Bettina Querfurth hat über viele Jahre eigene Erfahrungen auf Kreuzfahrten in aller Welt gesammelt und beginnt ihr Buch Wo bitte geht’s zum Meer? mit einem Test, inwieweit sich Jemand für die Teilnahme an einer Kreuzfahrt eignet. Dazu hat sie Fragen erarbeitet, wie man sich selbst in typischen Situationen verhalten würde. Bereits bei der Buchung sollten einige Punkte beachtet werden, damit die Reise letztendlich den eigenen Vorstellungen entspricht. So kann beispielsweise ein kleineres Schiff im Gegensatz zu den heutigen „Riesenpötten“ jeden Hafen ansteuern, was häufig schon darüber entscheidet, ob die Route oder das Schiff für die Buchung den Ausschlag gibt. Ganz besonderes Augenmerk sollte darauf gelegt werden, was genau in den Kosten enthalten ist. Muss die Anreise, eventuell ein Flug, oder das Getränkepaket extra bezahlt werden und welche Kosten können noch den Geldbeutel belasten? Bucht man die Anreise lieber direkt über die Reederei?

Nach einer Erklärung zum Prozedere der Einschiffung folgen Empfehlungen von der Autorin bezüglich der Garderobe, die auf den unterschiedlichen Schiffen im Gepäck sein sollte und sie benennt die Unterschiede, wenn der Reisende sich am Büfett bedient oder an einem Tisch im Restaurant Platz nimmt. Weiterlesen »

Seit den 1990er Jahren ist ein neues Virus auf dem Vormarsch: Obstacle Course Race, kurz OCR, befällt sowohl Männer, als auch Frauen. Einfach ausgedrückt handelt es sich dabei um ein Matschrennen, einen in jeder Hinsicht extremen Hindernislauf, den aktive Soldaten und Reservisten bereits von den Vielseitigkeitswettkämpfen beim Militär kennen, der dort jedoch in wesentlich kürzeren Distanzen und mit bedeutend weniger Hindernissen praktiziert wird. Für Raffael Zeller ist dieser Extremsport seit über zwanzig Jahren ein Thema, und weil er keine Fachliteratur dazu finden konnte, hat er sich entschlossen, das Buch Schweiß, Schlamm und Endorphine herauszugeben.

Der Autor vermutet, dass man sich mit dem Wühlen im Schlamm ein Stück Kindheit bewahren will und Urinstinkte geweckt werden. Wenn schmerzhafte Krämpfe den Sportler quälen und er der Verzweiflung beim Bezwingen einer fünf Meter hohen Halfpipe, im Eintauchen in Eiswasser oder eines Hindernisses mit Elektroschocks nahe kommt, ist das Durchhaltevermögen zu 80% eine reine Kopfsache. Weiterlesen »

Philip J. Dingeldey, der davon überzeugt ist, dass Nürnberg – einfach Spitze! ist, beginnt sein Buch mit der Aufzählung von Superlativen. Dazu zählen die älteste Buchhandlung sowie das größte Kino von Deutschland, in dem auch Silvesterpartys gefeiert werden. In Nürnberg steht die älteste Kettenbrücke Europas, die Stadt beherbergt den größten europäischen Figurenbrunnen und einzigartig auf der Welt ist auch ein riesiger Kessel für eine Feuerzangenbowle.

Der Autor weiß von mittelalterlichen Traditionen zu berichten und bis in diese Zeit zurückreichenden Festen. Er gibt Hintergrundinformationen zur Kaiserburg, dem Wahrzeichen von Nürnberg, schreibt von Fußball und Trachtenmode sowie vom fränkischen Dialekt. Natürlich widmet er auch dem weit über die Grenzen hinaus bekannten Christkindlesmarkt und den berühmten Nürnberger Lebkuchen einen Abschnitt und vergisst dabei nicht, ein weiteres Markenzeichen zu erwähnen: Die Nürnberger Rostbratwurst.

In die Rubrik der Legenden, von denen Philip J. Dingeldey schreibt, reiht sich die Figur des Kaspar Hauser ein. Bis heute konnte nicht geklärt werden, wer dieser Mann war und woher er kam. Weiterlesen »

Wer möchte nicht von einer chronischen Krankheit geheilt werden oder für die Zukunft vor einem Herzinfarkt, Schlaganfall oder Demenz gefeit sein? Dr. Joel Fuhrman verspricht genau das jedem, der seine Ernährung entsprechend den Angaben in seinem Buch Eat for Health umstellt. Aufgrund seiner über zwanzigjährigen Erfahrung als Allgemeinmediziner mit Tausenden Patienten ist er davon überzeugt, dass wir mit unserer Nahrung nicht ausreichend Mikronährstoffe aufnehmen, denn nur wertvolle und kalorienfreie Bestandteile sind in der Lage, Karzinogene in unserem Körper unschädlich zu machen oder DNA-Schäden zu reparieren.

