Mit einem Epilog „Wie es gewesen sein muss“ beginnt Paulus Hochgatterer seinen Roman Das Matratzenhaus. Eine Frau geht mit einem Mädchen eine flache Anhöhe empor. Bevor sie das Haus betreten, ergreift das Mädchen ihre Hand. Zwei Männer und eine Frau unterhalten sich in einer fremden Sprache in der Halle. Sie bekommt von einem der Männer einen Umschlag und lässt das Mädchen los. Sie zählt das Geld aus dem Umschlag und verlässt das Haus, ohne sich umzublicken. Vielleicht lacht sie, vielleicht schreit sie auch.

Raffael Horn ist Psychiater im örtlichen Krankenhaus der fiktiven österreichischen Kleinstadt Furth am See. Seine Frau Irene arbeitet als Lehrerin, spielt leidenschaftlich Cello und hat ein Verhältnis mit einem durchgeknallten Benedektinermönch. Er befasst sich mit einer früh gestörten Selbstverletzerin und scheitert an dem Versuch die Zuneigung zu seinem Sohn Tobias zu finden. Nur der Sex mit seiner Ehefrau ist für ihn noch immer das Beste, was es gibt.

Kommissar Kovacs ermittelt in einem Fall, in dem ein junger Mann aus einer Höhe von sechzehn Metern von einem Baugerüst gefallen ist und sofort tot war. Ein anderer junger Mann versucht, sich ohne ersichtlichen Grund zu erhängen, wobei ihm aber ein nachgebender Haken das Leben rettet. Weiterlesen »

Stefan Raschmann lebt und arbeitet seit Jahren in Mali als Schreiner. Für Dauda Wueleguem, einen betuchten Afrikaner, soll er eine Küche anfertigen. Als er jedoch die Bekanntschaft eine seiner Frauen macht, ist er sofort von ihr angetan. Er trifft sich mit Fatoumata öfter als nötig und die Beiden verlieben sich ineinander. Obwohl Stefan mit vielen afrikanischen Bräuchen vertraut ist, ahnt er nichts von den Problemen, die eine solche Verbindung nach sich ziehen. Sein Arbeitskollege Abdulaj warnt ihn immer wieder und fürchtet ein drohendes Unheil. Doch Stefan trägt noch an einer Last aus seiner Vergangenheit, über die er mit niemandem sprechen mag und schlägt alle Warnungen in den Wind.

Unterdessen erwirbt Philipp Laube von Jussuf eine Maske zu einem astronomischen Preis, die er nach Deutschland schmuggeln will. Dieser Maske Awa wird eine jahrtausendealte Magie der Dogon nachgesagt und nur alle 60 Jahre wird sie für ein Ritual benutzt. Jussuf kommt unmittelbar nach der Übergabe auf mysteriöse Weise ums Leben. Dauda Wueleguem ist der Drahtzieher dieser Transaktion und fürchtet nun auch um sein Leben, denn „Der Fluch der Dogon“ wird ihm immer wieder von seiner Schwiegermutter vor Augen geführt. Philipp fühlt sich nach einem Gastmahl bei Dauda zunehmend schlechter. Selbst nach seiner Ankunft in Deutschland ist man im Tropeninstitut ratlos und hat keine Erklärung für seine Unpässlichkeit. Weiterlesen »

Die Mörderjagd kann spannend und fesselnd sein, doch wie man dabei dem Leser auch noch etwas Wissen über Flora und Fauna vermittelt, zeigt Christian Oehlschläger mit seinem Kriminalroman Der Waldvogel. Denn bereits bei dem Titel des Romans handelt es sich nicht, wie man annehmen könnte, um einen Vogel, sondern um einen Schmetterling, der letztendlich entscheidend zur Aufklärung des Falls beiträgt.

