Die zweite Arche von Heinz Janisch

Die zweite ArcheIm strömenden Regen steht Alef am Strand und sieht, wie sich die Arche Noah am Horizont immer weiter von ihm entfernt. Zu dumm, dass er zu spät gekommen ist und die Abfahrt verpasst hat. Wie sich herausstellt, hat es auch das Einhorn nicht geschafft. Nach und nach kommen noch Zentauren hinzu, ein geflügeltes Pferd, ein Pegasus, der Vogel Greif und eine Sphinx. Alef fasst einen Plan und verkündet, eine zweite Arche bauen zu wollen, woraufhin alle sofort das benötigte Material zusammentragen. Nach drei Tagen und Nächten sind sie endlich mit der Arbeit fertig, und der stärker werdende Regen hebt das Boot an und treibt es auf das offene Meer.

Es ist eine lange Reise, bei der sie Zyphius, halb Fisch, halb Drache, schwimmend begleitet. Während es unaufhörlich regnet, haben sich die Passagiere, die einander respektieren, viel zu erzählen. Erst nach vierundzwanzig Tagen lässt der Regen nach, das Wasser fließt ab und „Die zweite Arche“ geht auf Grund.

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Die Savannenkicker von Regi Widmer

Die SavannenkickerIn der Savanne, dem Übergang vom tropischen Regenwald zu einer Wüste, fragt der Löwe unter einem Affenbrotbaum, wer mit ihm Fußball spielen möchte. Wie zu erwarten, sind „Die Savannen-Kicker“, bestehend aus Antilope, Gepardin, Giraffe, Hyäne, Warzenschwein, Zebra, Nashorn, Erdmännchen und Gnu sofort begeistert. Alle machen sich auf den Weg zum Fußballplatz. Der Löwe, der ins Tor geht und davon überzeugt ist, dass er keinen Ball ins Netz gehen lässt, erhält sofort einen Dämpfer, als das Warzenschwein richtig zielt.

Widerwillig spielt der Löwe weiter. Als die Giraffe zum Kopfball ansetzt, muss die Hyäne darüber lachen. Übermütig hält sie sich am Hals der Giraffe fest. Für den Löwe ist das ein klares Foul, weil es gegen die Regeln verstößt.

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Agentin Yeshi von Gabriela Kasperski

Agentin YeshiHauptfigur in dem Kinderroman „Agentin-Yeshi“ von Gabriela Kasperski ist die dunkelhäutige, aus Äthiopien stammende zehnjährige Yeshi. Sie lebt allein mit ihrer Adoptivmutter, die als Lektorin in einem Verlag arbeitet. Als Yeshi ihren von der Mutter getrenntlebenden Adoptivvater in London besucht, verliert sie ihn unterwegs aus den Augen. Zum ersten Mal muss sie ihr Talent als Agentin unter Beweis stellen und haarscharf kombinieren, wie sie sich wiederfinden können.

In ihrer Schule gibt es sowohl einen neuen Lehrer als auch die neue Mitschülerin Liv. Yeshi würde gerne ihre Freundin werden, wird jedoch von ihr abgewiesen. Als Herr Bernasconi mit den Schülern ein Weihnachts-Musical aufführen will und jeder etwas anderes möchte, können sie sich nicht einigen. Deshalb sollen sie sich Argumente für ihre Wahl überlegen. Danach soll demokratisch abgestimmt werden. Yeshi will unbedingt eine Prinzessin spielen, aber zu ihrer Enttäuschung scheint es noch nie eine dunkelhäutige Prinzessin gegeben zu haben. Mit ihren pfefferminzgrünen Turnschuhen begibt sie sich auf die Suche nach einer Lösung, wobei sie auf ihren besten Freund Stefano und seine Freundin Mo bauen kann, die auch aus Äthiopien stammt.

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Tina hat Mut von Tatia Nadareischwili

Tina hat MutTina lebt mit ihren Eltern und ihrem Hund Poppy in einem Holzhaus auf dem Land. In ihrem Garten geht sie mit ihrem Vater auf Entdeckungsreise. Vor dem dunklen und riesigen, hinter dem Haus gelegenen Bambuswald fürchtet sie sich. Als ihr Vater auf eine lange Reise geht, schenkt er Tina einen Kreisel. Wenn sie Langeweile hat, so sein Rat, soll sie ihn kreisen lassen und dann in die Richtung laufen, wohin die Spitze zeigt, denn dort gäbe es bestimmt Interessantes zu entdecken. Tatsächlich wagt sich das Mädchen zusammen mit Poppy in den Bambuswald, nachdem die Spitze des Kreisels genau in diese Richtung gezeigt hat.

