Die moderne Medizin macht es möglich, dass Zehntausende nach einer Transplantation mit einem fremden Herzen leben. Sie wissen natürlich nicht, was das für ein Mensch war, dessen Herz in ihnen schlägt. Insofern stellt sich die Frage, wie sie reagieren, wenn sie wüssten, dass dieses Herz einem Serienkiller gehörte. Rainer Würth hat diesen Gedanken weiter gesponnen, woraus ein fesselnder Psychothriller entstand.

Die Soko „Fotograf“ unter Führung von Roland Bruckner und des Polizeipsychologen Peter Stein sucht seit drei Jahren nach einem Serienmörder, auf dessen Konto bereits die Morde an acht Frauen gehen, die er in seine Gewalt gebracht hat und zunächst einer psychischen Folter unterzog. In einem Käfig aus Glas hat er sie nackt auf einem Seziertisch gefangen gehalten, sie durch eine Spiegelwand beobachtet und fotografiert. Einströmendes Gas hat sie immer wieder in eine Bewusstlosigkeit fallen lassen, und alle acht Frauen hat er auf Gleisen abgelegt, wo sie von Zügen überrollt wurden.

Seit drei Wochen ist Solveig Jacobsen spurlos verschwunden und die Beamten fürchten, dass sie sein neuntes Opfer wird. Doch da kommt ihnen der Zufall entgegen: Eine Polizeistreife verfolgt ein Auto auf einer kurvenreichen Straße. Es kommt von der Straße ab und der eingeklemmte Fahrer kann von der Feuerwehr geborgen werden. Weiterlesen »

Molden, der sich vor acht Jahren als Privatdetektiv niedergelassen hat, wird von Ruth Bromkamp beauftragt. Es geht um die vor einer Woche mit durchgeschnittener Kehle aufgefundene Leiche einer Studentin. Wie Molden bereits bekannt ist, hält die Polizei einen psychisch kranken Mann für den Tatverdächtigen. Doch, so erfährt er von Frau Bromkamp, hätte ein anonymer Anrufer ihren Sohn Jürgen des Mordes beschuldigt. Auch wenn die Polizei längst von seiner Unschuld überzeugt ist, bittet sie Molden, diesen Anrufer für sie ausfindig zu machen. Der Detektiv zeigt aber auch noch an einer ganz anderen Sache Interesse. Durch einen Zwischenfall in einer Tiefgarage lernt er die attraktive Greta Sommer kennen. Dumm ist nur, dass sie verheiratet ist.

Nachdem Molden von Ruth Bromkamp eine Liste mit möglichen Verdächtigen erhalten hat, wendet er sich an Kriminalhauptkommissar Rolf Dormischatt mit der Bitte, den aufgezeichneten Anruf mit der Beschuldigung anhören zu dürfen. Bei seinen weiteren Recherchen ahnt er nicht, wie nah er dem Mörder bereits auf den Fersen ist, der den Ermittlern zwei weitere Opfer präsentiert hat: Wie schon bei der Studentin wurden sie nicht vergewaltigt und weisen Fesselungsspuren an Händen und Füßen auf. Der einen wurde die Kehle durchgeschnitten und die andere mit einer Plastiktüte erstickt. Weiterlesen »

In dem kleinen Dorf Jettenbrunn wird am 6. Dezember 1982 Karl Heidemann geboren, und das ganze Dorf begibt sich mit kleinen Gaben zum Haus von Charlotte und Johann Heidemann, um das neue Leben willkommen zu heißen. Die Nachbarn betrachten das lauthals schreiende Kind, das sich trotz aller gut gemeinten Ratschläge von seiner Mutter nicht beruhigen lassen will und versichern den besorgten Eltern: Es gäbe keinen Grund zur Sorge. Doch der Junge schreit weiterhin, und sein Geplärre ist in ganz Jettenbrunn bis in die Wälder hinein zu vernehmen. Als er endlich weit nach Mitternacht vor Erschöpfung einschläft, kehrt eine für das ganze Dorf erlösende Stille ein, die aber nur von kurzer Dauer ist. Denn auch in den nächsten Tagen brüllt das Kind aus Leibeskräften und verschmäht die Brust der Mutter. Charlotte greift immer häufiger zu dem einzigen Mittel, das Karl, wenn auch nur für kurze Zeit, zu besänftigen vermag: Dem Fläschchen. Sein Geschrei wird von ihr als unstillbarer Hunger und ständiger Aufforderung zum Füttern gedeutet, was dem wachsenden Körperumfang des Kindes recht schnell anzusehen ist und zur Belustigung des dörflichen Stammtisches beiträgt.

