Sonnenkönige von Marianne Jungmaier

SonnenkönigeAidan Ignis arbeitet als Journalist bei einem Verlagshaus in Kreuzberg, wo er auch Hannah kennengelernt hat. Er führt mit ihr eine offene Beziehung und lebt sowohl mit ihr, als auch mit Cherry und Sam zusammen. Sie lieben es, auf Partys zu gehen, Drogen zu konsumieren und teilen die Vorliebe für die Berliner BDSM-Szene. Für das Wüstenfestival Favilla in Nevada baut Aidan in seinem Keller einen Drachen aus Esche, der dort in Flammen aufgehen soll. Als es für ihn mit einem unbefristeten Vertrag beruflich aufwärts geht, ist Hannah verärgert, da sie sich schon seit längerem als Anwärterin auf diesen Posten gesehen hat. Der Ärger führt zu einer Beziehungspause, doch kann Aidan diese Lücke schnell mit Bill besetzen, den er auf einer Party im Wald kennengelernt hat.

Die Handlungspersonen in dem Roman Sonnenkönige von Marianne Jungmaier leben in einer Welt, die den meisten Menschen fremd ist. Sie rauchen Joints, konsumieren Kokain, LSD sowie Ketamin und saugen das in den Kapseln der Sahnespender enthaltene Lachgas zu Rauschzwecken ein. Die liebsten Spielzeuge von Sam, einer Historikerin, sind Peitschen, Seile und Wartenbergräder, denn wie ihre Freunde ist sie eine Anhängerin von Bondage & Discipline, Dominance & Submission, Sadism & Masochism, kurz BDSM genannt. Im Roman tauchen Begriffe wie Futomomo, Flogging, Shibari, Playfight auf, die sämtlich aus dieser Szene stammen.

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Ein Sommer für zwei von Ann Brashares

Ein Sommer für zwei Man stelle sich einmal vor: Ein Ehepaar hat drei Töchter. Sie lassen sich scheiden und heiraten jeweils wieder. Mit dem neuen Ehepartner zeugt jeder ein weiteres Kind. Ein Mädchen und ein Junge werden mit nur zweiwöchigem Abstand geboren. Die beiden sind zwar Halbgeschwister der drei Mädchen, doch sie selbst sind nicht miteinander verwandt. Allerdings sind die Familienverhältnisse noch komplizierter, denn es gibt auch noch zwei Kinder aus der ersten Ehe des Mannes. Um genau diese Konstellation geht es in dem Roman Ein Sommer für zwei von Ann Brashares.

Lila ist inzwischen mit Adam verheiratet und mit dem siebzehnjährigen Sohn Ray leben sie in Brooklyn in bescheidenen Verhältnissen. Wenn die drei Töchter Emma, Quinn und Mattie bei ihnen wohnen, müssen sie sich ein Zimmer teilen. Robert, der in dritter Ehe mit Evie verheiratet ist, bewohnt dagegen ein großzügiges Haus mit Tochter Sasha und den drei Mädchen im New Yorker Stadtteil Manhattan. In Wainscott auf Long Island teilen sich die beiden Familien ein Haus, in das sie abwechselnd jedes zweite Wochenende ziehen und in dem sie im Sommer jeweils die Hälfte der Ferien verbringen. Da sich Ray und Sasha von jeher in dem Haus dasselbe Zimmer teilen mussten, haben sie dieselben Bücher gelesen, mit denselben Sachen gespielt und dieselbe Decke im Bett benutzt. Nur begegnet sind sie sich noch nie.

