Der letzte Prozess von Thomas Breuer

Der letzte ProzessEs gibt Dinge, die die menschliche Vorstellungskraft übersteigen. Dazu gehört, was Thomas Breuer für seinen Thriller Der letzte Prozess recherchiert hat, denn der Plot vereinigt eine fiktive Handlung, in der Kriminalisten einen Mord aufdecken, mit Verbrechen des Dritten Reiches. Das Ineinandergreifen und Verschmelzen dieser beiden Stränge wird schon zu Beginn deutlich, als es um das historisch belegte Verfahren gegen den früheren SS-Wachmann Reinhold Hanning vor dem Landgericht Detmold im Jahr 2016 geht. Dem Verfahren, bei dem sich der Autor den öffentlich zugänglichen Protokollen bedient hat, wohnt die Romanfigur des Journalisten Fabian Heller zwecks Berichterstattung bei.

Unterdessen wird Hauptkommissar Stefan Lenz neuer Leiter der Paderborner Kreispolizeibehörde und bereits bei Amtsantritt mit einer in Wewelsberg aufgefundenen Leiche konfrontiert, die seine Kollegen wegen der grausamen Zurichtung schockiert hat. Die Obduktion ergibt, dass der Tote zuvor misshandelt und ausgepeitscht wurde, bevor ihm mit einem Felsbrocken der Schädel eingeschlagen wurde.

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Geschlamperte Verhältnisse von Felicitas Gruber

Geschlamperte VerhältnisseWährend einer Taufe stürmt ein Mann auf die promovierte Rechtsmedizinerin Sofie Rosenhuth zu und berichtet von einer aufgefundenen Leiche. Wie sich herausstellt, handelt es sich dabei um den bereits vorbestraften Franz Auerbach, dem ein Stich mitten ins Herz das Leben kostete. Dr. Elke Falk und ihr Obduktionsgehilfe Stefan Moosbichler, auch Spike genannt, können keine vom Mörder hinterlassenen DNA-Spuren sicherstellen. Dafür finden Hauptkommissar Joe Lederer von der Mordkommission München und seine frühere, von ihm geschiedene Frau Sofie in der Wohnung des Opfers Heiligenfiguren sowie drei Glasgefäße mit je einem Totenkopf samt einer Inschrift. Zufällig kennt Sofie die darauf genannte Person R. König, da sie mit ihrer gläubigen Tante Vroni schon bei dem Trödler war. Mit seinem Kollegen Mick Lorenz fährt Joe zu ihm und hofft auf weitere Hinweise.

Obwohl Charly Loessl im Unklaren darüber ist, wie es um Sofie und ihren Ex Joe steht, macht er sich Hoffnungen auf eine gemeinsame Zukunft mit ihr und hat schon ein Haus gekauft, das er ihr zeigt. Doch ein unangenehmer Geruch lässt die Rechtsmedizinerin Schlimmes ahnen, und tatsächlich entdecken sie in einem eingemauerten Verlies eine mumifizierte Leiche.

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Die rote Frau von Alex Beer

Die rote FrauIm Nachkriegsalltag des Jahres 1920 wird Wien von bitterer Armut und politischen Unruhen geprägt. Während die Kriminalbeamten der Abteilung „Leib und Leben“ den spektakulären Mord an dem allseits beliebten Stadtrat Richard Fürst untersuchen, müssen der kriegsversehrte Inspektor August Emmerich, der von seinen Kollegen als Krüppel belächelt wird, und sein Assistent Ferdinand Winter, der seit einem schweren Unfall den linken Arm nicht mehr belasten darf, langweilige Schreibarbeiten erledigen. Nachdem Emmerich und sein Assistent für ihren Vorgesetzten Oberinspektor Gonska einen abstrusen Fall, in dem angeblich die Dreharbeiten zu einem neuen Film mit einem Fluch belegt wurden, zu dessen Zufriedenheit erledigt haben, erlaubt er ihnen im Fall Richard Fürst verdeckte Ermittlungen anzustellen, obwohl die Kollegen inzwischen einen Tatverdächtigen verhaftet haben. Emmerich ist sicher, dass der Kriegsveteran Josef Navratil nicht der Mörder des Stadtrats sein kann, doch ihm bleiben nur zweiundsiebzig Stunden Zeit, den Mordfall aufzuklären.

