Ein Baum kommt selten allein – Mein Freundschaftsbuch

Ein Baum kommt selten allein - Mein FreundschaftsbuchDie Großeltern der heutigen Grundschüler kennen es noch: Das Poesiealbum, in das Freunde und Verwandte einen zumeist sich reimenden Spruch geschrieben haben und, sofern vorhanden, Glanzbildchen geklebt oder in Ermangelung solcher selbst etwas gemalt haben. Längst ist diese Form der Erinnerung durch Freundschaftsbücher mit vorgegebenen Angaben zu eigenen Wünschen oder Vorlieben abgelöst. Zu dem Freundschaftsbuch „Ein Baum kommt selten allein“ hat Elisabeth Etz die lobende Idee gehabt, Kindern frühzeitig zu vermitteln, wie wichtig ein lebendiger Planet mit Bäumen ist. So finden sich mit bunt gestalteten Illustrationen von Nini Spagl auf jeder der einundvierzig von einem Freund zu gestaltenden Doppelseiten neben dem Namen und Patz für ein Foto Angaben zum Berufswunsch, was man großartig findet oder nicht mag und was man „total gut“ kann, wobei ein freies Feld Raum für Inspiration lässt.

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Puppen sind doch nichts für Jungen! von Ludovic Flamant

Puppen sind doch nichts für Jungen!Längst haben sich die Rollen der Geschlechter verändert: Frauen besorgen nicht mehr nur den Haushalt und hüten die Kinder, sondern gehen einer beruflichen Tätigkeit nach, während sich die Männer durchaus auch an den häuslichen Aufgaben beteiligen, indem sie einkaufen, kochen oder die Wäsche aufhängen. „Puppen sind doch nichts für Jungen!“, heißt es provokativ in dem Kinderbuch von Ludovic Flamant. Doch wie sieht das sein Protagonist? Nico bekommt nämlich von seiner Tante eine Puppe aus Stoffresten und ist über Mimi, wie er sein Geschenk nennt, begeistert. Zunächst wundern sich seine Eltern nur über ihren Sohn, können jedoch nicht akzeptieren, dass dieser sich weigert in die Schule zu gehen, weil er Mimi dorthin nicht mitnehmen darf.

Der Vater sieht keinen anderen Ausweg, als Nico den Kauf eines ‘super echten Jungenspielzeugs‘ in Aussicht zu stellen. Sein älterer Bruder reklamiert dieses Recht natürlich auch für sich und entscheidet sich für eine Ritterfigur.

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Der kleine Bär in der Schule von Jean-Luc Englebert

Der kleine Bär in der SchuleBevor der lange Winter einsetzt, beschließt der kleine Bär, ein letztes Mal den Bäumen im Wald einen Besuch abzustatten. Neugierig betrachtet er eine bunte Wollmütze, die an einem Ast hängt. Er fragt sich, was das für ein Teil ist und was man damit machen kann. Während er mit der Mütze spielt, stellt er fest, dass sie weich, warm, schön und witzig ist. Instinktiv setzt er sich das ihm unbekannte Ding auf den Kopf und geht weiter. Dieses Mal allerdings zum ersten Mal bis ans Ende des Waldes. Dort entdeckt er spielende Kinder, die alle genau so ein seltsames Teil auf dem Kopf haben. Als sich der kleine Bär alles aus der Nähe anschauen will, spricht ihn ein kleiner Junge an, der ihn für den neuen Schüler hält. Alle Schüler sind nun neugierig und wollen wissen, wie der Neue heißt, wo er wohnt und vor allem, warum er einen Pelzmantel trägt. Ohne zu zögern nehmen sie den kleinen Bären einfach mit in ihre Klasse.

Die Lehrerin bemerkt den neuen Schüler gar nicht und fährt im Unterricht fort. Erst, nachdem der Bär schon eingeschlafen ist, wird sie auf ihn aufmerksam. Sie entscheidet, dass sich seine Mutter bestimmt schon Sorgen macht und sie ihn schnellstens in den Wald zurückbringen müssen.

