Als eine Ergänzung seiner ersten musikalischen Veröffentlichung und als „erweiterte Mitschrift“ seines Live-Programms sieht UMBO Hans Umschaden sein Buch Der Feinripp Macho, wie morgenweb.de, das Nachrichtenportal Rhein-Neckar, zu berichten weiß. Der in Los Angeles studierte Musiker stellt darin ausgesuchte Songtexte der letzten Jahre in deutscher und englischer Sprache vor, wobei er jeweils die Entstehungsgeschichte voranstellt. Unausweichlich gibt der in einem österreichischen Dorf in Kärnten geborene, jedoch in Deutschland lebende Künstler dabei Autobiografisches zum Besten.

Hans Umschaden berichtet von ersten Lebenserfahrungen zum Weihnachtsfest als Kind, von denkwürdigen, sein Leben verändernden Tagen, wie auch dem Ausgang einer Grillparty, als der in sexueller Hinsicht noch völlig unerfahrene Sechzehnjährige seine Briefmarkensammlung präsentiert. Er schreibt von seiner Studentenzeit und seinen Wünschen, die er sich von den zu erwartenden Tantiemen erfüllen wollte sowie einem Auftritt vor der Prüfungskommission des Landeskonservatoriums Klagenfurt mit seinem Kontrabass. Heiratsantrag, Eifersucht, Liebeserklärung an seine Frau und ehrvolle Worte an seine Eltern thematisiert der dreifache Vater, der sich ganz bewusst für einen maßgeschneiderten Feinripp-Anzug entschieden hat. Umbo, der sich selbst als Bassist, Songtexter und Solokünstler versteht, verschweigt weder seine nächtlichen Gänge zum Kühlschrank, noch so intime Details, in welcher Position er sich zur Ruhe bettet. Weiterlesen »

Inmitten der Unruhen des spanischen Bürgerkriegs setzen bei einer Frau in Villareal im Sommer 1936 die Wehen ein. Geschwächt bittet sie eine anwesende Nonne, ihren Sohn zu retten. Doch die überlässt ihn seinem Schicksal und wirft ihn in den Fluss, aus dem ihn der Hund von Baffa Rubio rettet. Der Sardinenfabrikant nimmt den Jungen, den er Frankie nennt, bei sich auf, und gibt sich als sein Vater aus. Seine Mutter, so erzählt ihm Baffa, wäre bei einem Autounfall in Detroit ums Leben gekommen. Da der erst fünfjährige Frankie die Musik liebt, beauftragt Baffa einen Blinden, ihm das Gitarrespielen beizubringen. Frankie lernt von seinem Lehrer, den er El Maestro nennt, schnell Jazz- und Flamencostücke zu spielen. Doch im Sommer 1945 wird Baffa verhaftet und gibt dem Lehrer sein erspartes Geld. Er soll damit für das Kind, das sich in Zukunft nur noch Frankie Presto nennen darf, die beste Gitarre kaufen und die entsprechenden Leute bestechen, um für ihn eine Überfahrt nach Amerika zu ermöglichen. In Detroit würde sich seine Schwester um das Kind kümmern. Doch von diesen Plänen ahnt der betäubte und abgeschobene Frankie nichts.

Mit zehn Jahren landet Frankie Presto schließlich alleine in Amerika und hat nur den Wunsch, wieder nach Hause zu kommen. Zunächst kommt der talentierte Junge bei einem Automechaniker unter, bevor es mit seiner Karriere steil nach oben geht. Weiterlesen »

Alex Dunbar leidet unter einer Drogenpsychose und befindet sich seit Jahren in therapeutischer Behandlung auf Gut Betzing in der Nähe von Wasserburg. Der in die Jahre gekommene Gitarrist wirkt mit seinen langen, grau gelockten Haaren und einem regenbogenfarbenen Pillbox-Hut wie ein alter Hippie. Gemeinsam mit Ben Setznick, einem jungen Punk mit Tourette-Syndrom, der ihn auf dem Waschbrett rhythmisch unterstützt, spielt er gelegentlich auf einer improvisierten Bühne im Speisesaal von Gut Betzing für ein kleines, aber wohlmeinendes Publikum den Blues. Alex und Ben galten schon immer als unzertrennlich, doch seit einiger Zeit haben die beiden Willi Oertel als ständigen Begleiter adoptiert. Er hat die Statur eines Sumoringers, ist jedoch in seiner geistigen Entwicklung auf dem Niveau eines einfältigen Kindes zurückgeblieben.

