Im See der Himmel von Helen M. Sand

Im See der HimmelDie aus dem deutschen Mühlbach geflohene ehemalige Krankenschwester Maria lebt mit ihrem Ehemann Jack, der als Pfarrer tätig war, im nordwestlich von South Carolina gelegenen Greenville. Schon immer hat er seine Frau darin bestärkt, nach Deutschland, von wo sie nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges geflohen ist, zu reisen und sich ihrer Vergangenheit zu stellen. Doch erst nach seinem Tod entschließt sie sich dazu, nachdem sie eine E-Mail aus Mühlbach von Sofia, einer Enkelin ihrer Schwester Käte, erhalten hat. Sofia lädt Maria zum Geburtstag von Käte ein und will ihr bei dieser Gelegenheit eine Holzkiste überreichen, die sie beim Fällen eines Kirschbaumes im Garten gefunden hat. Nach fast sechzig Jahren kehrt Maria in ihr Heimatdorf und freut sich auf das Wiedersehen mit den noch übrig gebliebenen Familienmitgliedern, da wird die schwangere Sofia mit einem Aneurysma ins Krankenhaus eingeliefert.

Helen M. Sand schreibt in ihrem Roman Im See der Himmel* sowohl von den im Jahr 2001 stattfindenden Ereignissen, als auch von Marias Erinnerungen an die Kriegsjahre.

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Interview mit der Autorin Heike Koschyk

Heike Koschyk
Foto © Kerstin Petermann
Heike Koschyk, die 1967 in New York geboren wurde, wuchs in Hamburg und Travemünde auf. Zunächst arbeitete sie in einer Modeagentur, hat dann eine Ausbildung zur Heilpraktikerin mit dem Schwerpunkt Klassische Homöopathie absolviert, um sich schließlich ganz dem Schreiben zu widmen. Sie hat Thriller und historische Kriminalromane geschrieben und wurde im Jahr 2008 mit dem Agatha-Christie-Krimipreis ausgezeichnet. Unter dem Pseudonym Sophie Bonnet schreibt sie zudem Provence-Krimis. Heike Koschyk lebt mit ihrer Familie in Hamburg.

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Hanne – Die Leute gucken schon von Felicitas Fuchs

Hanne - Die Leute gucken schonDie zweimal geschiedene Minna Volkening lebt mit ihrer elfjährigen Tochter Hanne in Minden, wo sie eine Änderungsschneiderei führt, die gerade das Überleben sichert. Trotz des Unterhaltes von Fritz für Hanne kann Minna ihr nicht den Besuch einer höheren Schule ermöglichen. Als sie wegen einer Lungentuberkulose für drei Monat in die Lungenheilanstalt nach Bad Lippspringe muss, will sich ihr Bruder Karl um seine Nichte kümmern, wogegen sich allerdings seine Ehefrau Wilhelmine wehrt. Karl, der seine Eheschließung längst bereut hat, bleibt nichts anderes übrig, als Hanne zu den Schaustellern Fannie und Hans Winter zu bringen, die sich liebevoll um das stets folgsame und brave Mädchen kümmern.

Nach ihrer Rückkehr stellt Minna enttäuscht fest, dass viele Kunden nicht mehr bei einer Schwindsüchtigen nähen lassen wollen. Das Geld ist so knapp, dass sie nicht einmal die Ratschläge des Arztes, sich gut zu ernähren, befolgen kann.

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Lesen ist doof – Ein Kinderbuch, das mit Vorurteilen spielt

Warum ein provokanter Titel zum Lesen motivieren kann

Buchcover des Kinderbuchs: Lesen ist doof

Lesestatistik und Leseförderung

Laut einer Statistik gaben über die Hälfte der befragten Kinder im Jahr 2020 an, mindestens einmal pro Woche ein gedrucktes Buch zu lesen. Zwei Jahre später erklärten rund 32 % der Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren, täglich oder mehrmals pro Woche zu lesen. Genau hier setzt das Kinderbuch Lesen ist doof* von Nils Freytag und Silke Schlichtmann an – mit einem Titel, der auf den ersten Blick abschreckt, aber genau dadurch Neugier weckt.

