Unmittelbar zu Beginn des Zweiten Weltkrieges meldet sich die aus begütertem Hause stammende achtzehnjährige Mary North als Freiwillige beim Kriegsministerium. Zu ihrer Enttäuschung wird sie nur als Lehrerin eingesetzt und soll Kinder aus Sorge vor möglichen Luftangriffen auf London evakuieren. Doch nach Meinung der Schulleiterin behandelt sie die Kinder zu gut und darf nicht mit aufs Land reisen. Mit ihr bleiben Behinderte und Farbige zurück, darunter der Junge Zachary, der als „Nigger“ nichts zählt. Mary fühlt sich besonders für ihn verantwortlich und will die zurückgebliebenen Kinder weiter unterrichten. Sie sucht die Schulbehörde auf und bittet den Leiter Tom Shaw um Erlaubnis.

Mary wird die Geliebte von Tom und möchte ihre Freundin Hilda mit seinem Mitbewohner Alistair Heath verkuppeln. Die beiden Frauen bergen bei den immer stärker werdenden Luftangriffen die Verletzten und begeben sich in Lebensgefahr. Der Krieg verändert alle und überschattet auch Die Liebe in diesen Zeiten. Alistair meldet sich freiwillig an die Front. Nach einem kurzen Heimaturlaub empfinden Mary und Alistair, die nichts vom Lauf des Schicksals ahnen, starke Gefühle füreinander. Weiterlesen »

Bereits zu Lebzeiten wurde Felix Mendelssohn Bartholdy von seinen Zeitgenossen als der Mozart des 19. Jahrhunderts gehandelt. Wie diesem großen Musiker war auch Felix als Komponist, Pianist und Dirigent nur ein kurzes Leben vergönnt, doch reichte die Zeit, um sich vor allem als Dirigent einen Namen zu machen. Bis in die heutige Zeit übt er damit maßgeblichen Einfluss auf alle Dirigenten aus. Rosemarie Marschner hat seinen Lebensweg in ihrem informativen und spannenden Roman Good Morning, Mr. Mendelssohn nachgezeichnet.

Als eines von vier Geschwistern wird Felix 1809 geboren. Von seinen wohlhabenden Eltern Abraham und Lea wird Wert auf eine gute Bildung gelegt. 1816 entschließt sich der jüdische Vater aus Sorge, das Aufenthaltsrecht zu verlieren, seine Kinder taufen zu lassen und konvertiert selbst auch später zum lutherischen Glauben. Wie seine ebenfalls talentierte Schwester Fanny, die für Felix eine Seelenverwandte ist, wird er von Klavierlehrer Zelter unterrichtet, der den erst Zwölfjährigen seinem dreiundsiebzigjährigem Freund Goethe vorstellt.

Nach einem Umzug auf ein Anwesen in Berlin wird Felix schon mit fünfzehn Jahren als Künstler anerkannt, und als Sohn eines Stadtrates wird ihm das Privileg eines Studiums zuteil. Seine erste große Liebe hat keine Zukunft, wonach sich der junge Mann nur noch seiner Leidenschaft, der Musik, zuwendet. Weiterlesen »

Die gewählten Oberhäupter in den italienischen Republiken führten im Mittelalter den Titel eines Dogen. So auch in Venedig, das den Beinamen Serenissima trug. In dem historischen Roman von Stefan Maiwald wird Davide Venier unfreiwillig Der Spion des Dogen, nachdem er Opfer eines gegen ihn gerichteten Komplotts wurde, bei dem ihn sogar sein Gondoliere Enrico, wie auch sein Koch Rigoberto und sein ehemaliger Freund Valentino Lucari schwerer Anschuldigungen bezichtigt haben. Das Urteil der Inquisitoren lautet auf zehn Jahre Kerker und die Enteignung des Sohnes eines reichen Kaufmanns.