Um es vorweg zu nehmen: Auch wenn es im Untertitel „gesund abnehmen“ heißt, ist das Buch in erster Linie kein Ratgeber für eine neue Diät, sondern es geht vielmehr um eine gesunde Lebensweise, bei der sich das Abnehmen ohne zu hungern von ganz alleine ergeben soll. Der Autor baut auf eine schrittweise, völlige! Ernährungsumstellung, bei der weniger Fett, Proteine und Kohlenhydrate konsumiert werden darf und auf Zucker, Süßstoffe, Weißmehl, raffinerierte Öle und überhaupt auf alle verarbeiteten Produkte möglichst verzichtet werden soll. Weiterlesen »

Bereits als Studentin ist Sina Pousset häufig mit einem Fernbus unterwegs gewesen. Auch heute reist sie mit ihnen quer durch Europa und hat ihre im Laufe der Jahre gesammelten Erfahrungen in dem Buch Keine Ahnung, wo wir hier gerade sind zusammengefasst. Manche Reise, so ist zu lesen, beginnt schon mit dem Problem, das sich bei einer Buchung über die entsprechende App ergibt und findet eine Fortsetzung mit der Suche nach der Bushaltestelle. Die Jogginghose hat sich als Kleidungsstück auf langen Fahrten bewährt und was das Gepäck anbelangt, so sind immer die Gegenstände, die man sucht, ganz unten zu finden. Nicht zu unterschätzen ist die richtige Wahl des Sitzplatzes, wobei die Unsitte mancher Mitreisender störend ist, einen freien Platz durch Gepäck zu blockieren, wozu sogar einmal eine Tanne gehört hat.

Unter den Busfahrern gibt es einige, die nette Scherze machen, doch zwecklos ist es, jemanden um eine rücksichtsvollere Fahrweise zu bitten, sofern man nicht selbst das Steuer übernehmen kann. Was die Ruhe während der Fahrt anbelangt, so kann man die nur in den seltensten Fällen genießen: Einmal wird man durch ein zu lautes Telefongespräch gestört, ein anderes Mal schreit ein Kleinkind oder die Rücklehne des Vordersitzes wird so weit zurückgestellt, dass man kaum noch Platz hat und schon recht nicht schlafen kann, woran aber gelegentlich auch nicht einrastende Fußstützen verantwortlich sind. Weiterlesen »

Kann es sein, dass eine neue Behandlungsmethode zur Bekämpfung der Krebskrankheiten weder in Spanien oder England, noch bei uns in Deutschland Erwähnung gefunden hat, obwohl sie bereits seit vielen Jahren mit Erfolg Anwendung findet? Miguel Corty Friedrich, selbst Arzt und Leiter ärztlicher Fakultäten, behauptet das zumindest in seinem Buch Die Krebsrevolution. Die Rede ist von einer homöopathischen Behandlung, die eine indische Arztfamilie ausgearbeitet hat. Die Banerjis haben sich bereits seit vier Generationen der homöopathischen Therapie verschrieben, die in Indien auf eine lange Tradition zurück blicken kann, und haben das von Samuel Hahnemann vor mehr als zweihundert Jahren zur praktischen Anwendung gebrachte homöopathische Prinzip weiter entwickelt. Im Gegensatz zu dem von Hahnemann aufgestellten Gesetz, die Medikation auf Grundlage spezifischer Besonderheiten des Patienten auszuwählen, gehen sie bei ihren Banerji-Protokollen™ vereinfacht davon aus, dass eine bestimmte Krebsart die gleiche Medikation erfordert. Der Autor erklärt das mit den immer präziser gewordenen Diagnosestellungen.

Schon in seinem Vorwort räumt Miguel Corty Friedrich der Krebsprävention die größte Bedeutung ein. Seit über zwanzig Jahren sucht er nach neuen Wegen der Heilung, weil er die Folgen der aggressiven Chemotherapien nicht mehr hinnehmen will, die letztlich mindestens so grausam wie mittelalterliche Behandlungsmethoden seien. Weiterlesen »

Was sagt der bei einer Blutuntersuchung im Normbereich liegende Wert für Kalzium aus, wenn es zuvor den Knochen entzogen wurde, um zumindest Gehirn und Herz zu versorgen? Für den Arzt scheint damit alles in bester Ordnung zu sein, der Patient wähnt sich in falscher Sicherheit, obwohl definitiv ein Kalziummangel vorliegt. Das ist nur ein Beispiel, mit dem Miryam Muhm in ihrem Sachbuch Die Blutwert-Lüge eindrucksvoll deutlich macht, dass hier lediglich der Gehalt im Blut gemessen wird, aber nicht das in den Organen tatsächlich vorhandene Element, wobei unzählige Störfaktoren bei der Blutabnahme selbst, die von der Autorin natürlich auch genauestens aufgelistet werden, noch keine Beachtung finden. Nach viel versprechenden, ganz aktuellen Forschungen können Diagnosen anhand unserer Atemluft gestellt werden oder selbst der ausgeschiedene Urin liefert für den zahlungskräftigen Patienten verlässlichere Werte als das Blut.