Der Aussteiger Bruno Janoske lebt in den Waldgebieten zwischen Hannover und Celle und vermeidet den Kontakt zu anderen Menschen. Er lebt von dem, was die Natur ihm bietet und was Waldbesucher achtlos zurücklassen. Auf einem Waldparkplatz an der Landstraße L310 zwischen Celle und Fuhrberg beobachtet er die Prostituierte Laryssa, die dort in einem Sexmobil ihrem Gewerbe nachgeht. So wird er Zeuge, wie der Freier Gottfried Märtens, der eine Vorliebe für Rollenspiele hat, fluchtartig das Sexmobil verlässt. Die Prostituierte wurde ermordet, mit einem Blumendraht erdrosselt und die Ermittler der Mordkommission Celle vermuten einen Sexualtriebtäter. Janoske, der das Geschehen am Tatort weiterhin beobachtet, wird von einem Reporter entdeckt und fotografiert. In Panik geraten, flüchtet er in das weitläufige Waldgebiet und macht sich dadurch verdächtig. Weiterlesen »

In Erika Kroells Kriminalroman Der Fremde im Spiegel wird das Bauunternehmerehepaar Hemmesfeld von deren Putzfrau Katharina tot aufgefunden. Oberkommissarin Daniela Flegel, kurz Dani genannt, und Hauptkommissarin Kraut überbringen der Tochter Lissi die schreckliche Nachricht, dass ihre Eltern brutal mit einem Hammer erschlagen wurden. Der Sohn Frieder ist seit dem Tod der Eltern spurlos verschwunden. Bei der Testamentseröffnung erfahren die beiden ermittelnden Beamtinnen, dass der Bauleiter Dieter Odenkirchen die gesamte Firma erben soll. Für die beiden Kinder verbleiben noch genügend Bargeld und Wertpapiere, um ein sorgloses Leben führen zu können. Doch Dieter Odenkirchen ist damit in den Kreis der Verdächtigen gerückt.

Da bei dem Mord an dem alten Ehepaar auch wertvoller Schmuck gestohlen wurde, richten Dani und Kraut natürlich auch darauf ihr Augenmerk. Sie lassen sich von der Tochter Lissi Zeichnungen von den gestohlenen Schmuckstücken anfertigen. Ihr Weg führt sie zu Kevin, dem Sohn der Putzfrau, denn ein Pfandleiher hat sich bei ihnen gemeldet und die bei ihm in Zahlung gegebenen Schmuckstücke können eindeutig identifiziert werden. Ausgerechnet ein Freund von Kevin hat sie zum Pfandleiher gebracht. Damit ist für Dani und Kraut die Sache klar. Kevin, der bereits durch Schlägereien und Autoaufbrüche aufgefallen war, und seine Freunde werden festgenommen. Weiterlesen »

In dem Kriminalroman Die tote Schwester von Stephan Brüggenthies ist Kommissar Zbigniew Meier noch von seiner Arbeit bei der Kriminalpolizei Köln freigestellt, um sich von seinem letzten Fall zu erholen. Obwohl er selbst bereits 38 Jahre ist, fliegt er mit seiner gerade mal 18-jährigen Freundin Lena nach New York. Sie treffen einen alten Mann, Samuel Weissberg, der sie auf einer Kunstausstellung mit Delia Johannsen, zusammenbringt. Sie ist die Besitzerin der Galerie. Samuel erzählt von seiner Schwester Eva, die als Baby auf der Flucht vor den Nazis von den Eltern auf einem Gehöft zurückgelassen wurde. Seitdem hat er nie wieder etwas von ihr gehört.

Nach der Landung auf dem Flughafen Köln geht Zbigniew nur kurz zur Toilette, doch als er zurück kommt, ist Lena mit dem gesamten Gepäck verschwunden. War da nicht in New York so ein mysteriöser Mann in einer Kufiya? Könnte Lena verschleppt worden sein? Schnell reagiert Zbigniew und wendet sich an die Flughafenpolizei. Die Überwachungskameras zeigen deutlich, wie Lena in ein Auto gezerrt wird. Als Halterin wird eine Afghanin ermittelt, doch diese Spur führt ins Leere. Edina, mit der Lena mehrmals von New York aus telefoniert hat, weiß immerhin von einem Schlüssel, den Lena von Samuel Weissberg bekommen haben soll und sie nennt einen Namen: Immermann 23. Zwischenzeitlich wird das Gepäck von Zbigniew und Lena in einem Waldstück gefunden und ebenso der Ring, den er ihr in New York geschenkt hat. Weiterlesen »

