In Klaus Middendorfs Roman Celtic Connexion schreibt der Schriftsteller Saul Buchstätt an seinem zweiten Roman. Patrick McDouglas ist quasi sein Spiegelbild, sein Doppelgänger und schreibt am gleichen Roman. Patrick erhält eines Tages von einem toten Freund, Melih Cevdet, eine Mail aus der Unterwelt Thanatopic City. Verwirrt fragt er sich, was das zu bedeuten hat. Neugierig geworden, sucht er im Internet nach einer Erklärung und landet schließlich selbst im Jenseits. Dort kann er sich an nichts mehr erinnern und trifft auf Arthur Morris. Der wiederum behauptet umgebracht worden zu sein. Während er in einem der Twin Towers seiner Arbeit nachgegangen wäre, seien Flugzeuge in das World Trade Center geflogen.

Maurice L’Hovȇt, der Chef von Thanatopic City, bittet Patrick McDouglas, seinen Roman nicht zu schreiben, da er sich damit in eine Tabuzone begibt. Doch dieser lässt sich davon nicht beeindrucken. In der Unterwelt bekommt Patrick Whisky zu trinken: Celtic Connexion. Der Name, den auch der Geheimdienst in Thanatopic City trägt! Alice Gorgon ist im Jenseits die Agentin, die mit der Betreuung von Patrick beauftragt ist. Obwohl sie ein Verhältnis mit ihrem Chef Maurice L’Hovȇt unterhält, bittet dieser Patrick um seine Unterstützung, er soll Alice verführen. Weiterlesen »

Susanne Storck hat sich eine Radtour durch Deutschland als Ziel gesetzt und schildert ihre Erlebnisse und Erfahrungen in ihrem Buch Abgefahren. Im Juni 2007 geht es los. Mit nur 400,00 Euro im Gepäck will sie von Mülheim an der Ruhr bis zum Bodensee und muss sich daher immer wieder unterwegs etwas Essbares erbetteln. Oftmals wird ihr eine kostenlose Übernachtung angeboten und wenn gar nichts geht, übernachtet sie im Freien. Im Kloster Tiefenthal wird Susanne Storck freundlich aufgenommen und genießt den Luxus. Ebenso gut aufgehoben fühlt sie sich im Naturfreundehaus, das zu den schönsten Naturcampingplätzen zählt. Doch auch schlechte Erfahrungen bleiben nicht aus: So wird sie in der Domstadt Speyer von Orden zu Orden geschickt und wird schließlich abgewiesen. Um ihren Geldbeutel zwischendurch auffüllen zu können, hilft sie bei der Zucchini-Ernte, bügelt Hotelwäsche und lernt beim Obstpflücken die reifen und unreifen Früchte zu unterscheiden. Ebenso wird sie in die Geheimnisse des Melkens einer Ziege eingewiesen.

Auf ihrer langen Reise kommt sie am Atomkraftwerk Biblis vorbei, genießt den Anblick des Rheinfalls von Schaffhausen, bewundert die Schlösser Hohenschwangau und Neuschwanstein und nimmt befremdend die weihnachtliche Dekoration in Rothenburg bei 30° Außentemperatur zur Kenntnis. Weiterlesen »

Das kleine Büchlein Der Mond zu Gast von Ando Mikie enthält sieben Kurzgeschichten für Kinder. In der ersten Geschichte geht es um die Suche eines Bären nach seinem Ladybär. Doch bis der Bär seinen Ladybär endlich in den Armen halten kann, begegnet er einer Schildkröte, einer Biene und einer Raupe, die ihm alle auf ihre Weise eine Hilfe sind.
In einer nächsten Geschichte erfährt ein Wanderer, wie eine Fliege von einer Spinne, die Spinne von einer Eidechse, die Eidechse von einem Hahn, der Hahn von einem Fuchs und der Fuchs schließlich von einem Tiger gefressen wird. Jeden plagen Gewissensbisse, aber letztendlich haben sich doch alle wieder beruhigen können und sind zufrieden.
Weiter geht es mit einem Schlangenkind, dessen Vater Probleme mit der Vergangenheit hat, während die Mutter Probleme mit der Zukunft hat. Glücklicherweise kann ein Tiger helfend einspringen und kann das Familienglück der Schlangenfamilie wieder herstellen.
In einer weiteren Geschichte träumt ein Rabe von einer Silberreiherin, die er schon lange Zeit in einem Baum beobachtet hat. So gerne würde er ihr Freund sein und eines Tages bietet sie ihm tatsächlich ihre Freundschaft an. Doch der Rabe genießt dieses Glück nur kurzzeitig. Denn nun erblickt er in einem Baum eine Blauelster, für die er ins Schwärmen gerät. Und hört deshalb seiner Silberreiherin schon nicht mehr zu. Weiterlesen »

