Albträume am Saigon-Fluss von Ulrich Brinkhoff

Albträume am Saigon-FlussUlrich Brinkhoff bereist im Jahr 2012 mit seiner zweiten Frau Monika Südvietnam, wo er in den Jahren von 1965 bis 1968 als Botschafter für das deutsche Außenministerium tätig war. Er ist über die stets gratis zu benutzenden und sauberen öffentlichen Toiletten überrascht und wundert sich im Zug, dass die Sitzreihen durch eine Drehung immer der Fahrtrichtung angepasst werden. In seinem Reisebericht Albträume am Saigon-Fluss schreibt er von seinen über vier Jahrzehnte zurückliegenden Erinnerungen. Damals hat er gerade die junge Koreanerin Soo geheiratet und eine Versetzungsreise führt das junge Paar von Seoul nach Saigon.

Während der Kriegswirren in Vietnam werden sie eines Morgens durch die Detonation einer Autobombe aus dem Schlaf gerissen, aber trotzdem glauben noch alle an ein baldiges Kriegsende. Über einen Journalisten, für den Ulrich Brinkhoff illegal arbeitet, wird er mit den neuesten Kriegsmeldungen versorgt.

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Tantra – Schrei nach Liebe von Tara Wera

Tantra – Schrei nach LiebeIn der Autobiografie Tantra – Schrei nach Liebe schildert Tara Wera ihren Lebensweg, der in einem konservativen Elternhaus begann. Ihre Mutter war zwar großherzig, aber auch sehr streng und hielt an alten Tugenden fest. Als sie eine politisch engagierte Frau kennenlernte, kam der Wandel, sie begann Alice Schwarzer zu lesen und emanzipierte sich. Der Vater von Tara Wera war schon immer ein unkonventioneller Typ, der sich für die SPD engagierte und eine Leidenschaft für das Drachenfliegen hatte. Als sich ihre Mutter von ihm trennte und nach Berlin zog, blieben ihre beiden noch minderjährigen Geschwister beim Vater. Zu dieser Zeit überredet sie eine Freundin zu einem Saunabesuch, der für sie zum echten Horror wurde. Sie wollte partout nicht auffallen, doch musterten sie die anderen Saunagäste erstaunt, als sie im Badeanzug auf der mittleren Bank saß.

Als 33-Jährige war sie seit fünf Jahren mit einem Rechtsanwalt, verheiratet, den sie bereits mit 14 Jahren in der Tanzschule kennengelernt hatte. Sie arbeitete als gelernte Kinderkrankenschwester in einer Klinik in Offenbach und suchte einen Nebenjob. In der Hanauer Landstraße fand sie eine Stelle in einer Praxis für Erotikmassagen, in der sie die Gäste mit einer abschließenden Handentspannung massierte.

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Schief gewachsen – wenn Wurzeln keinen Halt finden von Hemma Schliefnig

Schief gewachsen – wenn Wurzeln keinen Halt findenFranziska ist die 25-jährige Enkelin von Lena. Sie erinnert sich an Erzählungen ihrer Großmutter und wie sie ihr als kleines Mädchen gelauscht hat. Eine erfundene Geschichte handelte von dem blinden Mädchen Ella. Das Besondere an diesem Mädchen war, dass es mit Tieren sprechen konnte und eines Tages hörte es von einer Eule, dass die Bäume des Obstgartens auf sie gewartet hätten. Die traurigen Bäume berichteten ihr davon, wie es in der Vergangenheit zu Streitigkeiten unter den verschiedenen Obstbäumen gekommen ist. In der Folge wurden quer durch die Reihen der Birnbäume neue Grenzen gezogen, wodurch die Birnbäume zusammen mit den Apfelbäumen in einem Staat leben sollten. Doch alle Bäume des neuen Staates sollten sich ähneln und man redete ihnen ein, dass sie eigentlich keine Birnbäume, sondern Kruschkenbäume wären. Weiter überzeugte man sie davon, dass ihre Sprache viel mehr der Sprache der Apfelbäume ähneln würde als der von Birnbäumen, die außerhalb des neu gegründeten Staates lebten. Die Konsequenz waren Verfeindungen unter den Birnbäumen der verschiedenen Staaten und den alten Dialekt sprach man nur noch zu Hause.

