Frauen, die denken, sind gefährlich und stark von Stefan Bollmann

Frauen, die denken, sind gefährlich und stark
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Frauen müssen auch heute noch einen Spagat machen, wenn sie ihr Familienleben mit einer Berufstätigkeit vereinbaren wollen und darüber hinaus werden sie oftmals noch geringer bezahlt wie ihre männlichen Kollegen. In Deutschland wurden sie erst ab 1908 zum Studium zugelassen und die Frage, was angeboren oder anerzogen ist, sorgt immer noch für Diskussionsstoff. Das Buch Frauen, die denken, sind gefährlich und stark ist eine Geschichte der Emanzipation, denn durch den kriegsbedingten Frauenüberschuss nach dem 1. Weltkrieg mussten die Frauen „ihren Mann stehen“, woraus ein gestärktes Selbstbewusstsein resultierte. Die Emanzipation hat erst durch diesen Krieg einen ungeahnten Vorschub erfahren, wie Stefan Bollmann schreibt.

Der Autor stellt in seinem Buch fünfundzwanzig Frauen vor, denen eines gemeinsam ist: Sie haben Mut, Stärke und Kampfgeist bewiesen. Ansonsten haben sie auf völlig unterschiedlichen Gebieten agiert, denn unter ihnen befindet sich eine Friedensnobelpreisträgerin wie auch eine Ärztin oder Verhaltensforscherin. Eine andere war Anthropologin oder Physikerin. Sie konnten aber auch eine militante Schriftstellerin, eine Regierungschefin oder Verlegerin sein.

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Ledig und frei von Daniela Kuhn

Ledig und frei
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Nach Angabe des Statistischen Bundesamtes gab es im Jahr 2009 in Deutschland 11634 Pflegeheime in öffentlicher, freigemeinnütziger und privater Trägerschaft mit insgesamt 845007 verfügbaren Plätzen. In Anbetracht der demografischen Veränderungen im Hinblick auf die Lebenserwartung ist davon auszugehen, dass weitere hinzukommen. Die Autorin Daniela Kuhn hat mit zwölf Bewohnern, von denen die Jüngste über siebzig und die Älteste fast einhundert Jahre ist, des Altersheims Klus Park in Zürich-Hottingen Gespräche geführt und die Ergebnisse in ihrem Buch Ledig und frei zusammengefasst.

Alle zwölf Befragten verbindet, dass sie nie geheiratet und keine Familie gegründet haben. In diesem Zusammenhang interessierte sich Daniela Kuhn besonders für die Beweggründe, die für ein selbstständiges Leben sprachen und tatsächlich gab nur eine Bewohnerin an, dass sie gerne geheiratet hätte. Die anderen glaubten entweder, durch Kinder zu sehr eingeengt zu sein bzw. haben bewusst auf Kinder verzichtet, um frei zu bleiben. Eine Nonne verzichtete auf Ehe und Familie, weil sie nicht so viel Sorgen wie ihre Mutter haben wollte. Als Grund wurde auch genannt, dass andere Menschen und der Beruf wichtiger als eine Familie waren und insgesamt konnten sich die alleinstehenden Frauen viel eher Reisen gönnen. So haben einige Frauen Flüge in ferne Länder machen können, was zur damaligen Zeit noch zur absoluten Ausnahme zählte.

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Berühmte Menschen von Herbert Cordes

Berühmte Menschen
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Um berühmte Menschen von A bis Z geht es in Herbert Cordes gleichnamigem Buch. In Form von Kurzbiographien stellt er dem Leser Persönlichkeiten vor, die den meisten bekannt sein dürften. Allen Berühmtheiten aber ist gemein, dass sie nicht mehr unter den Lebenden weilen. Es handelt sich um Personen aus allen Jahrhunderten und im Falle von Julius Caesar und Hippokrates sogar aus der Zeit vor Christus. Herbert Cordes stellt Musiker, Schriftsteller, Theologen, Philosophen, Autokonstrukteure, Sänger, Politiker, Physiker und Regisseure vor, um nur einige aufzuzählen. Und zu den Berühmtheiten gehören erstaunlicherweise sogar ein Verschwörer und ein Pirat. Viele bekannte Persönlichkeiten aus dem vergangenen Jahrhundert sind auf mysteriöse Weise ums Leben gekommen bzw. man konnte ihren Tod nicht aufklären. Dazu zählen beispielsweise Jimi Hendrix, Lady Diana, James Dean, John F. Kennedy, John Lennon, Olof Palme oder Jim Morrison.

