Onkel Flores von Eymard Toledo

Onkel FloresIn einer ziemlich wahren Geschichte aus Brasilien ist „Onkel Flores“ ein Schneider. Sein Neffe Edinho hat bereits viel von ihm gelernt, während er die Nachmittage bis zur Heimkehr seiner Mutter von der Arbeit bei seinem Onkel verbracht hat. Dieser erzählt ihm viel davon, wie es früher war, als der Fluss Velho Chico noch sauberes Wasser führte und die Lavadeiras, die Wäscherinnen, dort ihre Wäsche waschen konnten. Nachdem Fabriken gebaut wurden und auch Wohnraum für die Arbeiter geschaffen werden musste, wandelte sich das Dorf Pinbauê in eine Stadt.

Dem Neffen fällt auf, dass sein Onkel mit der Zeit nur noch graue Arbeitskleider für die Fabrik näht. Doch irgendwann ändert sich auch das, denn die einheitlichen Arbeitsanzüge werden in einem fernen Land hergestellt.

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Etwas Schwarzes von Reza Dalvand

Etwas SchwarzesEines Tages entdeckt ein Leopard zwischen grün und rot schillernden Bäumen „Etwas Schwarzes“. Dabei kann es sich nur um einen seiner schwarzen Flecken handeln, die er beim Jagen verloren haben muss. Damit den anderen nicht dasselbe widerfährt, macht er sich sofort auf um alle zu warnen. Ein Rabe sieht ebenfalls das Schwarze und hält es für ein Stück von einem Stern. Er fürchtet, der Himmel könnte einstürzen und will alle Waldbewohner über das drohende Unheil informieren. Sein Gekrächze alarmiert wiederum den Fuchs. Dieser sieht das Schwarze auch, weiß aber nicht, was es sein könnte. Vielleicht das Tuch der Prinzessin? Wenn der König sein Heer ausschickt um es zu suchen, muss er unbedingt alle vor seinen Soldaten warnen.

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Mister Oscar macht Ferien von Jim Field

Mister Oscar macht FerienIn einer dicht besiedelten Stadt wohnt im obersten Stockwerk eines Hochhauses der freundliche Hund Mister Oscar. Er beschließt, mit seinem Goldfisch Chips seine Freunde zu besuchen. Bevor es mit dem Zug auf die Reise geht, muss er natürlich einige Dinge einpacken. Bei der Ankunft auf dem Land regnet es. Da Mister Oscar nicht weiß, wie man ein Zelt aufschlägt, hilft ihm Eva dabei. Am darauffolgenden Tag fährt er mit dem Bus in die verschneiten Berge und mit dem Lift geht es auf einen Skihang. An einem anderen Tag trifft sich Mister Oscar mit seiner Freundin Caro an einem See, wo sie eine Bootsfahrt unternehmen. Mit Jojo und Didi geht er im Meer schwimmen. Als er sich mit seinem alten Freund Dougal in einer Stadt trifft, kennt der zum Glück ein nettes Café. Aber auch die schönsten Ferien neigen sich einmal dem Ende zu, und es geht für Mister Oscar und seinen Goldfisch Chips wieder nach Hause.

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Ich bin still von David Ouimet

Ich bin stillEs gibt Menschen, die sich lieber zurückziehen und still verhalten. Für ihre Mitmenschen gelten sie als schüchtern oder introvertiert. Nur selten kommen sie aus sich heraus und erheben ihre Stimme. Genau so ergeht es einem kleinen Mädchen in dem Bilderbuch „Ich bin still“ von David Ouimet. Es ist manchmal still, weil es sowieso niemand versteht, wenn es spricht. Aus der Kleinen spricht Verzweiflung, weil sie nicht weiß, wie sie sein soll. Sie hört auch nicht immer zu, wenn andere etwas sagen, weil ihre Gedanken leicht abgelenkt werden und abschweifen. Am liebsten möchte sie davonfliegen.