Der Plot des Kriminalromans Die rote Frau lebt von der Ermittlungsarbeit seines missmutigen Protagonisten, der dem Leser realistische Einblicke in das Milieu der damaligen Zeit ermöglicht, wobei er ihn an Orte führt, die im Wien der 1920er Jahre tatsächlich existiert haben.

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Tod in der Kaisergruft von Beate Maxian

Tod in der KaisergruftKaiserin Anna von Österreich-Tirol hat im Jahr 1617 den Bau der Kapuzinergruft in Wien, Grabstätte von 138 Habsburgern, testamentarisch angeordnet. An diesen Ort eilt die Journalistin Sarah Pauli vom „Wiener Boten“ in dem Kriminalroman von Beate Maxian, nachdem sie in ihrem Büro die Nachricht der Landespolizeidirektion gelesen hat. Es heißt, dass sich eine Kassiererin in der Gewalt eines oder mehrerer Geiselnehmer befindet, Anwohner und Hotelgäste evakuiert wurden und die Innenstadt weiträumig gemieden werden sollte. Mit ihrem Kollegen Simon beobachtet Sarah, wie das Sondereinsatzkommando Cobra die Gruft stürmt und schnell sickert durch, dass drei Menschen den Tod in der Kaisergruft gefunden haben. Sarah kann die frei gelassene Kassiererin Maja Petrovic für ein Gespräch gewinnen, die mitansehen musste, wie der Täter zwei Menschen und im Anschluss sich selbst erschossen hat. Da Sarah ihr eine Praktikumsstelle in Aussicht gestellt hat, darf sie die Informationen für eine exklusive Story verwenden, was ihr Bewunderung bei den Kollegen einbringt.

Wie die Chefinspekteure Martin Stein und Manuela Rossmann in einer Pressekonferenz bekanntgeben, handelt es sich bei dem Täter um einen vorbestraften Dreiundzwanzigjährigen. Seiner Mutter Maria Baldauf überbringen sie die Nachricht vom Tod ihres Sohnes Patrick, der vor der Tat in der Notrufzentrale mit Nennung seines Namens das Verbrechen angekündigt hat.

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Jagdsaison in Brodersby von Stefanie Ross

Jagdsaison in BrodersbyNachdem sein Freund bei einem Einsatz in Afghanistan ums Leben kam, hat Jan Storm, ehemaliger Soldat einer Eliteeinheit der Bundeswehr, in Brodersby an der Ostsee einen Neuanfang gewagt und sich als Landarzt niedergelassen. Nichts Böses ahnend, ruft ihn eines Morgens seine Tante Liz an, weil sie ihren Lebenspartner Felix vermisst. Augenblicklich ist Jan alarmiert, denn Felix ist nicht nur sein Freund, sondern auch sein krebskranker Patient. Wie sich herausstellt, hat sich Felix einer Gruppe von Tierschützern angeschlossen und wird bei dem Versuch, Wildgänse zu retten, durch einen Schuss leicht verletzt. Doch aus der Position der Jäger kann der Schuss unmöglich gekommen sein. Es muss jemand gezielt auf Felix geschossen haben. Oder galt der Schuss gar nicht ihm?

Mit seiner Freundin Lena sucht Jan den Vorsitzenden des Tierschutzvereins Arne Sanders in der Hoffnung auf, mehr über den Vorfall zu erfahren. Lena und er machen auch einen Abstecher zum Söbyer See, wo sich die Tierschützer versammelten. Prompt fällt ein weiterer Schuss, was Jan nicht einem Zufall zuschreibt. Zum Glück kommt sein Freund Jörg Hansen von der Polizei hinzu, mit dem er herausfinden will, was hinter der Jagdsaison in Brodersby steckt, wobei sie auf die Unterstützung der Kioskbesitzerin Erna zählen können. Aber dann wird im Garten von Jan eine Kiste mit Meerschweinchen und einem Zeitzünder versehen abgestellt, die Jan offensichtlich eine Warnung sein soll, um ihn von weiteren Nachforschungen abzuhalten.