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Das geheime Lächeln von Bettina Storks

Das geheime LächelnFür einen Auktionskatalog soll Emilia Lukin die Bildunterschriften schreiben. Bei einem Porträt stutzt sie, denn genau so sah sie als junge Frau aus! Paul-Raymond Fugin soll das Porträt gemalt haben, das den Angaben zufolge vermutlich aus den späten 1930er Jahren stammt. Für Emilia stellt sich die Frage, ob ihre Großmutter Sophie Langenberg die Frau auf der Zeichnung ist. Emilia weiß lediglich, dass Sophie in Paris gelebt haben soll und mit nicht einmal zwanzig Jahren ein uneheliches Kind bekommen hat. Sie soll ihre Tochter Pauline, also Emilias Mutter, zu ihrem Stiefbruder Arno und seiner Ehefrau Hanne gegeben haben, die inzwischen verstorben sind. Emilia kann die beiden also ebenso wenig fragen wie Pauline selbst, die in einer Wohngemeinschaft für psychisch Kranke untergebracht ist und sich an nichts mehr erinnert. Erst kürzlich fand Emilia zufällig eine Urkunde über ein Häuschen im Lubéron, das Pauline zwar geerbt hat, von dem sie allerdings keine Kenntnis hat.

Um in den Besitz des Porträts zu gelangen, fährt Emilia zur Versteigerung ins Elsass, wo sie auf Jean-Pierre Roche trifft, der ebenfalls an dem Porträt interessiert ist. Sie will unbedingt erfahren, welches Leben Sophie geführt und warum sie ihr Kind verlassen hat.

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Die Eismacher von Ernest van der Kwast

Die EismacherGiovanni gehört einer traditionsreichen Familie von Eismachern an. Schon sein Urgroßvater Giuseppe Talamini ist in Venas di Cadore in den Dolomiten aufgewachsen und war Zeitzeuge beim Durchbruch des Gotthard-Tunnels im Jahr 1880. Von einem Aufenthalt in Wien brachte er sich eine Eismaschine mit, was bei seinem Vater erwartungsgemäß auf Unverständnis stieß. Trotzdem kletterte er bis zum Gletscher auf den Antelao, um von dort gefrorenes Eis für seine ersten Experimente zur Herstellung von Sahneeis und Sorbet zu gewinnen, womit er den Grundstock für die nachkommenden Generationen legte.

Giovanni ist allerdings der erste Talamini, der mit dieser Familientradition bricht: Er wendet sich lieber der Poesie zu, wird Direktor des World Poetry Festivals und tingelt in der ganzen Welt von Festival zu Festival. Seiner Familie missfällt das gewaltig, denn sein Vater und seine Mutter arbeiten trotz ihres hohen Alters immer noch acht Monate lang in dem Eiscafé Venezia in Rotterdam, ohne sich auch nur einen Tag Pause zu gönnen. Seinem zwei Jahre jüngeren Bruder Luca und dessen Ehefrau Sophia ergeht es nicht besser, denn auch ihnen bleiben nur die Wintermonate in den Dolomiten zur Erholung.

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Nadjas Katze von Ulrich Ritzel

Nadjas KatzeNadja Schwertfeger erwirbt von einem Antiquar das Heft „Die Nachtwache des Soldaten Pietzsch“ des Autors Paul Anderweg, in dem es um Ereignisse geht, die sich in der Nacht vom 19. auf den 20. April 1945 in einem Dorf zugetragen haben. Wiederholt ist von einem weiblichen Flüchtling und ihrem fünfjährigen Sohn die Rede, doch interessiert sich Nadja vor allem für die vom Autor beschriebene Stoffkatze, die mit Nadjas Katze identisch ist. Sie selbst wurde als Säugling im Februar 1946 vom Ehepaar Schwertfeger adoptiert und weiß lediglich, dass ihre leibliche Mutter eine unbekannte Polin oder Russin gewesen sein soll. Über die Stoffkatze hofft sie, mehr über ihre Mutter und ihr Schicksal zu erfahren, wozu sie den Ort ausfindig machen muss, in der eine gewisse Elfie Stoffkatzen genäht haben soll.

Mit ihrer Freundin Wally kann Nadja das Dorf Wieshülen anhand markanter Stellen aus der Geschichte ausfindig machen. Dort kann ihnen der Leiter des Arbeitskreises für Heimatgeschichte nicht weiterhelfen, aber seine Ehefrau weiß von einem Polizisten, der in Wieshülen aufgewachsen ist und heute in Berlin lebt. Nadja macht sich alleine zu ihm auf den Weg und bittet Hans Berndorf, den früheren Leiter des Morddezernats Ulm, um Unterstützung.

