alleinerziehende hat zunächst andere Sorgen: Ihr wurde fristlos gekündigt und ein Schreiben ihres Vermieters lässt sie das Schlimmste befürchten.

Wie sich für die Entdecker des Grundstücks bei Nachforschungen im Liegenschaftsamt Löwenberg herausstellt, befand sich nach dem Krieg auf dem Gelände ein Kinderferienheim. Nach der Wende hat sich offensichtlich niemand darum gekümmert. Bei ihren Streifzügen über das Grundstück reift in Nora die Erkenntnis, dass auf dem Boden früher eine Gärtnerei gestanden haben muss. Da sie vor ihrer Schwangerschaft immer von einer eigenen Gärtnerei geträumt hat, ist sie entschlossen, mit Unterstützung ihrer Freunde Udo, Ellie und Margarete das Areal zu kultivieren. Nachdem ihnen von amtlicher Seite Ärger ins Haus steht, kämpfen Nora und die Novemberrosen, wie sich die gegründete Widerstandsgruppe nennt, für den Wiederaufbau der Gärtnerei. Weiterlesen »

Ein Informant lässt Tom Berber, Journalist beim „Observierer“, brisantes Material zukommen: Die Bundeskanzlerin Angelika Mörkel soll über eine Million Euro nicht versteuert und auf einer Bank in Zürich deponiert haben, was die Staatsanwaltschaft dazu veranlasst, gegen Die Kanzlerin Anklage zu erheben. Ihr Pressesprecher Werner Knauf ist von ihrer Unschuld überzeugt und rät ihr, für ein paar Tage unterzutauchen, um Zeit zu gewinnen. Robert Merburg, der Chef vom „Observierer“, wittert eine Steigerung der Auflage und bedrängt Tom, die untergetauchte Angelika Mörkel zu finden. Sofort macht er sich mit einem Fotografen von Hamburg nach Berlin auf, wo er die Kanzlerin vermutet. Werner Knauf fährt unterdessen mit ihr zu seinem Sohn Mark, der in Kreuzberg zusammen mit seiner Freundin Mimmy und Tobi in einer Wohngemeinschaft lebt. In dem heruntergekommenen Haus, das auf die Bundeskanzlerin nicht gerade einladend wirkt, soll sie sich versteckt halten.

Linda Behringer hat ihr Buch Die Kanzlerin in viele kurze Kapitel aufgeteilt, denen sie jeweils eine Einleitung vorangestellt hat, die ebenso wie einige Textpassagen einer Regieanweisung ähneln. Obwohl die Idee, eine so hochrangige Politikerin in einer Wohngemeinschaft unterzubringen, nicht schlecht ist, dümpelt die Geschichte vor sich hin und vermag den Leser an keiner Stelle wirklich zu erheitern. Weiterlesen »

Mit achtzehn Jahren lernt die Gymnasiastin Rita den aus Ghana stammenden Tony kennen und lieben. Doch nach seinem Studium muss er zurück in sein Heimatland und rät ihr, als sie ein Kind erwartet, zur Abtreibung. Obwohl Rita keine Unterstützung seitens ihrer Familie zu erwarten hat, bekommt sie ihren Sohn Benni und nimmt jede Arbeit an, um sich über Wasser zu halten. Sie entschließt sich zur Auswanderung nach Spanien, eröffnet dort eine kleine Bar und hofft, in der neuen Bekanntschaft mit dem Nigerianer Raymond einen Vater für ihren kleinen Benni zu finden. Vierzehn Jahre später steht plötzlich ihre große Liebe Tony vor ihr. Sie schmieden Heiratspläne und sind beide überglücklich, bis Rita die Nachricht von seinem tödlichen Autounfall ereilt.

Wenig später behauptet Raymond, Tony sei in eine „Rauschgiftsache“ verwickelt gewesen und hätte seinen Tod nur vorgetäuscht. Angeblich würde er in Sáo Paulo leben, wo Rita auf einen Anruf seines Bruders warten sollte. Sie klammert sich an die Hoffnung, dass Tony noch lebt, lässt Benni notgedrungen bei Raymond zurück und fliegt nach Brasilien, wo sich tatsächlich jemand bei ihr meldet. Weiterlesen »

Der fünfzehnjährige Internatsschüler Óscar Drai nutzt die freie Zeit vor dem Abendessen gerne für einen Gang durch die Gassen von Sarrià, einem Stadtteil von Barcelona. Im September 1979 führt ihn sein Weg trotz Skepsis in eine unheimliche Gegend. Er betritt ein Haus, aus dem Musik zu hören ist, und als sich plötzlich jemand aus einem Sessel erhebt, stürmt er aus dem Zimmer. Erst im Internat bemerkt er, dass er noch eine goldene Taschenuhr in Händen hält, die er im Haus an sich genommen hat. Als er die Uhr zurückbringt, trifft er auf „Marina“, die Tochter des Besitzers Germán Blau.

