Ich bin behindert, und Du? von Harald Jelinek

Ich bin behindert, und Du?
Bei amazon.de bestellen
Im Mittelpunkt des Romans Ich bin behindert, und Du? von Harald Jelinek steht Hannes Fortwill, der unter spastischen Anfällen leidet. So weit er zurückdenken kann, stand er schon als Kind wegen seiner Behinderung im Abseits. Er wollte seine Anfälle wenigstens unter Kontrolle halten können, so dass nicht jeder gleich seine Behinderung bemerken würde. Natürlich hätte er auch gerne mal ein Mädchen angesprochen, doch dazu fehlte ihm der Mut. Dies musste seinen Träumen vorbehalten bleiben.

Heute macht sich Hannes viel Gedanken über den Sinn seines Lebens. Er hat nur ein geringes Selbstwertgefühl und auf ein Mädchen im Wartezimmer des Arztes, dass er schon längere Zeit beobachtet hat, mag er nicht zugehen. Doch eines Tages kommt Tina auf ihn zu und er wird sich später eingestehen, dass es Liebe auf den ersten Blick war. Er ist gefangen von der Art, wie sie ihre Behinderung annimmt. Bei den folgenden Treffen nimmt er nur noch Tina wahr und seine Umgebung rückt in den Hintergrund. Sie wird zum Mittelpunkt in seinem Leben. Hannes, der „nur“ an Diplegie, einer leichteren Form der infantilen Zerebralparese leidet, erfährt, dass es Tina weitaus schlechter getroffen hat.

weiterlesenIch bin behindert, und Du? von Harald Jelinek

Interview mit Dr. med. Michael Nehls zu seinem Buch „Die Methusalem-Strategie“

Dr. med. Michael Nehls hat ein Studium der Humanmedizin absolviert und hat sich in Molekulargenetik habilitiert. Er hat als Forschungsleiter an Universitäten und biopharmazeu-tischen Unternehmen in Deutschland und in den USA gearbeitet und zahlreiche Publikationen und Patentschriften verfasst. Außerdem war er Vorstandsvorsitzender eines biopharma-zeutischen Unternehmens. 2009 erschien sein erstes Buch Race Across America, in dem er von seinen Erfahrungen beim weltweit härtesten Ausdauerwettkampf berichtet. Nun ist sein zweites Werk Die Methusalem-Strategie erschienen.

Herr Dr. Nehls, in Ihrem jüngsten Buch Die Methusalem-Strategie stellen Sie die Behauptung auf, dass wir Menschen viel zu früh sterben und darüber hinaus auch noch während der letzten Lebensjahre unnötigerweise an chronischen Krankheiten leiden. Das sagt nicht etwa ein Laie, der mit einer provozierenden Behauptung Aufmerksamkeit erregen will. Sondern als promovierter Mediziner und Molekulargenetiker kann man Ihnen das Fachwissen hier nicht absprechen. Wie wird dieses Thema denn in der Fachwelt, unter Kollegen, gehandelt? Finden Sie da Fürsprecher oder werden Sie eher belächelt?

weiterlesenInterview mit Dr. med. Michael Nehls zu seinem Buch „Die Methusalem-Strategie“

Ideale von Julia Friedrichs

Ideale
Bei amazon.de bestellen
In ihrem Buch Ideale macht sich Julia Friedrichs auf die Suche nach den Menschen, die für die 68er Ideale standen. Die zündende Idee dazu kommt ihr in einer Silvesternacht, als draußen die Raketen knallen. Sie blickt auf ihren schlafenden Sohn und zeichnet für ihn eine düstere Zukunft: Ölverseuchte Meere, Plastik im Übermaß, im Fernsehen billigster Schund. Doch wie so viele Menschen, die sich darum sorgen, unternimmt sie selbst auch nichts. Welche Antworten soll sie ihrem Kind einmal geben, wenn sie gefragt wird, warum sie tatenlos zugesehen hat, wie sich die Welt selbst zugrunde richtet? Sie erstellt eine erste Liste mit Dingen, die sie verändern will und stellt fest, dass jeder im Kleinen einen Anfang machen kann.