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Der Prinz aus dem Paradies von Hera Lind

Prinz aus dem ParadiesRosemarie bekommt zu ihrem neunundvierzigsten Geburtstag von ihrem Sohn eine zweiwöchige Reise nach Sri Lanka geschenkt. Im August 1995 startet sie von Düsseldorf und ist nach ihrer Ankunft am Ziel auf ganzer Linie enttäuscht: Aufgrund der Korallenbänke wimmelt es am Strand nur so von spitzen Steinen, sie zieht sich einen starken Sonnenbrand zu und in der Nacht wird sie von Mücken geplagt. Von Neugier getrieben, wagt sie sich in die Armenviertel, woraufhin ihr klar wird, warum das Resort von Security-Leuten bewacht werden muss. Mit Eberhard und Bärbel, die sie bereits auf der Fahrt vom Flughafen zum Hotel kennengelernt hat, macht sie einen Ausflug zu einer herrlichen Bucht und türkisfarbenem Wasser, was ihre Freude auf den weiteren Urlaub hebt.

Im Hotel hat es Rosemarie ein schöner, scheuer Kellner angetan und in Gedanken wird sie von ihm geküsst. Während einer Poolparty arrangiert Eberhard für sie ein Treffen mit dem Kellner in der Moon Bar, und obwohl sie sich nur in gebrochenem Englisch verständigen können, kann sie ihn dazu überreden, sie zu einem Fest mit tausenden Singhalesen im Nachbarort zu begleiten. Der zweiundzwanzig Jahre jüngere Mann stellt sich ihr als Kasim vor und ist unverheiratet, weil er für seine Familie Geld verdienen muss. Noch an ihrem Abreisetag stellt er Rosemarie seiner großen Familie vor und bittet sie, ihn mit nach Deutschland zu nehmen, wo er arbeiten möchte. Stattdessen gibt sie Kasim Geld, damit er die deutsche Sprache erlernen kann.

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Ein anderer Morgen von Carolin Hagebölling

Ein anderer MorgenFast dreizehn Jahre ist Eva mit Peter verheiratet. Beide sind Anfang vierzig und leben mit ihren Kindern, der elfjährigen Laura und dem neun Jahre alten Jonas, in München. Eva hat eine gut bezahlte Halbtagsstelle in einer Marketingabteilung und duzt ihren Chef Carsten, der ein Tennispartner ihres Mannes ist. Als die Kinder eines Abends bei der Großmutter sind, freut sich Peter darauf, mit ihr allein zu sein und nähert sich Eva mit einer bestimmten Absicht. Doch sie stellt überrascht fest, dass sie keine Lust auf den Austausch von Zärtlichkeiten hat und eher Ekel empfindet.

Obwohl Eva einen liebevollen Ehemann hat und sich glücklich schätzen müsste, wird sie mit ihrem Leben immer unzufriedener. Gefrustet mobbt sie auf der Arbeit eine Kollegin, und aus einer Laune heraus verabreicht sie Peter eine große Menge eines Abführmittels. Während er von Krämpfen geschüttelt wird, spielt sie die Ahnungslose und behält diese Rolle bei, als Laura um ihren verschwundenen Hamster weint, obwohl ihn Eva selbst in den Garten entkommen ließ. Gegen ihre sonstigen Gepflogenheiten widerspricht sie ihrem Mann im Beisein der Kinder, womit sie ihn bewusst demütigt.

