Das Biedermeier-Spielzeughaus von Therese und Hubert Siegmund

Das Biedermeier-SpielzeughausEin ganz ungewöhnliches Werk haben Therese und Hubert Siegmund mit dem Bilderbuch „Das Biedermeier-Spielzeughaus“ geschaffen. Bilderbücher, die ohne Text auskommen, sind zwar nichts Besonderes und es gibt sie in Hülle und Fülle, womit gerade die Kleinsten einen ersten Zugang zu einem Buch überhaupt gewinnen. Was aber dieses Werk von allen anderen unterscheidet ist, dass es sich zu einer Wohnstube aufklappen lässt, die typisch für die Wohnsituation der Jahre um 1840 ist und als Biedermeier bezeichnet wird.

Anstelle der Möglichkeit zum Blättern zeigt sich in dem großformatigen Buch nach dem Aufklappen mittig die Front eines Spielwarengeschäftes von Julius Siegmund, zur rechten im Erdgeschoss ein Kinderzimmer und darüber eine Küche, deren drei Seiten von vorne betrachtet werden können, während die eine Seite der „Wand“, je nach Betrachtungswinkel, die Fensterfront von außen gesehen darstellt, an die sich ein Garten anschließt.

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Die Sommergäste von Matias Acosta

Die SommergästeEin allein lebender Mann wird zum Sommerbeginn durch laute Rufe geweckt. Als er die Ursache, drei laut schnatternde Gänse erblickt, ahnt er schon, dass es von nun an mit der morgendlichen Ruhe vorbei ist. Sämtliche Versuche, die Gänse zu verscheuchen, misslingen. Schließlich bleibt ihm nichts anderes übrig, als diese den Sommer über zu dulden. Früher als sonst wird es Herbst, doch die Gänse brechen immer noch nicht auf. Offensichtlich ist ihnen nicht klar, dass sie bei ihm nicht überwintern können. Aber wie soll er ihnen das klar machen?

Das großformatige Bilderbuch von Matías Acosta kommt mir sehr wenig Text aus, denn seinen Illustrationen können weitere Informationen entnommen werden. Das beginnt bereits mit dem Lebensumfeld des Mannes, der ohne Nachbarn alleine in einem kleinen Haus mit einer angrenzenden Runddachhalle wohnt, umgeben von Bergen.

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Hörst du, wie der Himmel singt? von Kirsten Miller

Hörst du, wie der Himmel singt?Der achtjährige Ash lebt mit seiner Mutter Yanela in einem kleinen Haus in Südafrika, in dem schon seine Vorfahren gelebt haben. Regelmäßig besucht ein fremder Mann seine Mutter und zieht sich mit ihr zurück, so dass Ash noch die Geschwister Honey und Zuko bekommt. Obwohl schon der kleine Zuko ein guter Beobachter ist, kann er nicht sprechen und somit auch nicht artikulieren, dass er lieber barfuß läuft, weil die Schuhe drücken. Als Ash zwölf Jahre alt ist, besucht sie der Fremde ein letztes Mal. Da mit seinem Fortgang die Geldzuwendungen ausbleiben, geht es der Familie zunehmend schlechter. Für die kränkliche Honey fehlt es an Medikamenten. Sie verstirbt, woraufhin die Mutter hinter dem Haus eine Grube aushebt. Eine Beerdigungsfeier kann sie sich nicht leisten, denn sie ist ohne Arbeit.

Als Ash siebzehn Jahre alt ist, verrät ihm seine Mutter auf dem Sterbebett, dass der Fremde ein teurer Anwalt in der Stadt ist und Dominic Rahl heißt. Sie rät ihrem Sohn, von dem Ort, an dem alle krank werden, wegzugehen und bittet ihn, sich um Zuko zu kümmern.