Ein Cover, das zum Nachdenken anregt

Das Cover zeigt eine Szene im Bus oder Zug: Alle Mitreisenden starren auf ihre Handys – nur ein Kind liest ein Buch. Die anderen schauen irritiert. Der Widerspruch ist offensichtlich: Lesen gilt als „komisch“, während ständiger Handygebrauch als normal erscheint. Genau diesen gesellschaftlichen Reflex hinterfragt das Buch auf clevere Weise.

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Plotten leicht gemacht mit Cricut von Lisa Englmüller

Plotten leicht gemacht mit CricutLisa Englmüller beginnt ihr Sachbuch Plotten leicht gemacht mit Cricut* mit der Erklärung, was überhaupt unter einem Schneid- oder auch Hobbyplotter genannt zu verstehen ist. Wie sie ausführt, handelt es sich dabei um ein Ausgabegerät, das an der Linie einer Grafik entlangfährt, wobei Variationen durch das Einsetzen verschiedener Messer und Tools gegeben sind. Es folgen einige Begriffserklärungen und die Vorstellung von fünf Geräten der bekanntesten Marke Cricut mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen sowie ihrer Verwendungsmöglichkeiten. Die Autorin führt Zubehör, Schneidematten, Folien, Werkzeuge, Stifte und Transferpressen auf und erklärt, wie Messer, Klingen und Tools eingesetzt werden können.

Nach einem Überblick der Bearbeitungssoftware Design Space von Cricut, gefolgt von praktischen Tipps, stellt Lisa Englmüller in ihrem Buch mögliche Projekte vor. Gegliedert nach Deko für drinnen und draußen, diversen Feiern im Laufe eines Jahres, nützliche Dinge des alltäglichen Lebens, individuell gestaltete Karten und besondere Geschenkideen, sind jeweils alle nach Schwierigkeitsgraden unterteilt und enthalten Hinweise, was bei der Ausführung zu beachten ist. Weitere Tipps und Tricks runden ihre Erklärungen ab.

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Die Sonne über Berlin – Trugbild: Ein Kriminalroman mit kunstvoller Tiefenschärfe

Buchcover des Kriminalromans Die Sonne über Berlin – Trugbild von Carla Kalkbrenner

Ein rätselhafter Todesfall im Berliner Luftschutzbunker

Kriminalhauptkommissar Eberhard Dahlberg und sein Kollege Johannes Julius Eckbert von Gotthaus, genannt „Jo“, werden zu einem Luftschutzbunker in Berlin gerufen. Dort wurde der Maler Gernot Reischberger tot aufgefunden, dessen Atelier sich in dem Bunker befindet. Offensichtlich war er von der Leiter gestürzt und anschließend an der über sein Gesicht gelaufenen Farbe erstickt.

Allerdings findet die Spurensicherung im Atelier keinerlei verwertbare Hinweise, was die Ermittler Dahlberg, Jo, Kollegin Claudia Gerlinger sowie Alexander Taub zu der Annahme verleitet, es könne sich um Mord handeln.

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Heumahd von Susanne Betz

HeumahdDass ihr Ehemann im Jahr 1886 nach einem Besuch des Wirtshauses erfroren ist, bekümmert Vroni Grasegger nicht im Geringsten, denn die Dreiundzwanzigjährige wurde während der Ehe immer wieder von ihm misshandelt. Narben auf ihrem Nacken zeugen davon und noch auf der Beerdigung des Bauern schmerzt sie eine durch ein Holzscheit verursachte, sich nicht schließende Wunde an der Hüfte. Vroni, die als Kind nur den Hunger kannte, hat deshalb in den Grasegger Hof in Loisbichl eingeheiratet, wo sie nun mit dem Knecht Korbinian, der Magd Josefa, einem Onkel ihres verstorbenen Mannes sowie Rosl, seiner Tochter aus erster Ehe, wohnt.

Eines Tages kommt ein Fremder in das Werdenfelser Land, bei dem es sich um den berühmten Kunstmaler Wilhelm Leibl aus München handelt. Er will unbedingt Blasi Hirzinger malen, vor dem sich Vroni in acht nehmen muss, weil er ihr schon früher nachgestellt und Mägde in der Umgebung geschwängert hat.