Für ihr Buch begibt sie sich also auf die Suche nach denen, die ihren Idealen treu geblieben sind. Enttäuschungen bleiben ihr nicht erspart, als sie Alice Schwarzer um ein Interview bittet. Von ihr bekommt sie ebenso keine Zusage wie von Joschka Fischer und Karl-Theodor zu Guttenberg. Allerdings führt ihr Weg zum Altkanzler Gerhard Schröder, mit dem sie über gesellschaftliche Veränderungen und den sozialen Aufstieg fachsimpelt. Doch seinen Überzeugungen ist er ebenso wenig treu geblieben wie Rezzo Schlauch, der zu Zeiten der Studentenunruhen voll hinter Rudi Dutschke stand.

weiterlesenIdeale von Julia Friedrichs

Die Methusalem-Strategie von Dr. Michael Nehls

Die Methusalem-Strategie
Bei amazon.de bestellen
Dr. Michael Nehls wagt in seinem Buch Die Methusalem-Strategie zu behaupten, dass wir nicht nur 70 oder 80 Jahre alt werden sollten, sondern bei bester Gesundheit auch 120 Jahre werden könnten. Schon in seiner Einführung provoziert er mit der Aussage, dass es für die vielen neuen Therapien eigentlich keine Patienten geben dürfte. Zum Verständnis holt er weit aus und geht zurück zu der Zeit, als der Mensch noch Jäger und Sammler war. Die natürliche Selektion erklärt er am Beispiel der mittelalterlich grassierenden Pest und heutiger AIDS-Erkrankungen. Der Autor wirft die Frage auf, ob wir dank Antibiotika und guter Akutmedizin nur älter werden, um länger krank zu sein. Die Bestätigung sieht er in den vielen chronisch Kranken.

Dr. Michael Nehls versucht Antworten auf die Fragen zu geben, was Leben bedeutet und wie es entstanden ist. Er führt den Leser in die Welt der Evolution und Gene, wo es immer wieder zu spontanen Kopierfehlern, den Mutationen kommt. Und weiter leitet er zu den Viren und der DNS, dem Bauplan des Lebens. Philosophie kommt bei der Frage ins Spiel, was Gedanken ausmacht, was Ideen sind und was Ideologien. Was wir als Wirklichkeit verstehen, ist nur subjektiv wahrgenommene Realität und so entführt er den Leser ins Reich der Illusionen.

weiterlesenDie Methusalem-Strategie von Dr. Michael Nehls

Jahre des Donners von Hannsdieter Loy

Jahre des Donners
Bei amazon.de bestellen
In dem Buch Jahre des Donners – Mein Leben mit dem Starfighter hat Hannsdieter Loy seine eigenen Erfahrungen und die seiner Fliegerkameraden mit dem Kampfflugzeug niedergeschrieben. Die vielen Abstürze mit der F-104G, die liebevoll nur Hundertvier genannt wurde, führt er u.a. darauf zurück, dass die Maschinen immer ungeschützt im Freien standen und die Feuchtigkeit so die empfindliche Elektronik angreifen konnte. Allein 1965 gab es 26 Abstürze, die 17 Piloten das Leben gekostet hat. Der Autor selbst hat so vierzig seiner Kameraden zu Grabe getragen. Erst mit dem Bau von Sheltern (Flugzeuggaragen) sank die Unfallrate. An dem herrschenden Mangel von geeignetem Fachpersonal und dem stagnierenden Erfahrungsstand der Piloten änderte das freilich nichts. Der sich daraus ergebende Teufelskreis wäre nach Meinung des Autors mit jedem anderen Flugzeugtyp auch entstanden.

Der Starfighter konnte in weniger als fünf Minuten aus dem Stand auf mehr als die doppelte Schallgeschwindigkeit beschleunigen. Für einen Piloten war er damit in der Startphase schneller, als sein eigenes Gehirn denken konnte. Trotz der Gefahren hätten alle Piloten die Hundertvier gerne geflogen. Der Autor erinnert sich neben vielen anderen bewegenden Schicksalen auch an den letzten Flug eines Freundes, der in ein sehr heftiges Gewitter gekommen ist. Ein unglaubliches Zusammentreffen von Zufällen hat zum Absturz geführt.