Um der Haft in den Bleikammern zu entgehen, entschließt sich Davide, das Angebot von Calaspin anzunehmen: Freiheit, wenn er sich fortan in den Dienst der Republik stellt. Davide verlangt auch die Freilassung seines Zellengenossen Hasan, der ihm neben dem Schachspiel auch Selbstverteidigung gelehrt hat. Mit Unterstützung des Malers Tintoretto, seines treuen Freundes Miguel de Cervantes und seiner Geliebten Veronica, Ehefrau eines einflussreichen Mannes, dem sie die Liaison nicht verschweigt, will er die Drahtzieher der Verschwörung ausfindig machen. Weiterlesen »

Prior Giovanni Luigi Picinardi, Leiter des Juristenkollegs, wird eines Tages im August 1665 zu Giovanni Andrea Sirani gebeten. Wie die Bewohner der Stadt Felsina, das heutige Bologna, ist er untröstlich über den vor zwei Tagen eingetretenen Tod seiner Tochter Elisabetta, die er in der Malerei unterrichtet hat. Obwohl die Verstorbene bereits beigesetzt wurde, soll ihr zu Ehren eine Feier in der Basilika abgehalten werden, wozu der Prior die oratio funebris, eine Trauerrede, halten soll. Sein Auftraggeber ahnt jedoch nicht, dass Picinardi in die junge Frau verliebt war und selbst trauert.

Erst von seiner Haushälterin erfährt der Prior von dem Gerücht, Elisabetta sei von ihrer Magd Lucia Tomolelli vergiftet worden. Als Jurist will er der Sache auf den Grund gehen und trifft sich daher häufig mit Bartolomeo Zanichelli, dem Leiter der Werkstatt im Hause Sirani, der zudem für die Trauerfeier ein Portrait der Verstorbenen malen soll. Ginevra Cantofoli, eine ihrer ehemaligen Schülerinnen, sucht den Prior auf und behauptet zu seiner Überraschung, dass Lucia nicht die Mörderin gewesen wäre. Picinardi ist auch an den Ausführungen von Graf Carlo Cesare Malvasia interessiert, der das Talent der Toten entdeckt hat und als ihr Förderer gilt. Und natürlich kommt er als Jurist auch nicht umhin, die des Mordes beschuldigte Magd Lucia mehrmals im Kerker aufzusuchen. Weiterlesen »

Zu Beginn des 17. Jahrhunderts geht der junge Hugh in Irland an Bord eines Segelschiffes, um im spanischen Salamanca ein Theologiestudium zu beginnen, das ihm in seiner Heimat verwehrt wird. Später will er nach Irland zurückkehren, um das Evangelium zu verkünden. Im Priesterseminar entschließt er sich, dem Franziskanerorden beizutreten. Mit Pater Florence Conry, der zwar die Ansichten des Novizen zum Keuschheitsgelübde nicht teilt, ihn aber dennoch schätzt, begibt er sich nach Flandern und schließt dort Freundschaft mit Owen Roe O-Neill, dem Neffen des Anführers der irischen Flüchtlinge. Bereits in Valladolid hat Hugh, der mittlerweile Pater ist, den Entschluss gefasst, ein Buch über die Lebensgeschichte von Thomas More zu schreiben. Um mehr über sein Leben zu erfahren, begibt sich Hugh nach London, wo man den Lordkanzler von England im Tower gefangen hielt und schließlich hinrichtete, weil er bis zum Schluss Heinrich VIII nicht als Oberhaupt der englischen Kirche anerkennen wollte.

Was Hugh nicht ahnt: Noch vor der Ablegung seines Gelübdes, lässt er Sofia, eine junge Frau, mit der es nur eine Begegnung nach einem Bad im See gegeben hat, schwanger zurück. Um ihren Eltern die Schande zu ersparen, verlässt sie ihr Dorf und schließt sich einer Theatergruppe an. Der Leiter bringt viel Verständnis für die junge Frau auf und unterbreitet ihr ein Angebot, das sie nicht ausschlagen kann. Weiterlesen »

Joanna Stafford erhält im Jahr 1540 von ihrem Cousin König Heinrich VIII den Befehl, nach Whitehall-Palast zu kommen, um für ihn einen Bildteppich anzufertigen. Gleich nach ihrer Ankunft im Palast wird sie von einem mutmaßlichen Pagen in einen Hinterhalt gelockt. Joanna kann sich befreien und ist froh, als ihr Thomas Culpeper zu Hilfe eilt. Doch die frühere Novizin, deren Kloster in Dartford wie alle anderen Klöster des Landes vom König aufgelöst wurde, wird den Verdacht nicht los, weiterhin verfolgt zu werden. Irgendjemand trachtet ihr nach dem Leben, oder noch schlimmer, will sie in seine Gewalt bringen.