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Ein Licht im Wald von Raphaël Kolly

Ein Licht im WaldAuf einem Feld macht das Kaninchen Entdeckungen und beobachtet kleine Tiere. Dabei gelangt es immer tiefer in den Wald, den es in der Dunkelheit nicht kennt. Das Kaninchen fragt sich, wo die Sonne geblieben ist und fängt in der Nacht an zu weinen. Endlich sieht es „Ein Licht im Wald“, das warm ist und das es sogar zu einem Ball formen kann. Das Licht vor sich hertragend, bahnt sich das Kaninchen den Weg. Plötzlich rumpelt der Boden und es kommt ein Maulwurf zum Vorschein, der um ein Stück des Lichts bittet, damit er in seinem Bau lesen kann. Das Kaninchen gibt dem Maulwurf die Hälfte seines Lichts ab.

Als nächstes möchte ein Greifvogel ein Stück von dem Licht, und wieder teilt das Kaninchen, damit der Vogel seiner Freundin nach Hause leuchten kann. Nachdem auch noch der Fuchs von dem Licht möchte, damit sein Kind besser einschlafen kann, ist nach der erneuten Teilung das Licht nur noch so klein, dass das verzweifelte Kaninchen nicht mehr den Weg aus dem Wald finden kann.

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Nie mehr Oma-Lina-Tag? von Hermien Stellmacher

Nie mehr Oma-Lina-TagWie kann einem Kind eine Ewigkeit erklärt werden, wenn es sich schon nichts unter einer Stunde, einem Tag oder gar einem Monat vorstellen kann? Genau darum geht es aber, wenn jemand verstorben ist, denn dieser Abschied ist endgültig, für immer. Welche Worte können einem Kind begreiflich machen, dass es einen geliebten Menschen nie mehr sehen kann? Hermien Stellmacher nimmt Eltern und Erziehern mit ihrer Bilderbuchgeschichte „Nie mehr Oma-Lina-Tag?“ diese Last von den Schultern, indem sie schon für die Kleinsten eine tröstende Geschichte geschrieben hat:

Jeden Mittwoch wird Jasper von seiner Nachbarin, die für ihn Oma Lina ist, von der Schule abgeholt und gemeinsam backen sie Pfannkuchen. Deshalb ist der Mittwoch auch Jaspers Lieblingstag. Doch eines Tages holt ihn seine Mutter von der Schule ab, weil Oma Lina am Nachmittag ins Krankenhaus muss.

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Wir sind füreinander da von Louise Spilsbury

Wir sind füreinander daPädagogisch ist es sinnvoll, wenn schon den Kleinsten Grenzen aufgezeigt werden, denn nur so kann ihnen bewusst werden, dass sie von ihren Eltern geliebt werden. Lässt man ihnen alles durchgehen, entwickelt sich das Gefühl, dem anderen egal, nicht wichtig genug zu sein. Grenzen müssen gesteckt werden, doch sie müssen genau definiert werden, dürfen nicht „schwammig“ sein. Das Kind muss wissen, was es darf und was nicht. Und genau dafür gibt es Regeln, die das Sachbilderbuch „Wir sind füreinander da“ von Louise Spilsbury zu Beginn erklärt. Am Beispiel eines neuen Spieles wird erläutert, wie wichtig Regeln sind, und auch zu Hause, in der Familie, in der Schule oder im Schwimmbad geht es nicht ohne Regeln, wobei nicht überall dieselben gelten.

Nachdem den Kindern die unterschiedlichsten Regeln vor Augen geführt wurden, werden sie im Weiteren mit den Konsequenzen vertraut gemacht, wenn Regeln gebrochen werden. Sie erfahren, dass Regeln nicht nur für Kinder, sondern ebenso für Erwachsene gelten, beispielsweise im Straßenverkehr, und dass auch ihnen bei Nichtbefolgung empfindliche Strafen drohen.