In seinem Buch Experiment Mensch stellt Daniel Knop die Frage, ob der Mensch selbst seine Lebensgrundlage zerstört. Um das zu erklären, holt er weit aus und führt zunächst die Pest an, eine der großen Seuchen. Dann leitet er zu den verschiedenen Korallenarten über, die an vielen Stellen immer wieder zum besseren Verständnis herangezogen werden. Der Autor gibt Beispiele von Pflanzen und Tieren, die eine Symbiosegemeinschaft eingegangen sind, obwohl es sich auf den ersten Blick um einen Parasiten zu handeln scheint. Um die Notwendigkeit für ein soziales Miteinander zu begründen, führt er exemplarisch Versuche an Rentieren und Affen an und erklärt schließlich, zu welchem Zweck Sprache dient. Sie war für unsere Verständigung eine grundlegende Voraussetzung und macht uns unsere eigene Existenz bewusst. Woraus wiederum die Angst vor dem Tod erwächst und die Frage nach dem Sinn des Lebens resultiert.

Der Autor veranschaulicht den Weg vom Homo erectus zum Homo sapiens. Der Hang zur Gruppenbildung war und ist typisch für den Menschen und zeigt sich heute in der großen Akzeptanz von Facebook. Als nun unsere Vorfahren zum sesshaften Leben übergingen und Viehaltung betrieben, musste die Viehzucht eine Konsequenz sein. Da durch die Nutztierhaltung mehr schädliche Gase produziert werden, als durch alle Verkehrsmittel zusammen, ist unser Fleischkonsum kritisch zu betrachten. Weiterlesen »

In dem Jugendroman iBoy von Kevin Brooks lebt der 16-jährige Tom Harvey mit seiner recht resoluten Großmutter in Südlondon. Die Siedlung, Crow Town, besteht aus Hochhäusern mit je dreißig Stockwerken und die Treppenhäuser dienen der Drogeneinnahme, dem Sex oder dem Zusammenschlagen von Leuten. Ein ungeschriebenes Gesetz in Crow Town ist, dass man nicht mit der Polizei redet, wenn man nicht tot aufgefunden werden will.

Die ein Jahr jüngere Lucy, mit der Tom gerne befreundet sein möchte, wird eines Tages von einer Gruppe Jugendlicher vergewaltigt. Zu genau der gleichen Zeit ist Tom mit ihr verabredet und so steht er gerade unter ihrem Fenster, als aus dem dreißigsten Stockwerk ein iPhone auf ihn zurast. Davon wird er so schwer am Kopf getroffen, dass er erst nach siebzehn Tagen wieder aus dem Koma erwacht. Er erleidet einen Schädeltrümmerbruch, wobei kleinste Fragmente des iPhones in seinem Gehirn zurück bleiben. Fortan hat Tom mit seinem Gehirn Zugriff auf sämtliche Datenbanken, kann andere Handys scannen und sie per GPS lokalisieren. Er ist sogar in der Lage, anonyme SMS zu verschicken und Anrufe zu tätigen. Damit aber nicht genug: Tom kann sich willentlich in eine flimmernde, glühende Gestalt verwandeln, die Stromstöße aussendet. Unverwundbar wird er durch ein Kraftfeld, das ihn umgibt. Mit diesen Möglichkeiten baut er sich eine neue Identität auf und gibt sich selbst den Namen iBoy. Weiterlesen »

