Hotel Weitblick von Renate Silberer

Hotel WeitblickDer ledige Dr. Marius Tankwart hat es bis zu seinem fünfzigsten Lebensjahr weit gebracht. Nach einem wirtschaftswissenschaftlichen Studium und seiner Promotion zählt er zu den besten Consultern in Österreich. Bevor er in drei Tagen zu einer Reise mit neuem Lebensziel nach Mexiko aufbricht, leitet er noch ein Auswahlverfahren, bei dem der nächste Geschäftsführer für eine Werbeagentur gesucht wird. Mit unterschiedlichen Verkehrsmitteln reisen vier Kandidaten an: Horst Wienacher, deren Partnerin verärgert ist, weil er ausgerechnet an ihrem Jahrestag nicht bei ihr ist; Franz Seidlinger, der nicht versteht, warum sich seine Frau Sonja darüber beschwert, dass er an den Wochenenden so häufig weg ist, zumal ihre und der beiden Kinder Wünsche beträchtliche Summen verschlingen; Helmut Griegler, der viel Zeit im Fitnessstudio verbringt und gerne von sich als Marathonläufer spricht; schließlich als einzige Frau Annette Stumpner, die im ungünstigsten Moment unter Panikattacken leidet.

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Immer noch wach von Fabian Neidhardt

Immer noch wachAlex Fink ist dreißig Jahre alt und hat erst kürzlich mit seinem besten Freund Bene, den er seit der Kindheit kennt, das vegane Café „Türrahmen“ eröffnet. Das Leben könnte so schön sein, denn in Lisa hat er eine zuverlässige Lebenspartnerin gefunden. Doch immer öfter quälen ihn Kopfschmerzen, er ist abgeschlagen und müde, leidet an Übelkeit. Alex geht zu Dr. Münchenberg, der eine Reihe von Untersuchungen veranlasst. Der Arzt teilt seinem Patienten mit, dass er an einem unheilbaren Karzinom leidet. Wie schon bei seinem Vater lautet auch bei Alex die Diagnose Magenkrebs. Dr. Münchenberg macht ihm wenig Hoffnung, allenfalls bleiben ihm vier Monate, in denen er noch sein Leben genießen kann. Eine Operation könne lediglich den Tod hinauszögern, ansonsten bleibt nur eine palliative Behandlung, bei der die Schmerzen gelindert werden.

Alex ist fest entschlossen, die ihm verbleibende Zeit mit Lisa und Bene zu verbringen. Weitere Untersuchungen oder gar eine Operation lehnt er mit der Begründung ab, dass dadurch lediglich sein Leiden verlängert würde und er sowieso die meiste Zeit davon im Krankenhaus verbringen müsste.

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Das Kind der Wellen von Rebecca Martin

Das Kind der WellenFamilie Sommer besitzt ein Ferienhaus an der Nordseeküste. Als Lisa mit ihrem Mann Lukas sowie den Kindern Johnny, Neo und Millie vor gut einem Jahr in der Villa Urlaub gemacht haben, passte sie nur einen Moment nicht auf und die dreijährige Millie ertrank in den Fluten. Seitdem ergeht Lisa in Selbstvorwürfen und hat schon versucht, sich in der Badewanne zu ertränken. Da sie sich kaum noch um ihre beiden Söhne kümmert, leidet auch das Verhältnis zu ihrem Ehemann, der mit der Zeit kein Verständnis für das Verhalten seiner Frau aufbringen kann. Schließlich fasst Lisa den Entschluss und fährt mit dem Vorsatz, ihrer Tochter zu folgen, an die Nordseeküste.

Bei der Inspektion der alten Villa entdeckt Lisa einen Wasserschaden. Sie fragt ihre Nachbarin Anke Peters um Rat, die sie zur Schreinerei Claassen schickt. Jonas Claassen, der lange Zeit zu Forschungszwecken in der Antarktis verbracht hat, ist zunächst nicht darüber erfreut, dass sein Vater Lars, dessen Frau vor Monaten verstarb und der die Schreinerei längst aufgegeben hat, der Frau helfen will.