Durch einen Zufall entdeckt Johann, dass der Junge ein hypersensibles Gehör besitzt und nur absolute Stille ihn beruhigen kann. Er richtet im Saunabereich in der Abgeschiedenheit des Kellers einen videoüberwachten Raum für seinen Sohn ein, der von nun an nicht mehr brüllt, und weil er die Stille so sehr liebt, auch nicht spricht. Weiterlesen »

Kurz vor drei Uhr in der Nacht wird Markus Steinfelder von einem Anruf seines Bruders Thomas geweckt, der vor fast zwei Jahren den Kontakt zu ihm abgebrochen hatte. Seitdem hat er von Thomas und dessen Frau Tanja nichts mehr gehört. Nun teilt ihm sein Bruder mit, dass Tanja nach einem Selbstmordversuch in die Notfallambulanz eingeliefert wurde. Und weil Thomas in den Augen von Markus immer noch der kleine, zehn Jahre jüngere Bruder ist, steht Markus sofort auf, zieht sich an und macht sich mit dem Auto auf den Weg zur Klinik. Am Abend zuvor war in der Wettervorhersage eine arktische Kaltfront angekündigt worden. Nach einem nächtlichen Regenschauer und dem darauf folgenden Temperatursturz sind die Straßen spiegelglatt. Bereits nach der ersten abschüssigen Kurve hat Markus seinen Wagen nicht mehr unter Kontrolle und landet selber als „Eispatient zweihundertvier“ in der Unfallchirurgie.

Tanja liegt im künstlichen Koma auf der Intensivstation und die Ärzte wissen nicht, ob sie durchkommt. Ihr Mann Thomas glaubt, dass sie vor einiger Zeit vergewaltigt wurde, und sie das Geschehene verdrängt hat. Er will den Dreckskerl finden, der ihr das angetan hat und bittet seinen Bruder Markus ihm dabei zu helfen. Weiterlesen »

Ein Geheimtipp unter den wohlhabenden Berlinern ist der kleine Ort Tannenwalde am Pfauensee in der Nähe von Wandlitz, der nur zwanzig Autominuten von der Berliner City entfernt ist. Wer genug Geld hat, kann hier ein Grundstück am See erwerben und lässt sich einen Prachtbau errichten. Die Fabrikantin Marlene Bernshausen hat eine Menge Geld und so zieht sie mit ihrem Mann Manuel und ihren zwei Kindern in dieses Kleinod.

Sie führen ein harmonisches Leben an dem idyllischen See. Während die millionenschwere Erbin einer Schuhputzfabrik erfolgreich das Unternehmen führt, hat ihr Mann Manuel seinen Job als Lehrer aufgegeben, um Bücher zu schreiben. Doch leider ohne Erfolg. Um das Anwesen in Ordnung zu halten, hat Marlene einen ehemaligen Mitarbeiter der Schuhputzfabrik eingestellt, den sie schon seit ihrer Kindheit kennt. Paul Klawitter, der inzwischen zum Freund der Familie geworden ist, hält Haus und Hof in Ordnung und wohnt in einem kleinen Gartenhaus auf dem Grundstück.

Durch eine Gebietsreform wird Tannenwalde mit der Großgemeinde Wandlitz vereinigt. Das bringt für die Einwohner einige negative Veränderungen mit sich, und deshalb gründet Manuel eine Interessengemeinschaft Tannenwalder Bürger. Weiterlesen »