Urmila Chaudhary schreibt in ihrer Biographie Sklavenkind über ihr Schicksal, das sie als Kind erleiden musste. Gemäß der Tradition in Nepal wird sie als 6-jährige von ihrem Bruder als Kamalari, als Sklavenkind, verkauft. Ausgerechnet an einem Feiertag, an dem sie ihre Eltern besuchen darf. Denn wegen der ärmlichen Verhältnisse muss sie bei ihrer Schwester in einem Nachbardorf wohnen. Der Bruder begleitet sie noch ein Stück, dann muss Urmila alleine mit den Männern gehen, die sie abholen. Sie ist von nun an die Leibeigene von Sita, der sie als Geschenk überreicht wird. Urmila muss für Sita und ihre Familie in Kathmandu arbeiten, wo sie von Heimweh geplagt wird: Statt des Vogelgezwitschers hört sie nur Motorenbrummen. Für eine aus sechs Erwachsenen und sechs Kindern bestehende Familie muss sie von fünf Uhr morgens bis spät nachts putzen, waschen und kochen – einfach alle in einem Haushalt anfallenden Arbeiten verrichten. Das Versprechen, sie zur Schule zu schicken, wird nicht eingelöst und sie weint viel. Als sie nach vier Jahren endlich für einen Tag nach Hause zu ihrer Familie darf, erkennt ihre Mutter sie nicht einmal mehr. Nach über acht Jahren sieht sie ihren Bruder bei einem Treffen zum ersten mal wieder und nimmt ihren Verwandten das Versprechen ab, dass sie die letzte Kamalari ihrer Familie sein soll. Weiterlesen »

Wer die hügelige Gegend um Jena kennt, kann sich eine Vorstellung davon machen, was es heißt, 100 Kilometer zu Fuß um Jena zurück zu legen. Das genau hat nämlich Sven Müller getan und seine gesammelten Eindrücke in seinem Erlebnisbericht niedergeschrieben. Es handelt sich hierbei um eine Ultralangstrecke, bei der das Ziel in maximal 26 Stunden erreicht sein muss und es werden nicht mehr als 850 Teilnehmer zugelassen.

Sven Müller hat nun schon erste Erfahrungen in Belgien gesammelt und schreibt, wie er sich auf den Lauf in Jena vorbereitet hat. Beim wöchentlichen Training hat er kontinuierlich die Entfernungen gesteigert und eine grundlegende Ernährungsumstellung vorgenommen. Denn seine Zellen müssen die Mineralien und Energien speichern können, die er später verbrauchen wird. Dazu greift er auf so exotisch anmutendes wie Grünlippmuschelextrakt zurück. Und ferner weiß er, wie wichtig richtige Kleidung und ein mit Penaten eingecremter Po ist.

Genau zu seinem 36. Geburtstag geht es am 28. Mai 2010 um 19.00 Uhr los. Bei angenehmen 20° geht es über teils schlammige Wege und an der ersten Verpflegungsstation erhält jeder Teilnehmer einen Beutel mit einer Verpflegungsration. Es ist auch Zeit, einen Strumpfwechsel vorzunehmen und bei Vollmond geht es weiter. Weiterlesen »

Peter Pfannroth ist einer von fünfundzwanzig Schuhputzern in Alfred Weidenmanns Jugendkrimi Gepäckschein 666. Tag für Tag sitzt er neben Emil Schlotterbeck und wartet auf Kundschaft. Mit den Einnahmen unterstützt er seine Mutter, die als Näherin arbeitet und sogar noch einen Untermieter aufnehmen muss, um über die Runden zu kommen.

Eines Tages beobachten die beiden Jungen, wie bei der gegenüberliegenden Internationalen Handels- und Creditbank ein Banküberfall für einen Film nachgestellt werden soll. Doch noch bevor selbst Bankdirektor Degenhart erkennt, dass aus dem Spiel nun Ernst wird, ist es auch schon zu spät. Die Räuber sind mit einhundertvierzigtausend DM auf und davon. Unter der Leitung von Kriminalkommissar Lukkas können zwar sieben Banditen gefasst werden, aber zwei sind weiterhin flüchtig; unter ihnen der international gesuchte Verbrecher, der wegen einer Tätowierung nur „Schwarze Rose“ genannt wird.