weiterlesenJahre des Donners von Hannsdieter Loy

Der Reaktor von Elisabeth Filhol

Der Reaktor
Bei amazon.de bestellen
Der bei einer Zeitarbeitsfirma angestellte Yann hängt in Elisabeth Filhols Roman Der Reaktor seinen Erinnerungen nach. Er denkt an seinen Freund Loïc, mit dem er sechs Jahre zusammen gearbeitet hat. Immer zu wechselnden Arbeitseinsätzen in Frankreich, immer mit der Angst im Nacken, immer von quälenden Träumen verfolgt: Werde ich zu denen gehören, die die gesetzlich erlaubte Höchstgrenze von 20 Millisievert erreichen? Bekomme ich die Dosis schon bei einem einzigen gefährlichen Einsatz ab, oder hoffentlich erst nach und nach? Eigentlich muss es mich ja gar nicht treffen, es sind ja nur statistische Berechnungen…

Yann teilt sich heute für einen 3-wöchigen Arbeitseinsatz mit Jean-Yves einen Wohnwagen. Yann selbst hatte Pech und es kam bei einem Einsatz in Chinon, der nur sechs Minuten dauern sollte, zu einem Störfall. Während einer Reinigung eines Dampferzeugers entdeckte er am Boden des Wasserkastens ein Teil, das später als Sicherheitsscheibe einer Mutter identifiziert wird. Seine Handlungen sind zur Routine geworden, er überlegt nicht mehr. Und so bückte sich Yann und griff nach dem Teil. Am Abend saß er bei einem Bierchen und merkte, wie ihm die Beine versagten. Nun sitzt er einem Arzt gegenüber, der nicht einmal in der Lage ist, die exakte abbekommene Strahlendosis zu bestimmen. In einem Simulator soll der Störfall nachgestellt werden.

weiterlesenDer Reaktor von Elisabeth Filhol

Der Nachsommer von Adalbert Stifter

Der Nachsommer
Bei amazon.de bestellen
Die Wanderschaft eines jungen Mannes steht im Mittelpunkt des großen literarischen Werkes Der Nachsommer von Adalbert Stifter. Der 18-jährige Heinrich Drendorf lebt mit seiner zwei Jahre jüngeren Schwester und seinen Eltern in begüterten Verhältnissen und wird von Hauslehrern unterrichtet. Nachdem er einen Teil aus seiner Erbschaft erhalten hat, begibt er sich auf seine erste Wanderschaft, die ihn später mit Steigeisen und Stricken bis an die Gletscher führen wird. Er entdeckt seine Leidenschaft für die Naturwissenschaften, betreibt Pflanzen- und Mineralkunde und übt sich im Zeichnen. Unterwegs führt ihn ein herannahendes Gewitter auf den Asperhof, der wegen seiner Rosenvielfalt auch Rosenhof genannt wird. Heinrich bittet um Einlass und ist von der augenblicklichen Gastfreundschaft hoch erfreut. In den zwei Tagen seines Aufenthaltes führt er lange, zum Teil philosophische Gespräche mit dem Hausherrn Freiherr von Risach. Er freundet sich mit dessen Ziehsohn Gustav an. Mit dem Versprechen, im nächsten Sommer wiederzukommen, verabschieden sie sich.

Den Winter verbringt Heinrich im Elternhaus, besucht Freunde und das Theater in Wien. Während einer Vorstellung des „König Lear“ fällt ihm ein junges Mädchen auf, dessen Angesicht er nicht mehr vergessen kann. Als er im darauf folgenden Jahr wieder auf den Asperhof kommt, lernt er Mathilde, die Mutter von Gustav kennen. Sie ist ebenfalls mit ihrer Tochter Natalie zu Besuch gekommen.

weiterlesenDer Nachsommer von Adalbert Stifter

Interview mit Autorin Christine Fehér

Christine Fehér
Foto © Giebel Berlin
Christine Fehér ist in Berlin geboren und aufgewachsen. Sie absolvierte eine Ausbildung zur evangelischen Religionslehrerin am Pädagogisch-Theologischen Institut in Berlin und unterrichtet seit 1984 evangelische Religion an verschiedenen Berliner Schulen. 2001 erschien ihr erstes Kinderbuch Komm mit zum Ballett. Seitdem hat sie sich mit Büchern wie Dann bin ich eben weg einen Namen als Autorin authentischer Themenbücher gemacht. Sie lebt heute mit ihrer Familie am nördlichen Stadtrand von Berlin.

Frau Fehér, Sie schreiben schon seit vielen Jahren Kinder- und Jugendbücher. Ihrer sehr umfangreichen und gut gegliederten Homepage kann ich entnehmen, dass Sie in einer Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie gearbeitet haben. Sie interessieren sich auch heute noch sehr für die Themengebiete rund um die Psychiatrie, was der Glaubwürdigkeit Ihrer Bücher natürlich zugute kommt.