In den Siebzigerjahren war Alex der Gitarrist und Songwriter einer legendären Band und hat während dieser Zeit eine Menge Drogen konsumiert. Auf einer Party der leichtlebigen Gisa von Elbach landet er im Bett der Gastgeberin, die am nächsten Morgen erschlagen aufgefunden wird. Neben ihr liegt mit einem blutverschmierten Kerzenleuchter in der Hand Alex, der sich in einem drogeninduzierten Dämmerzustand befindet und sich an nichts erinnern kann. Weiterlesen »

Carlos Santana schreibt in seiner Autobiografie Der Klang der Welt, dass er bereits durch seinen Vater, Groß- und Urgroßvater musikalisch geprägt wurde. Die ersten Jahre verbringt der 1947 in Autlán, Mexiko, geborene Musiker mit sechs weiteren Geschwistern in ärmlichsten Verhältnissen. Er schreibt vom Umzug nach Tijuana, vom Verhältnis zu seiner Mutter und davon, wie er mit neun Jahren vom Vater an die Geige herangeführt wird und in Kirchen das Ave Maria spielt. Mit dreizehn hört er in einem Park Javier Batiz auf einer E-Gitarre Blues spielen, was Santanas Leben verändert. Er bringt sich das Gitarrenspiel selbst bei und jamt in Stripclubs. Mit fünfzehn durchlebt er eine harte Zeit in San Francisco, wo er jahrelang als Tellerwäscher nebenher Geld verdienen muss. Ab der zweiten Hälfte der 1960er Jahre schließt er sich unter dem Einfluss des Vietnam-Krieges und der Ermordung Martin Luther Kings der Hippiebewegung an. Bill Graham, dem Carlos Santana viel zu verdanken und der seine Karriere stark beeinflusst hat, wird auf die Santana Blues Band aufmerksam. Von lateinamerikanischen Einflüssen geprägt, deren Wurzeln Carlos Santana aber in Afrika sieht, wie er betont, erlebt die Band, die sich ab 1968 nur noch Santana nennt, einen rasanten Aufstieg als Vorband namhafter Musiker. Der Durchbruch gelingt ihnen auf dem legendären Woodstock-Festival im Jahr 1969. Weiterlesen »

Die aus Dresden stammende und gelernte Krankenschwester Ines Behrendt hat sich am LIPA beworben, dem Liverpool Institute for Performing Arts, einer von Paul McCartney gegründeten Universität, und ist stolz darauf, dass sie angenommen wurde. Mit ihrer Freundin Janine, die aus Berlin zu Besuch gekommen ist, unternehmen die beiden jungen Frauen einen abendlichen Kreuzzug durch die Kneipen und Bars von Liverpool. Sie treffen den talentierten John Raymond, den Ines als ihren Studienkollegen vorstellt.

Nach der Abreise von Janine wird Christopher Henley, der Chef des legendären Cavern Clubs, tot aufgefunden. John wird festgenommen, weil er zuvor einen Streit mit Henley hatte. Von einem Polizisten erfährt Ines, für die John mittlerweile mehr als nur ein Studienkollege ist, dass er der Polizei als ehemaliger Junkie bekannt ist. Von Johns Mitbewohner Mark hört Ines, dass Nicolas Olsen, der sich auf der Suche nach Talenten bei ihr bereits vorgestellt hat, eine Beatles-City mit Einbeziehung des Cavern Clubs plant. Doch dann wird John freigelassen und dafür sein Freund Thomas Duncan, der Chef vom Cabin Club, verhaftet. Obwohl John das Land nicht verlassen darf, fliegt er mit Ines nach Berlin. Sie wollen den von ihnen verdächtigten Olsen dort aufsuchen, weil sie nicht an eine Einigung von Olsen mit dem ermordeten Henley glauben. Prompt wird John bei der Wiedereinreise verhaftet, womit sein Abschluss bei der LIPA gefährdet ist. Ausgerechnet die alte Mrs Englewood, Ines Vermieterin, scheint ihre einzige Hilfe zu sein. Weiterlesen »