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Amalinta und die Bruderschaft der Zeit von A.L. Beringer

Amalinta und die Bruderschaft der ZeitAtalanta plagt fast jede Nacht derselbe Alptraum, in dem sie sich von einem mysteriösen Mann mit gelben Augen verfolgt fühlt. An ihrem siebzehnten Geburtstag wird ihr Traum sehr real: Eine Hand greift nach ihrem Arm und tatsächlich zeugt später ein Hämatom davon. Als ihre Freundinnen berichten, dass Amalinta während eines Traumes in einer ihnen unbekannten Sprache gesprochen hat und es im Zimmer eiskalt wurde, während sie jedoch geglüht hätte, entschließt sich Amalinta, eine Traumdeuterin in Wien aufzusuchen. Sie verfasst eine letzte Nachricht an ihre Familie und entsorgt daraufhin ihr Handy im Müll.

Amalintas Träume vermischen sich zunehmend mit der Realität und als sie nach einer Bewusstlosigkeit erwacht, erblickt sie ein aus Mosaiken bestehendes Löwenjunges, das sich Nagual nennt. Plötzlich vernimmt sie eine Stimme, die ihr sagt, dass sie für viele die einzige Hoffnung wäre und man viele Jahrhunderte auf ihr Kommen gewartet hätte.

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Onkel Flores von Eymard Toledo

Onkel FloresIn einer ziemlich wahren Geschichte aus Brasilien ist „Onkel Flores“ ein Schneider. Sein Neffe Edinho hat bereits viel von ihm gelernt, während er die Nachmittage bis zur Heimkehr seiner Mutter von der Arbeit bei seinem Onkel verbracht hat. Dieser erzählt ihm viel davon, wie es früher war, als der Fluss Velho Chico noch sauberes Wasser führte und die Lavadeiras, die Wäscherinnen, dort ihre Wäsche waschen konnten. Nachdem Fabriken gebaut wurden und auch Wohnraum für die Arbeiter geschaffen werden musste, wandelte sich das Dorf Pinbauê in eine Stadt.

Dem Neffen fällt auf, dass sein Onkel mit der Zeit nur noch graue Arbeitskleider für die Fabrik näht. Doch irgendwann ändert sich auch das, denn die einheitlichen Arbeitsanzüge werden in einem fernen Land hergestellt.

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Etwas Schwarzes von Reza Dalvand

Etwas SchwarzesEines Tages entdeckt ein Leopard zwischen grün und rot schillernden Bäumen „Etwas Schwarzes“. Dabei kann es sich nur um einen seiner schwarzen Flecken handeln, die er beim Jagen verloren haben muss. Damit den anderen nicht dasselbe widerfährt, macht er sich sofort auf um alle zu warnen. Ein Rabe sieht ebenfalls das Schwarze und hält es für ein Stück von einem Stern. Er fürchtet, der Himmel könnte einstürzen und will alle Waldbewohner über das drohende Unheil informieren. Sein Gekrächze alarmiert wiederum den Fuchs. Dieser sieht das Schwarze auch, weiß aber nicht, was es sein könnte. Vielleicht das Tuch der Prinzessin? Wenn der König sein Heer ausschickt um es zu suchen, muss er unbedingt alle vor seinen Soldaten warnen.

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Mister Oscar macht Ferien von Jim Field

Mister Oscar macht FerienIn einer dicht besiedelten Stadt wohnt im obersten Stockwerk eines Hochhauses der freundliche Hund Mister Oscar. Er beschließt, mit seinem Goldfisch Chips seine Freunde zu besuchen. Bevor es mit dem Zug auf die Reise geht, muss er natürlich einige Dinge einpacken. Bei der Ankunft auf dem Land regnet es. Da Mister Oscar nicht weiß, wie man ein Zelt aufschlägt, hilft ihm Eva dabei. Am darauffolgenden Tag fährt er mit dem Bus in die verschneiten Berge und mit dem Lift geht es auf einen Skihang. An einem anderen Tag trifft sich Mister Oscar mit seiner Freundin Caro an einem See, wo sie eine Bootsfahrt unternehmen. Mit Jojo und Didi geht er im Meer schwimmen. Als er sich mit seinem alten Freund Dougal in einer Stadt trifft, kennt der zum Glück ein nettes Café. Aber auch die schönsten Ferien neigen sich einmal dem Ende zu, und es geht für Mister Oscar und seinen Goldfisch Chips wieder nach Hause.

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