Erst der Griff zu einem Buch und dem Besuch einer riesigen Bibliothek gibt ihr das Gefühl, auch irgendwie dazuzugehören. Beim Lesen schöpft sie neuen Mut und stellt fest, dass sie gar nicht so viel anders ist wie die anderen und auch gar nicht so klein, wie sie immer meinte. Endlich blickt sie voller Pläne in die Zukunft und will ganze Städte erbauen, in denen es nicht still sein wird, auch wenn sie es jetzt noch manchmal ist.

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Kuckuck, ich bin wieder da! von Daniel Fehr

Kuckuck, ich bin wieder da!Der Kuckuck zählt zu den bedrohten Tierarten. Um den Winter in unseren Breitengraden überleben zu können, begibt er sich jedes Jahr im August auf eine weite Reise, die ihn entweder zu seinem Winterquartier südlich des Äquators oder nach Westafrika führt. Erst im Frühling, spätestens Ende Mai, tritt er die lange Rückreise an, die er vornehmlich in der Nacht und in Etappen von etwa fünfzig Kilometern zurücklegt. In dem Kinderbuch von Daniel Fehr kommt auch ein Kuckuck gerade im Frühling aus Afrika und ruft freudestrahlend „Kuckuck, ich bin wieder da!“. Doch leider antwortet ihm niemand, was ihm seltsam vorkommt. So fliegt er zum großen Baum, wo die Maus wohnt und stellt fest, dass sie nicht zu Hause ist. Sein nächstes Ziel ist die Lichtung, wo er den Hirsch anzutreffen hofft.

Schließlich versucht es der Kuckuck beim Igel, der eigentlich immer da ist. Zu seinem Erstaunen ist auch er nicht in seinem Nest. Er hat kaum noch Hoffnung, den Salamander in seiner Höhle anzutreffen.

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Die zweite Arche von Heinz Janisch

Die zweite ArcheIm strömenden Regen steht Alef am Strand und sieht, wie sich die Arche Noah am Horizont immer weiter von ihm entfernt. Zu dumm, dass er zu spät gekommen ist und die Abfahrt verpasst hat. Wie sich herausstellt, hat es auch das Einhorn nicht geschafft. Nach und nach kommen noch Zentauren hinzu, ein geflügeltes Pferd, ein Pegasus, der Vogel Greif und eine Sphinx. Alef fasst einen Plan und verkündet, eine zweite Arche bauen zu wollen, woraufhin alle sofort das benötigte Material zusammentragen. Nach drei Tagen und Nächten sind sie endlich mit der Arbeit fertig, und der stärker werdende Regen hebt das Boot an und treibt es auf das offene Meer.

Es ist eine lange Reise, bei der sie Zyphius, halb Fisch, halb Drache, schwimmend begleitet. Während es unaufhörlich regnet, haben sich die Passagiere, die einander respektieren, viel zu erzählen. Erst nach vierundzwanzig Tagen lässt der Regen nach, das Wasser fließt ab und „Die zweite Arche“ geht auf Grund.

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Die Savannenkicker von Regi Widmer

Die SavannenkickerIn der Savanne, dem Übergang vom tropischen Regenwald zu einer Wüste, fragt der Löwe unter einem Affenbrotbaum, wer mit ihm Fußball spielen möchte. Wie zu erwarten, sind „Die Savannen-Kicker“, bestehend aus Antilope, Gepardin, Giraffe, Hyäne, Warzenschwein, Zebra, Nashorn, Erdmännchen und Gnu sofort begeistert. Alle machen sich auf den Weg zum Fußballplatz. Der Löwe, der ins Tor geht und davon überzeugt ist, dass er keinen Ball ins Netz gehen lässt, erhält sofort einen Dämpfer, als das Warzenschwein richtig zielt.