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Interview mit der Weltenbummlerin Svenja Kerber-Strasser

Svenja und Simone Kerber-Strasser
Bildquelle: Svenja Kerber-Strasser
Svenja Kerber-Strasser wurde am 7. Dezember 1983 in Gladbeck geboren. Nach dem Abitur am Vestischen Gymnasium in Kirchhellen im Jahr 2003 hat sie zunächst eine Ausbildung zur Reiseverkehrskauffrau gemacht, woran sich sowohl ein berufsbegleitendes Studium an VWA-Hochschule, als auch ein Studium an der FOM Hochschule für Oekonomie und Management anschloss, das sie mit dem Bachelor of Art abschließen konnte. Bei einer digitalen Plattform für Hotels, hat sie als Sales Manager gearbeitet, nachdem sie für zwei große Reiseveranstalter tätig wurde. In dieser Zeit hat sie zudem auch noch eine Ausbildung zur Tourismus-Fachwirtin abgeschlossen.

Im Jahr 2019 hat sie die aus Osttirol stammende Simone geehelicht, deren Eltern dort ein Hotel bewirtschaften. Dadurch konnte Svenja zudem umfangreiche Kenntnisse des dortigen Hotel- und Gaststättenbetriebes erlangen.

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Schmerzfrei und beweglich bis ins hohe Alter von Dr. med. Petra Bracht und Roland Liebscher-Bracht

Das große Selbsthilfe-Buch nach der Liebscher & Bracht-Methode

Schmerzfrei und beweglich bis ins hohe AlterVor über fünfunddreißig Jahren hat das Ehepaar Dr. med. Petra Bracht und Roland Liebscher-Bracht den Grundstein für die Entwicklung ihrer Liebscher & Bracht-Methode gelegt. Inzwischen ist das Familienunternehmen auf über einhundertfünfzig Mitarbeiter gewachsen, das seit dem Jahr 2007 selbst Ärzte und Therapeuten ausbildet. In ihrem Gesundheitsbuch erklären sie in einer auch für den Laien verständliche Art, dass so gut wie jeder Mensch Schmerzfrei und beweglich bis ins hohe Alter* leben kann, denn nach ihrer Auffassung sind die meisten Schmerzen auf zu wenig Bewegung und folglich eine zu hohe Spannung der Muskeln und Faszien, die aufgrund verschiedener Ursachen regelrecht „verfilzen“ können, zurückzuführen.

Wird einem Patienten erklärt, seine Arthrose sei wegen der Abnutzung des Knorpels die Ursache seiner Schmerzen, so handelt es sich nach Meinung der Autoren um einen „Jahrhundert-Irrtum“. Während Heilberufler ein Nachwachsen des Knorpels für unmöglich halten, führt das Ehepaar Bracht Studien an, die das widerlegen.

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Bild ohne Mädchen von Sarah Elena Müller

Bild ohne MädchenDie Eltern des namenlosen Mädchens möchten nicht, dass ihre vor der Einschulung stehende Tochter zu Hause fernsieht, weil es nach Meinung der Mutter „dumm und traurig“ macht. Dafür darf sie beim Nachbarn fernsehen. Der Vater geht ganz in seiner Rolle als Biologe auf, rettet für seine Kunden Tiere und Pflanzen, so sieht es zumindest seine Tochter, und die Mutter ist in ihre Arbeit als Bildhauerin vertieft. Das Mädchen besucht häufig ihren medienliebenden Nachbarn Ege, der seine mit entsprechenden Geräten vollstehende Wohnung abdunkelt und in hohem Maße dem Wein zuspricht. Seine Lebenspartnerin Gisela lebt in der Wohnung darüber.

Eines Tages vertraut sich das Mädchen der Mutter an und berichtet ihr von einem Engel, den sie vielleicht bei den Nachbarn gesehen hat. Auf Rückfragen der Mutter gibt sie an, nichts Genaues zu wissen, da die Ränder verschwommen gewesen seien, woraufhin die Mutter ihr ein Buch über griechische Gottwesen aushändigt. Zudem scheint ihr außer der regelmäßigen Vorstellung bei einem Heiler, bei dem das Mädchen wegen Bettnässen in Behandlung ist, ein Besuch bei einem Augenarzt angebracht zu sein.

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