James A. Mitchell hat sich mit seinem Buch Das Walross und die Elefanten an die schwierige Aufgabe gewagt, ein Porträt von John Lennon während der Jahre nach der Trennung von den Beatles und seinem Umzug von London nach New York zu zeichnen. Dieser zur Legende gewordene Musiker hat innerhalb weniger Stunden die Freilassung des Bürgerrechtlers John Sinclair bewirken können. Politiker wollten seinen Einfluss für die Präsidentschaftswahlen nutzen, um Nixon zu stürzen. Doch nach seiner Wiederwahl reagierte man prompt und verweigerte Lennon die Verlängerung seiner Aufenthaltsgenehmigung. Wie den Ausführungen von James A. Mitchell weiter zu entnehmen ist, drohte man dem verheirateten Lennon sogar mit der Ausweisung, die eine Trennung von seiner Frau Yoko Ono bedeutet hätte, die auf der Suche nach ihrer Tochter in Amerika bleiben wollte. Es war dem Musiker nicht einmal möglich, das Land zu verlassen, weil ihm dann unter Umständen die Wiedereinreise versagt worden wäre, wie es Jahrzehnte zuvor Charly Chaplin passierte.

In einer Show von Mike Douglas soll John Lennon als für ihn wichtige Themen Liebe, Frieden, Kommunikation, Rassismus, den Krieg und die Befreiung der Frau erachtet haben, wobei er bezüglich seiner Achtung vor Frauen Jahre später, als sein Sohn Sean geboren wurde, mit einem guten Beispiel voranging. Weiterlesen »

John McMillian versucht in seiner Gegenüberstellung Beatles vs. Stones eine Antwort auf die Frage des Mythos zu geben, der sich um die Rivalität der beiden Bands rankt, die mittlerweile Kultstatus erzielt haben. Tatsächlich haben sich die aus unterschiedlichsten Verhältnissen stammenden Bandmitglieder, wie die Zitate belegen, über viele Jahre sowohl gegenseitig gelobt, als auch negativ über die anderen geäußert. Während die Beatles, und ganz besonders Ringo, in Armut aufgewachsen sind, konnten sich die Eltern von Mick bereits Urlaube unter südlicher Sonne leisten.

John und Paul kannten sich bereits aus Schultagen und bei den ersten Auftritten im Jahr 1960 in Hamburg, wo sie auch erste sexuelle Erfahrungen sammeln konnten, traten die Beatles entweder in schwarzem Leder oder nachlässiger Kleidung auf. Erst ihr damaliger Manager, Brian Epstein, polierte ihr Image auf und verordnete ihnen die zu ihrem Markenzeichen gewordenen Anzüge, die sie jedoch nur widerwillig trugen. So änderten die als Schläger gefürchteten Beatles ihr Erscheinungsbild und avancierten zu den Fab Four. Dagegen gaben die aus gutem Hause stammenden Rolling Stones ihre ersten Konzerte im Sitzen, wobei sie Stücke coverten, die ihren Ursprung im afroamerikanischen Rhythm und Blues haben. Das Image, durch abscheuliches Benehmen aufzufallen, oktroyierte ihnen wiederum ihr Managerteam Oldham und Easton. Weiterlesen »

In den acht abgeschlossenen Kurzgeschichten aus dem Buch Wär Seligkeit für mich von Anna Aldrian spielt immer auch ein ganz spezielles Musikstück eine Rolle, das die Autorin passend zum Text gewählt hat. Den Anfang macht die Erzählung einer Frau, die während einer Fiesta bei ihrem Cousin Don Neco in Paraguay einen gewissen Señor Carlos Fensterseifer kennen lernte. Als der verstirbt, ist sie zur Universalerbin seiner Hazienda bestimmt. Doch die Freude vergeht ihr, als sie die Bedingung im Testament liest.