Nachdem Joanna vom König zur Tapisseriemeisterin am Hof ernannt wurde, ist sie darüber erstaunt, dass ihre Freundin und Hofdame Catherine Howard auf dem Bildteppich dargestellt werden soll, denn immerhin ist Heinrich VIII in vierter Ehe mit Anna von Kleve verheiratet. Das kann nur bedeuten, dass er Catherine zu seiner Mätresse machen will und der Herzog von Norfolk wieder einmal seine Hände als Kuppler im Spiel hatte. Doch so sehr sich Joanna auch um ihre Freundin sorgt, beschäftigt sie ein heimlich belauschtes Gespräch: Wie es scheint, plant ihr Beschützer Thomas Culpeper mit ihrem Cousin Graf von Surrey und Sir Walter Hungerford irgend etwas, wobei immer wieder der Name eines gewissen Agrippa auftaucht, der sich mit Magie beschäftigt. Weiterlesen »

Nachdem Luzia Gassner in Ravensburg von der Inquisition verfolgt wurde und als Hexe verbrannt werden sollte, konnte sie sich nach Montpellier absetzen. Die Fortsetzung des Romans Seelenfeuer setzt an dem Punkt an, als sich die bereits als Hebamme tätige Luzia im Jahr 1492 bei Prof. Laval zur Medica ausbilden lässt. Allerdings sind auch in Montpellier nur Männer zum Studium zugelassen, so dass sich Luzia als Mann verkleidet tapfer schlägt. Obwohl sie ihr Examen bei den an dieser Universität üblichen, durch den Papst allerdings verbotenen Leichenöffnungen besteht, und Prof. Ibn Faris ihr Interesse an der Frauenheilkunde lobt, muss sie sich vor Miguel Alvarez in Acht nehmen. Nur Claude, einem guten Freund, ist es zu verdanken, dass sie im Schutz einer Reisegruppe in ihre Heimat fliehen kann. Doch auch während der gefährlichen Alpenüberquerung läuft sie Gefahr, von Mitreisenden als gebrandmarkte Hexe erkannt zu werden.

Endlich am Bodensee angekommen, weiß Luzia nicht, wie sie Johannes von der Wehr gegenübertreten soll, dem sie einst die Ehe versprochen hat. Nach wie vor fühlen sie sich zueinander hingezogen. Die Ordensfrau Schwester Ansgard und Johannes sind froh, in Luzia eine tatkräftige Hilfe im Medicus Hospital zu haben, da der Bader Achmüller die neuen medizinischen Erkenntnisse nicht teilt. Weiterlesen »

Der historische Roman Das Haus der grauen Mönche – Das Mündel von Jan Zweyer ist Auftakt einer Trilogie, deren zweiter Teil im Herbst 2015 und der letzte im Frühjahr 2016 erscheinen werden. Er handelt von einer Zeit, als die Kirche noch eine weitreichende Macht besaß, Heilpflanzen eine alleinige Schmerzlinderung versprachen und Ehen zum Zwecke einträglicher Geschäftsverbindungen von den Eltern besiegelt wurden.

Im ersten Teil der Trilogie fordert Herzog Johann ein Darlehen von den Benediktinermönchen, wobei Bruder Bartholomäus im Gegenzug ein Grundstück fordert, das allerdings dem Bauern Linhardt gehört, der es vom Vater des Herzogs zum Dank für die Rettung seines Lebens erhielt. Linhardt und seine Frau Ursell stehen dem Geschäft damit im Weg. Der Gardehauptmann des Herzogs, Philip von der Schadeburg, lauert deshalb mit seinen Männern dem Paar auf. Während Linhardt die Ehre seiner Frau retten will, wird er ermordet. Ursell greift daraufhin den Hauptmann an, der später behauptet, zuerst angegriffen worden zu sein. So wird Ursell in den Kerker geworfen und zum Tode verurteilt. Der Dominikanermönch Bruder Bernardo will ihr die Beichte abnehmen, und obwohl er an ihre Unschuld glaubt, kann er ihr nicht helfen. Doch erfährt er, dass sie ein Kind erwartet, so dass sie erst nach der Geburt hingerichtet werden kann. Ursell nimmt Bruder Bernardo das Versprechen ab, sich um ihren Sohn zu kümmern. Weiterlesen »