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Die Spur des Schweigens von Amelie Fried

Die Spur des SchweigensKurz nach dem Abitur hatte Julia Feldmann die Journalistenschule besucht und träumte davon, investigative Reportagen zu schreiben. Doch seitdem hält sie sich mit dem Verfassen von Pressemeldungen sowie Texten für Broschüren im Wellnessbereich über Wasser und arbeitet als freie Medizin-Journalistin für das Magazin „Gesundheit heute“. Von dessen Chefredakteur Chris Hensel, mit dem Julia gemeinsam die Journalistenschule besucht hat, bekommt sie gelegentlich Aufträge, Berichte über Selbsterfahrungen oder Reportagen zu schreiben. Nach einer Pressekonferenz über ein Präparat zur Gewichtsreduktion lehnt sie es allerdings ab, das Pulver in einem Selbstversuch zu testen oder auch nur darüber zu schreiben, da sie das angebliche Wundermittel für gesundheitlich bedenklich hält.

Obwohl Julia der Me-Too-Debatte eigentlich überdrüssig ist, nimmt sie den Vorschlag von Chris an, einem Verdacht über Machtmissbrauch und sexuelle Übergriffe an einem bekannten deutschen Forschungsinstitut nachzugehen.

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Ameisenmonarchie von Romina Pleschko

AmeisenmonarchieDr. Herb Mazur hat eine gynäkologische Praxis in Wien. Mit seiner Ehefrau Magdalena hat er die Tochter Greta, die jedoch in Stockholm lebt und nur selten zu Besuch kommt, sowie den Sohn Herb Simon Mazur. Der Gynäkologe bereitet sich darauf vor, seinem Sohn die Praxis zu überlassen.

Mit diesen Worten ist im Prinzip schon der Inhalt des Romans „Ameisenmonarchie“ von Romina Pleschko wiedergegeben. Was noch fehlt sind die weiteren Handlungspersonen, die den Reiz des Plots ausmachen, denn sie alle sind in jeder Hinsicht auf ihre Weise einzigartig: Zunächst ist da der Gynäkologe Herb Senior, der bereits vor einem Ergebnis einer Blutuntersuchung die richtige Diagnose stellt. So sehr er sich die Praxisübernahme durch seinen Sohn wünscht, so missgönnt er diesem den Anblick seiner attraktiven Sprechstundenhilfen. Seiner Ehefrau mischt er in pulverisierter Form Tabletten gegen ihre hysterischen Anfälle zum Zwecke der Sedierung in die Salami, wohl wissend, dass sie sich ausschließlich von dieser ernährt.

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Im Augenblick der Freiheit von Burghard Schlicht

Im Augenblick der FreiheitRebecca ist bekannt, dass sie 1972 in Jamaika als Lucy geboren wurde. Doch von ihrer leiblichen Mutter, die sich den Hippies zugehörig fühlte, wurde sie sofort nach der Geburt weggegeben. So ist sie bei mormonischen Adoptiveltern aufgewachsen. Um mehr über ihre Mutter Jenny in Erfahrung zu bringen, besucht sie kurz nach dem Einsturz der Twin Towers Gottfried, den damaligen Geliebten ihrer Mutter, in seiner Augenarztpraxis. Sie berichtet ihm, Gegenstände nicht mehr zu erkennen, „flackernde Ringe“ und „farbige Nebel“ sowie bunte Schreckensbilder zu sehen. Da sich jedoch keine medizinische Ursache finden lässt, überweist er Rebecca in eine psychosomatische Klinik, aus der sie jedoch flieht.

So schwierig es ist, sich in den Roman „Im Augenblick der Freiheit“ „einzulesen“, so schwierig gestaltet sich das Verständnis der Lektüre im weiteren Verlauf. Der Autor kommt von „Höcksken auf Stöcksken“ und spricht unterschiedlichste Themen an. Der Plot wirkt wie ein Konstrukt, das den Leser verwirrt.

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Die verstummte Liebe von Melanie Metzenthin

Die verstummte LiebeNach dem plötzlichen Tod ihres Vaters James Mitchell erkennt Ellinor ihre Mutter Helen nicht mehr wieder. Diese verhält sich eigenartig und scheint den Verstand verloren zu haben. Zudem spricht sie von Opfern, die sie hätte bringen müssen, vom Glück des Lebens, um das sie gebracht worden ist und davon, dass sie mit dem Tod ihres Ehemannes endlich frei würde. Schließlich zeigt Helen ihrer Tochter ein Telegramm, das den zwei Jahre zurückliegenden Tod eines Dr. Ludwig Ellerweg im Jahr 1943 zum Inhalt hat, der die große Liebe ihrer Mutter gewesen sein soll. Ellinor ist wie vor den Kopf gestoßen und will wissen, was das zu bedeuten hat, woraufhin ihre Mutter ihr eine lange Geschichte erzählt.