Ein Verrückter, der seit über zwei Jahren in der Steiermark Pferde mit Messerstichen quält, beschäftigt Inspektor Kammerlander und seinen Kollegen Ratzinger in dem Kriminalroman Der Schrei des Lipizzaners von Isabella Trummer. Doch diesem Tierquäler gilt nicht ihre einzige Sorge. In einem Wald wird eine Leiche entdeckt, die schon eine beginnende Verwesung aufweist und in Plastikfolie eingewickelt ist. Da bei dem Toten keine Papiere gefunden werden, kann Raubmord nicht ausgeschlossen werden. Nachdem der Tote als Wolfgang Grebien identifiziert werden konnte, weiß man, dass er an Aids im Endstadium litt und schwul war. Auffällig war allenfalls eine Kette in Hufeisenform, die er um den Hals getragen hat.

Wolfgang Grebien hat vier Jahre mit Martin Meringer zusammengelebt und Kammerlander und Ratzinger erhoffen sich von ihm erste Hinweise. Nachdem dieser eine Ansteckung mit Aids zunächst abstreitet, gibt er letztlich doch zu, auch infiziert zu sein. Könnte er den Mord aus Rache begangen haben? Doch da gibt es auch noch einen letzten Anruf, den Wolfgang Grebien vor seinem Tod geführt hat. Die Spur führt zu dem Tierarzt Dr. Krantz auf das Gestüt Piber. Weil als Tatwaffe eindeutig ein Hufeisen einer speziellen Legierung ermittelt werden konnte, führen überhaupt alle Spuren der Spurensicherung nach Piber. Dem Revierjäger Leopold Pichler kommt das Verhalten von Dr. Krantz manchmal merkwürdig vor. Weiterlesen »

„Anytos und Meletos können mich zwar töten, aber schaden können sie mir nicht.“ ist einer der Kernsätze im Handbüchlein der Moral von Epiktet, das in Georg Unterholzners Kriminalroman Mörderlatein eine entscheidende Rolle spielt.

Nach dem Besuch eines Pink Floyd Konzerts fahren die beiden Freunde Max und Kaspar mit dem Motorrad zurück zum Kloster-Internat nach Heiligenbeuern. Da bemerkt Max im Scheinwerferlicht einen Unfallwagen, der von der Straße abgekommen ist und einige Sträucher umgefahren hat. Der dunkelblaue Jaguar hat nur geringe Schäden und obwohl der Fahrer keine äußeren Verletzungen aufweist, ist der Mann tot. Die Polizei können sie nicht verständigen, da sie sich unerlaubt aus dem Internat entfernt haben, was zu einem Verweis von der Schule führen würde. Das käme den beiden Freunden, kurz vor den Abiturprüfungen, sehr ungelegen und als sich ein Wagen dem Unfallort nähert, ergreifen sie die Flucht.

Als der Unfall, zumal mit einem Toten, nicht in der Zeitung erwähnt wird, ist der kriminalistische Spürsinn von Max geweckt. Er ist ein begeisterter Leser von Kriminalromanen und hat in der Vergangenheit schon zur Aufklärung einiger Fälle beigetragen. Weiterlesen »

David Krusekamp bricht in dem Kriminalroman Kettenreaktion von Sebastian Stammsen in einem Elektrogeschäft zusammen, jede Hilfe kommt zu spät. Kriminaloberinspektor Markus Wegener und seine Kollegin Nina Gerling treffen vor Ort schon auf den Gerichtsmediziner, der vor einem Rätsel steht, was die Todesursache anbelangt. Denn Drogen, Alkohol und Gift scheiden von vornherein aus. Die Videoaufzeichnungen der Fernsehabteilung zeigen einen schwankenden David Krusekamp und es muss geklärt werden, ob er geschubst wurde, bevor er gestürzt ist. Markus Wegener und Nina Gerling befragen zunächst Michael Freise, der sich in unmittelbarer Nähe von David Krusekamp befunden hat. Er beteuert immer wieder, dass er ihn weder kannte, noch ihn berührt hat.

