Deutschland verdummt von Michael Winterhoff

Deutschland verdummtÄltere Lehrer wissen um die in den letzten Jahren sozialen und emotionalen Veränderungen der Schüler, die ihnen Sorgen bereiten. In seinem Sachbuch „Deutschland verdummt“ widmet sich Michael Winterhoff dieser Gegebenheit und stellt fest, dass es bis in die 1990er Jahre gängige Praxis war, Kindern das Wissen durch Erwachsene zu vermitteln. Doch der seitdem propagierte offene Unterricht an unseren Schulen verhindert das, und der Autor spricht in dem Zusammenhang sogar von unterlassener Hilfeleistung. Das verordnete selbstständige Lernen kann seiner Meinung nach nicht funktionieren, weil Grundschüler zunächst einmal selbstständig werden müssen. Fälschlicherweise sehen viele in Kindern kleine Erwachsene. Ihre verpassten Entwicklungsschritte, deren Ursachen bei den Eltern liegen, führen zu einer auf dem Niveau eines Kleinkindes stehenden Psyche, womit die Fähigkeit der emotionalen und sozialen Leistungen eines Menschen gemeint sind. Selbst als Erwachsene bleiben sie auf diesem niedrigen Niveau, was Michael Winterhoff in seiner psychotherapeutischen Praxis bestätigt sieht.

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Der tanzende Direktor von Verena Friederike Hasel

Der tanzende DirektorDie in Berlin aufgewachsene Verena Friederike Hasel hat mit ihrem Ehemann und den drei Töchtern ein halbes Jahr bei den Maori in Narrow Neck, einem Vorort von Auckland, verbracht. In ihrem Buch „Der tanzende Direktor“ schreibt sie über das Bildungssystem in Neuseeland, das immer noch auf den von Sylvia Ashton-Warner entwickelten Methoden basiert, die vor mehr als einhundert Jahren geboren wurde. Gleichwohl wurde das Schulsystem in den 1980er Jahren innerhalb von nur vierzehn Monaten einer radikalen Änderung unterzogen. Ein von der Regierung entworfenes „Dezilsystem“ verteilt das für die Bildung bereitgestellte Geld gerecht, und der ständige Austausch zwischen Wissenschaftlern und Schulen hat dazu geführt, dass das erfolgreiche Pilotprojekt „Reading Recovery“ von den USA, Kanada, England und Australien übernommen wurde.

Immer wieder stellt die Autorin, die gerne an der Seite ihres Kindes einen „Erziehungskünstler“ nach dem Vorbild von John Keating aus dem Film „Der Club der toten Dichter“ hätte, Vergleiche zum deutschen Schulsystem an.

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Nein, du gehst jetzt nicht aufs Klo! von Thomas Böhm

Nein, du gehst jetzt nicht aufs Klo!Als Dozent für Schulrecht und Rechtskunde ist Thomas Böhm ein ausgewiesener Experte bezüglich sämtlicher im Schulalltag auftretender Fragen der Lehrer, die häufig keine Gewissheit darüber haben, was sie dürfen und was nicht. In seinem informativen Ratgeber „Nein, du gehst jetzt nicht aufs Klo!“ macht er deutlich, dass Lehrer einen öffentlichen Bildungsauftrag zu erfüllen haben und nicht etwa dazu da sind, die „Glücksansprüche“ der Schüler zu erfüllen. Das Ziel von Schule ist klar definiert: Die Lern- und Erziehungserfolge stehen im Vordergrund, der Spaßfaktor ist nur zweitrangig, wenn auch erwünscht.

Der Besuch einer Schule ist nicht nur ein Recht, sondern eine Pflicht, und der Schüler ist laut Schulgesetz zu einer aktiven Mitarbeit verpflichtet. Hier wird bereits deutlich, dass es auch in der Schule nicht ohne Regeln geht, die in den Schulgesetzen verankert sind.

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Schnupperpraktikum – Mein erstes Jahr als Schulhund von Inge Rösl

Schnupperpraktikum - Mein erstes Jahr als SchulhundDie Schüler sitzen konzentriert an ihren Arbeitstischen, zeigen ein überdurchschnittliches Sozialverhalten, sind lernwillig und wissbegierig und freuen sich auf den Schulalltag. Inge Rösl weiß, dass diese Vorstellung nicht einer Fantasie entspringt, sondern durchaus Realität sein kann. In dem Buch „Schnupperpraktikum – Mein erstes Jahr als Schulhund“ lässt sie ihre Boxerhündin Aina zu Wort kommen, die als Schulhund in die Fußstapfen ihrer Vorgängerin Fanny schlüpfen soll.

Mit gerade zehn Wochen beginnt für Aina das Schnupperpraktikum an der Schule. Jeden Freitag nimmt ihr Frauchen sie und die Hündin Fanny, die ihr viel beibringen muss, mit in die Schule . Denn sie darf die Kinder nicht beißen, nicht an ihnen hochspringen, darf sie nicht umwerfen und nur draußen pinkeln. Außerdem muss sie lernen, sich ruhig zu verhalten, wenn die Kinder lesen lernen sollen und sie darf nicht sofort nach Leckereien schnappen, sondern muss geduldig warten können.

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