Marina führt Óscar eines Tages auf einen alten Friedhof, wo sie eine verschleierte, ganz in Schwarz gekleidete Frau an einem Grab beobachten. Auf der Marmorplatte erkennen sie einen schwarzen Schmetterling. Sie folgen der geheimnisvollen Frau, doch verlieren sie ihre Spur. Óscar erhält daraufhin einen Zettel mit einer Adresse, und gemeinsam mit Marina sucht er Michail Kolwenik auf. Von Benjamin Sentís hören sie endlich auch etwas über die Symbolik des schwarzen Schmetterlings. Aus den Zeitungen erfährt Óscar kurze Zeit später vom Tod Sentís, der kein Zufall sein kann, und die Spur führt die beiden jungen Leute weiter zu Dr. Shelley, nicht ahnend, welch grausame Entdeckungen sie noch machen werden und was ihnen noch offenbart wird. Weiterlesen »

Die 30-jährige Journalistin Claire will gegen den Willen ihres heimlichen Geliebten Jerome, dem Chefredakteur von Le Monde, unbedingt nach Rom reisen, um für ihre Kolumne vor Ort recherchieren zu können. Es heißt, dass dort in einem Viertel eine neue, intakte Völkergemeinschaft entstanden sein soll. Aber auch ihr Vater, Staatssekretär des Verteidigungsministeriums, will ihr die Reise in die einem Pulverfass gleichkommende Stadt verbieten, da er wegen der nach Europa eingereisten Flüchtlingsströme eine Einwanderung von Schläfern sowie die Bildung neuer Terrorzellen fürchtet. Trotz aller Drohungen der beiden Männer verlässt Claire Paris.

Noch am selben Abend ihrer Ankunft in Rom trifft Claire auf Ajan, einen jungen und gut aussehenden Mann, der ihr jedoch seltsam und unheimlich vorkommt. Er stammt, so erzählt er ihr, von der im Atlantik gelegenen Insel Share und kann sich an das eigene Energiefeld anbinden, was er seelen nennt. Darüber hinaus ist er als Seeker in der Lage, auch die Energiefelder anderer zu lesen. Von seinen Ausführungen überzeugt, folgt ihm Claire auf die geheimnisvolle Insel, wo sie die Bekanntschaft von Étienne und Lucia Santos macht, die Gründer und Führer der Kolonie. Weiterlesen »

Tim ist fünfundzwanzig Jahre, Student und hat, seit einem denkwürdigen Ereignis mit der Mutter seines ehemaligen Freundes, ein gestörtes Verhältnis zu Frauen. Als er zufällig seinen früheren Klassenkameraden Bullwinkel trifft, gesteht der ihm, ebenfalls noch „Jungfrau“ zu sein. Die beiden sind sich einig, dass ihr erstes Mal etwas Besonderes sein muss und möchten deshalb nicht die Dienste einer Prostituierten in Anspruch nehmen. Auf einer Party lernen sie die zwei Stewardessen Adele und Lisa kennen. Um sie für ein nächstes Treffen gefügig zu machen, versprechen sie den beiden Frauen für die „Flashnight“ eine Droge, die sie umhauen wird.

Nun ist guter Rat teuer. Die beiden extrem unter sexuellem Druck stehenden jungen Männer sehen nur noch einen Ausweg: In Finnland gibt es einen giftigen Pilz, den nur Elche fressen und der in ihrem Urin eine wohldosierte Konzentration erzeugt, die beim Menschen eine halluzinogene Wirkung hervorruft. Kurz entschlossen besteigen sie einen Flieger von Frankfurt nach Vantaa in Helsinki. Zum Entsetzen von Tim quartieren sie sich dort bei Victor, einem „Freund“ von Bullwinkel ein. Doch es kommt noch schlimmer, als dieser seine Freunde einlädt. Weiterlesen »

An einem frühen Morgen erhalten die Bewohner des Hauses Lienhardstrasse 7 alle den gleichen Brief, die Kündigung ihrer Wohnung. Der Besitzer möchte das Haus in dem angesagten Viertel sanieren und anschließend teurer vermieten. Notgedrungen bildet sich eine Schicksalsgemeinschaft der Mieter, die gemeinsam gegen die Kündigung vorgehen wollen. Der Immobilienmakler Fabio Sonetto, der zusammen mit seiner Freundin, der Journalistin Paola Kesselmann und dem Mops Momo die Wohnung im zweiten Stock bewohnt, hat alle Mieter zu einem ersten Treffen eingeladen.