Die beiden Kriminalbeamten machen sich auf den Weg zu Nadine Krusekamp, um sie vom Tod ihres Mannes zu unterrichten. Die Ehefrau kann ihnen auch keine brauchbaren Hinweise geben und bei Durchsicht der Computerdateien gibt ihnen eine Eintragung ein Rätsel auf. Nachdem auch die Eltern des Toten befragt wurden, ergeben sich erste Hinweise darauf, dass sein Tod mit seiner Arbeit im Atomkraftwerk Neustadt zusammenhängen könnte. Weiterlesen »

Ein Mädchen erwacht in der Stille der Dunkelheit mit einem bitteren Geschmack nach Mandeln und Blut in ihrem Mund. Es riecht nach faulen Äpfeln, Schimmel und Erbrochenem, ihr ist kalt, sie hat Schmerzen und Angst. Sie ist so furchtbar müde und sie fühlt den leblosen Körper ihrer Freundin Sandra neben sich. Es war alles nur ein Spiel, doch das ist nicht nur ein böser Traum. So beginnt der Psychokrimi Hexenspiel von Manfred Koch.

Eigentlich will Polizeiinspektor Klaus Wagner zu dem Haus seiner Eltern fahren um seine demenzkranke Mutter zu besuchen, sich einen Überblick über nötige Reparaturen verschaffen und im Garten arbeiten. Doch sein Tag beginnt mit einer Schlagzeile, die ihn zornig macht. Das Verschwinden der beiden vierzehnjährigen Mädchen Sandra und Daniela wird von der Zeitung hochstilisiert. Es wird die Frage aufgeworfen, ob sie nicht Opfer einer Sexbestie geworden sind. Der fünfzehn Jahre alte Fall Karl Moser wird aus der Versenkung geholt, obwohl alle Anschuldigungen gegen den Mann der Fantasie von Kindern entsprungen waren. Wagner ist empört über den sensationsgeilen Schwachsinn, der sich als Aufdeckungsjournalismus ausgibt. Einen Augenblick denkt er daran, seinen Urlaub abzubrechen, doch die Kollegen wissen schon, was zu tun ist und lassen sich von der Hysterie nicht aus der Ruhe bringen. Weiterlesen »

In dem Kriminalroman Auf der Strecke von Claus-Ulrich Bielefeld und Petra Hartlieb steigt Xaver Pucher in Wien in den Zug, der ihn nach Berlin bringen soll. Er träumt vom großen Geld als berühmter Schriftsteller. Doch dazu kommt es nicht: Ein Zugführer findet ihn mit einer Drahtschlinge erwürgt vor.

Die Ermittlungen in dem Mordfall laufen nun koordiniert aus zwei Richtungen, aus Wien und Berlin. Erste Hinweise zielen auf einen islamistischen Hintergrund, weil Xaver Pucher bereits vor einigen Monaten Drohungen aus dieser Richtung wegen seines letzten Buches erhalten hat. Fatik Özül gibt allerdings zu Protokoll, dass seine Glaubensbrüder in dieser Sache nichts mehr unternehmen werden. Wie viele andere zählt auch Philip-Peter zum Kreis der Verdächtigen, weil er der letzte Anrufer auf dem Handy des Toten war. Chefinspektorin Anna Habel von der Mordkommission Wien sucht den Nachbarn des Ermordeten, Dr. Matthias Prokop auf und erhofft sich von ihm neue Hinweise, mit denen er allerdings nicht dienen kann. So macht sie sich auf die weitere Suche und kann Mohammed Namur ausfindig machen. Er ist der Bruder von Leyla, einer arabischen Freundin von Xaver Pucher. Da dieser sich aber nicht gesprächsbereit zeigt, lässt sie ihm eine Vorladung zukommen, der er jedoch nicht nachkommt. Leyla selbst ist nach einem missglückten Selbstmordversuch zunächst nicht vernehmungsfähig, obwohl man sich gerade von ihr entscheidende Hinweise erhofft hat. Weiterlesen »

Seite 13 von 15« Erste...6789101112131415