Helen wächst als Tochter des gut situierten Bankdirektors Kenneth Manderville auf, der es an nichts fehlt: Eine Gouvernante übernimmt ihre Erziehung, sie erhält privaten Unterricht in Sprachen und Angestellte umsorgen die Familie.

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Die Geschichte von Jack Worrigang und seiner Suche nach Erfolg von Andre Dieckschulte

Die Geschichte von Jack Worrigang und seiner Suche nach ErfolgMit Anfang zwanzig studierte Jack Worrigang Betriebswirtschaftslehre an der Universität von Cambridge und promovierte mit fünfundzwanzig Jahren. Als seine Eltern Selma und Peter Worrigang bei einem Autounfall ums Leben kamen, vermachten sie ihm eine erfolgreiche Beraterfirma, deren Kunden Regierungen und Unternehmen auf der ganzen Welt sind. Drei Jahre lang plante Jack eine Reise, auf der er erfolgreiche Menschen auf der ganzen Welt befragen will, um für sich selbst eine Antwort auf die Frage zu finden: „Was ist Erfolg im Leben?“. Als Unternehmer verfügt er über ausreichende finanzielle Mittel, um sich eine solche Reise leisten zu können. Eine innere Stimme sagt ihm, dass Frankreich das Land wäre, in dem er Antworten finden würde, und so fliegt er fast elf Stunden von New York nonstop nach Paris, um den Geheimnissen des Erfolgs auf die Spur zu kommen.

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Die Schweigende von Ellen Sandberg

Die SchweigendeAm Sterbebett ihres Vaters musste Imke versprechen, einen gewissen Peter aufzuspüren. Doch als sie ihre Mutter Karin Remy fragt, wer damit gemeint sein könnte, behauptet diese, keinen Peter zu kennen. Imke, die außer ihrer Arbeit als Übersetzerin nebenbei Seifen herstellt, richtet sich das Gartenhaus ihrer Mutter als Werkstatt ein. Bei der Entrümpelung stößt sie auf Unterlagen, die ihr vielleicht einen ersten Hinweis auf den Peter geben, den sie sucht: Von der Leiterin eines Erziehungsheimes wurde er im Jahr 1958 als vermisst gemeldet. Während Imke die weitere Suche nicht aufgibt und auf Unterstützung ihres Ehemannes Moritz bauen kann, kümmert sie sich als die fürsorglichste von drei Schwestern um ihre Mutter, die den Tod ihres Mannes Jens nach vierundfünfzig Ehejahren nicht überwinden kann. Zu allem Überfluss vernachlässigt Karin sowohl den bis zum Tod des Ehemanns gepflegten Garten, als auch neuerdings ihre Körperhygiene.

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Bürde & Segen von Shqipe Sylejmani

Bürde & SegenUm ihren Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen, haben Shotes Eltern den Kosovo verlassen und sind in die Schweiz gezogen. Da sie weiterhin die zurückgebliebenen Verwandten in der Heimat finanziell unterstützt haben, wuchs Shote in dem reichen Land in ärmlichen Verhältnissen auf. Mit ihrer Familie verbrachte sie früher die Ferien im Kosovo bei den Großeltern, doch als sie älter wurde, ist sie der wiederholten Bitte ihrer Großmutter, sie zu besuchen, nicht mehr nachgekommen. Als Shote die Nachricht vom Tod der Großmutter erreicht, ist es dafür zu spät und sie schämt sich. Nach der Trauerfeier überreicht ihr ein Onkel das Notizbuch ihrer Großmutter, das Orte in Albanien auflistet, die diese gerne in ihrem Leben bereist hätte. Doch dann kam der Krieg und sie hat die Reise, die ihr Ehemann ihr versprochen hat, nie antreten können.

Zurück in der Schweiz geht Shote das Notizbuch nicht mehr aus dem Kopf. Ihre Erinnerungen gehen immer wieder zu ihrer Großmutter, die jedem, der Rat brauchte, eine passende Geschichte erzählen konnte. Kann es Zufall sein, dass das Buch mit einer bis ins Kleinste geplanten Reiseroute in ihre Hände gelangte, oder ist es ein Zeichen?

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