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Alicia jagt eine Mandarinente von Angelika Jodl

Alicia jagt eine MandarinenteWie ihr Ehemann Theo arbeitet Alicia an einer Schule. Didi ist ihre beste Freundin, und dessen Ehemann Gregor ist der beste Freund von Theo. Als Gregor für ein Reisejournal für zehn Tage nach China reisen soll, darf er drei Begleiter mitnehmen. Doch bevor die vier die Reise antreten können, verunglückt Gregor tödlich mit seinem Motorrad. Zufällig finden Theo und Didi beim Entrümpeln seiner Kleidungsstücke einen Zettel mit dem Versprechen an seine „Süße“, ihr eine bereits in China bestellte Ente zu schenken. Tatsächlich weiß Didi, dass es sich dabei um die Skulptur einer Mandarinente handeln soll. Allein schon aus diesem Grund ist Alicia fest entschlossen, die Reise in den Pfingstferien anzutreten. Sie bucht für drei Personen ein extra für sie zugeschnittenes Programm, das sie bis auf die Große Mauer führen soll.

Bei der Ankunft am Flughafen werden sie nicht von dem gebuchten Dolmetscher empfangen, sondern von Ping Ye, einer jungen Frau. Nach einer Führung durch Beijing empfiehlt sie ihnen eine Behandlung bei einem taoistischen Meister.

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Wo ist Norden von Barbara Handke

Wo ist NordenDer Roman Wo ist Norden von Barbara Handke ist ein kulturgeschichtlicher Rückblick auf den Mecklenburger Landadel. Der praktische Arzt Konrad und seine Ehefrau Marlene, eine Gymnasiallehrerin, renovieren ein altes Gutshaus in dem abgelegenen Dorf Plenskow. Bei den Arbeiten legen sie ein Wandbild frei. Ihr Plan sieht die Unterbringung seiner Praxisräume vor, und Marlene will ein Café eröffnen. Außer ihren drei Kindern Selma, Laure und Jakob wohnen auch seine Eltern Rita und Pavel bei ihnen. Nikita, der im Universitätsklinikum arbeitet und ein Bruder von Konrad ist, war früher mit Marlene liiert und bedauert noch immer, nicht ihr Ehemann geworden zu sein. Was die Erstgeborene Selma angeht, ist unklar, wessen Tochter sie eigentlich ist.

Endlich kann das Café eröffnet werden, Nikita promoviert mit vierzig Jahren und wird Oberarzt. Das Ehepaar Tile, das häufig in dem Gutshaus zu Gast war, kauft das Nachbargrundstück. Zu Weihnachten kommt die Schwester von Konrad und Nikita aus New York zu Besuch, und nachdem Konrad wegen seiner Trunksucht einen schweren Autounfall hat, droht die Zwangsversteigerung des Gutshauses. Doch es gibt auch Lichtblicke: Ein Familienmitglied freut sich über Nachwuchs, Nikita findet eine Frau und ist entschlossen, eine Familienchronik zu schreiben.

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Die geliehene Schuld von Claire Winter

Die geliehene SchuldDie katholische Kirche trägt unter Mithilfe ihrer führenden Vertreter und in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz die Verantwortung dafür, dass nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges tausende Nazi-Verbrecher in Übersee ein unbescholtenes Leben führen konnten. Mit neuen Pässen der argentinischen Botschaften in Dänemark und Schweden ausgestattet, konnten sie über Schleswig-Holstein ihre Flucht antreten, auf der sogenannten Rattenlinie über den Hafen von Genua ausreisen oder, wie in dem Roman Die geliehene Schuld , die Klosterroute über Südtirol wählen, wo ihnen Mönche Unterschlupf gewährten. Um diese unfassbaren Hintergründe geht es in dem Roman von Claire Winter, dessen Handlung eingebettet ist in einen spannenden Plot mit realen sowie fiktiven Protagonisten.

Vera Lessing arbeitet nach dem Krieg bei einer Zeitung in Berlin und erhält von ihrem Kollegen Jonathan, der zu Recherchezwecken nach Italien fuhr, ein Päckchen mit Dokumenten nebst Brief. Er macht ihr unmissverständlich klar, dass er um sein Leben bangt und für den Fall, dass er nicht mehr zurückkommt, sie niemandem trauen darf.

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