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Träume in der Morgenstille von Ulrich Brinkhoff

Träume in der MorgenstilleDer amtierende Außenminister ist jeweils Leiter des Auswärtigen Amtes. Aktuell umfasst das Stammpersonal 6750 Stellen, die die deutschen Interessen in der Welt vertreten. Ulrich Brinkhoff, Autor des Buches Träume in der Morgenstille, war als Mitarbeiter zehn Jahre für dieses Amt tätig. Im Jahr 2011 macht er sich als 72-jähriger mit seiner Ehefrau Monika nach Südkorea auf, wo er in Seoul eingesetzt war. Er findet heute eine ihm fremde Welt vor und kann das Hotel, an dem viele alte Erinnerungen hängen, kaum ausmachen.

Als Ulrich Brinkhoff im Jahr 1964 nach Korea kam und vorerst weder ein Auto, noch eine Wohnung besaß, lernte er die erst 18-jährige Schülerin Kim Hyung-Sook kennen. So wie er selbst in die Wirren des 2. Weltkrieges geboren wurde, wuchs auch sie als Kind während des Korea-Krieges auf. Als er sie in einem Gespräch mit einem amerikanischen Soldaten sah, war er unsicher, ob sie eine Spionin sein könnte, worüber er natürlich seinen Vorgesetzten hätte informieren müssen. Doch erwies sich sein Verdacht zum Glück als unbegründet.

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Wolkenlos chaotisch² von Brigitte Vollenberg

Wolkenlos chaotisch²Dass es nicht immer ein Pauschalurlaub in einem Fünf-Sterne-Hotel sein muss, beweist Brigitte Vollenberg in ihrem Reiseroman Wolkenlos chaotisch². Erste Ausflüge führten sie bereits 1961 mit den Eltern an die Nordsee und ins Sauerland, was jedoch für die Autorin nicht mit einem Urlaub zu vergleichen war, den sie 1971 im eigenen PKW mit einer Freundin nach Zandvoort unternahm und der ihr ganz neue Perspektiven eröffnete. Mit ihrem späteren Ehemann Peter zog es sie nach London, wo die Gastfamilie allerdings streng auf getrennte Zimmer achtete.

Ein Ausflug nach Paris, der durch die Plünderung der Doppelkopfkasse ermöglicht wurde, erstickte wegen mangelnder Hygiene in dem Zimmer bei Brigitte Vollenberg jegliches sexuelle Interesse im Keim. Ein Abenteuer war schon die Überfahrt nach Irland auf einem „uralten Kahn“, das eine Fortsetzung auf einem gemieteten Boot auf dem Shannon fand. Eine Panzersperre erleichterte die Entscheidung, nicht nach Belfast zu fahren und in Dublin nahm die Autorin zur Kenntnis, dass in den Fahrzeugen sämtliche Lenkräder mit dicken Ketten und Vorhängeschlössern gesichert wurden.

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Asperger-Autisten – Kinder einer fremden Welt von Petra Habermehl

Asperger-Autisten – Kinder einer fremden WeltAus eigener Erfahrung schildert Petra Habermehl das Leben mit einem Asperger-Autisten. Sie ist selbst Mutter eines an diesem Syndrom erkrankten Kindes und beginnt mit dem Verlauf der Schwangerschaft und Geburt von Nikolas im Februar 1998. Schon frühzeitig stellen die Eltern eine hohe Schmerztoleranz ihres Sohnes fest. Es gibt Auffälligkeiten in seiner Motorik und im Kindergarten hält er sich nicht an Regeln. Die Mutter stellt das Kind unter anderem einem Orthopäden, einem Psychologen und einem HNO-Arzt vor. Nach der Diagnose ADHS wird Nikolas mit Ritalin behandelt und bekommt ein Hörgerät. Später wird deutlich, dass es sich bei seiner Entwicklungsstörung um das Asperger-Syndrom innerhalb des Autismusspektrums handelt und er wird ab Mai 2005 therapiert.

Immer wieder kämpft die Mutter um einen Platz ihres Sohnes an einer geeigneten Schule, weil er abgeschoben werden soll. Sie übt Kritik an den Lehrern und Schulleitern, die wegen fehlender Kenntnisse Nikolas falsch behandeln.

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Ost – Nord – West von Barbara Endres

Ost - Nord - WestMit dem dritten Teil, dem autobiografischen Roman Ost – Nord – West, schließt Barbara Endres ihren Lebensbericht ab. In der Verkörperung von Eva zieht sie mit ihrem Mann Michael von Hellingen nach Köln zurück, wo sie auf Freunde stößt, die sie seit Jahrzehnte aus den Augen verloren hat. Die erwachsenen Töchter Sandra und Anni sind in Norddeutschland geblieben und besuchen mit ihren Familien gelegentlich die Eltern in Köln. So auch zum Karnevalsumzug, zu dem sie die vier Enkelkindern mitnehmen. Nach dem Tod ihres Bruders Rolf ist ihr Elternhaus in Klappendorf verkauft worden. Eva hängt häufig alten Erinnerungen nach, an die frühen Kindheitstage in Pollin, an die Flucht, oder wenn sie nur einen Blick aus der neuen Wohnung auf den Rhein wirft, wo ihr Vater ihr das Schwimmen beibrachte.