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Zin von Hassan Zahreddine

ZinFür im Wohlstand aufgewachsene Kinder mag es wünschenswert sein, nicht in die Schule gehen zu müssen. Doch was, wenn sie stattdessen arbeiten müssten? Wie sähe es dann aus! In dem Kinderbuch „Zin“ wächst der Junge Zineddine mit vielen Geschwistern im Libanon auf. Zu essen gibt es für alle immer nur wenig, und obwohl niemand eine Schule besucht, haben sie keine Zeit zum Spielen, denn bereits als Kind müssen sie arbeiten gehen. In der Druckerei, in die Zineddine von seinem Vater mitgenommen wird, nennt man ihn der Einfachheit halber nur Zin. Sein Meister druckt seinen Namen aus drei kleinen Stücken Metall auf ein Blatt und erklärt dem Jungen, dass eine Aneinanderreihung von Wörtern letztlich einen Text ergeben, der in Büchern und Zeitungen gelesen werden kann.

Zin hat Freude an der Arbeit in der Druckerei, wenn er aus einem Setzkasten die entsprechenden Buchstaben sucht und zu Wörtern zusammensetzt. Ist er unterwegs, freut er sich darüber, wenn er die Schriftzüge an den Geschäften lesen kann.

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Das Meer von Micaela Chirif

Das MeerIn Form von Gedichten mit nicht reimenden Zeilen stellt Micaela Chirif in ihrem Kinderbuch „Das Meer“ Dinge und Lebewesen vor, die uns in der Welt begegnen. DER HIMMEL, so schreibt sie, kann verschiedene Farben aufzeigen, manchmal bevölkern ihn Wolken und Sterne und er strahlt über dem Meer. Auf dem Grund des Meeres schläft DER OKTOPUS, der im Schlaf seine Farbe ändern kann. DER WAL, der so schwer wie eine riesige Menge Oktopusse ist, erschrickt einen Fischer, der schließlich lacht und den Wal grüßt.

Über DIE MEERJUNGFRAU schreibt Micaela Chirif, dass sie keinen Namen trägt, niemand weiß, was sie isst und dass sie mit ihrem Gesang die Fische grüßt. DIE FISCHE reisen weder mit dem Flugzeug, einem Schiff oder dem Zug, noch mit einem Rad an ihr Ziel, wo sie ihre Eier legen.

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Panzerschloss von Lisa Aigelsperger

PanzerschlossDie aus der Feder von Carl Sandburg berühmt gewordene Zeile „Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin“ dürfte so ziemlich jedem bekannt sein. Was wäre, wenn aus einem Panzer plötzlich ein Schloss würde? Diese Idee hat Lisa Aigelsperger in ihrem Kinderbuch „Panzerschloss“ umgesetzt, in dem zwei Kindern eine Geschichte vorgelesen wird, in der sie selbst zu Handlungspersonen werden: Eine Prinzessin und ein Räuber spielen immer nur so lange miteinander, bis es Streit gibt. Sobald nämlich der Räuber die Prinzessin herumkommandieren will, weil sie nach einer Entführung durch ihn gefälligst weinen soll, wird sie wütend.

Plötzlich kommt ein Kind auf die beiden zugelaufen, gefolgt von einem riesigen „Trumm“, einem mit uniformierten Soldaten besetzten Panzer. Der Aufforderung, den Wald zu verlassen, folgen die drei mutigen Kinder nicht, obwohl ihnen prophezeit wird, dass es „BUMM BUMM“ machen wird und alle umfallen.

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Babyleicht erklärt: Physik von Judith und Marcus Weber

Babyleicht erklärt: PhysikVon Natur aus sind kleine Kinder wissbegierig und fragen ihren Eltern nicht selten „Löcher“ in den Bauch. Erst, wenn sie zur Schule kommen und Lernen für viele von ihnen zu einer Pflichtübung wird, verlieren sie das Interesse und die Lust daran. Judith und Marcus Weber haben sich mit dem Kinderbuch „Babyleicht erklärt: Physik“ die Neugier der Kleinen zu Nutze gemacht. Sie geben darin Antworten auf Fragen, die vielleicht nur im Unterbewusstsein von Kindern schlummern und wenn sie, wie mit den erklärenden Texten der Autoren, auf die Sachverhalte gestoßen werden, sollte es sie zum Nachdenken anregen.