Als Delphine, die in einer WG unterm Dach wohnt, bei Paola und Fabio eintrifft, sind die anderen Mieter alle schon im Wohnzimmer versammelt. Tim Gutjahr, der mit seiner Frau Judith und den beiden Kindern Luca und Laurin im ersten Stock lebt, unterhält sich mit Paola und Virginia Caviezel, einer 38-jährigen, alleinerziehenden Mutter, die mit ihrer Tochter Cosima die Wohnung im dritten Stock bewohnt. Vischer, der inmitten seiner Fahrräder im Erdgeschoss lebt, steht unbeteiligt bei der Gruppe, und Delphine wundert sich, dass sie in den zwei Jahren, die sie in dem Haus wohnt, noch nie ein Wort mit ihm gewechselt hat. Nachdem Tim die inoffizielle Zusammenkunft eröffnet hat, berichtet Fabio über die Möglichkeiten, gegen die Kündigungen anzugehen und schlägt vor, sich zunächst beim Mieterverband zu erkundigen, bevor sie die nächsten Schritte bereden. Weiterlesen »

Geld allein, so lehrt der Volksmund, soll ja nicht glücklich machen, und nach der Lektüre dieses Buches ist man mehr als nur geneigt, dem zuzustimmen.
Eine abgewetzte Aktentasche geht eines Tages verloren und alsdann auf Wanderschaft. Ein jeder, dem das alte Lederutensil in die Hände fällt, ist außer sich vor Freude, weil es mit einer Riesenmenge Geld gefüllt ist. Doch die Begeisterung hält jeweils nur kurz an, denn auf der Tasche scheint ein Fluch zu liegen. Alle neuen Besitzer sind ihres Lebens nicht mehr sicher. Ein Reigen aus Mord und Totschlag nimmt seinen Lauf …

Die Aktentasche von Beatrix Petrikowski ist ein Kriminalhäppchen für zwischendurch. Das Werk ist spannend, ohne ein Thriller zu sein, es ist amüsant, ohne eine Satire oder eine Komödie zu sein, und es ist abgründig, ohne ein Drama zu sein. Die Autorin beschränkt sich stilistisch und inhaltlich aufs Wesentliche, das Geschehen wird nicht großartig aufgeblasen, beinahe lakonisch wird die Handlung erzählt, es kommt, wie es kommen muss. Geradezu zwangs- und beiläufig segnen die Protagonisten das Zeitliche. Es zeichnet gute Schriftsteller aus, dass sie eine Geschichte ohne Effekthascherei zu schildern in der Lage sind und dabei trotzdem den Leser zu fesseln vermögen. Weiterlesen »

Seit seinem elften Lebensjahr zwicken Henry alle Hosen im Schritt und für ihn kommen seitdem nur noch Jogginghosen in Betracht. Da er die sogar bei seiner Tätigkeit im Supermarkt trägt, ist er für alle nur noch der Jogginghosen-Henry. Mit seinen Freunden Gabriel, der durch seine Arbeit als Bestatter Grabriel genannt wird, und dem bei einer Bank beschäftigten Schalter-Felix startet er von Bad Harzburg zu einem Heavy-Metal-Festival, wo alle gerne und reichlich dem Bier zusprechen. Irgendwie stößt unterwegs noch Evil Enrico zu ihnen. Und dann entdeckt Henry SIE! Seine Gedanken können sich nicht mehr von dem schönsten Mädchen dieser Erde lösen. Doch wie soll er sie finden, wenn er weder ihren Nachnamen, noch ihre Adresse kennt, lediglich ihren Vornamen, Janka.

Tatsächlich trifft er im Jahr darauf Janka auf dem Festivalgelände wieder, doch in Begleitung der Kreationistin Deborah, was für allgemeine Verwirrung sorgt. Henry, der von einer Bandkarriere träumt, macht die Bekanntschaft des Musikkritikers Nille und auf einem Mittelaltermarkt lernt er die Physiotherapeutin Violette kennen. Weiterlesen »

Die Gefahren, die von genmanipulierten Lebensmitteln ausgehen, werden seit längerem kontrovers diskutiert, zumal Kritiker vor möglichen, langfristigen Folgen warnen. Selbst Viren, wie etwa die Pocken, die im Mittelalter große Teile der europäischen Bevölkerung dahingerafft haben und längst als ausgerottet gelten, bergen eine nicht zu unterschätzende Gefahr. Wie das Nachrichtenmagazin Focus schreibt, werden Pockenviren weiterhin sowohl in Atlanta, als auch in Nowosibirsk gezüchtet. Im Sommer 2014 sollen sogar auf einem Campus in einer Abstellkammer Glasampullen mit dem tödlichen Inhalt gefunden worden sein. Was, wenn die in unbefugte Hände geraten wären? Wenn Länder wie Nordkorea oder Syrien, die sich ebenfalls im Besitz befinden sollen, diese zu Kriegszwecken einsetzen? Oder wenn ein Virus oder Bakterium plötzlich mutiert und Impfstoffe wirkungslos bleiben? Diesen Fragen und möglichen Folgen ist Will Hofmann in seinem düsteren Roman Lebensnacht nachgegangen.

Der Biogenetiker Prof. Harry Kauffmann nimmt in Schweden den Nobelpreis für Chemie entgegen, nachdem er aus organischen Abfällen Oktan, den Hauptbestandteil des Benzins, gewinnen konnte. Obwohl sich vor über drei Jahren ein Unfall aufgrund eines klemmenden Ventils ereignete, bei dem eine beträchtliche Menge Nährflüssigkeit in den Main geflossen ist, weist der Professor, in einem Interview darauf angesprochen, etwaige Sorgen entschieden zurück. Tierversuche belegten eindeutig, dass von den Bakterien keine Gefahren ausgingen. Weiterlesen »

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