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Schwarzes Watt von Hendrik Berg

Schwarzes WattIna Maurer macht mit ihrem Ehemann und den beiden Kindern in St. Peter-Ording Urlaub. Plötzlich sieht sie den Mann, der vor fast zwanzig Jahren ihre erst sechzehn Jahre alte Schwester Nelly umgebracht hat. Sie verfolgt den Mann, doch verliert sie seine Spur und geht daraufhin zur Polizei. Kriminalhauptkommissar Theo Krumme kann mit Hilfe seiner Kollegen Holger Mannsen und Patrizia Reichel sowie der Auswertung von Überwachungskameras die Identität des Mannes feststellen. Die Beamten statten ihm einen Besuch ab und stellen erstaunt fest, dass es sich bei dem Gesuchten um einen von allen Gemeindemitgliedern respektierten Pastor handelt. Auch Krummes Vorgesetzter kennt den Pastor und glaubt an seine Unschuld. Doch Ina besteht darauf, dass er der Mörder ihrer Schwester ist, den sie an seiner Narbe auf der Stirn erkannt haben will. Auf der anderen Seite sagt Inas Ehemann, dass sie sich in den vergangenen Jahren schon mehrmals sicher war und es sogar Verleumdungsklagen der zu Unrecht Beschuldigten gegeben hat. Während die DNA-Probe noch ausgewertet werden muss, besucht Krumme einen Kollegen, der seinerzeit die Ermittlungen an dem Mord an Nelly leitete.

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Im Licht der Erinnerung von Silke Ziegler

Im Licht der ErinnerungAm Strand von Espiguette werden zwei angeschossene und blutüberströmte Jugendliche, sowie eine Frau mit einer Kopfverletzung aufgefunden. Außer einer Waffe finden Officier Bernadette Lascallet und ihr Kollege Thibaut Daubry einen Ehering mit einer Gravur. Wie sich herausstellt, handelt es sich bei den Jugendlichen um Sophie und ihren Freund Yann, den Capitaine Émile Foncelle von der Police Nationale in Montpellier als den Sohn des Chefs Directeur Jacques Labachard identifiziert. Die beiden jungen Leuten sind vorerst nicht vernehmungsfähig, denn Yann kämpft um sein Leben und Sophie liegt im Koma. Als die Frau im Krankenhaus erwacht, kann sie sich an nichts erinnern und weiß weder ihren Namen, noch ihre Herkunft. Leider meldet sich auch niemand, der sie kennt, nachdem ein Foto von ihr veröffentlicht wurde.

An der am Strand aufgefundenen Waffe werden die Fingerabdrücke der unbekannten Frau nachgewiesen und an ihren Händen sind Schmauchspuren. Für die Ermittler steht daher fest, dass sie auf die Jugendlichen geschossen haben muss, doch fürchten sie bei einem Verfahren einen Freispruch wegen Schuldunfähigkeit, so lange sie sich an nichts erinnern kann.

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Das Vermächtnis der verlorenen Zeit von Wolfgang A. Gogolin

Das Vermächtnis der verlorenen ZeitZum Dank dafür, dass die Inspecteure Emil Legard und Mathis Durand einen Vergewaltiger und Mörder gefasst haben, bekommen sie von ihrem Chef Capitaine Luc Morel, dem Leiter der Mordkommission von Paris, einen freien Tag. Es gilt, zwei weitere Fälle aufzuklären: Eine Wasserleiche und die Ermordung der erst elf Jahre alte Natalie Cassell. Als Legard und Durand die Eltern von Natalie aufsuchen, geraten die beiden Ermittler in einen Streit, der dazu führt, dass ihnen Luc Morel den Fall entzieht und an die Kollegen Magda und Arno abgibt.