Die Autorin macht deutlich, wie ein Eisenmangel entstehen kann, dass er vielerlei Ursachen hat und stellt in diesem Zusammenhang die Frage, ob Ferritin überhaupt zur Bestimmung herangezogen werden kann. Für die meisten Menschen ist der sich über Jahrhunderte erhaltene Brauch befremdlich, Lehm und Erde zu essen, der diesen Mangel ausgleicht und der heute allenfalls noch in Afrika toleriert wird. Weiterlesen »

Im Jahre 1938 synthetisierte Albert Hofmann erstmals Lysergsäurediäthylamid (LSD). Doch in Tierversuchen bestätigte sich nicht die erhoffte Wirkung für den Einsatz als Kreislauf- und Atmungsstimulanz. Erst 1943 entschied sich der Chemiker das Lysergsäurediäthylamid erneut zu testen und hat durch unsauberes Arbeiten im Labor ein wenig davon über die Haut aufgenommen. Dabei bemerkt er eine veränderte Wahrnehmung, die er sich zunächst nicht erklären konnte. Zu Hause versank Hofmann in einen angenehmen, rauschartigen Zustand. Nur diesem Zufall ist die Kenntnis über die bewusstseinsverändernde Wirkung des LSD zu verdanken. In der darauf folgenden Woche unternahm er einen gezielten Selbstversuch, um seine Beobachtungen zu bestätigen. Doch da er die kleinste wirksame Dosis viel zu hoch einschätzte, erlebte er einen Horrortrip, der sich erst nach einiger Zeit in das wandelte, was erst viel später Hippies begeistern sollte. Glücksgefühle durchströmten ihn und er genoss das Spiel der Farben. Am nächsten Morgen fühlte er sich merkwürdig erfrischt.

Sechs Jahre später brachte Sandoz das LSD unter dem Markennamen Delysid auf den Markt. Das Präparat konnte von Forschungsinstituten und Ärzten kostenlos bezogen werden und wurde in der Psychotherapie bei Patienten mit Angst- und Zwangsneurosen sowie von Ärzten und Therapeuten zu „experimentellen Untersuchungen“ angewendet. Weiterlesen »

Was hat die Terroristen vom 11. September 2001 bewogen, das Leben von dreitausend Menschen im World Trade Center auszulöschen? Die Terroranschläge am 13. November 2015 in Paris haben einhundertdreißig Menschen das Leben gekostet. Ein blutjunger Glaubenskrieger filmt im Jahr 2012 seine Mordtaten, denen drei Kinder zum Opfer fielen. In den Jahren 2001 bis 2009 töten Mörder des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) vornehmlich Mitbürger islamischen Glaubens. Der rechtsextremistische, norwegische Massenmörder Breivik tötet bei den Anschlägen vom 22. Juli 2011 die jugendlichen Teilnehmer eines Zeltlagers. Am 14. Dezember 2014 töten islamistische Terroristen im pakistanischen Peschawar über einhundert Schulkinder. Keinen Monat später töten die Brüder Kouachi zehn Mitarbeiter des Satiremagazins „Charlie Hebdo“.

„Warum zürnt der Mensch?“ Dieser Frage geht der Rechtsanwalt, Publizist und Autor Thorsten Purps in seinem Buch Die Zornschaukel nach und versucht, die Ursachen von Gewalt in einer philosophischen Untersuchung zu ergründen. Der Autor zeigt die gesellschaftlichen Aspekte des Zorns auf und dessen Quellen in den monotheistischen Religionen wie dem Judentum, dem Islam und dem Christentum, sowie in Ideologien der weltlichen Vernunft und plädiert für Versöhnung statt Vergeltung. Weiterlesen »

Es kann jeden von uns treffen: Durch einen Arbeitsunfall, einen unglücklichen Sturz oder einen Verkehrsunfall kann das Gehirn so stark in Mitleidenschaft gezogen werden, dass es irreparable Schäden davonträgt. Wer im Wachkoma liegt, kann keine Entscheidungen mehr treffen. Das kann man nur, so lange man noch gesund und im Besitz der geistigen Kräfte ist. Ob man unter Umständen jahrelang nur an Maschinen angeschlossen lediglich am Leben erhalten werden möchte oder nicht, sollten nicht nur ältere Menschen, die sich schon mit ihrem Tod auseinandergesetzt haben, sondern gerade auch junge Leute in einer Patientenverfügung schriftlich fixieren. Entsprechende Muster gibt es beispielsweise in Mappen wie Vorsorge für den Notfall von Dr. Ludwig Kroiß und Brüne Soltau, wodurch den Angehörigen ein Schicksal, wie es Antje May widerfahren ist, erspart bleibt.

Antje May ist alleinerziehende Mutter ihres neunzehnjährigen Sohnes Raphael und ihrer Tochter Mascha. Über die Karnevalstage will die Siebzehnjährige zu ihrer Freundin fahren. Auf dem Weg zur Bushaltestelle, die direkt vor ihrer Haustür liegt, wird sie im Februar 2009 von einem Auto angefahren. In der Neurochirurgie diagnostiziert man ein schweres Schädel-Hirn-Trauma. Weiterlesen »