Wenn ich Sie nun frage, ob ihren Protagonisten authentische Personen zugrunde liegen, dann haben Sie die Frage im Falle Ihres Buches Dann bin ich eben weg insofern schon beantwortet, als dass Sie selbst einmal fast an der Magersucht erkrankten. Haben Sie sich bei den anderen geschilderten Fällen auch inspirieren lassen? Oder hat Ihnen für ein neues Buch die Theorie gereicht? Denn Sie schreiben, dass Sie viel Fachliteratur lesen.

weiterlesenInterview mit Autorin Christine Fehér

Penalty von Mal Peet

Penalty
Bei amazon.de bestellen
Im Mittelpunkt des Romans Penalty von Mal Peet steht das Leben von Edson Bakula, der als 14-jähriger Junge aus Afrika von Weißen entführt wird. Fast zwei Monate muss er mit anderen auf einem Schiff ausharren und viele verhungern während der Überfahrt oder sterben an der Entleerungskrankheit. Noch vor der Ankunft in Südamerika lehrt ihn ein Pai – ein Priester, wie Bakula Kontakt zu seinen Ahnen aufnehmen und diese Macht nutzen kann. In Santo Tomás wird er als Sklave an Oberst d’Oliveira verkauft. Erst viele Jahre später wird er seinem Herrn einen großen Dienst erweisen können, für den er auch großzügig belohnt wird.

Edson Bakula arbeitet als Fremdenführer und führt Touristen durch das Zentrum des früheren Sklavenhandels. Mit dem Sportreporter Paul Faustino, der selbst gerade Urlaub macht, kommt er ins Gespräch über das Verschwinden eines Fußballstars. Der 18-jährige Ricardo Gomes de Barros, kurz Rico genannt, hat bei einem wichtigen Spiel einen Strafstoß verschossen. Danach wurde er ausgewechselt und hat sich in die Umkleidekabine zurückgezogen. Doch als seine Fußballkollegen nach dem Spiel in die Kabine kommen, finden sie von Rico keine Spur mehr. Faustino besucht seinen Redaktionskollegen Máximo Salez und sieht sich mit ihm die Aufzeichnung der 2. Halbzeit an. Irgendetwas scheint den jungen Fußballstar bedrückt zu haben, aber was? Irgendetwas stimmte hier nicht!

weiterlesenPenalty von Mal Peet

Verarschung von Lars Arffssen

Verarschung
Bei amazon.de bestellen
Hauptkommissar Svenjamin Bubbles hat es in dem als Parodie angelegten Buch Verarschung von Lars Arffssen mit ungewöhnlichen Morden zu tun: In Schweden treibt ein Rentier-Killer sein Unwesen. Zusammen mit seinen Kollegen und dem Journalist Mikael Blomberg will er ein psychologisches Profil von einem Rentiermörder erstellen. Doch damit nicht genug: Zwei Tote geben ihnen weitere Rätsel auf. Dr. Jerker Ekkrot wird tot in seiner Wohnung aufgefunden und auch Twigg Arssen, ein früherer Schulfreund von Mikael Blomberg. Von seinem Vater erfahren sie, dass Twigg Arssen als Schriftsteller an einem Buchprojekt gearbeitet hat und möglicherweise im Begriff war, ein Komplott aufzudecken. Für Kommissar Bubbles ist die irgendwie durchgeknallte und tätowierte Lizzy die Mörderin von Dr. Ekkrot und Arssen. Sie wird festgenommen und ins Gefängnis gesteckt. Dort sieht sich Mikael Blomberg mit ihr zusammen eine Videoaufzeichnung an und es stellt sich heraus, dass sie nicht die Schuldige sein kann. Lizzy beeindruckt immer wieder durch ihre Rechenkünste und als Computerhackerin ist sie unschlagbar.

Als wieder eine ganze Rentierfamilie abgeschlachtet wird, findet man einen Finger des Mörders am Tatort, den dieser dort zurückgelassen hat. Die Spur führt zu den Zwillingen Reinhard und Ronni Niemand. Es gibt außerdem Verwicklungen, da auch von Lizzy eine Zwillingsschwester existiert.

weiterlesenVerarschung von Lars Arffssen