Politiker haben kurze Beine von Erich Koch

Politiker haben kurze Beine
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Es sei kein Zufall, dass unter Merkel und Westerwelle die Wölfe wieder nach Deutschland eingewandert sind, schreibt Erich Koch in seinem Buch Politiker haben kurze Beine. Damit Sie trotzdem etwas zu lachen haben, hat er die satirischen Geschichten aus (m)einem badischen Dorf geschrieben.

Politiker sitzen in den Aufsichtsräten der Pleitebanken, die kleine Anleger in den Ruin getrieben haben. Die Regierung hat ein neues Verbraucherschutzgesetz gegen die Verbraucher herausgebracht, und mit dem Sparpaket wird den kleinen Leuten der Krieg erklärt. Die Gefahr für Deutschland lauert nicht am Hindukusch, sondern es sind die zähen Rentner, die nach Eintreffen des Rentenbescheides nicht sterben wollen. Doch die Merkel meint, es müssen alle ihren Beitrag leisten, die keine Lobby haben. Deshalb gehen immer weniger Menschen zur Wahl, doch Koch geht wählen, denn schließlich möchte er selbst bestimmen, von wem er in den nächsten Jahren angelogen wird.

Seine douglasgestählte Frau, die nach einigen schmerzhaften Anläufen endlich ihren fünfzigsten Geburtstag feierte, mag den Freiherr von und zu Gutenberg. Als dieser Verteidigungsminister wurde, sind bei ihr alle Stellungen gefallen, denn der küsst einer Frau noch die Hand. Doch Koch hat bisher nicht gewusst, dass man mit Handküssen den Krieg am Hindukusch gewinnen kann. Den Trittin kann sie nicht ausstehen, soll er doch schuld daran sein, dass Bundespräsident Köhler zurückgetreten ist.

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Stahlstück von Sebastian Guhr

Stahlstück
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Stahlstück von Sebastian Guhr ist eine Sammlung von 15 in sich geschlossenen Erzählungen. Ein ehemaliger Ministrant berichtet in „Echnaton der Zweite“ von stumpfsinniger Anwaltsarbeit und dass seine Kollegen ihre Gleichgültigkeit sogar vor sich selbst verbergen können. Nach einem alles vernichtenden Feuer hält sich das Gerücht, ein Junge kann durchs Feuer gehen ohne Schaden zu nehmen. In „Hüben wie drüben“ besucht eine Schwester ihren Bruder und es entwickeln sich Gespräche mit weiteren Gästen. Dabei geht es unter Anderem um die Arbeitsmoral, wobei ein Großteil der Bevölkerung nur zu Leistungen fähig ist, wenn sie sich prostituiert. Die Frage bleibt offen, wer hier auf Kosten anderer lebt.

Die Titelgeschichte „Stahlstück“ spielt an einem Ort, wo Fixerutensilien und Hundekot herumliegen und es nur unbrauchbare Bänke gibt. Eine Musikerin trifft auf einen Menschen mit nicht augenfälligem Geschlecht und unförmigem Körper. Für eine Eröffnungsfeier soll sie ein Stück komponieren und obwohl sie ihr bestes und gleichzeitig schlechtestes Stück fertig stellt, sagt sie doch ihren Auftrag ab.

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Was sie im Norden der Insel als Mond anbeten, kommt bei uns im Süden in die Sachertorte von Johannes Witek

Was sie im Norden der Insel als Mond anbeten, kommt bei uns im Süden in die Sachertorte
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Johannes Witek gibt in Was sie im Norden der Insel als Mond anbeten, kommt bei uns im Süden in die Sachertorte eine sehr ungewöhnliche Lyrik und Prosa zum Besten. Gespickt mit kritischen und zynischen Untertönen sieht sich der Leser so mit neuen Wortschöpfungen konfrontiert und oftmals mit einer Aneinanderreihung von Versen und Zeilen, die zumindest auf den ersten Blick keinen Sinn ergeben und gar nicht zusammen passen wollen. Die gewählten Gedichtformen fügen sich nicht in das klassische Bild, das man sich von einem Gedicht macht. Mit den teils surreal anmutenden Inhalten der Texte muss sich der Leser schon auseinandersetzen und bisweilen muss er Passagen auch ein zweites Mal lesen, um hoffentlich dann verstanden zu haben, was uns diese Zeilen sagen wollen. Teilweise gelingt es aber selbst dann nur schwer oder gar nicht. In jedem Fall muss man ganz schön um die Ecke denken können und diesem Stil aufgeschlossen gegenüber treten.

Witek lässt in seinen Texten abgerissene Daumen einrollen und anschließend rauchen, an anderer Stelle gibt es ejakulierende Feuerwerkskörper. Der Autor klagt die Anonymität unter Nachbarn an, wo sich niemand um keinen kümmert und berichtet aber auch von einem Dorf, in dem jeder von jedem alles weiß.

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Die Welt in Weiß von Joachim Zelter

Die Welt in Weiß
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Joachim Zelter führt in Die Welt in Weiß in acht Kapiteln, die in sich abgeschlossen sind, Erlebnisse und Erfahrungen rund um die Themen Krankheit und Tod auf. Teils berichtet er von neuen medizinischen Errungenschaften, ein anderes Mal spielt die Handlung in vergangenen Zeiten und abgelegenen Dörfern, wo schnelle medizinische Hilfe nicht zu erwarten war. In einem Kapitel wartet er mit einer für den Leser überraschenden Wendung auf. In einem anderen geht es um eine fast schon philosophische Betrachtungsweise eines zur Operation vorbereitenden Patienten.

Joachim Zelter klagt in Die Welt in Weiß, ohne es direkt zu erwähnen, die Anonymität in den Krankenhäusern an. Alles ist zur allgegenwärtigen Routine geworden. Der Autor nimmt die Sprache der Ärzte mit ihren Patienten „aufs Korn“ und verdeutlicht, dass wir die verschiedensten und widersprüchlichsten Meinungen erhalten, je mehr Ärzte konsultiert werden. Joachim Zelter kreiert eigene Wortschöpfungen: So wird aus einem Gutachten ein Schlechtachten oder es gibt Kindernachtstätten an Stelle von Kindertagesstätten. Die Ärzte können bei ihm in die Zukunft blicken, wenn sie einen Tod eines Patienten innerhalb des nächsten Jahres voraussehen.

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Samtene Nächte von Aveleen Avide

Samtene Nächte
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