Durch Zufall hört Frau Pfannroth, dass das Atlantic-Hotel Pagen zwischen vierzehn und fünfzehn Jahren sucht. Sie kann ihren Sohn Peter davon überzeugen, dass er nicht sein Leben lang Schuhputzer bleiben kann. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg zum Hotel und werden zunächst enttäuscht, da schon alle Stellen besetzt wurden. Doch der energischen und resoluten Mutter ist es zu verdanken, dass es zu einem Blickkontakt zwischen Peter und dem Hoteldirektor kommt. Weiterlesen »

Auch als Schauspieler und Schriftsteller braucht man jemand, der sauber macht. Und Max Urlacher hat die weltbeste Putzfrau gefunden. Zugegeben – sie ist ein wenig beleibt, aber alles andere stimmt! In seinem neuesten Buch Die Putzi Diaries plaudert Max aus dem Nähkästchen, wie er Marianne Schneider überzeugen konnte, bei ihm zu putzen. Schließlich sucht sie sich ihren Arbeitgeber aus und putzt nicht bei jedem! Seitdem sie für seine häusliche Sauberkeit sorgt, muss er mit einem gelben Duschvorhang vorlieb nehmen, obwohl er diese Farbe hasst. Er muss es hinnehmen, dass sie seine Kondome in einer selbst gebastelten Schachtel verstaut und seine Pornovideos mit der Tarnung Luis Trenker versieht. Außerdem hält sie so manchen Haushaltstipp für ihn bereit und erteilt ihm Nachhilfe in der Gewürzküche. Zur Abwechslung sitzt er mit seiner Putzi bei einem Auftritt von Roland Kaiser in der ersten Reihe, bekommt eine exklusive Führung durchs Museum oder besucht mit ihr eine Theatervorstellung, in der alle Darsteller nackt sind.

Putzis Wunsch wäre es, einmal ins neue Jahr hineingeliebt zu werden und um Mitternacht ein persönliches Feuerwerk zu erleben. Dieser Wunsch blieb ihr bisher versagt, aber immerhin wagt sie in der Silvesternacht 2009 die Vorhersage, dass es ein gutes neues Jahr werden wird. Doch für Max Urlacher sieht es zunächst gar nicht so gut aus. Weiterlesen »

In Erika Kroells Kriminalroman Der Fremde im Spiegel wird das Bauunternehmerehepaar Hemmesfeld von deren Putzfrau Katharina tot aufgefunden. Oberkommissarin Daniela Flegel, kurz Dani genannt, und Hauptkommissarin Kraut überbringen der Tochter Lissi die schreckliche Nachricht, dass ihre Eltern brutal mit einem Hammer erschlagen wurden. Der Sohn Frieder ist seit dem Tod der Eltern spurlos verschwunden. Bei der Testamentseröffnung erfahren die beiden ermittelnden Beamtinnen, dass der Bauleiter Dieter Odenkirchen die gesamte Firma erben soll. Für die beiden Kinder verbleiben noch genügend Bargeld und Wertpapiere, um ein sorgloses Leben führen zu können. Doch Dieter Odenkirchen ist damit in den Kreis der Verdächtigen gerückt.

Da bei dem Mord an dem alten Ehepaar auch wertvoller Schmuck gestohlen wurde, richten Dani und Kraut natürlich auch darauf ihr Augenmerk. Sie lassen sich von der Tochter Lissi Zeichnungen von den gestohlenen Schmuckstücken anfertigen. Ihr Weg führt sie zu Kevin, dem Sohn der Putzfrau, denn ein Pfandleiher hat sich bei ihnen gemeldet und die bei ihm in Zahlung gegebenen Schmuckstücke können eindeutig identifiziert werden. Ausgerechnet ein Freund von Kevin hat sie zum Pfandleiher gebracht. Damit ist für Dani und Kraut die Sache klar. Kevin, der bereits durch Schlägereien und Autoaufbrüche aufgefallen war, und seine Freunde werden festgenommen. Weiterlesen »