Im Wald vernimmt Tina ein ungewöhnliches Pfeifen. Sie entdeckt ein Papier mit einer Zeichnung, geht weiter und findet ein weiteres Blatt. Immer begleitet von dem Pfeifton, stößt sie im Wald auf noch mehr bemalte Papiere. Der Spur der Töne folgend, steht sie plötzlich vor einem Baumhaus.

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Der beste Notfall der Welt von Lorenz Pauli

Der beste Notfall der WeltDem neunjährigen Gustav wird von seinem Vater mitgeteilt, dass Ben, der Sohn seines besten Freundes, für knapp zwei Wochen zu ihnen kommen wird. Im Gegensatz zu seinem Vater, für den die Lösung „Der beste Notfall der Welt“ ist, zeigt sich Gustav davon gar nicht begeistert. Als die Familie Ben mit dem Auto zu sich holt, macht der Vater auf einem Waldweg plötzlich eine Vollbremsung. Wie sich herausstellt, hat er eine Maus angefahren, die verletzt am Straßenrand liegt. Für die Eltern ist das nicht weiter tragisch, doch obwohl sich die beiden Jungen nicht leiden können, sind sie sich einig und wollen die Maus gesund pflegen.

Zu Hause findet Gustav ein undefinierbares Teilchen aus Metall. Da sich die Kinder nicht einigen können, wer es behalten darf, soll Ben zu der unfreundlichen Nachbarin Frau Koller gehen und nur dann, wenn diese der Maus helfen kann, soll Ben das Teilchen gehören. Doch Gustav hat nicht damit gerechnet, dass Ben durch seine höfliche Bitte und Überzeugungskraft Frau Koller dazu bewegt, dem verletzten Tier tatsächlich zu helfen.

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Sibiro Haiku von Jurga Vilė

Sibiro HaikuWie die Übersetzerin Saskia Drude in einem Nachwort des Kinderbuches „Sibiro Haiku“ von Jurga Vilė ausführt, wurden im Sommer 1940 die baltischen Staaten von sowjetischen Truppen besetzt. Ab Juni 1941 folgten Deportationen von vermeintlichen Staatsfeinden. Bis 1952 wurden schätzungsweise über einhundertdreißigtausend Menschen verschleppt, unter ihnen Algis Mielis, der Vater von Jurga Vilė, die das Buch nach Erzählungen ihres Vaters und ihrer Großmutter Röslein, mit eigenen Gedanken ausgeschmückt, in Form eines japanischen Kurzgedichtes (Haiku) ein Sibirisches Haiku, so die Übersetzung des Titels, geschrieben hat.

Am 14. Juni 1941 pochen in den frühen Morgenstunden zwei russische Soldaten an die Tür der Familie Mielis. Algis und seine Schwester Dalia, den Eltern und der Großmutter Röslein bleiben nur zehn Minuten Zeit zum Anziehen und um das Nötigste zu packen. Neben weiteren Familien werden sie auf einen Pferdekarren geladen und hoffen noch, dass sich alles als Irrtum herausstellt.

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Salamuras Abenteuer von Artschil Salukauri

Salamuras AbenteuerDas Zwergenland Kondareti wird von König Kondar XV und Königin Kondarine regiert. Ihr Sohn Kondaruchi erblickt in einem Traum eine Fee aus dem Glühwürmchenland, die man ihm unbedingt zum Spielen bringen soll. Doch niemand weiß, wo sie zu finden ist. Der Erste Wesir des Königs und Staatsältester hat daraufhin eine Idee und stattet seine Tochter Printa mit funkelnden Perlen im Haar aus. Sie soll sich als die gewünschte Fee ausgeben und könnte auf diese Weise Königin werden. Doch erkennt der Prinz die falsche Fee an ihrer hässlichen und viel zu großen Nase mit der darauf liegenden Warze.