Während Emil Legard immerzu von der Bäckereiverkäuferin Marie schwärmt, die er jedoch wegen seiner Schüchternheit nicht anzusprechen wagt, quälen Mathis Durand die Erinnerungen an seine verstorbene Tochter, die dazu geführt haben, dass er die Nächte in der Kanalisation verbringt. Wegen dieses Verhaltens wurde er von Docteur Gabrielle Murat therapiert, allerdings ohne Erfolg. Luc Morel bittet die Ärztin deshalb, ihren Patienten abzugeben, worauf diese sich bei Piedad, der Leiterin des medizinischen Dienstes, beschwert. Der Capitaine nennt Durand, den er vorübergehend von der Arbeit suspendiert hat, eine Adresse, bei der er sich Hilfe holen soll.

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Blutmöwen von H. Dieter Neumann

BlutmöwenOberkommissarin Helene Christ von der Kriminalpolizei Flensburg wird von ihrem Kollegen Nuri Önal ein Leichenfund in der Feldmark bei Estoft gemeldet. Als beide am Fundort eintreffen, erfahren sie vom Dorfpolizist Mommsen, dass es sich bei dem Toten um den bei allen Dorfbewohnern unbeliebten Bauern und Jäger Enno Brodersen handelt. Der Gerichtsmediziner stellt fest, dass dieser bereits vor drei Tagen mit einem Schuss in die Brust getötet wurde, was auch den von ihm ausgehenden starken Geruch und die Blutmöwen erklärt, die sich bereits über die Leiche hergemacht haben. Die weiteren Ermittlungen ergeben, dass es sich bei der Tatwaffe um das Gewehr von Enno Brodersen handelt, das neben ihm gefunden wurde. Wie Kay Nissen von der Spurensicherung feststellt, wurden Latexhandschuhe beim Abfeuern der Waffe benutzt, weshalb die Ermittler einen Unfall ausschließen und von Mord ausgehen.

Helene Christ ist erstaunt, dass Karsten die Nachricht vom Tod seines Vaters so gefasst aufnimmt. Er macht keinen Hehl daraus, dass sein Vater häufig angetrunken war und er den Tyrann nicht mochte.

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Eiskalter Hund von Oliver Kern

Eiskalter HundJunggeselle Fellinger bekommt in seiner Eigenschaft als Hygienekontrolleur eines Tages einen anonymen Anruf: Beim Chinesen Peking würde etwas mit einer schwarzen Soße nicht stimmen. Fellinger stattet dem Peking einen Besuch ab und nimmt eine Probe der Soße. Bei der Gelegenheit schaut er in den Kühlraum und entdeckt zu seinem Entsetzen einen am Haken hängenden Hund. Sein kriminalistischer Spürsinn ist geweckt und er fährt zu Helga Poschinger, weil er vermutet, dass sie die Besitzerin des toten Tieres ist. Als er die Frau nicht antrifft und in ihrem Garten überfallen wird, ruft er die Polizei.

Da Polizeihauptkommissar Lechner verhindert ist, muss er mit dessen Kollege Kronawitter vorliebnehmen. Von Helga Poschingers Tochter Veronika, die zufällig zum Haus kommt, erfahren sie, dass ihre Mutter in Indien Urlaub macht und den Hund in eine Tierpension gegeben hat. Natürlich sucht Fellinger die Tierpension auf und er wird den Verdacht nicht los, dass es nicht nur den toten Hund gibt. Er kann Lechner überreden, im Haus von Helga Poschinger nach dem Rechten zu sehen, wo sie ihren Reisepass samt Flugticket finden. Doch da Lechner keinen Grund sieht, der Sache weiter nachzugehen, ermittelt Fellinger auf eigene Faust. Er fährt bis nach Krumau in die Tschechei und muss nicht nur einmal um sein Leben bangen. Denn außer einer niedergeschlagenen Putzfrau gibt es zwei Tote zu beklagen.

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