Der Polizeibeamte Leopold besucht mit seiner Schwiegermutter Hanna ein Konzert. Am darauf folgenden Tag wird der Cellist mit einem Schädel-Hirn-Trauma aus dem Wienfluss geborgen und sein Cello scheint verschwunden. Doch Hanna entdeckt es zufällig, und zur Überraschung von Leopold und Hanna spielt der ehemaligen Cellist bei einem weiteren Konzertbesuch auf dem Piano.

Der Medicus Baruch Sofer aus Wien erhält im Jahr 1741 von seinem Patient Vivaldi ein Etui mit einem besonderen Fächer. Durch Vererbung an seine Urenkelin Serafina, die den Fächer wiederum an ihre Urenkelin Viktoriana weitergibt, landet er schließlich bei deren Enkelin Olga. Über Judith, das Kind ihrer Cousine, reist der Fächer bis nach Argentinien, wo ihn Judith allerdings 1977 versetzen muss, um einer Frau zur Flucht zu verhelfen. Weiterlesen »

Jeff Armstrong ist der Sänger einer Rockband, der von allen nur Bones genannt wird. Er ist ein Hüne mit langen, schwarzen Haaren und einem muskulösen Körper, der alle überragt. Als er ziemlich betrunken von einem Straßendealer um fünfhundert Pfund geprellt wird, will er ihm eine Lektion erteilen und wird dabei durch einen Messerstich verletzt. Sein Manager Woodrow schleppt ihn mitten in der Nacht zu der Praxis von Dr. Ivy Newman, die sich zu dieser späten Stunde noch durch einen Stapel Papiere arbeitet. Nachdem die Ärztin die Wunde genäht hat, legt sie Bones einen Verband an. Außerdem soll er, wenn er wieder nüchtern ist, zu einer Nachuntersuchung in die Praxis kommen.

Einige Tage später ist die Sprechstundenhilfe Jenny völlig aufgeregt, denn Bones Armstrong steht im Wartezimmer. Der Echte, wie sie ihrer Chefin Dr. Newman berichtet. Ivy hat zunächst keine Ahnung, von wem Jenny redet, doch dann fällt ihr bei dem Namen Armstrong der Kerl mit der Stichverletzung ein. Sie reinigt und desinfiziert die Wunde von Bones und will ihm einen frischen Verband anlegen. Doch der schläft einfach auf der Liege ein. So etwas hat sie noch nie erlebt! Als Bones erwacht, ist die Praxis bereits geschlossen und bevor er sich verabschiedet, drückt er ihr ein VIP-Ticket für ein Konzert in die Hand. Weiterlesen »

Der Jugendroman Live Fast, Play Dirty, Get Naked von Kevin Brooks erzählt Lilis Erinnerungen an den heißen Sommer 1976 im Rückblick: Vor 35 Jahren lebt die 17-jährige Privatschülerin alleine mit ihrer Mutter, die ihrerseits von traumatischen Erinnerungen heimgesucht wird, in einem Vorort von London. Von der Schule kennt sie den ein Jahr älteren Curtis, der sie eines Tages fragt, ob sie nicht in seiner Band Naked als Drummerin einsteigen will. Curtis träumt von einer Karriere und will mit der Band ganz groß rauskommen. Die beiden werden ein Paar und Lili sieht immer wieder eifersüchtig auf die leicht bekleidete Charlie. Genau wie Jake, der Manager, konsumiert Curtis immer öfter auch härtere Drogen, was Lili nicht gefällt.

Außer den Mitgliedern Stan und Chief gewinnen sie, mehr durch Zufall, den aus Belfast stammenden William als fünftes Mitglied für Naked. Trotz anfänglicher Vorbehalte von Curtis. Denn für den ungewöhnlichen Iren, der permanent Zigaretten schnorrt, scheint nichts ein Problem darzustellen. Mit seinem Beitritt gibt er nicht nur der Band eine neue Richtung, sondern stellt auch die Weichen für Lilis Leben neu. Ihn umgibt ein Geheimnis, das er Lili anvertraut und dessen Folgen alles verändert. Weiterlesen »

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