Dem Marienkäferhirte Salamura gehen zwei seiner Marienkäfer verloren, die er wiederfinden muss. Unterwegs begegnet er der Glühwürmchenfee Baia, die von seinem Spiel auf der Salamuriflöte hingerissen ist. Bevor Salamura sich wieder auf den Weg macht, um seine Marienkäfer zu finden, verspricht er wiederzukommen und Baia den Sonnenaufgang zu zeigen, da sie als Hirtin der Glühwürmchen noch nie die Sonne gesehen hat.

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Die Olympiahoffnung von Daniel Badraun

Die OlympiahoffnungFür Sven und Kati einer fünften Schulklasse geht es mit dem Zug auf Klassenfahrt in ein Lager im Tessin, wobei sie von den Lehrern Herrn Pletscher und Frau Saxer begleitet werden. Allerdings fährt zum Leidwesen von Sven auch die Parallelklasse mit. Schon auf der Anreise stehen bei Zwischenstopps in Bellinzona und Lugano Wettkämpfe auf dem Programm, die ausgerechnet die „Hohlköpfe“ aus der Parallelklasse gewinnen. Als die Schüler mit einem Regionalzug weiter nach Ponte Tresa fahren, fällt Sven auf, dass Kati nicht mehr im Zug sitzt. Er kann sich auch keinen Reim darauf machen, wieso ein Sportreporter von ihr Fotos besitzt und allen zeigt. Was Sven nicht weiß ist, dass Kati einer Turnerin verblüffend ähnelt. Durch Zufall hat Kati nämlich Stan Miller von der Schweizer Nationalmannschaft kennengelernt, der ihr Vorbild Petra Huber trainiert.

Die Kunstturnerin Petra Huber wird als „Die Olympiahoffnung“ gehandelt, doch ist sie dem Stress nicht mehr gewachsen und muss sich für die Olympischen Spiele in Tokyo erholen. Da kommt es ihrem Trainer gerade recht, als er in Kati eine Doppelgängerin von Petra gefunden hat.

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Eins zwei. Eins zwei drei. von Ryeo-Ryeong Kim

Eins zwei. Eins zwei drei.Wan-Duk ist siebzehn Jahre alt und lebt mit seinem Vater Jeong-Bok und dessen Bruder Min-Gu in bescheidenen Verhältnissen. In einem Betonkasten, der auf dem Dach eines Mehrfamilienhauses in Seoul steht, bewohnen sie eine Einzimmerwohnung. Nachdem das Tanzlokal, in dem sein Vater und der Onkel als Tänzer gearbeitet haben, geschlossen wurde, verkaufen sie in U-Bahnen Gemüseschneider und Strumpfhosen. Es kommt vor, dass sie für ein paar Wochen auf den umliegenden Märkten unterwegs sind, dann ist Wan-Duk alleine. Von seinem Klassenlehrer Dung-Ju erfährt er, dass er eine Mutter haben soll, die Vietnamesin ist, von der er allerdings noch nie gehört hat. Obwohl sein Vater dagegen ist, meldet sich Wan-Duk zum Kickboxen an. Um die Gebühren aufzubringen, arbeitet er am Wochenende. Mit Unterstützung seines Trainers bereitet er sich auf einen Wettkampf vor.

Der Jugendroman „Eins zwei. Eins zwei drei.“ von Kim Ryeo-Ryeong handelt von dem ärmlichen Alltag des jugendlichen Protagonisten, der ohne Hoffnung in die Zukunft blickt. Während sich seine Klassenkameraden Gedanken über ein Studium machen, muss er den Alltag bewältigen.

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Im Garten von Oma Apo von Wei Tang

Im Garten von Oma ApoDie chinesische Autorin Wei Tang erzählt in ihrem Kinderbuch, wie es „Im Garten von Oma Apo“ aussieht. Oma Apo hat nämlich einen Gemüsegarten, obwohl sie im obersten Stockwerk, mitten in einer großen Stadt wohnt. Wenn sie auf den Markt geht, kauft sie dort nicht ein, wie es die anderen Leute tun, sondern sie sammelt das weggeworfene und welke Gemüse, fährt es mit dem Einkaufswagen nach Hause und verfüttert es an ihre Hühner und Enten auf der Dachterrasse.

Für Oma Apo gibt es dort immer viel Arbeit: Sie baut ein Gemüsebeet, muss die Pflanzen regelmäßig gießen und das Ungeziefer bekämpfen. Das alles nimmt sie für eine reichhaltige Ernte in Kauf. Was sie selbst nicht benötigt, verteilt sie an ihre Nachbarn.

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