Im Alter von zwölf Jahren verlässt Jahan im 16. Jahrhundert seine indische Heimatstadt Hindustan und flieht vor seinem gewalttätigen Stiefvater. Er schmuggelt sich an Bord eines Schiffes, auf dem sich ein weißer Elefant befindet, ein Geschenk von Schah Humayuns an den Sultan in Istanbul. Durch eine List kann Jahan Kapitän Gareth davon überzeugen, dass er der Elefantenführer von Chota ist. Doch für seine Gunst, ihm das Leben geschenkt zu haben, erpresst er Jahan damit, dass dieser später im Palast für ihn stehlen soll.

In Istanbul wird Jahan von Sangram in die Palastregeln eingewiesen. Wie Nikola, Davud und der taubstumme Yusuf ist er ein Schüler von Sinan, dem Hofarchitekten von Sultan Süleyman. Jahan erhält Unterricht und wird ein geschätzter Bauzeichner. Weil aber auch Kapitän Gareth immer wieder Diebesgut einfordert, lässt Jahan bei jeder sich bietenden Gelegenheit etwas mitgehen. Als er gemeinsam mit seinem Elefanten Chota einem Kriegsfeldzug zum Sieg verhilft, dürfen sie von nun an im Serail wohnen. Dort begegnet Jahan der schönen Prinzessin Mihrimah und es betrübt ihn zutiefst, als er von ihrer Vermählung mit Rüstem Pascha erfährt.

Mit ihrem Meister Sinan bauen die vier Schüler Moscheen, Aquädukte, Brücken, Karawansereien und für den Astronom Takiyüddin sogar ein Observatorium. Doch sie haben mit Dürren, Erdbeben, Überschwemmungen, der Pest und immer häufiger mit nicht erklärbaren Unglücksfällen zu kämpfen, die nicht nur die Bauwerke zerstören, sondern auch viele Menschenleben fordern. Weiterlesen »

So, wie Palästina aktuell immer noch ein Krisenherd ist und Fundamentalisten Friedensbemühungen scheitern lassen, so kämpft auch Der junge Kreuzfahrer in dem historischen Roman von Lawrence T. Juarez für den Frieden. Im Alter von achtzehn Jahren bricht Konrad im Jahr 1226 von Koblenz nach Sizilien auf und schließt während der Reise Freundschaft mit Tonio. Der darf sich in Palermo der kaiserlichen Garde anschließen, während Konrad von Kaiser Friedrich dazu ausersehen ist, den vom Papst aufgezwungenen fünften Kreuzzug vorzubereiten. Der Kaiser bittet Carim, Konrad die arabische Sprache zu lehren und gemeinsam mit Tonio machen sich die beiden auf den Weg nach Kairo.

Unterdessen muss die Familie des ebenfalls achtzehnjährigen Muslim Raschid aus Cordoba nach Kairo auswandern, da Spanien nach langer islamistischer Herrschaft dem Christentum zufallen soll. Raschid, der in Kairo eine Anstellung als Privatsekretär bei Fahr ed-Din findet, freundet sich schnell mit Konrad, Carim und Tonio an und mit seinen Brüdern Hussein und Ali machen sich sechs junge Männer auf nach Isfahan. Wieder in Kairo, werden Konrad, Tonio und Carim zurück nach Palermo gerufen, doch führt sie eine weitere Reise nach Bagdad wieder zusammen, wo zähe Verhandlungen mit dem Wesir auf sie warten. In der Mongolei treffen sie auf einen jungen Mann, der sich nur Thai nennt und der ihnen immer mehr Rätsel aufgibt. Weiterlesen »

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