Die zwei Protagonisten sind der Affe Toffi und seine Freundin Meg, ein Koala-Weibchen, das etwas älter als Toffi ist und besonders viel über physikalische Zusammenhänge weiß.

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Elmar feiert Weihnachten von David McKee

Elmar feiert WeihnachtenOb zu Hause, im Kindergarten oder im Förderunterricht in der Schule, kaum ein Kind kennt nicht den bunten Elefanten Elmar von David McKee, der diese liebenswerte Figur kreiert hat. Die Kinder kennen mittlerweile die Freunde von Elmar, haben mit ihm Musik gemacht und eine Menge Abenteuer erlebt. In dem Bilderbuch „Elmar feiert Weihnachten“ wird Elmar von dem Elch daran erinnert, dass heute Nacht der Weihnachtselefant kommt, den die Kleinen vielleicht sogar einmal selbst sehen können, wenn sie ihn nicht stören. Mit den Elefantenkindern trägt Elmar zunächst einen Weihnachtsbaum nach Hause und verspricht ihnen unter der Voraussetzung, dass sie „keinen Mucks“ machen, für die Nacht eine große Überraschung.

Gemeinsam wird der Baum geschmückt und die Geschenke werden daruntergelegt, die der Weihnachtselefant abholen und in der Welt verteilen soll. Endlich ist es so weit: Elmar lädt die Geschenke auf den Schlitten und die kleinen Elefanten beobachten alles aus ihrem Versteck. Natürlich sollen auch sie nicht leer ausgehen, und so legt Elmar neben jeden schlafenden kleinen Elefanten ein zurückgelegtes Geschenk vom Weihnachtselefant.

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Auch Muffelhörnchen brauchen Freunde von Katja Reider

Auch Muffelhörnchen brauchen FreundeEkki Eichhorn muss sich eines Morgens beeilen, um schnell seinen Laden „Krims und Kram“ zu öffnen. Doch auf dem Weg dorthin verunglückt er bei einem Sprung von Ast zu Ast und fällt fast auf Fine Maus. Zu allem Unglück hat er sich auch noch die Pfote verletzt und kann damit unmöglich arbeiten. Er muss, so viel ist klar, eine Hilfe einstellen. Mit Fine malt er ein Schild und schon melden sich die ersten Bewerber. Doch Ekki hat am Marienkäfer, dem Wildschwein, Uhu, Fuchs, Igel und auch am Dachs etwas auszusetzen. Erst am Abend kommt noch jemand und das verletzte Eichhorn hofft, dass Schmidtchen Hase endlich der Richtige ist.

Am nächsten Tag wartet Ekki ungeduldig auf den Hasen, weil er mit seiner Pfote zu Frau Dr. Gans-Heile möchte. Bevor er sich von Schmidtchen verabschiedet, reicht er ihm den Staubwedel und bittet ihn, die Waren zu prüfen.

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Das Biedermeier-Spielzeughaus von Therese und Hubert Siegmund

Das Biedermeier-SpielzeughausEin ganz ungewöhnliches Werk haben Therese und Hubert Siegmund mit dem Bilderbuch „Das Biedermeier-Spielzeughaus“ geschaffen. Bilderbücher, die ohne Text auskommen, sind zwar nichts Besonderes und es gibt sie in Hülle und Fülle, womit gerade die Kleinsten einen ersten Zugang zu einem Buch überhaupt gewinnen. Was aber dieses Werk von allen anderen unterscheidet ist, dass es sich zu einer Wohnstube aufklappen lässt, die typisch für die Wohnsituation der Jahre um 1840 ist und als Biedermeier bezeichnet wird.

Anstelle der Möglichkeit zum Blättern zeigt sich in dem großformatigen Buch nach dem Aufklappen mittig die Front eines Spielwarengeschäftes von Julius Siegmund, zur rechten im Erdgeschoss ein Kinderzimmer und darüber eine Küche, deren drei Seiten von vorne betrachtet werden können, während die eine Seite der „Wand“, je nach Betrachtungswinkel, die Fensterfront von außen gesehen darstellt, an die sich ein Garten anschließt.

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