Der Leser erfährt, wie das erste Weihnachtsfest und der Jahreswechsel in der neuen „alten“ Heimat gefeiert wurden. Eva verbringt mit Michael den Hochzeitstag in Venedig, sie gehen zu Konzerten und den Kölner Lichtern (dem größten musiksynchronen Feuerwerk Deutschlands), sie beschreibt ihren Tagesablauf im Alltag und stellt ihre Bilder aus, wobei sie auch einzelne Werke verkaufen kann.

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Stolz und Demut von Sophie Weiss

Stolz und DemutIm Piper Verlag ist Ende Februar 2013 das Buch Stolz und Demut erschienen. Um es vorwegzunehmen: Die Schriftstellerin Sophie Weiss existiert nicht, sondern ist vielmehr das Pseudonym einer bekannten deutschen Romanautorin. Doch die Wahl des Pseudonyms hat einen guten Grund: Die Geschichte, die in Stolz und Demut erzählt wird, ist nicht nur äußerst pikant und teilweise sogar schockierend, sondern sie ist vielmehr auch autobiografisch.

Zum Inhalt: Sophie, so heißt die Heldin des Buches konsequenter auch gleich selbst, hat ihr Faible für die geheimnisvolle und bizarre Welt des Sadomasochismus entdeckt und taucht in Berlin in eine Welt ein, in der es um Macht, Beherrschung und natürlich ganz große sexuelle Gefühle geht. Auf einer sogenannten Sklavenversteigerung lernt sie Richard kennen, einen mächtigen Wirtschaftsboss, der auch im Bett seine Macht immer wieder ausleben will. Sophie ist noch jung und unerfahren, er dagegen Ende 40 und ein Kenner der SM-Praktiken.

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Abgemixt von Hasan Taş

AbgemixtIn New-York hat sich zu Beginn der 70-er Jahre die Hip-Hop-Kultur entwickelt, die überwiegend von Schwarzen auf der Straße gelebt wird. Zu den wichtigsten Elementen zählt der Breakdance, der akrobatische Fähigkeiten erfordert, die Graffiti-Schreiberei und der Rap, der eine Art Sprechgesang ist.

Hasan Taş, ein begeisterter Rapper, erzählt in seinem autobiografischen Jugendroman Abgemixt von seiner traurigen Kindheit. Als Kind türkischstämmiger Eltern wird er 1989 in Düsseldorf geboren. Von seinem Vater bezieht nicht nur er, sondern auch seine Mutter Prügel. Nach der Trennung der Eltern und dem Auszug eines älteren Bruders, ist Hasan als einziger Mann im Haus, getreu seiner Tradition, bereits mit 13 Jahren das Familienoberhaupt. Er selbst kann tun und lassen, was er will und interessiert sich weniger für die Schule, dafür umso mehr für das Rappen. Seine einst guten Noten werden schlechter und wegen einer Schlägerei fliegt er schließlich von der Realschule.

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Kölner Mosaik von Barbara Endres

Kölner MosaikBarbara Endres hat ihr Versprechen gehalten und den Familienstammbaum, den ihre Großmutter über die Wirren des Krieges retten konnte, in Ehren gehalten. In alten Kirchenbüchern fand sie die Daten bestätigt und hat basierend auf Erzählungen von Verwandten und ihren eigenen Erinnerungen die autobiografische Erzählung Pollin – Fragmente einer Kindheit in Pommern und als Fortsetzung den Roman Kölner Mosaik geschrieben.

Die entbehrungsreichen Nachkriegsjahre gehören für Eva Hartmann mittlerweile der Vergangenheit an. Bei ihrem Vater kann sie sich durchsetzen und lernt an der Kölner Werkschule akademisches Zeichnen. Der älteste Bruder musste gegen seinen Willen in die Fußstapfen des Vaters treten und eine Ausbildung zum Schornsteinfeger machen, was nicht ohne Folgen geblieben ist. Ihre Mutter ist weiterhin in ihrer Ehe unglücklich und besonders an ihrem 40. Geburtstag erlebt sie eine große Enttäuschung.

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