Im Allgemeinen beschränkt sich der Autor bei den Biographien auf die üblichen Daten und gibt einen Abriss des Werdeganges. Oft werden aber auch Zitate der jeweiligen Person aufgeführt und bei einigen wenigen gibt es zusätzlich noch umfangreiches Hintergrundwissen. Darüber hinaus erlaubt sich Herbert Cordes aber auch Ergänzungen durch eigene Anmerkungen und Wertungen.

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Adolfo Kaminsky – Ein Fälscherleben von Sarah Kaminsky

Adolfo Kaminsky – Ein Fälscherleben
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Die Biographie von Adolfo Kaminskys „Fälscherkarriere“ beginnt in den Aufzeichnungen von Sarah Kaminsky im Januar 1944 in Paris. Der erst 18-jährige Adolfo Kaminsky will eine Welt der Gerechtigkeit und Freiheit aufbauen. Als junger Mann, selbst Jude, sieht er ganze Autobusse mit Deportierten, die in den Tod geschickt werden und entschließt sich, der Résistance beizutreten. Er hat mit den allabendlichen Sperrstunden zu kämpfen und muss sich möglichst unsichtbar machen. Als Maler getarnt, fälscht er Ausweise und andere Dokumente, um so unzähligen Juden das Leben zu retten. Dabei sind ihm seine Kenntnisse aus der Praxis als Färber sehr nützlich und auch seine frühere Begeisterung für die Chemie. Er erledigt alle Aufträge immer ohne Bezahlung, um unabhängig zu bleiben, was ihm heilig ist. Immer wieder unternimmt er neue Versuche, die auch manchmal von Rückschlägen begleitet sind. Er knüpft viele Kontakte zu Widerstandsgruppen und achtet darauf, dass nur die Wenigsten seine Laboradresse kennen. Bis zum Umfallen arbeitet er, denn wenn er nur eine Stunde schläft, bedeutet das 30 Dokumente weniger, 30 Tote mehr!

1943 wird Adolfo Kaminsky mit seiner Familie verhaftet und sie haben ihre Freilassung nur dem Umstand zu verdanken, dass sie Argentinier sind und einen Brief an den argentinischen Konsul geschrieben haben. Nach drei Monaten Lager ist Adolfo wieder auf freiem Fuß.

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Heinrich Pommerenke, Frauenmörder von Thomas Alexander Staisch

Heinrich Pommerenke, Frauenmörder
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Thomas Alexander Staisch listet in Heinrich Pommerenke, Frauenmörder die Stationen im Leben des wegen vierfachen Mordes, vielfacher versuchter Morde, sowie Vergewaltigungen verurteilten Heinrich Pommerenke auf. Schon als Kind soll dieser Liebe und Anerkennung vermisst haben und seine Mutter hätte von ihm immer nur als missglückte Abtreibung gesprochen. Nach seiner Festnahme und Inhaftierung soll der Häftling mit Nervendämpfungsmitteln in der Psychiatrie behandelt worden sein, in die er zeitweise verlegt wurde. Man will ihm heimlich Schlafmittel verabreicht haben und hat ihn in Einzel- und Dunkelhaft gesperrt. In einem dunklen Kellerverlies soll man Pommerenke drei Jahre gehalten haben und als verschärfte Strafmaßnahme musste er Bettentzug und Kostschmälerung erdulden. Dem chronischen Bettnässer hat man von Anfang an Triebhemmer verabreicht; eine Kastration soll er abgelehnt haben. Sein einziger Freund war ein Pfarrer, der auch wiederholte Klagen auf die im Grundgesetz verankerte unantastbare Würde des Menschen beim Bundesverfassungsgericht eingereicht hat. Der Häftling hat insgesamt 49 Jahre bis zu seinem Tod am 27.12.2008 in der Haft verbracht. Nach 34 Jahren durfte er erstmals einen Tag außerhalb der Haftanstalt verbringen. Als er endlich 72-jährig verstirbt, spricht man von einem Tod, der schon seit Jahrzehnten andauerte: Ein Tod auf Raten, lebendig begraben. Die seitenlangen Gutachten werden der Öffentlichkeit jedoch erst 60 Jahre nach seinem Tod, also im Jahre 2068, zugänglich gemacht.

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