Widerwillig spielt der Löwe weiter. Als die Giraffe zum Kopfball ansetzt, muss die Hyäne darüber lachen. Übermütig hält sie sich am Hals der Giraffe fest. Für den Löwe ist das ein klares Foul, weil es gegen die Regeln verstößt.

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Tina hat Mut von Tatia Nadareischwili

Tina hat MutTina lebt mit ihren Eltern und ihrem Hund Poppy in einem Holzhaus auf dem Land. In ihrem Garten geht sie mit ihrem Vater auf Entdeckungsreise. Vor dem dunklen und riesigen, hinter dem Haus gelegenen Bambuswald fürchtet sie sich. Als ihr Vater auf eine lange Reise geht, schenkt er Tina einen Kreisel. Wenn sie Langeweile hat, so sein Rat, soll sie ihn kreisen lassen und dann in die Richtung laufen, wohin die Spitze zeigt, denn dort gäbe es bestimmt Interessantes zu entdecken. Tatsächlich wagt sich das Mädchen zusammen mit Poppy in den Bambuswald, nachdem die Spitze des Kreisels genau in diese Richtung gezeigt hat.

Im Wald vernimmt Tina ein ungewöhnliches Pfeifen. Sie entdeckt ein Papier mit einer Zeichnung, geht weiter und findet ein weiteres Blatt. Immer begleitet von dem Pfeifton, stößt sie im Wald auf noch mehr bemalte Papiere. Der Spur der Töne folgend, steht sie plötzlich vor einem Baumhaus.

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Im Garten von Oma Apo von Wei Tang

Im Garten von Oma ApoDie chinesische Autorin Wei Tang erzählt in ihrem Kinderbuch, wie es „Im Garten von Oma Apo“ aussieht. Oma Apo hat nämlich einen Gemüsegarten, obwohl sie im obersten Stockwerk, mitten in einer großen Stadt wohnt. Wenn sie auf den Markt geht, kauft sie dort nicht ein, wie es die anderen Leute tun, sondern sie sammelt das weggeworfene und welke Gemüse, fährt es mit dem Einkaufswagen nach Hause und verfüttert es an ihre Hühner und Enten auf der Dachterrasse.

Für Oma Apo gibt es dort immer viel Arbeit: Sie baut ein Gemüsebeet, muss die Pflanzen regelmäßig gießen und das Ungeziefer bekämpfen. Das alles nimmt sie für eine reichhaltige Ernte in Kauf. Was sie selbst nicht benötigt, verteilt sie an ihre Nachbarn.

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Pino, Lela und der kleine Fuchs von Günther Jakobs

Pino, Lela und der kleine FuchsDas Eichhörnchen Pino wird in dem Kinderbuch „Pino, Lela und der kleine Fuchs“ eines Morgens von seiner besten Freundin, der Schwalbe Lela, geweckt. Sie will ihm ganz dringend etwas zeigen. Pino folgt Lela in den Wald zu einem hilflosen Fuchsbaby. Auf Nachfrage erklärt ihnen das Fuchsbaby, dass es seine Mama und die Geschwister beim Herumtollen verloren hat. Obwohl Pino skeptisch ist und Angst vor den gefährlichen Füchsen hat, will er trotzdem helfen, denn das weinende Fuchsbaby tut ihm leid. Während Lela Hilfe holen will, soll Pino dem Fuchsbaby Gesellschaft leisten. Die Schwalbe kommt mit einer Eule zurück, die allerdings die Fuchseltern nicht finden kann. Lela holt die Rehe, ein Wildschwein und Kaninchen zur Hilfe, doch auch sie können die Füchse nicht finden. Erst der Dachs führt alle zum Fuchsbau, in den das Fuchsbaby sofort schlüpft.

Kinder erfahren aus der Geschichte etwas über die besonderen Eigenschaften der vorgestellten Tiere. So können die Augen einer Eule besonders gut in der Nacht sehen. Rehe sind in der Lage, in kurzer Zeit große Gebiete im Wald zu durchforsten, weil sie schnell und wendig sind.

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